Prof. Dr.-Ing. Martin Skambraks

Zur Person

Professor Skambraks studierte „Physikalische Technik“ an der Märkischen Fachhochschule, der heutigen Fachhochschule Südwestfalen. Bereits nach kurzer Zeit konnte er dort seine Programmierfähigkeiten als ausgebildeter Kommunikationselektroniker im Forschungsprojekt „Selbstoptimierende digitale Bildverarbeitung“ einbringen. Dabei sammelte er erste Erfahrungen auf dem Gebiet der digitalen Bildverarbeitung, die er während seines Auslandspraktikums bei der Fa. National Instruments vertiefte. Bei National Instruments unterstützte er die Entwicklung einer Softwarebibliothek zur industriellen Bildauswertung. Seine Arbeitsergebnisse flossen in seine Abschlussarbeit mit dem Thema „Analysis oft the sub-pixel accuracy of Edge Detection Algorithms“ (Untersuchung der Subpixel-Genauigkeit von Bildverarbeitungsalgorithmen zur Kantendetektion) ein.

Im Anschluss an sein Fachhochschulstudium war Herr Skambraks als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsschwerpunkt „Adaptive Mechanismen in der digitalen Bildverarbeitung“ an der Fach hochschule Südwestfalen tätig. Hier war er im Rahmen diverser Drittmittelprojekte maßgeblich an der Entwicklung von Bildverarbeitungssystemen zur Prozessautomation und Qualitätssicherung beteiligt (z.B. einer Software zur Bestimmung des Anzeigefehlers der Zeigerinstrumente von Kraftfahrzeug-Instrumententafeln). Daneben unterstützte er mit seinen Spezialkenntnissen die Lehre in dem Fach „Digitale Bildverarbeitung“.

Zeitgleich zu seiner beruflichen Tätigkeit an der FH-SWF studierte Herr Skambraks Elektrotechnik an der FernUniversität in Hagen. Gegen Ende dieses Fernstudiums ergriff er die Chance, am Forschungsinstitut für Halbleitertechnik IMEC in Leuven, Belgien erneut Auslandserfahrung zu sammeln und sich Fachkompetenz auf einem anderen Gebiet anzueignen. Bei IMEC war er in einem international zusammengestellten Team eingebunden, das im Kundenauftrag Layouts für ASICs anfertigte. Konkret befasste er sich mit dem Vergleich der Leistungsfähigkeit mehrerer „Place-and-Route“-Werkzeuge. Teile seiner Ergebnisse flossen in seine zweite Diplomarbeit mit dem Thema „Evaluation of the Place-and-Route Software Cadence Silicon Ensemble“ („Untersuchungen an der Place-and-Route-Software Cadence Silicon Ensemble“) ein.

Nach Abschluss seines Fernstudiums wechselte Herr Skambraks an den Lehrstuhl für Informationstechnik der FernUniversität in Hagen. Gegenstand seiner Forschungsaktivitäten dort war der Einsatz programmierbarer elektronischer Systeme in sicherheitsgerichteten Anwendungen. Vor dem Hintergrund, dass die wachsende Komplexität von kombinierten Soft- und Hardwaresystemen („Embedded Systems“) einen enormen Verifikationsaufwand nach sich zieht, entwickelte er eine neuartige Architektur für ein Echtzeitrechensystem. Zu den wesentlichen Merkmalen dieser Architektur zählen die task-orientierte Echtzeitverarbeitung ohne asynchrone Unterbrechungen sowie die Fähigkeit redundanter Recheneinheiten zum Neuaufsetzen im laufenden Betrieb (“Forward Recovery”), wodurch sie den Anforderungen einer Sicherheitszertifizierung gemäß IEC 61508 in besonderem Maße gerecht wird. Die Ergebnisse seiner Forschungsaktivitäten dokumentierte Herr Skambraks in mehreren Veröffentlichungen, zwei Patenten sowie der Dissertation mit dem Titel „A Safety-Licensable PES Architecture for Task-Oriented Real-Time Execution without Asynchronous Interrupts“ („Eine Sicherheits-zertifizierbare Architektur für ein Task-basiertes Echtzeitsystem ohne asynchrone Unterbrechungen“).

Neben seinen Forschungsaktivitäten unterstütze Herr Skambraks die Lehre an der FernUniversität in den Fächern „Eingebettete Systeme“, „Prozessautomation“ und „Informationstechnik“. Dabei war er für die Durchführung von Lehrveranstaltungen, die Aktualisierung von Kursmaterial sowie die Entwicklung multimedialer Lehrmaterialien verantwortlich. Zudem betreute er zahlreiche Diplom­arbeiten auf den Fachgebieten “Eingebettete Systeme” und “Konfigurierbare Logik”. Aufgrund der Analogien zwischen dem Entwurf digitaler ASICs und der Schaltungsentwicklung mit konfigurierbaren Logikbausteinen konnte er bei letzterem seine Kenntnisse aus der Zeit bei IMEC einbringen und vertiefen.

Nach erfolgreicher Promotion wechselte Herr Skambraks zum Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung. Dort befasste er sich mit der Systemintegration spezieller Datenfunksysteme, die einen international standardisierten und weitgehend automatisierten Informationsaustausch ermöglichen. Aufgrund seiner Erfahrungen auf dem Gebiet der Automatisierung von Mess- und Prüfsystemen wirkte er zudem maßgeblich bei der konzeptionellen Verbesserung existierender Mess- und Prüf­software mit.

Zum Wintersemester 2009/10 wechselte Herr Skambraks an die Fachhochschule Südwestfalen, wo er seitdem die Lehrgebiete „Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik“ und „Grundlagen der Elektrotechnik“ im Fachbereich Maschinenbau vertritt.