Der Dekan im Interview

Seit dem 1. September 2015 ist Professor Harald Mundinger Dekan unseres Hagener Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik. Wofür er sich stark macht und warum er noch mehr gemeinsames Lernen der Studierenden wünscht, lesen Sie im folgenden Interview.

Wie lange sind Sie bereits an der Fachhochschule Südwestfalen?

„Seit dem Oktober 2012.“

Welche Fächer unterrichten Sie als Professor?

„Gebäudesystemtechnik. Dazu gehören die Fächer Regelungstechnik, Bussysteme, Gebäudeautomation, Rechnernetze und Verteilte Automatisierungssysteme.“

Was gefällt Ihnen an der Fachhochschule Südwestfalen?

„Dass wir gleich fünf Stand- oder Studienorte haben, bietet uns viele Chancen. Dadurch können wir unterschiedlichste praxisnahe Studiengänge anbieten und unser Angebot regelmäßig anpassen. Als Flächenhochschule sind wir zudem in Reichweite der Studierenden und vieler zukünftiger Arbeitgeber. Mich freut auch, wie sehr sich unsere Studierenden mit ihrer Hochschule identifizieren. Diese Hochschule liegt ihnen am Herzen.“

Was gefällt Ihnen an Ihrem Fachbereich?

„Wir haben eine tolle Konstellation. Auf der einen Seite haben wir im Fachbereich viele frische Kräfte mit neuen Ideen und Ansätzen, auf der anderen Seite aber auch erfahrene Kolleginnen und Kollegen. Das ist eine sehr kreative und konstruktive Mischung. Für das Studienangebot gilt dasselbe: Wir haben traditionelle und bewährte Studiengänge, auf welche wir auch weiterhin bauen, und neue, welche eine Spezialisierung ermöglichen. Unser Studienangebot ist zeitgemäß. Auch im Bereich Forschung entwickelt sich der Fachbereich in die richtige Richtung. Und was ich nicht vergessen möchte: Unsere Fachschaft ist sehr engagiert, setzt sich vorbildlich für die Studierenden ein.

Was gefällt Ihnen an den Standorten Hagen und Lüdenscheid?

„Wir haben hier in Hagen zwei Fachbereiche, die sich ergänzen. Ein Beispiel hierfür ist der gemeinsame Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen-Gebäudesystemtechnologie. Außerdem sind wir gut mit der heimischen Wirtschaft vernetzt. Unsere Hochschule hat einen hervorragenden Ruf und wird von den Firmen der Region geschätzt. Dies ermöglicht eine praxisnahe Lehre und gute Arbeitsplatzperspektiven. In Lüdenscheid profitieren wir zudem ausgesprochen von der guten Unterstützung durch die Stadt. Lüdenscheid hat immer, wirklich immer, ein offenes Ohr für unsere Ideen.“

Worin sehen Sie Ihre Aufgabe als Dekan?

„Im Tagesgeschäft leite ich als Dekan den Fachbereich und bin für den Lehrbetrieb und vieles andere mehr verantwortlich. Hierbei werde ich durch das Dekanatsteam tatkräftig unterstützt. Ich möchte und muss den Fachbereich aber auch fit für die Zukunft machen, ihn einerseits zusammenschweißen, ihn andererseits nach außen öffnen. Der Fachbereich soll den technologischen Wandel nutzen und vorbereitet sein für die demographischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Ein Beispiel: Die Studierenden kommen heute mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen zu uns. Wir müssen sie da abholen, wo sie stehen. Genau dafür haben wir das Modell Studium flexibel , das die Studieneingangsphase entschärft. Zusätzlich betreibt unser Fachbereich ein Lernzentrum, in dem Betreuer die Studierenden beim gemeinsamen Lernen unterstützen. Als Dekan unterstütze ich diese Ansätze und möchte diese in Zukunft noch weiter ausbauen. Zudem gilt es, den Studienerfolg weiter zu verbessern. Hier helfen neue Lehrformen, wie sie gerade in dem Projekt „Blended Learning“ hochschulweit vorangetrieben werden. Neben der Digitalisierung der Lehre möchte ich besonders das projektorientierte Lernen in Teams weiter fördern. Außerdem kann ich mir vorstellen, unsere Lehrveranstaltungen zu öffnen und sie als Weiterbildungsangebote zu etablieren. Damit würden wir auch unsere Kontakte zur regionalen mittelständischen Industrie weiter ausbauen.“

Was raten Sie Ihren Studierenden für ein erfolgreiches Studium an unserer Hochschule?

„Lerngruppen, Lerngruppen, Lerngruppen. In Gruppen zu arbeiten, ist definitiv ein Erfolgsfaktor. Auch im Berufsleben werden Sie immer in Teams arbeiten. Betrachten Sie ihr Studium dabei als Projekt, stecken Sie sich realistische Ziele und Zwischenziele. Bleiben Sie immer neugierig und nehmen Sie sich - wenn nötig – auch mal die Zeit für etwas Abstand. Und ganz wichtig: Sprechen Sie uns an und lassen Sie sich beraten. Dafür sind wir da.“

Warum Sind Sie Professor geworden? Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

„Gebäudesystemtechnik – den Begriff gab es damals noch gar nicht – hat mich schon als Jugendlicher begeistert. Die Chance, jungen Menschen die notwendigen soliden Kenntnisse und auch einen Teil meiner Erfahrungen vermitteln zu dürfen, musste ich einfach nutzen. Außerdem ist Lehre eine große Herausforderung und dabei unglaublich interessant. Lehre kann gar nicht langweilig werden, dazu hat das Erklären viel zu viele Facetten. Und Lehre ist keine Einbahnstraße. Ich lerne selber jeden Tag von unseren Studierenden.“