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Philips-Universität Marburg: Die moderne Hochschule in malerischer (Alt)Stadt ermöglichte Daniel Hoppe die Promotion Foto: Oliver Geyer, Uni Marburg
Philips-Universität Marburg: Die moderne Hochschule in malerischer (Alt)Stadt ermöglichte Daniel Hoppe die Promotion Foto: Oliver Geyer, Uni Marburg(Download )
Dr. Daniel Hoppe Foto: Privat
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21.04.2017

Master in Meschede, Doktor in Marburg

Fachhochschul-Absolvent Dr. Daniel Hoppe promovierte über Mitarbeiterbindung im Krankenhaussektor

Meschede. Die Promotionsurkunde kam praktisch als Weihnachtsgeschenk: Seit dem 21. Dezember des vergangenen Jahres darf Daniel Hoppe seinem Namen ein „Dr.“ voranstellen. Seine Doktorarbeit über Mitarbeiter als Markenbotschafter im Krankenhaussektor hat er an der Philips-Universität Marburg geschrieben. Auf seinem Bachelor- und Masterzeugnis steht hingegen die Fachhochschule Südwestfalen.

„Es ist für Absolventen einer Fachhochschule nicht so einfach, zu promovieren“, meint Hoppe, denn „nicht jeder Fachbereich einer Universität nimmt einen Fachhochschulabsolventen problemlos an“. In Marburg sei er allerdings sehr freundlich aufgenommen worden. Zunächst hat Hoppe als externer Doktorand auf einer Projektstelle gearbeitet. In seiner Doktorarbeit untersuchte er dann, wie sich Mitarbeiter an Krankenhäuser als Arbeitgeber binden und welche Konsequenzen diese Bindung hervorrufen kann.

„Speziell in Ballungsräumen gibt es heute oft mehrere Krankenhäuser, die sich hinsichtlich funktionaler Kriterien nicht unterscheiden“, erklärt der Post-Doktorand. Für die Bindung bestehender bzw. Gewinnung neuer Mitarbeiter sei hier die Bildung einer Arbeitgebermarke erforderlich. „Und das funktioniert über engagierte Mitarbeiter, die als Markenbotschafter für ihre Klinik eintreten.“ Hoppe konnte mehrere Bindungsebenen feststellen, wobei die wichtigste jedoch die Fachabteilung ist: „Je stärker sich ein Mitarbeiter an die Fachabteilung gebunden fühlt, desto stärker ist er auch an die Klinikmarke gebunden.“

Diese Erkenntnis können Kliniken nun in ihrer Mitarbeiterpolitik einsetzen. Hoppe hat sie mit quantitativen Methoden herausgearbeitet. Über die ist er in seinem Masterstudium auf den Gedanken gekommen, eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen. „Quantitative Modelle eignen sich, über Abstraktion Phänomene zu erklären und die Welt besser zu verstehen“, sagt Hoppe. „Das hat mich gereizt.“