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So wie (v.l.) Nabila Gina Nastiti, Raymond Hartono Hogantara und Ivan Surya, schätzen viele internationale Studierende die Qualität der Ausbildung an der Fachhochschule. Foto: FH/Mahda Dasuki
So wie (v.l.) Nabila Gina Nastiti, Raymond Hartono Hogantara und Ivan Surya, schätzen viele internationale Studierende die Qualität der Ausbildung an der Fachhochschule. Foto: FH/Mahda Dasuki (Download )
12.07.2017

Fachhochschule profitiert von globalem Netzwerk

Kooperationen schaffen lebendigen Austausch für Forschung und Lehre

Soest. So wie die Wirtschaft immer mehr global agiert, ist auch die Ausrichtung der Fachhochschule Südwestfalen international. Das äußert sich unter anderem durch international ausgerichtete Studiengänge, einem vergleichsweise hohen Anteil an ausländischen Studierenden und zahlreichen regen Kontakten zu Partnerhochschulen weltweit. So ist die FH beispielsweise ein wichtiger Partner der Swiss German University (SGU), die das Ziel verfolgt, hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden und die Verbindung zwischen Asien und Europa zu stärken.

Seit 2003 kommen im Februar Studierende aus Indonesien für zwei Semester nach Deutschland, um einzelne Module an der Fachhochschule in Soest zu belegen und das für ihr Bachelor-Studium geforderte Praxissemester in einem deutschen Unternehmen zu absolvieren. Sie studieren an der privaten SGU in Jakarta, als Gemeinschaftsprojekt von Deutschland, Schweiz und Indonesien die erste Universität Indonesiens unter europäischem Management. In 14 Jahren Praxissemester sind auf diese Weise mehr als 2500 Studierende zu Gast am Standort Soest gewesen. Koordinator ist Prof. Jürgen Grüneberg, Vorsitzender des Vereins Swiss German University Westphalia Stiftung e.V. und Gründungsmitglied der SGU. Für Grüneberg eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Beteiligte Unternehmen, die Praxissemesterstellen zur Verfügung stellen, können über den Kontakt zu den Studierenden Brücken für zukünftige Kooperationen aufbauen. Viele der Absolventen, die bereits in Deutschland für namhafte Unternehmen wie Siemens oder Beiersdorf gearbeitet haben, sind begehrte Kandidaten für Jobs in den indonesischen Niederlassungen.

Studierende der Partner-Uni schätzen die hohe Qualität von Forschung und Lehre an der FH, beispielweise in Bezug auf aktuelle Themen wie der Energiewirtschaft und Energieverteilung oder der Digitalisierung Industrie 4.0. Und mehr noch: „Ich rechne mir durch mein Studium hier an der FH bessere Jobchancen aus. Außerdem ist der Aufenthalt hier sehr angenehm. Die Menschen sind sehr aufgeschlossen und freundlich und das Leben ist, verglichen mit Jakarta, eher ruhig.“, findet Raymond Hartono Hogantara. Er ist einer von 14 indonesischen Studierenden, die ihre Abschlussarbeiten in Deutschland machen, vier von ihnen werden im Rahmen des Erasmus-Programms gefördert. „Indonesien zählt mit mehr als 255 Millionen Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. Das ist schon bemerkenswert, dass die jungen Indonesier nach Deutschland kommen, um sich hier ausbilden zu lassen.“, so Grüneberg. „Die Hochschule profitiert, weil jedes Jahr auch immer Studierende dabei sind, die in den Labors der technischen Fachbereiche mitarbeiten und die Professoren bei Forschungsprojekten unterstützen.“, ergänzt der Dekan des Fachbereichs Elektrische Energietechnik, Prof. Dr. Peter Thiemann. Raymond hat beispielsweise seine Bachelor-Arbeit zu einem Thema aus der Elektrischen Energieversorgung unter Anleitung von Prof. Dr. Egon Ortjohann geschrieben. Die Verteidigung der Bachelor-Thesis erfolgt wie schon seit Jahren durch Professoren der Fachhochschule zusammen mit den Kollegen der SGU. So reisen am 15. Juli wieder fünf Kollegen aus Soest, diesmal unterstützt durch eine Kollegin aus Iserlohn, nach Jakarta, um die mündlichen Prüfungen abzunehmen und die Kooperation weiter zu vertiefen.