Hochschulschriften

Die Veröffentlichungsreihe der Fachhochschule Südwestfalen stellt ausgewählte Ergebnisse aus Lehre und Forschung vor, um zur Diskussion und zum Lernen anzuregen.

Auf dieser Seite stellen wir die bisherigen Veröffentlichungen mit Zusammenfassung und vollständigem PDF vor. Gedruckte Exemplare können Sie sich in der Fachbibliothek Meschede ausleihen. Sie sind Hochschulangehöriger und möchten eigene Ergebnisse aus Forschung und Lehre vorstellen? Dann wenden Sie sich an Herr Rüdiger Waldkirch.

Nr. 2/2017: Jonas Maximilian Koch: Kompetenzen des Industriearbeiters 4.0

Die Meinungen stimmen weitestgehend darin überein, dass die Digitalisierung im Sinne von Industrie 4.0 neue Ansprüche an die Qualifikations- und Kompetenzanforderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellen wird. Diverse Publikationen und Beiträge legen nahe, dass insbesondere IT-Kompetenz, Interdisziplinarität, Intuition und Kreativität zukünftig an Bedeutung gewinnen werden. Wie diese Kompetenzen in der Arbeitswelt 4.0 zur Anwendung kommen, wird weniger ausführlich geschildert. Uneinheitlich ist das Meinungsbild bezüglich der Frage, welchen Einfluss der technologische Fortschritt in Zukunft auf die Qualifikationsstruktur in den Unternehmen haben wird. Mittels qualitativer Experteninterviews am Standort Südwestfalen, soll Aufschluss darüber gegeben werden, welche Relevanz diesen Zukunftskompetenzen beigemessen wird und wie diese Kompetenzen in der Produktion 4.0 zur Anwendung kommen. Hieraus sollen ebenfalls Rückschlüsse auf zukünftige Qualifikationserfordernisse und -strukturen abgeleitet werden. Die Ergebnisse der Interviews zeigen, dass die Relevanz der Industrie 4.0-Kompetenzen von den Experten recht unterschiedlich bewertet wird und nicht so eindeutig ist, wie es einschlägige Publikationen vermuten lassen. Tendenziell wird von einer Notwendigkeit der Höherqualifizierung der Belegschaft ausgegangen. Jedoch könnte bei bestimmten Berufsgruppen auch eine Dequalifizierung als Folge technischer Rationalisierung drohen. Durch die geführten Interviews wird deutlich, welchen gestalterischen Raum die Digitalisierung für zukünftige Arbeitswelten eröffnet.


Nr. 1/2017 Holger Krins: Chinas Wirtschaftsgeschichte als Gegenstand ökonomischer Analyse – Paradoxe und Paradigmen

Von Eric Jones stammt die Einschätzung, dass das spätimperiale China ‚um Haaresbreite‘ eine eigene industrielle Revolution verpasst habe. Manche Wissenschaftler sehen hierin ein ‚großes Rätsel der Weltgeschichte‘. Erst seit 1980, durch die Reform-politik Deng Xiaopings, konnte China einen modernen Wachstumspfad einschlagen und an seine vor- und frühmodernen wirtschaftlichen Möglichkeiten anknüpfen. Nachfolgend werden einige Grundfragen der wirtschaftshistorischen Chinaforschung rekonstruiert und zentrale Paradigmen, die den Anspruch erheben, das ‚große Rätsel der Weltge-schichte‘ zu lösen, vorgestellt.


Nr. 2/2016 Frank Bödefeld: Die ökonomischen Auswirkungen der Flüchtlingszuwanderung in Deutschland

Zusammenfassung nicht vorhanden


01/2016, Karl Betz: International Economics with IS-MP. A (monetary) Keynesian Approach

In a monetary Keynesian perspective the exchange rate is an asset price. NCO therefore doesn't determine the exchange rate, but net exports determine NCO. Thus the effect of a real devaluation is depicted differently in the IS-MP diagram: A real devaluation shifts IS to the right add thus increases income and employment (while it diminishes the wage share). Only in the longer run may the change in the international investment position exert an influence on the exchange rate. The appendix provides a short overview over German mercantilistic policy in the Naughties.


06/2015, Karl Betz: Growth Theory for a Monetary Production Economy

Solows' growth theory addresses two questions: (a) how does the economy grow in to a stationary state equilibrium and (b) what will happen, if the growth of external factors induces a growth process. Both questions can be addressed in a Keynesian context too – although they are answered rather differently, as here demand and not some factor endowment is the restrictive factor. A model is presented, which integrates the multiplier of the General Theory and the reasoning of the Treatise to obtain a growth theory.


