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Prof. Dr. Thomas Kopinski Foto: Privat
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20.07.2017

Mit Gesten Maschinen steuern

Prof. Dr. Thomas Kopinski vertritt das Lehrgebiet Ingenieurinformatik

Meschede. Prof. Dr. Thomas Kopinski unterrichtet seit dem Sommersemester an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede. Sein Lehrgebiet ist die Ingenieurinformatik, seine Spezialität die Mensch-Maschine-Interaktion durch Gestik im dreidimensionalen Raum. Kopinski stellt sich zum Beispiel die Frage, wie ein Arzt im Operationssaal einen Monitor bedienen kann, wenn er diesen mit sterilen Handschuhen nicht berühren darf. Oder wie ein Mensch in einem Schutzanzug einen Roboterarm steuert. „Das funktioniert, indem der Roboter die gleichen Bewegungen ausführt, wie sein Benutzer“, erklärt der Professor. „Hierfür muss man 3D-Sensor-Datenverarbeitung und moderne Interaktionssysteme verknüpfen.“

Auf diesem Forschungsgebiet ist Kopinski seit seiner kooperativen Promotion an der Hochschule Ruhr West und der Universität Paris unterwegs. In Iserlohn aufgewachsen, hat er vorher an der Technischen Universität Dortmund Informatik studiert, an der Universität Hamburg als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet und mit Designern ein Unternehmen zur App-Entwicklung gegründet.

Die ausgeschriebene Professur zur Ingenieurinformatik in Meschede passte für ihn wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: „Es ist genau die Stelle, die ich haben wollte, sie verknüpft alle meine Interessenschwerpunkte.“ Aktuell baut er ein Labor für aktuelle Interaktionssysteme auf, um am Thema „Industrie 4.0“ mitzuarbeiten. Studierende unterrichtet er in Programmiersprachen, Grundlagen der Informatik und mobiler Applikationsentwicklung.

Und ist die Steuerung über dreidimensionale Gesten noch Science fiction? „Nein, sie ist schon Alltag“, so Kopinski. Beispielsweise in Fahrzeugen, in denen man mit der Anzahl von Fingern einen Radiokanal wählen oder über eine Handbewegung die Lautstärke regeln kann. Für solche Anwendungen müssen Maschinen ein Gestenalphabet lernen. Wie das geht, lernt man bei Professor Kopinski.