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Hochschule trifft Naturpark(-Vertreter): Mit Äpfeln präsentierten die Studierenden eine Argumentationsrichtlinie „Pro Schatztruhe“, um die positiven Effekte für Kommunen „gleich den Früchten eines Baums“ zu verdeutlichen  Foto: Christian Klett, FH Swf
Hochschule trifft Naturpark(-Vertreter): Mit Äpfeln präsentierten die Studierenden eine Argumentationsrichtlinie „Pro Schatztruhe“, um die positiven Effekte für Kommunen „gleich den Früchten eines Baums“ zu verdeutlichen Foto: Christian Klett, FH Swf(Download )
31.03.2017

Schatztruhen im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge

Studierende der Fachhochschule Südwestfalen entwickeln Qualitätskriterien für Infoportale in Kommunen

Meschede. „Schatztruhen“ heißt ein Projekt des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge. Mit thematischen Informationsportalen soll der Naturpark in die Kommunen gebracht werden, um Besucher zu interessieren. Zwölf Studierende der Fachhochschule Südwestfalen entwickelten jetzt Kriterien für die Vergabe von Schatztruhen-Standorten an Gemeinden.

Wenn es künftig Natur-Abenteuerstationen für die ganze Familie gibt, kindgerechte Entdeckertouren in den Naturpark, Industriethemenwege oder Umweltbildung in Naturpark-Schulen, dann sind diese Ideen mit auf ihrem „Mist“ gewachsen. Unterteilt in die Rubriken „Regionale Themen und Besonderheiten“, „Besondere Vermittlung“ und „Besondere Betriebskonzepte“ haben die Studierenden eine Kriterienliste erarbeitet und füllen diese mit Beispielen. „Multisensorik“ ließe sich mit Brotbacken in einem Steinofen realisieren, erneuerbare Energien mit Wasserrädern erlebbar machen, Barrierefreiheit mit rollstuhlgerechten Ausstellungen oder Tasterlebnissen für Blinde umsetzen.

„Aufgabe der Studierenden im Forschungsseminar zum Tourismus war die Entwicklung von „Kann-Kriterien“, erklärt die betreuende Professorin Dr. Susanne Leder. Mit einem Wettbewerb will die Leitung des Naturparks Standorte für die Schatztruhen entwickeln. Kommunen können sich bewerben, wenn sie die Muss-Kriterien erfüllen, beispielsweise eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. „Über die Kann-Kriterien können sie sich von anderen abheben, hier ist Kreativität gefragt“, so Leder.

Das Wintersemester 2016/17 über haben die Studierenden Beispiele aus anderen Parks recherchiert, Literatur gesichtet, Forschungsworkshop durchgeführt und Fallbeispiele entwickelt. Abschließend präsentierten sie ihre Analysen und Empfehlungen der Geschäftsführung des Naturparks sowie der Kreisdirektorin des Märkischen Kreises Barbara Dienstel-Kümper und dem Kreisdirektor des Hochsauerlandkreises Dr. Klaus Drathen als Vertreter des Vorstandes. „Sie haben es geschafft, den Kommunen eine perfekte Steilvorlage für ihre Bewerbung zu geben“, bedankte sich Naturpark-Geschäftsführer Detlef Lins. Und vielleicht auch eine zentrale Erkenntnis. Auf die Frage, was ihnen im Hinblick auf einen Urlaub junger Leute im Naturpark noch besonders wichtig wäre, antwortet eine Studentin: „Hier hast du alles, was du brauchst“.