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Im Studienschwerpunkt Automatisierungstechnik und Mechatronik werden Studierende an einer sogenannten „Transfer Factory“ ausgebildet.    Foto: Michael May, FH Südwestfalen
Im Studienschwerpunkt Automatisierungstechnik und Mechatronik werden Studierende an einer sogenannten „Transfer Factory“ ausgebildet. Foto: Michael May, FH Südwestfalen(Download )
Prof. Dr. Bianca Will   Foto: Christian Klett, FH Südwestfalen
Prof. Dr. Bianca Will Foto: Christian Klett, FH Südwestfalen(Download )
21.04.2017

Mehr Möglichkeiten im Elektrotechnik-Studium

Bachelor-Studiengang Elektrotechnik bietet mehr Wahlfreiheit bei weniger Prüfungen

Meschede. Prof. Dr. Bianca Will ist begeistert. Im vergangenen Jahr hat sie mit ihren Kollegen die Prüfungsordnung des Mescheder Bachelor-Studiengangs Elektrotechnik überarbeitet. Zum Wintersemester 2017/18 startet dieser jetzt mit mehr Studienrichtungen, mit mehr Wahlfreiheit für Studierende und - nicht zuletzt - mit weniger Prüfungen.

Statt wie bisher zwischen drei Studienrichtungen können die Studierenden jetzt zwischen den fünf Schwerpunkten Automatisierungstechnik und Mechatronik, Elektronik, Ingenieurinformatik, Kommunikationstechnik und Medientechnik wählen. Anders als bislang müssen sie sich aber nicht mehr ab Studienbeginn in eine Richtung einschreiben. „Mit der neuen Prüfungsordnung gilt: erst kennenlernen, dann orientieren, dann entscheiden“, erklärt die Studiengangsbeauftragte Will. „Dies unterscheidet uns von anderen Hochschulen, bei denen man sich teilweise von Anfang an auf einen spezialisierten Studiengang festlegen muss.“ Das Mescheder Elektrotechnik-Studium gliedert sich in ein Grundlagenstudium, eine Orientierungs- sowie eine Vertiefungsphase. Während die Module im Grundlagenstudium für alle Studierenden verpflichtend sind, bestehen in den beiden anderen Phasen Wahlmöglichkeiten. In der Orientierungsphase belegen die Studierenden acht von zehn Kernmodulen, in der Vertiefungsphase sieben Wahlpflichtfächer. 

Studierende können einen der fünf empfohlenen Studienschwerpunkte belegen und auf ihrem Bachelorzeugnis nachweisen. Auch andere Kombinationen sind zulässig. „Individueller geht es kaum“, meint die Professorin: „Im Prinzip kann jeder etwas Eigenes machen.“ Einzige Bedingung: Für die Bescheinigung eines Schwerpunktes sind mindestens fünf zugehörige Wahlpflichtmodule zu absolvieren.   

Damit die Studierenden sich besser zurechtfinden, veranstaltet die hochschuleigene Studienberatung im zweiten Semester einen Workshop zur Berufsorientierung. Hier werden Berufsfelder vorgestellt und zum Beispiel ehemalige Studierende eingeladen, die Licht ins Dunkel des Berufsalltags von Elektrotechnikern bringen sollen. Dann erst erfolgt die Schwerpunktwahl. Durch die Umstellung des Studienverlaufs fällt zudem eine Prüfung pro Semester weniger an. Teils sind die neuen Fächer umfangreicher, teils bietet die Hochschule mehr Übungen und Praxisanteile in den Laboren an. Dies reduziert die Prüfungslast, das Studium ist weniger verschult. So sollen die Studierenden mehr Muße bekommen, um vertieft über Sachverhalte nachdenken zu können. „Die Möglichkeit, das Studium selbst zu gestalten, ist für unsere Studierenden ein großes Plus.“, meint Bianca Will.

Hintergrund:

Die Elektrotechnik ist die treibende Kraft für viele wichtige Innovationen. Dazu gehören die Themen Energiewende und Smart Grids, Industrie 4.0, Internet der Dinge, breitbandige Kommunikationssysteme, Softwaretechnik, autonome Fahrzeuge sowie leistungsstarke und vernetzte Sensoren sowie Steuerungs- und Antriebssysteme. Für all diese Bereiche werden in den Schwerpunkten des Elektrotechnik-Studiums die Grundlagen gelegt.

Der Studiengang Elektrotechnik qualifiziert in sechs Semestern zum „Bachelor of Engineering“. Studierende können freiwillig ein weiteres Fachsemester absolvieren, um sich auf ein Masterstudium vorzubereiten. Daneben ist eine optionale Praxisphase in Unternehmen möglich, aber nicht verpflichtend.

Auskunft erteilt Prof. Dr. Bianca Will unter Tel. 0291-99104285 oder per E-Mail: will.bianca@fh-swf.de