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Prof. Dr. Claus Schuster, Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, verabschiedete Ingrid Tönges in den Ruhestand.
Prof. Dr. Claus Schuster, Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, verabschiedete Ingrid Tönges in den Ruhestand.(Download )
Prof. Dr. Claus Schuster, Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, verabschiedete Ingrid Tönges in den Ruhestand. Nachfolger wird Christian Dabrowski (re.).
Prof. Dr. Claus Schuster, Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, verabschiedete Ingrid Tönges in den Ruhestand. Nachfolger wird Christian Dabrowski (re.).(Download )
01.09.2017

Ein Abschied, wie er im Buche steht

Nach 33 Jahren übergibt Ingrid Tönges eine intakte, lebendige und viel bewegte Hochschulbibliothek

Hagen. Ein prägendes Kapitel Hochschulgeschichte geht zu Ende: Nach gut 33 Jahren Bibliotheksleitung verlässt Ingrid Tönges die Fachhochschule Südwestfalen. Und das mit einer großen Abschiedsfeier. Und vor allem mit einem richtig guten Gefühl.

Am Ende eines langen Berufslebens kann man ja vieles sein. Sehr glücklich, etwas traurig, etwas glücklich oder insgeheim vielleicht sogar sehr traurig. Ingrid Tönges wirkt nach 33 Jahren Bibliotheksleitung vor allem eines: mit sich selbst und ihrem Berufsleben im Reinen. „Es war eine tolle Zeit, ich bereue keinen einzigen Schritt und wusste meine Stelle immer zu schätzen“, blickt Tönges zurück. Um dann aber auch schon blitzschnell die Perspektive zu wechseln: „Ich möchte mich nun Dingen widmen, die mir sehr wichtig sind, die ich aber in all den arbeitsreichen Jahren vernachlässigen musste“. Diese Entscheidung hat Ingrid Tönges ganz bewusst jetzt schon getroffen. Sie verlässt die Hochschule mit 63 Jahren zwei Jahre früher als eigentlich vorgesehen. „Das ist keine Entscheidung gegen die Vergangenheit, sondern eine für die Zukunft“, verrät die studierte Mineralogin. Die Zukunft, die liegt für sie übrigens im niedersächsischen Celle.

Was aber macht aus einem Berufsleben ein gutes Berufsleben? Ingrid Tönges antwortet sofort: „Teamarbeit. Wir hatten eine unglaublich gute Zusammenarbeit. Alle waren sehr fleißig. Es gab nie schlechte Stimmung. Und das, obwohl es schon sehr arbeitsreiche Phasen gab.“ Mit diesen Phasen meint sie vor allem diverse Umbrüche. Denn wer glaubt, zwischen Bücherregalen herrsche Stillstand, der irrt gewaltig. „Ich schätze, es gab etwa 15 Umzüge, Bibliothek ist eben immer Bewegung“, sagt Ingrid Tönges. Dabei ging es eigentlich immer in eine Richtung. „Immer nach vorne. Am Ende jeder Veränderung stand immer auch eine kleine Verbesserung.“

Veränderungen brachte sicher auch das Internet. Aber auch eine Verbesserung? „Ja, sagt Ingrid Tönges“, „für uns war das der Weg in die Zukunft. Wir mussten die Ausleihe digitalisieren, aber wenn man bedenkt, dass mit den Verbundstudenten ein großer Anteil der Studierenden gar nicht vor Ort ist, war das eine große Hilfe.“

Nun also schließt Ingrid Tönges gewissermaßen eigenmächtig und etwas verfrüht ihr persönliches Kapitel an der Fachhochschule Südwestfalen. Und sie ist sich sicher: „Wir haben räumlich und auch organisatorisch eine richtig gute Basis“. Und auf dieser Basis kann Nachfolger Christian Dabrowski nun ein neues Kapitel Bibliotheksgeschichte aufschlagen.