Lerncoaching

Lernen in der Schule/Ausbildung und Lernen an der Hochschule unterscheiden sich gravierend. Aus diesem Grund gestaltet sich der Übergang von der Schule zur Hochschule für viele Studienanfänger als schwierig. Stofffülle, Lernaufwand und das Niveau der Klausuren wird unterschätzt und für einige Erstsemester bleibt der Studienerfolg zunächst einmal aus.

Soweit muss es nicht kommen. Studieneinsteiger müssen nicht nur neue Inhalte lernen, sondern auch das Lernen selbst. Hierfür bin ich als Ihr Studierendencoach Ihr Ansprechpartner.

Wie funktioniert das Lerncoaching?

Zunächst einmal gilt: je früher, desto besser! Sobald Sie bemerken, dass etwas nicht rund läuft, Sie die Stoffmenge kaum oder nicht bewältigen können oder Sie Schwierigkeiten feststellen, Zusammenhänge zu verstehen, sollten Sie sich unbedingt zeitnah bei mir melden. Am besten vereinbaren Sie einen Termin über meinen Beratungsterminkalender .

Im Erstgespräch analysieren wir die Art und Weise Ihres Lernens, Ihre Stärken und Schwächen usw. Auch Ihre persönliche Situation kann ebenfalls einen wichtigen Aspekt bilden und beeinflusst u. U. Ihren Lernerfolg. Auf Basis aller Erkenntnisse entwickeln wir Ihre Lernstrategie.

Grundlegend ist immer die Lektüre mein Skripts Lern- und Arbeitsmethodik, das Sie in meinem Downloadbereich (Sciebo-Ordner „Online-Ordner Downloadbereich/Lerncoaching“) finden. Sie erarbeiten zunächst in Eigenregie die Grundlagen des hochschulischen Lernens. Das Skript ist das Ergebnis aus weit über 40 Workshops, die ich in Meschede zum Thema durchgeführt habe, meiner Erfahrungen aus dem Einzelcoaching und speist sich ferner aus Erkenntnissen der Fachliteratur. Das Skript ist passgenau auf die Abläufe der Studiengänge hier am Standort Meschede ausgerichtet.

Mit Ihren gewonnen Kenntnissen geht es los. Sie setzen das Konzept für sich um und erstellen einen Lernplan. Für die Umsetzung benötigen Sie Feedback. Das erhalten Sie

  • im Lernlabor. Das Lernlabor ist eine Art Workshop, in dem wir mit bis zu 8 Studierenden an Ihren Themen arbeiten. Das Lernlabor wird in der Vorlesungsphase einmal in der Woche zu verschiedenen Zeiten angeboten. Die Zeiten erfahren Sie über den Beratungsterminkalender, eine Anmeldung über eine Doodle-Abfrage ist notwendig. Die Abfragen finden Sie im Bereich Veranstaltungen.
  • in den drei offenen Sprechstunden pro Woche (Beratungsterminkalender )
  • über ein E-Mail-Coaching (nach Absprache)

Sie reflektieren über diese Kanäle Ihren Lernfortschritt und erhalten über die gemeinsame Arbeit eine Optimierung Ihrer Strategie, indem wir alternative Wege einschlagen oder neue Techniken integrieren.

Auf diese Weise bauen Sie peu à peu Ihre Lernstrategie auf, mit der Sie das Studium souverän meistern können.

Wie kann ich mein Studium sinnvoll planen?

Das Lerncoaching ist dann am sinnvollsten, wenn Sie es frühzeitig beginnen. Lernen ist und bleibt eine individuelle Angelegenheit. Die einen lernen schneller, die anderen langsamer. Viele Studierenden versuchen manchmal mit der „Brechstange“, die Regelstudienzeit einzuhalten, obwohl es für Ihr Lerntempo kontraproduktiv ist – dazu geht ein guter Teil der Studierenden einem Nebenjob nach. Die Workloadberechnung geht davon aus, dass Sie ca. 40 Stunden in der Woche für das Studium aufwenden.

Wenn Sie einen Tag in der Woche arbeiten, sind die 30 Credit Points pro Semester, wie Sie der Verlaufsplan vorsieht, u. U. zu viel für Sie. Darüber hinaus orientieren sich viele Studierende an ihren Kommilitonen, die vielleicht etwas schneller lernen. Das kann zu Frustration, schlechten Noten und gar Fehlleistungen führen. Zweit- und Drittversuche sind in aller Regel unnötig und können vermieden werden. Es gibt nämlich nur eine Person, an der Sie sich orientieren sollten – und das sind Sie selbst.

Das ist nicht immer einfach einzusehen. Aus diesem Grunde ist das Lerncoaching an die Studienplanung gekoppelt. Neben der Lernstrategie erarbeiten wir daher Ihren optimalen Workload, der sich ausschließlich an Ihren Möglichkeiten orientiert.

