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Svenja Schulze (5.v.li.), NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, ließ sich von Prof. Dr. Andreas Nevoigt (2.v.li.) durch die Halle für Fahrzeugtechnik führen.
Svenja Schulze (5.v.li.), NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, ließ sich von Prof. Dr. Andreas Nevoigt (2.v.li.) durch die Halle für Fahrzeugtechnik führen.(Download )
23.02.2017

„Sie wirken in Ihrer Region“

NRW-Ministerin Svenja Schulze besucht die Fachhochschule Südwestfalen und rät zur Besinnung auf die traditionellen Stärken und mehr Selbstbewusstsein in der Forschung

Hagen. Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, besuchte am Mittwochvormittag die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Gemeinsam mit den NRW-Landtagsabgeordneten Inge Blask und Michael Scheffler besichtigte sie auch die neue Halle für Fahrzeugtechnik.

Manchmal reichen wenige Worte, um das Wesentliche auf den Punkt zu bringen:

„Regional verankert, überregional bedeutend. Uns geht es gut“, mit diesen Worten startete Rektor Prof. Dr. Claus Schuster in die Vorstellung der Fachhochschule Südwestfalen. Und das eifrige Nicken seiner Gäste signalisierte umgehend Zustimmung. Denn man kennt sich. Prof. Dr. Claus Schuster und neben ihm das gesamte Hochschulrektorat begrüßten nämlich NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Und bei ihr hatte die Fachhochschule Südwestfalen bei vorherigen Besuchen durchaus bleibenden Eindruck hinterlassen. Gemeinsam mit der Ministerin hatten sich die beiden heimischen NRW-Landtagsabgeordneten Inge Blask und Michael Scheffler auf den Weg zum Standort Iserlohn gemacht.

Aber Prof. Dr. Schuster hatte durchaus auch Neues zu berichten. So konnte er die Entfristung zahlreicher Arbeitsverhältnisse verkünden. Ermöglicht in erster Linie durch die Verstetigung der Finanzmittel aus dem Hochschulpakt. Darüber hinaus betonte Schuster die intensiven wie innovativen Anstrengungen der Hochschule zur Erhöhung der  Absolventenquoten. Dazu gibt es seit einiger Zeit Studierendencoaches. Sie helfen dabei, Probleme aus dem Weg zu räumen, die sich im Laufe eines Studiums vor jungen Menschen auftürmen können. „Wir wollen und sollen sie doch aufs Leben vorbereiten, da muss man bei der Unterstützung durchaus auch über den Tellerrand der bekannten Methoden hinaus denken“, so Schuster.

Das gilt im Besonderen auch für das Modell „Studium Flexibel“, das sich trotz seiner recht kurzen Laufzeit bereits voll etabliert hat. Dabei wird das Curriculum der Studieneingangsphase kontrolliert gestreckt, die Studierenden dabei besonders intensiv betreut. „Damit helfen wir Leuten, die eine solche Rückendeckung brauchen und uns sonst verloren gehen würden“, ist Prof. Dr. Marie-Theres Roeckerath-Ries, Prorektorin für Studium und Weiterbildung, überzeugt. Und überzeugt ist inzwischen auch Svenja Schulze. „Ich hatte zunächst meine Zweifel“, gab sie zu, „aber das Modell wirkt. Es trifft die Zielgruppe und ist für sie ein hervorragendes Angebot“

Zudem berichtete Prof. Dr. Schuster von der Bewerbung für die Förderinitiative „Innovative Hochschule“. Gemeinsam mit der Hochschule Hamm-Lippstadt bewirbt sich die Fachhochschule Südwestfalen damit um Gelder, die Bund und Länder zur Förderung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers ausgelobt haben. „Wir haben große Hoffnung auf Erfolg“, stellte Schuster klar und begründete diese mit der Einbindung zahlreicher Partner aus der Region Südwestfalen. Mehr als 230 Unternehmen aus Südwestfalen stehen hinter dem Antrag. Auch Ministerin Schulze sieht in dieser Ausrichtung ein mögliches Erfolgsrezpt des Antrages. „Es ist ein harter Wettbewerb, aber der regionale Ansatz war und ist Ihre Stärke. Den müssen sie betonen. Sie wirken in Ihrer Region, das können andere längst nicht so gut“, so die Ministerin.

Und dann hatte Svenja Schulze noch ein Anliegen: Die Stärkung des Selbstbewusstseins der Fachhochschulen, wenn es um die Kommunikation ihrer Forschungskompetenzen geht. „Forschung geht nicht nur an Universitäten. Die Fachhochschulen dürfen ruhig mal sagen, was sie können, dass sie die Forschungspartner für die Unternehmen der Region sind“. Und davon überzeugte sich die Ministerin dann direkt vor Ort. Von Prof. Dr. Andreas Nevoigt, designierter Prorektor für Forschung und Technologietransfer, ließ sie sich durch die neue Halle für Fahrzeugtechnik führen.