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Die Schülerinnen arbeiteten mit RFID-Technologien oder erfassten in der Medizintechnik eigene  Biosignale und steuerten einen Mauszeiger.
Die Schülerinnen arbeiteten mit RFID-Technologien oder erfassten in der Medizintechnik eigene Biosignale und steuerten einen Mauszeiger.(Download)
2012-04-27

MINT ist (k)eine Farbe - Girls Day 2012 der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen

Der Hörsaal der Fachhochschule Südwestfalen summt. Schülerinnen von 17 Schulen aus Hagen, dem Märkischen Kreis und dem Ennepe-Ruhr Kreis sind in die Fachhochschule gekommen, um MINT-Studiengänge praktisch auszuprobieren.

MINT, das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft & Technik. An der Fachhochschule Südwestfalen wird MINT dazu noch mit Wirtschaft verknüpft. Studentinnen der Fachhochschule berichteten, wie es ist, Elektrotechnik, Medizintechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik zu studieren und machten den Schülerinnen Mut sich für Studiengänge "mit Mathe" zu entscheiden.

Dass Mädchen besonders leistungsstarke Studierende sind, unterstrich Professor Dr. Evelyn Albrecht, die an der Fachhochschule Südwestfalen Managementkompetenzen lehrt.

Anschließend ging es konkret in die Praxis. In 7 Workshops experimentierten die Mädchen in den Laboren der Hochschule. Die Schülerinnen programmierten eine Applikation für das iPhone. In der Technik erwärmten sie Metalle und beobachteten deren Ausdehnung. Eigenschaften von Flüssigkeiten wurden bestimmt und gemessen. Die Schülerinnen arbeiteten mit RFID-Technologien oder erfassten in der Medizintechnik eigene Biosignale und steuerten einen Mauszeiger.

Im Labor für Verfahrenstechnik des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesens mischte sich der Duft von Rosen mit Avocado. Rezepturen wurden sorgfältig unter Wärmezufuhr angerührt. Wer hat gedacht, dass so viel ingenieurwissenschaftliches Knowhow in der Herstellung von Kosmetik steckt?

Auch in der Elektrotechnik ist Teamarbeit angesagt. Unter fachkundiger Anleitung von Professorin Meike Barfuss und Ihrer Projektgruppe bauten 4 Teams zwei kleine Roboter zusammen. Zwei Gruppen verschraubten das Gehäuse des vierbeinigen Roboters, während die beiden anderen Gruppen die elektronischen Bauteile auf eine Platine löteten. Nun galt es Mechanik und Elektronik zusammenzubringen. "Da klemmt noch was in der Mechanik", stellte Peter Kempa, wissenschaftlicher Mitarbeiter, fest. Begeisterung mischte sich mit Erleichterung als beide "Sky Walker" sich in Bewegung setzen und die eingebauten Sensoren auf Licht und Geräusch reagieren. Die kleinen Robote wurden unter den Schülerinnen ausgelost.

"Der Girls Day war mal was anderes als Schule", so das Fazit von Isabelle Halsen, Schülerin der 9. Klasse der Fritz-Steinhoff- Gesamtschule, "Ich bin schon zwei Mal dagewesen." Die Schülerin interessiert sich besonders für Physik.“ Es fasziniert mich, dass zum Beispiel Quecksilberdampflampen in verschiedenen Wellenlängen leuchten. Ihre Klassenkameradin Oya Mudanya ergänzt: "Es hat Spaß gemacht. Man hat viele neue Leute kennengelernt und viel gelernt".