Der Dekan im Interview
Seit dem 1. September 2011 ist Prof. Dr.-Ing. Jürgen Bechtloff wiedergewählter Dekan unseres Mescheder Fachbereichs Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Was ihm in Meschede besonders gefällt und was er Studierenden rät, lesen Sie im folgenden Interview.
Wie lange sind Sie bereits an der Fachhochschule Südwestfalen?
Seit 1998 bin ich am Standort Meschede – damals war das noch die Gesamthochschule Paderborn.
Welche Fächer / Gebiete unterrichten Sie als Professor?
Ich bin für die Kernfächer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik berufen. Darüber hinaus kümmere ich mich ganz aktuell um den Schwerpunkt Mechatronik.
Was gefällt Ihnen an der Fachhochschule Südwestfalen?
Die neugegründete Fachhochschule Südwestfalen hat die Situation aus der Sicht des Standorts Meschede doch erheblich verändert. Es gibt jetzt einen gleichberechtigten Umgang der Standorte miteinander. Man ist dicht dran an der Verwaltung und kann damit auch Leitungsaufgaben aktiv mitgestalten. Das ist etwas, woran ich persönlich große Freude habe.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Fachbereich?
Er liegt im schönen Sauerland! „Studieren, wo andere Urlaub“ machen, sagen wir gerne. Der Standort ist klein und überschaubar, was ein sehr persönliches Miteinander ermöglicht. Das hat mich schon bei meiner Bewerbung begeistert und das ist auch heute noch so – obwohl wir inzwischen dreimal so groß sind.
Worin sehen Sie Ihre Aufgabe als Dekan?
Der Dekan hat ein sehr breites Aufgabengebiet, denn er muss die Lehre sicherstellen. Hierzu gehören zum Beispiel die Themen Budgetierung, Personal, Gebäude, Ressourcen. Innerhalb dieser vielfältigen Aufgaben, die ich gar nicht alle selbst bearbeiten kann, habe ich oft eine moderierende Funktion – die ich gerne wahrnehme.
Welche Tipps können Sie Studierenden für Ihr Studium an der Fachhochschule Südwestfalen geben?
Meschede ist ein Hochschulstandort, der ein enges Miteinander ermöglicht. Studierende profitieren davon, wenn sie die guten Kommunikationsmöglichkeiten mit den Lehrenden nutzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt: sich selbst aktiv ins Hochschulleben einbringen, um damit das Lernumfeld und die Hochschule stetig zu verbessern. Noch ein Tipp: Während des Studiums nicht im Elfenbeinturm verbleiben, sondern Kontakte in die Wirtschaft knüpfen. Hierbei hilft die Hochschule gerne – zum Beispiel im Rahmen des kooperativen Studiums durch Praktika oder auch durch das berufsbegleitende Studium.
Welche Tipps können Sie Studierenden Ihres Fachbereiches für den Einstieg ins Berufsleben geben?
Wie gesagt: Knüpfen Sie bereits während des Studiums Kontakte zu Ihren zukünftigen Arbeitgeber – was ja über 90% unserer Studierenden auch tun. Und darüber hinaus: Qualifizieren Sie sich im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit weiter. Vielleicht nehmen Sie nach einer gewissen Weile ein berufsbegleitendes Masterprogamm in Anspruch? Und: Bleiben Sie mit Ihren Mitstudierenderen in Kontakt. Oft entstehen daraus für das Berufsleben sehr wertvolle Kontakte.
Wie sind Sie Professor geworden?
Ich war bereits als Assistent an einem Institut an der TU Braunschweig sehr intensiv in die Lehre eingebunden. Der Umgang mit Menschen und das Ausprobieren von immer wieder neuen Dingen haben mir sehr viel Freude bereitet. Nach meiner Industrietätigkeit habe ich diese Perspektive für mich neu entwickelt.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders?
Der Umgang mit jungen Menschen, ihnen in einer sich ständig verändernden Gesellschaft etwas mit auf den Weg zu geben – das hält selbst jung.









