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Dr. Krzysztof Swider von der Technischen Hochschule im südostpolnischen Rzeszow lehrt in dieser Woche an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.
Dr. Krzysztof Swider von der Technischen Hochschule im südostpolnischen Rzeszow lehrt in dieser Woche an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.(Download )
27.06.2017

Eine emotionale Rückkehr nach über 20 Jahren

Dr. Krzysztof Swider lehrt in dieser Woche als Gastdozent an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen

Hagen. Besuch aus Polen an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Dr. Krzysztof Swider von der Technischen Hochschule im polnischen Rzeszow lehrt in dieser Woche an der Hagener Fachhochschule. Dahinter stecken das EU-Förderprogramm Ersamus+, die grenzüberschreitende Arbeit einiger Dozenten sowie eine ganz bemerkenswerte Geschichte.

Dr. Krzysztof Swider ist ein höflicher Mensch. Das merkt man sofort. Genauso schnell merkt man aber auch, dass es eben nicht nur ein höflicher Spruch ist, wenn Swider sagt, dass er sehr glücklich sei, endlich wieder in Deutschland zu sein. „Ich mag Deutschland. Dass ich wieder hier bin, bedeutet mir sehr viel“, so der Dozent, der normalerweise an der Technischen Hochschule im südostpolnischen Rzeszow arbeitet.

Dr. Swider lehrt in dieser Woche an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Es geht um Informatik. Er erklärt den Studierenden, wie man große Datenmengen auswertet. „Auf diesem Gebiet ist Dr. Swider ein absoluter Spezialist. Davon profitieren unsere Studierenden“, erklärt Christoph Glatz, einer von zwei Auslandsbeauftragten der Fachhochschule. Die andere ist Prof. Meike Barfuß. Und die reiste  im vergangenen Jahr nach Rzeszow, um den Kontakt mit der dortigen Partnerhochschule zu intensivieren. „Natürlich ging es auch um einen Studierendenaustausch“, blickt Barfuß zurück, „aber dann kam Dr. Swider auf mich zu“. Und der wollte endlich wieder nach Deutschland.

Swider war also schon mal in Deutschland. Als Dozent. In Soest. Im Wintersemester 1994/95. Heute gehört der Soester Hochschulstandort zur Fachhochschule Südwestfalen, damals nicht. „Damals, als junger Dozent, ein ganzes Semester in Deutschland. Deutschland, das ja immer eine Art Muster, ein Vorbild für Polen war. Ich war stolz. Das war toll“, sagt Swider, der die Geschichte des Hochschulstandortes Soest danach immer verfolgt hatte. Als er dann Prof. Barfuß von der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen traf, wusste er also genau um die Verbindung nach Soest und die damit verbundene Chance.

Natürlich führt Swiders Weg in dieser Woche auch noch nach Soest. Christoph Glatz wird ihn begleiten, den Campus zeigen und Wegbegleiter von damals treffen. Bis dahin geht es jetzt aber erstmal um die Hagener Studierenden. Der erste Eindruck ist gut. „Sie sind sehr höflich, sehr korrekt und offen“, sagt Swider. In bemerkenswert gutem Deutsch übrigens. Und man merkt sofort, dass das nicht nur ein höflicher Spruch ist.