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Das Bild zeigt (vorne v. l.) Studiendirektor Gerhard Strenge, Fachberaterin Monika Schmidt-Strunk, Dieter Hesse, Gudrun Hengst und Oberstudiendirektor Dr. Peter Steinbüchel. 
Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Das Bild zeigt (vorne v. l.) Studiendirektor Gerhard Strenge, Fachberaterin Monika Schmidt-Strunk, Dieter Hesse, Gudrun Hengst und Oberstudiendirektor Dr. Peter Steinbüchel. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest (Download )
05.01.2012

Sprachförderung unter wissenschaftlicher Begleitung

Hochschulen und Kreisjugendamt machen Kitas Angebot

Soest. Das Kreisjugendamt hat Wissenschaftlerinnen der TU Dortmund und der Fachhochschule Südwestfalen gewonnen, um mit Kindertageseinrichtungen aus dem Kreis Soest ein einheitliches Sprachförderkonzept zu entwickeln.

30 Einrichtungen sollen zunächst beteiligt werden. Im Börde-Berufskolleg gab es bei einer Auftaktveranstaltung mit 74 Teilnehmerinnen bereits zahlreiche Interessensbekundungen.

Als wissenschaftliche Partner sind Professor Dr. Lilian Fried von der TU Dortmund und Eva Briedigkeit, Leiterin des Wissenschaftlichen Zentrums Frühpädagogik (WZF) an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest beteiligt. Die beiden Hochschullehrerinnen haben gemeinsam an der Entwicklung des Testinstrumentes Delfin 4 gearbeitet.

Erklärtes Projektziel ist es, durch die Erarbeitung eines gemeinsamen Sprachförderprogramms den Kindertageseinrichtungen einen einheitlichen fachlichen Hintergrund zu bieten. "Alle Kinder sollen die gleichen Bildungschancen, die Erzieherinnen Sicherheit in der praktischen Förderung erhalten", bringt es Kreisjugendamtsleiterin Gudrun Hengst auf den Punkt. Die Sprach¬förderung der Kita-Kinder sei zwar von hoher Fachkompetenz geprägt, stelle sich aber in jeder Einrichtung unterschiedlich dar. Bei vielen Sprachprogrammen sei unklar, ob diese auf ihre Wirksamkeit überprüft worden sind.

Die Wissenschaftlerinnen und ihre Mitarbeiterinnen werden gemeinsam mit den Erzieherinnen Prinzipien der Sprachförderung in den beteiligten Einrichtungen genauer betrachten und weiter entwickeln. In diesem Rahmen bieten sie den Erzieherinnen Fortbildungen und Coachings an. "Die Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtung, Wissenschaft und Jugendamt stellt für den Kreis Soest eine Premiere dar", betonte Gudrun Hengst. "Sie ist eine Chance, die Sprachförderung im Elementarbereich einen großen Schritt voranzubringen."

Hintergrund

Das Soester Kreisjugendamt betreut 95 Kindertageseinrichtungen. Das Kinderbildungsgesetz beschreibt die Sprachentwicklung der Kinder als übergeordnete Aufgabe in allen Bildungsbereichen und beauftragt Kindertageseinrichtungen, die entsprechende Förderung konzeptionell zu verankern.
"Nur Kinder, die gut und korrekt Deutsch sprechen und verstehen, haben die notwendigen Bildungschancen, um ein eigenständiges, verantwortungsvolles und selbstbestimmtes Leben zu führen", erläutert Monika Schmidt-Strunk, Fachberaterin des Kreises für Kindertageseinrichtungen.

WZF
Kreis Soest