Pressearchiv

Bilder

Prof. Dr. Stefan Lier Foto: Christian Klett, FH Südwestfalen
Prof. Dr. Stefan Lier Foto: Christian Klett, FH Südwestfalen(Download )
14.03.2017

Wandlungsfähige Produktion und Logistik

Prof. Dr. Stefan Lier forscht und lehrt im Schwerpunkt Logistik

Meschede. Wenn man ein Chemiewerk aus mobilen Container-Elementen bauen möchte, ist Prof. Dr. Stefan Lier der richtige Ansprechpartner. Der studierte Wirtschaftsingenieur forscht und lehrt seit Anfang Februar an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede. Seine Spezialität sind wandlungsfähige Produktions- und Logistikkonzepte.

Die „Chemieanlage im Container“ ist ein Beispiel, wie man eine Fertigung modular aufbauen kann - vor Ort, dort wo sie gerade gebraucht wird. „Es geht darum, flexibel zu sein und schneller in Märkte einsteigen zu können“, erklärt Lier. Statt an einem Ort hunderte Millionen Euro in ein Chemiewerk zu investieren, sind mit dieser Technik dezentrale Produktionsnetzwerke zu realisieren.

Diese Art von Produktion und Logistik hat Lier an der Ruhr-Universität Bochum kennengelernt, in einer Arbeitsgruppe Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft. Im Lebenslauf des vom Niederrhein stammenden Professors stehen zudem schon Tätigkeiten bei Audi, BMW, Thyssen Krupp und beim Fraunhofer Institut in Dortmund. Ein Doppelabschluss neben dem Diplom führte ihn zum Masterstudium ans Georgia Institute of Technology in den USA. Seine Doktorarbeit schrieb er an der NRW Forschungsschule für energieeffiziente Produktion und Logistik.

In Meschede vertritt Lier das Lehrgebiet Logistik. Sein Lehrangebot reicht von der Beschaffungs- über die Produktionslogistik bis zum Netzwerkmanagement in der Distributionslogistik. Sein erster Eindruck vom Sauerland? „Gut“, sagt Lier, „ich mag Wasser in allen Aggregatzuständen.“ Was er meint: Auf dem Hennesee lässt sich sein Hobby Rudern trefflich ausführen, in Winterberg das Skifahren. Und das Prinzip einer modularen Produktion und Logistik funktioniert nicht nur in der Chemiebranche, sondern beispielsweise auch für Brauereien. Insofern freut er sich darauf, andere Industriezweige kennenzulernen.