Die gemeinsame Planung führt zu einem der drei folgenden Modelle:

  • Volles Programm: Die Lernstrategie allein verhilft Ihnen, auf die Spur zu kommen und wieder so viel Fahrt aufzunehmen, dass die 30 Credit Points pro Semester für Sie passen.
  • Individuelle Planung: Wir kommen zu der Erkenntnis, dass das etwas weniger mehr ist. Da Sie etwas mehr Zeit für die Erarbeitung Ihres Wissens benötigen und/oder arbeiten müssen, passen wir den Workload entsprechend an und erarbeiten Ihren persönlichen Verlaufsplan – den wir selbstverständlich regelmäßig überprüfen und anpassen. Die individuelle Planung kann in allen Phasen des Studiums starten.
  • Studium flexibel: Sie müssen erst einmal ins Studium hineinkommen und zentrale Basiskompetenzen aufbauen. Mit Studium flexibel strecken wir die ersten 2 auf 4 Semester; es richtet sich ausschließlich an Studienanfänger. Das Programm können Sie sich im Bereich Studium flexibel detailliert anschauen.

Und wenn das Kind – beinahe – in den Brunnen gefallen ist?

Die Erfahrung lehrt, dass die meisten Studienanfänger glauben, alles irgendwie hinzubekommen. Auf die ersten Prüfungen folgt häufig die Ernüchterung. Daraus resultieren nicht selten folgende Folgefehler:

  • Die betreffenden Studierenden möchten im Folgesemester die Defizite aufarbeiten und schreiben zusätzlich zum Zweitsemesterprogramm die Problemprüfungen noch einmal. Doch: Warum sollte ein Programm mit z. B. 9 Prüfungen funktionieren, wenn sich bereits die 6 Prüfungen des letzten Semesters als Überforderung erwiesen haben?
  • Die Motivation lässt nach, die Studierenden fallen in eine Passivität. Das planlose „Schieben“ von Prüfungen beginnt, allenfalls werden die „einfachen“ Prüfungen angegangen und die „großen Brocken“ umschifft. Nach vielen Semestern stehen diese Studierenden vor einem Sorge bereitenden Berg von anspruchsvollen Prüfungen.
  • Hält der Zustand der Passivität länger an, kann Folgendes zusammenkommen: Die Studierenden merken, dass sie aufgrund der langen Studienzeit (scheinbar) unattraktiv für den Arbeitsmarkt sind, die Eltern drängeln auf einen raschen Studienabschluss. Um mit einem Schlag diese Probleme zu lösen, überfordern sich diese Studierenden dann mit unrealistisch vielen Prüfungen auf einmal. Die Konsequenz ist dann meist ein Fiasko.
  • Ohne die – offensichtlich defizitäre Lernstrategie – zu überdenken oder Hilfe zu suchen, gehen Studierende – wieder häufig nach vielen Semestern – in den Zweitversuch; manchmal sogar unter noch schlechteren Bedingungen: Die Vorlesung wird nicht besucht („Hat ja nichts gebracht“ oder „Ich verstehe sowieso nur Bahnhof“), Übungen werden nicht besucht („Ich habe ja alle Ergebnisse aus dem letzten Versuch“) und weder die Dozenten noch die Studienberatung wird aufgesucht. Stattdessen hören diese Studierenden auf Gerüchte, die meistens jeglicher Realität entbehren („Die Nachschreibeklausur ist immer leichter/schwerer“, „Thema X oder Y kommt sowieso nicht dran“).

Diese letzte Variante kann tragischerweise auch noch für die Vorbereitung auf den dritten und letzten Prüfungsversuch gewählt werden. Läuft der letzte Versuch aus den genannten Gründen nicht gut, folgt die Exmatrikulation.

So weit muss es nicht kommen. Für die sensiblen Fälle, die vor dem letzten und entscheidenden Prüfungsversuch stehen, biete ich das Drittversuchscoaching an.

Und wo bleibt die psychische Fitness?

Prüfungen sind in der Regel eine Stresssituation. Die meisten Studierenden kommen mental in Prüfungen mehr oder weniger gut zurecht, aber ein gar nicht mal so kleiner Teil spürt Stresssymptome, die es ihnen verwehrt, das erlernte Wissen abzurufen und sich mit der notwendigen Konzentration den Prüfungsaufgaben zu widmen.

Ein gewisses Maß an Anspannung („gesundes“ Lampenfieber) ist der Leistungsfähigkeit sogar zuträglich. Übersteigt die so genannte Erregung aber einen bestimmten Punkt, wird Stress als Einschränkung erfahren.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und Ihre Prüfungsergebnisse häufig Ihre Möglichkeiten nicht widerspiegeln, buchen Sie einen Beratungsterminkalender . In einem speziellen Coaching erarbeiten wir Handlungsalternativen für stressige Situationen.