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(v.l.n.r.) maag-Geschäftsführer Ansgar Schonlau, Prof. Klaus- Michael Mende, Felix Westerhoff und Bernd Hecking (Technische Leitung maag) vor der Flexodruckmaschine
(v.l.n.r.) maag-Geschäftsführer Ansgar Schonlau, Prof. Klaus- Michael Mende, Felix Westerhoff und Bernd Hecking (Technische Leitung maag) vor der Flexodruckmaschine(Download )
09.03.2017

Felix Westerhoff sorgt für standardisierte Prozessabläufe

Maschinenbaustudent der Fachhochschule Südwestfalen optimiert Rüstprozess einer Flexodruckmaschine bei maag GmbH in Iserlohn

Iserlohn. Felix Westerhoff, Student im Studiengang Fertigungstechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn optimierte im Rahmen seiner Bachelorarbeit bei der maag GmbH in Iserlohn den Rüstprozess einer Flexodruckmaschine. Mit Erfolg: Er erhielt direkt im Anschluss ein Jobangebot und arbeitet jetzt in der Arbeits- und Prozessoptimierung des Unternehmens.

Bereits seit 1982 besteht die maag GmbH in Iserlohn. Rund 100 Mitarbeiter entwickeln und produzieren dort Folien für internationale Kunden der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie. Einer der ersten Kunden war und ist bis heute das Unternehmen Lego, was Besucher des Unternehmens gleich im Eingangsbereich erfahren: Begrüßt werden sie dort von großen Legofiguren. Was kaum einer weiß, gerade die Verpackungsfolie für Legosteine muss aus gesundheitlichen Gründen zum Schutz der damit spielenden Kleinkinder hohe Qualitätsanforderungen erfüllen.

maag- Folien werden auch als Verpackungsfolien im Lebensmittelbereich eingesetzt. In der Produktion erfolgt die Bedruckung der Folien mit unterschiedlichsten Motiven und Farbkombinationen. Der 24-jährige Felix Westerhoff begeisterte sich von Anfang an für die Produkte: „Folie ist  nicht gleich Folie, an den Druckprozess und die Folie werden hohe Anforderungen gestellt“. Westerhoff untersuchte in seiner Bachelorarbeit den Rüstprozess einer Flexodruckmaschine. Farben, Maschinenteile und Werkzeuge müssen von den Mitarbeitern häufig gewechselt bzw. umgerüstet werden und das möglichst schnell und im Rahmen von intelligent und optimal gestalteten Arbeitsprozessen und-abläufen . „Eine Schwierigkeit bei meiner Untersuchung war die Datenerhebung und Analyse der unterschiedlichen Arbeitsabläufe“, berichtet Westerhoff. Der Iserlohner Student konnte die Wegstrecken der Mitarbeiter minimieren, in dem u.a. Materialien und Werkzeuge systematisch und reihenfolgeoptimiert zum Arbeitsprozess angeordnet wurden. Des Weiteren sorgten standardisierte Prozessabläufe sowie eine sinnvolle Aufgabenverteilung für kürzere Einrichtungszeiten der Maschine. Produktionsstillstände, Wartezeiten, Transportwege und Lagerbestände konnten so deutlich verringert werden, was zu sinkenden Produktionskosten führt.

„Es war für mich eine Herausforderung, die Theorie aus meinem Studium der Fertigungstechnik in die Praxis umzusetzen. Dabei habe ich eine Menge gelernt“, zieht Westerhoff Resümee, „das Studium der Fertigungstechnik bietet vielfältige und branchenübergreifende Einsatzmöglichkeiten“. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Klaus-Michael Mende vom Fachbereich Maschinenbau. Auch Mende sieht gute Beschäftigungschancen für seine Studierenden in den Produktionsbetrieben der heimischen Region. „Das Interesse an produktionsorientierten Abschlussarbeiten bestätigen die vielen Anfragen von Unternehmen, bei denen häufig die Optimierung von Fertigungsprozessen im Mittelpunkt steht“, sagt Mende. maag-Geschäftsführer Ansgar Schonlau lobt auch die Zusammenarbeit mit dem Märkischen Arbeitgeberverband, der diese Kooperation ermöglichte.