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Den Bachelor-Abschluss gerade in der Tasche macht sich Niklas Wichmann jetzt auf zum nächsten großen Ziel: Ein Master-Studium in den USA. Foto: FH/Pösentrup
Den Bachelor-Abschluss gerade in der Tasche macht sich Niklas Wichmann jetzt auf zum nächsten großen Ziel: Ein Master-Studium in den USA. Foto: FH/Pösentrup(Download )
01.06.2017

Mit Fulbright-Stipendium in den USA studieren

FH-Absolvent erhält Chance auf den Master-Abschluss in den Appalachen

Soest. „Da kommt man schon ins Grübeln, soll man direkt nach dem Studium beruflich durchstarten?“, beschreibt Niklas Wichmann, was ihn gedanklich gerade umtreibt. Der Absolvent hat sich anders entschieden und will die Chance, vor dem Einstieg ins Berufsleben erst Erfahrungen im Ausland zu machen, nicht verstreichen lassen. Als Erster vom Fachbereich Elektrische Energietechnik der Fachhochschule Südwestfalen hat er eines der begehrten Fulbright-Stipendien erworben und darf ab Ende August für ein Jahr in den USA studieren.

So ganz „easy“ war das Bewerbungsverfahren nicht. Die erste Hürde stellte die schriftliche Bewerbung dar, in der explizit das akademische Vorhaben sowie ein persönliches Statement begründet werden mussten. Dabei konnte der 24-Jährige auf die Unterstützung von Sabine Mahlstedt vom Akademischen Auslandsamt der FH bauen: „Neben einem sehr guten Notendurchschnitt legt die Kommission großen Wert auf die sozial engagierte Persönlichkeit der Bewerber. Diese sollten Ausdrucksfähigkeit und Begeisterung für die USA mitbringen und gleichzeitig den amerikanischen Kommilitoninnen und Kommilitonen etwas Positives von Deutschland vermitteln können.“ Viele neue Erfahrungen machen, neue Leute und die Kultur der USA kennenlernen – das ist es, warum Wichmann in den USA studieren möchte. In 2015 hat er bereits drei Wochen am Summer Institute der University of North Carolina teilgenommen und die amerikanische Lernkultur schätzen gelernt: „Dort gibt es kleine Lerngruppen, es wird mehr Wert auf Unterrichtsbeteiligung gelegt und man muss schon während des Semesters Leistungsnachweise erbringen, es konzentriert sich also nicht alles auf eine entscheidende Abschlussarbeit.“

Niklas Wichmann hat Engineering and Project Management studiert. In seiner Abschlussarbeit in Kooperation mit der Hella KGaA Hueck & Co. ging es um die Entwicklung von Datenbanksystemen zur Erfassung von Störereignissen und Maschinennutzungsdaten. Dank des Stipendiums hat er in den USA die Gelegenheit, sich für ein Jahr ein Masterstudium an der Virginia Polytechnic Institute and State University in Blacksburg, Virginia, zu finanzieren. Sein Studienfach dort wird Industrial and Systems Engineering sein. Zur Aufnahme musste er neben dem gängigen Englischsprachtest (TOEFL) zusätzlich den Graduate Record Examination (GRE) für den ingenieurwissenschaftlichen Bereich bestehen. 30.000 Studierende lernen an der Hochschule in Blacksburg, etwas mehr als 3.000 lernen am Standort Soest der FH. „Klar habe ich davor ein bisschen Respekt. Aber die Stadt hat nur 50.000 Einwohner, das schafft dann ja wieder eine kleinstädtische Atmosphäre“, beschreibt der Ahlener, was ihn erwartet. Ob sich eine Anschlussfinanzierungsmöglichkeit ergibt und er nach einem weiteren Jahr den Master-Abschluss in den USA machen kann, weiß er noch nicht. Da er bereits eine berufliche Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik absolviert hat und auch das FH-Studium von einer starken Verbindung von Theorie und Praxis geprägt ist, hat er gute Chancen auf einen Studentenjob in der Lehre.