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Die Mitarbeiterinnen Nele Breer und Eva Briedigkeit bringen pädagogischen Wind an die Fachhochschule. Begrüßt wurden sie von Dr. Mark Schülke und Martin Lammers, FH-Vizepräsident Prof. Dr.
Hans-Ulrich Hensche und Prof. Dr. Karl-Heinz Müller
Die Mitarbeiterinnen Nele Breer und Eva Briedigkeit bringen pädagogischen Wind an die Fachhochschule. Begrüßt wurden sie von Dr. Mark Schülke und Martin Lammers, FH-Vizepräsident Prof. Dr. Hans-Ulrich Hensche und Prof. Dr. Karl-Heinz Müller(Download )
20.05.2011

Fachhochschule Südwestfalen gründet Wissenschaftliches Zentrum Frühpädagogik in Soest

Technisch und wirtschaftlich ausgerichtete FH öffnet sich neuer Sparte. Neuer Studiengang beginnt im Wintersemester 2011/12.

Mit dem Verbundstudiengang Frühpädagogik betritt die Fachhochschule Südwestfalen im kommenden Wintersemester in Soest neues Terrain.

Zur Einrichtung des neuen Studiengangs gründete die Fachhochschule Südwestfalen das wissen-schaftliche Zentrum Frühpädagogik (WZF). Bei der Vorstellung verwies FH-Vizepräsident Prof. Dr. Hans-Ulrich Hensche auf die regionale und fachliche Verankerung, sowie auf die Wissenschaftliche Ausrichtung des Studiengangs: "Mit der Gründung des Wissenschaftlichen Zentrums betont das Präsidium die Gewichtigkeit unseres Vorhabens." Begleitet werde die Entwicklung des Studiengangs von einer Regionalgruppe, die sich aus Trägern von Kindertageseinrichtungen, Aufsichtsgremien und Bildungsinstitutionen zusammensetzt.

Die Akademisierung der Erzieher-Ausbildung liegt im allgemeinen Trend und ist auch politisch gewollt. Anders als die meist aus der Sozialpädagogik entwickelten Ansätze hat das Soester Studien-programm jedoch natur- und ingenieurwissenschaftliche Themenfelder im Fokus. "Dabei haben wir einen ganzheitlichen Bildungsansatz", tritt Eva Briedigkeit etwaigen Bedenken entgegen, dass die Erzieherinnen ausschließlich Naturwissenschaften und Technik vermittelt bekämen: "Wir entwickeln keine Fach-Lehrpläne für Kindergärten, sondern denken in Bildungsbereichen", sagt die Leiterin des WZF. Der ganzheitliche Ansatz beinhalte etwa auch sprachliche, motorische und musisch-ästhetische Angebote. Mit exemplarischen Fragestellungen verdeutlicht die 40-jährige das Soester Studien-Konzept: "Wie kann ich Sprache fördern, wenn ich über ein Experiment spreche?". Schließlich bringen Kinder eine Begeisterungsfähigkeit für Naturphänomene mit - diese gelte es aufzugreifen und positiv zu verstärken, um letztlich sogar die Eltern mit zu begeistern.

Das Studienprogramm umfasst auch das Thema "Bildungsmanagement". Damit qualifizieren sich die Studierenden für die Leitung von Einrichtungen, zu pädagogischem und dispositivem Management, sowie zu pädagogische Führung und Bildungsmarketing.

Zunächst startet der praxisorientierte Bachelor Studiengang Frühpädagogik berufsbegleitend als Verbundstudium. Dies ermöglicht ein Hochschulstudium neben dem Beruf. In der Startphase zum kommenden Wintersemester 2011/12 wendet sich der Studiengang ausschließlich an staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erziehern, die die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife mitbringen. Für speziell diese Gruppe ist der Abschluss in sieben Semestern erreichbar. Der weitere Ausbau bis hin zum Präsenzstudiengang ist vorgesehen.

Inhaltlich knüpft der Studiengang an die vom Institut für Technologie und Wissenstransfer (TWS) erfolgreich durchgeführten Fortbildungskurse für Erzieherinnen und Erzieher an. In einer darauf aufbauenden Expertise hatte das TWS unter der Leitung von Prof. Dr. Karl-Heinz Müller Möglichkeiten und Bedarf für den Studiengang ermittelt. "Wir wollen nicht möglichst viele Experimente beibringen, in denen es blitzt und kracht", stellt Müller klar. Wichtig seien etwa Schlüsselexperimente wie zur Energieerhaltung, damit Grundprinzipien der Technik und Natur verstanden werde. "Denn Technik ist nicht alles, eine Erzieherin muss viel mehr können", weiß der Physikprofessor. Sowohl mit der bereits etablierten Fortbildung als auch mit dem neuen Studiengang verfolge die Soester Fachhochschule das Ziel, mittelfristig die ganze Bildungskette zu erreichen.

Absolventinnen und Absolventen des Verbundstudiengangs Frühpädagogik können Führungs- und Leitungs-aufgaben in Tageseinrichtungen für Kinder übernehmen. Weiter können sie als Fachkraft in sozial-pädagogischen/therapeutischen Kinder- und Jugendwohngruppen, Schulen, Freizeiteinrichtungen oder in der Aus-, Fort- und Weiterbildung tätig werden. "Mittelfristig muss sich die Qualifikation auch in der Bezahlung widerspiegeln", verweist Hensche auch auf anstehende, unbequemere Fragestellungen.

Internet:
Verbundstudiengang Frühpädagogik
B.A. Frühpädagogik

Sa. 18.06.2011 | 10:00 Uhr
Infoveranstaltung Verbundstudiengang Frühpädagogik

Über Studieninhalte und organisatorische Fragen informieren die Beteiligten bei der Infoveran-staltung am Samstag, 18. Juni 2011 um 10 Uhr auf dem Soester Hochschulcampus im Gebäude 10.

Anmeldung
Auskunft:
Dipl. päd. Nele Breer
Email
Tel.: 02921-378 118