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(v.l.) Petra Golz, Hanna Middendorf, Jan Dümpelmann, Michael Hieb und Faisal Sultan als Studierende, Jurymitglied Susanne Bracht, Prof. Dr. Andreas Gerlach sowie Bernd Wesselbaum wollen die Gründerszene in der Region Südwestfalen voranbringen.
(v.l.) Petra Golz, Hanna Middendorf, Jan Dümpelmann, Michael Hieb und Faisal Sultan als Studierende, Jurymitglied Susanne Bracht, Prof. Dr. Andreas Gerlach sowie Bernd Wesselbaum wollen die Gründerszene in der Region Südwestfalen voranbringen.(Download )
26.06.2017

Starthilfe für studentisches Start-ups

Fachhochschule und Volksbank Hellweg vergeben erste Stipendien

Soest. Mit einem neuen Stipendienprogramm für Studenten-Start-ups wollen die Fachhochschule Südwestfalen und die Volksbank Hellweg Studierende unterstützen. Am Montag erhielten die ersten Jungunternehmer ihre Zusage.

Das von Prof. Dr. Andreas Gerlach initiierte Programm soll Gründungsprojekte in einer sehr frühen Phase unterstützen. Die Volksbank fördert zu diesem Zweck Stipendiaten mit monatlich 500 Euro. Damit wollen die Partner ein Zeichen setzen, dass eine Gründerszene nicht nur in Metropolen wie Berlin florieren kann. „Die Hochschule mit ihren mehr als 14.000 Studierenden aller Fachbereiche ist eine pulsierende Denkfabrik und Zukunftswerkstatt. Hier werden ständig technologische Innovationen und spannende Geschäftsideen entwickelt“, erklärt Prof. Dr. Gerlach. „Gemeinsam mit der Volksbank Hellweg möchten wir, dass diese Ideen verwirklicht werden – und zwar hier in Soest. Dazu ist das Stipendium ein wichtiger weiterer Schritt.“

Das Stipendium ermöglicht den potenziellen Gründern, über einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten an ihrer Geschäftsidee zu arbeiten. Die Förderung erlaubt es ihnen, sich voll und ganz auf ihr Gründungsvorhaben zu konzentrieren und befreit von dem Druck, das Studium durch Nebenjobs finanzieren zu müssen. Das Programm sieht außerdem eine intensive Begleitung durch Coaches und Mentoren aus der Hochschule sowie dem regionalen Gründungsnetzwerk der STARTERCENTER NRW Hellweg und Hochsauerland vor.

Die ersten Gewinner des Programms sind Michael Hieb und Jan Dümpelmann. Sie überzeugten die Jury mit ihren Geschäftsideen. Demnach plant Michael Hieb, der Business Administration with Informatics an der FH studiert, mit seinem Unternehmen MikeShare eine Plattform für das Verleihen und Mieten von Fahrrädern von Privatperson an Privatperson. Als Technik kommt dabei ein so genanntes SmartLock, ein Smartphone-unterstütztes und mit einem GPS-Tracker ausgestattetes Fahrradschloss, zum Einsatz, das über eine App gesteuert wird. Der Vermieter erhält von MikeShare gegen eine monatliche Miete das SmartLock und kann sein Fahrrad an einem beliebigen Ort zur Vermietung freigeben. Der bei MikeShare registrierte Mieter kann das nächst verfügbare Fahrrad über eine App ausfindig machen, über das Smartphone entsperren und nutzen.

Jan Dümpelmann studiert im 6. Semester Elektrotechnik an der FH. Er entwickelte ein innovatives Hausautomatisierungssystem, mit dem es möglich wird, Haussteuerungen flexibel zu programmieren. Mit dieser Technik können über eine Schnittstelle alle Endgeräte wie z.B. die Elektroinstallation, Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik mit minimalem Aufwand in die eigene Haussteuerung eingebunden werden. Wesentlich neu daran sei, dass neben der Hauselektronik auch die Unterhaltungselektronik berücksichtigt werden könne, so der Student. Außerdem werde die Kommunikation über das Internet kostengünstig für alle Geräte bereitgestellt und die herstellerübergreifende Vernetzung und Programmierung gewährleistet. „Wir haben uns für diese beiden Projekte entschieden, weil uns die Geschäftsideen und auch die Kandidaten überzeugt haben. Wir sind gespannt auf die Weiterentwicklung der Ideen und freuen uns auf die ersten Prototypen“, erklärt der Vorstandsvorsitzender der Volksbank Hellweg eG Bernd Wesselbaum die Entscheidung der Jury.

Weitere Informationen sind erhältlich unter: www.fh-swf.de/cms/swice und www.startercenter-hellweg.de