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Prof. Dr. Eva Maria Eisenbarth (3.v.l.) stellte den Ehemaligen auch die neue Halle für Fahrzeugtechnik vor
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30.03.2017

Iserlohner Studenten müssen sportlich sein

Ehemalige Studenten besuchten ihre alte Hochschule

Iserlohn. 12 ehemalige Studenten des Studiengangs Physikalische Technik besuchten am Wochenende, teils begleitet von ihren Ehefrauen, ihre alte Hochschule, die damals noch Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen hieß. Studiert haben sie von 1964 bis 1967 und es hat sie danach in alle Regionen Deutschlands verschlagen.

Die erste Veränderung gegenüber ihrer Studienzeit bemerkten die Ehemaligen schon bei der Zufahrt zur Hochschule. Parkplätze waren Mangelware, das Haus voll mit Studierenden, die samstags berufsbegleitend studieren. „Früher war hier samstags nichts los, da waren wir schon auf dem Weg nach Hause“, wunderten sie sich.

Dekanin Prof. Dr. Eva Maria Eisenbarth begrüßte die Ehemaligen und nahm sie mit auf eine Tour durch die Laboratorien. Zeichenbretter fanden sich dort selbstverständlich nicht mehr und auch die Studiengänge haben sich verändert. „Sie haben noch Physikalische Technik studiert. Heute dagegen bieten wir ein breites fachliches Spektrum an Studiengängen an: Bio- und Nanotechnologie, Informatik und jetzt kommt noch Werkstoffe und Oberflächen dazu“, erklärte sie.

1964 war der Studiengang Physikalische Technik noch brandneu und es gab ihn nur an wenigen Ingenieurschulen in Deutschland. „ Wir waren damals quasi noch Versuchskaninchen“, berichtete Edwin Michler, der auch das Treffen organisiert hat. Damals wie heute, war das Studium in Iserlohn aber für alle eine gute Ausgangsbasis für ein erfolgreiches Berufsleben. Einer der damaligen Absolventen, Paul Friedhoff, hat nach dem Studium in Kleve ein Unternehmen gegründet und gleich mehrere seiner Kommilitonen eingestellt. „Wir waren damals das letzte Semester, das noch im Klassenverband studiert hat“, erzählt Ulrich Teichert. „Da kam man in Regelstudienzeit durch oder blieb auch mal „sitzen“. Zwei Drittel haben es aber ohne Probleme geschafft“. Für ihn hatte die damalige Studienform aber auch Nachteile: „Man musste sich nicht selbst entwickeln, man wurde entwickelt“.

Beim Gang durchs Gebäude kam so manche Erinnerung hoch, an Hochschullehrer, Mitstudenten oder an geflügelte Worte, die damals die Runde machten: „Woran erkennt man die Iserlohner Studenten? An den strammen Waden, weil sie jeden Tag den Berg hinauflaufen müssen“.

Zur abendlichen Runde im Hotel Campus Garden trafen noch vier weitere Studienkollegen des Jubilarsemesters P 6 1967 mit Begleitung ein. Bis tief in die Nacht hinein schwelgte die Gemeinschaft nicht nur in Erinnerungen sondern tauschte auch manche berufliche Erfahrung aus. In fünf Jahren soll das nächste Treffen in Iserlohn stattfinden.