Der Dekan im Interview

Seit dem 1. September 2011 ist Professor Dr. Klaus Stadtlander Dekan des Iserlohner Fachbereichs Informatik und Naturwissenschaften. Was seinen Fachbereich stark macht, wie er ihn noch stärker machen will und warum Studieren nicht ohne Probieren geht, lesen Sie im folgenden Interview.

Wie lange sind Sie bereits an der Fachhochschule Südwestfalen?

Seit Oktober 1990

Welche Fächer unterrichten Sie als Professor?

Alle Fächer der Biotechnologie: Verfahrenstechnik, Biotechnik, Mikrobiologie und Biochemie.

Was gefällt Ihnen an der Fachhochschule Südwestfalen?

Die Größe. Oder besser: Die Tatsache, dass wir eine vergleichsweise kleine Hochschule sind. Daraus ergibt sich die persönliche Atmosphäre, die unsere große Stärke ist. Unsere Studierenden wissen, dass sie den direkten Weg zu den Dozenten suchen können. Gleichzeitig haben wir kurze Dienstwege. Probleme können schnell artikuliert und deswegen auch schneller gelöst werden.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Fachbereich?

Wir haben hier ein sehr angenehmes Arbeits- und Diskussionsklima. Alles läuft kollegial und persönlich ab. Auch daran hat die überschaubare Größe unserer Hochschule und damit auch unseres Fachbereichs ihren Anteil.

Was gefällt Ihnen am Standort Iserlohn?

Das Gebäude an sich, vor allem aber die Lage. Man kann ja fast von einer Kur-Lage sprechen hier oben im Park. Dass wir hier auf dem Berg sind, ist doch eine feine Sache. Klar gibt es Studierende, denen der Aufstieg manchmal mühsam erscheint. Ich sage dann immer: „Seien Sie froh. Wenn Sie angekommen sind, haben Sie schon was gemacht und sind richtig wach.“

Worin sehen Sie Ihre Aufgabe als Dekan?

Meine Hauptaufgabe muss es sein, den Fachbereich finanziell wieder in ruhiges Fahrwasser zu manövrieren. In Sachen Betriebsklima gilt es, die eingeschlagene Richtung weiter zu verfolgen, ein noch besseres Wir-Gefühl zu vermitteln. Außerdem ist es immer sehr wichtig, wenn der Eindruck besteht, dass gute Leistung anerkannt und gefördert wird. Was die Lehre betrifft, müssen wir uns damit auseinandersetzen, neue Lehrformen zu entwickeln, oder die vorhandenen anzupassen. Potenzial gibt es sicher auch in Sachen Internationalität.

Was raten Sie Ihren Studierenden für ein erfolgreiches Studium an unserer Hochschule?

Sie sollten ihr Studium von Anfang an ernst nehmen, sonst verliert man schnell den Anschluss. Verpatzte Klausuren sind nicht mal eben so auszubügeln. Außerdem gilt es, die Zurückhaltung schnell abzulegen und nach den Lehrveranstaltungen zu fragen. Wer nicht alles verstanden hat, aber trotzdem nicht fragt, schießt damit ein Eigentor. Und irgendwann ist der Rückstand dann nicht mehr aufzuholen. Ein weiterer Rat von mir ist, einfach mal etwas zu probieren. Probieren gehört zum Studieren.

Welche Tipps können Sie den Studierenden Ihres Fachbereichs für den Einstieg ins Berufsleben geben?

Während des Studiums ein Praxis-Semester – das kann eine sehr wertvolle Erfahrung sein. Das gleiche gilt für die Abschlussarbeit, die man mit Blick auf eine bestimmte Firma schreibt. Das bringt einen guten Einblick in die Arbeitswelt und schafft Kontakte, die beim Einstieg in den Beruf sehr nützlich sein können.