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Studierende, Mitarbeiter freuen sich mit Prof. Schöler über den neuen Getriebeprüfstand: (v.l.n.r.) Prof. Dr. Karsten Schöler, Bartholomäus Siatkowski, Jens Schüßler, Fabian Hug und Lukas Böckelmann
Studierende, Mitarbeiter freuen sich mit Prof. Schöler über den neuen Getriebeprüfstand: (v.l.n.r.) Prof. Dr. Karsten Schöler, Bartholomäus Siatkowski, Jens Schüßler, Fabian Hug und Lukas Böckelmann(Download )
15.05.2017

Neuer Getriebeprüfstand für Lehre und Forschungstransfer

Leistungsverhalten von Getrieben wird untersucht

Iserlohn. Nur wenige Hochschulen verfügen über einen Getriebeprüfstand. Umso mehr freut es Prof. Dr. Karsten Schöler von der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn, den neuen Getriebeprüfstand jetzt im Sommersemester einweihen zu können. Der neue Prüfstand wird die Lehre im Labor für Getriebetechnik des Studiengangs Automotive unterstützen und soll auch Unternehmen für Prüfzwecken zur Verfügung stehen.

„Mit dem neuen Getriebeprüfstand möchten wir unseren Studierenden verdeutlichen, wie moderne Getriebe arbeiten und welche Leistungsverluste vorhanden sein können“, erklärt Prof. Dr. Karsten Schöler.  Besonders stolz ist er darauf, dass die neue Anlage komplett selber in der Hochschule geplant, konstruiert und gebaut wurde: „Es gibt kaum Anbieter für solche Prüfstände auf dem Markt und wenn, dann sind die Anlagen sehr teuer“. In die Planung der Anlage wurden auch die Studierenden einbezogen und konnten so praktische  Erfahrungen in der Konzeption eines Prüfstandes gewinnen. Eingesetzt wird der Prüfstand insbesondere im Praktikum. „Wir nehmen uns dort die Analyse der Wirkungsgrade eines PKW – Stufenautomaten vor und vergleichen die Ergebnisse mit den Herstellerangaben und Berechnungen. Auch die Einflussfaktoren, wie z.B. die Getriebeöltemperatur auf den Wirkungsgrad, können untersucht werden“, berichtet Fabian Hug, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Schöler. „Wir verfolgen in der Lehre zwei Ansätze“, ergänzt Prof. Schöler, „in der Theorie vermitteln wir den Aufbau und die Berechnungen von Getrieben. Im Praktikum werden dann Messungen an einem realen System durchgeführt und die Ergebnisse den theoretischen Berechnungen gegenübergestellt. So können auch Wirkungsgradverluste von Komponenten wie Lamellenkupplungen oder Hydraulikpumpen, welche zu mehr Kraftstoffverbrauch und einer geringeren effektiven Fahrleistung führen, veranschaulicht und analysiert werden“.

Zurzeit werden die Untersuchungen an einem 8-Gang Stufenautomaten durchgeführt. Der Prüfstand ist aber modular aufgebaut und kann bei Bedarf auch andere Getriebe prüfen. Der Prüfstand soll auch interessierten Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. „Wir denken da beispielsweise an Zahnradgetriebehersteller der Region, die nicht über eine derartige Prüfeinrichtung verfügen“, bietet Schöler eine Zusammenarbeit an. In den nächsten Wochen soll jedoch zunächst noch die CE-Kennzeichnung des Prüfstandes abgeschlossen werden.