Nr. 05/2015, Karl Betz: Comparing Paradigms on a Level Playing Field

There are different economic paradigms with very different views of the functioning of the economic process. I argue that it is important to demonstrate the different foundations of these paradigms in an introductory course. This should be done within the same framework so that it becomes obvious, which differences are due to the perspective of the paradigm and not just to different ways of modelling.
In my one semester introduction to economics, I discuss price theory in a simple (one good) production price model while for income and employment the three approaches are compared using the production function which connects the labour market and the goods market of the income expenditure model.


Nr. 04/2015, Karl Betz: Endogenous Money and the (Real) Rate of Interest. A Comment on Marc Lavoie

In contrast to Keynes' theory, the rate of interest is not modelled as a price for parting with cash but as a price required by wealth owners for holding (the national) currency. Thus the equilibrium discount rate of the central bank can be seen as determined by market forces. In consequence involuntary unemployment may occur at positive equilibrium rates of interest and is not limited to the zero lower bound.


Nr. 03/2015 Frank Raulf: Asset Allocation mit dem Wolfe Algorithmus

Das Risiko eines Portfolios konvergiert bei einer größer werdenden Zahl an Assets gegen das Marktrisiko. Die Zahl der Assets die dafür nötig ist, ist enorm groß. Bei geschickter Gewichtung kann diese Zahl verringert werden. Die Aufgabe der Portfoliooptimierung ist es, die optimalen Gewichtungen für die Vermögenswerte zu finden, sodass der Nutzen des Investors größtmöglich ist. In der Theorie und der Praxis ist diese Aufgabe nicht leicht zu lösen, da es auf dem Weg zu einem guten Investment verschiedene Schwierigkeiten zu bewältigen und Unsicherheiten in Kauf zu nehmen gilt. Dazu gehören die Ermittlung der Liquiditätspräferenz, der Risikotragfähigkeit und der Risikotoleranz des Investors, sowie die Bestimmung des Anlagehorizontes und eines geeigneten Investment Opportunity Sets. Dieser Text beschäftigt sich ausschließlich mit der Optimierung von Finanzportfolios. Es wird ein Instrument gezeigt, welches dazu in der Lage ist optimale Gewichtungen der einzelnen Anteile zu bestimmen.


Nr. 02/2015, Karl Betz: The IS-MP-model and the difference between neoclassical and Keynesian economics

Romers IS-MP-modell provides a convenient framework that, with a few extensions, allows to compare neoclassical and Keynesian economics within the context of the same model. This might facilitate discussions between proponents of the different paradigms. It turns out that the neoclassical version depends on the assumption of a rather special class of IS curves. The scepticism of Keynesians against the automatic attainment of an equilibrium is thus generally justified, as is the argument in favour of fiscal policy. The paper closes with a short exposition of a monetary Keynesian approach.


Nr. 01/2015, Frank Bödefeld: Animal Spirits

Die klassische Lehre stößt beim Versuch, Phänomene wie z.B. die Bildung von Blasen in der Wirtschaft zu erklären, an ihre Grenzen. Während die Effizienzmarkthypothese die Annahme trifft, dass auf Märkten keine Unsicherheit herrscht, da alle Marktteilnehmer sich vollständig rational verhalten und sie über alle Informationen, die für ihre jeweiligen Entscheidungen notwendig sind, verfügen, sah Keynes es als erwiesen an, dass Menschen oftmals aus einen spontanen Antrieb heraus handeln und nicht auf Basis rationaler Erwartungen. In diesem Zusammenhang stellte er dem rationalen Denken des Menschen, die Idee der „Animal Spirits“ gegenüber. Ein Konzept das von Robert J. Shiller und George A. Akerlof aufgegriffen wurde, um u.a. die Volatilität der Märkte zu verstehen.


Nr. 01/2013, Karl Betz · Martin Ehret · Frank Raulf: Multiplikatoren

Studierende kommen zunächst mit dem einfachen Ausgabenmultiplikator in Kontakt. Zwar führen alle Lehrbücher auch die Erweiterungen ein, was aber im Gedächtnis haften bleibt, ist der einfache Multiplikator, der einen (oft: drastisch) höheren Wert als empirisch gemessene Multiplikatoren aufweist. Dieser Text gibt einen Überblick über empirische Schätzungen und zeigt sodann, dass diese der keynesianischen Theorie keineswegs widersprechen, sondern dass die üblichen Erweiterungen des Multiplikators durchaus auf Werte in der empirisch gemessenen Größenordnung führen. Es wird dann im weiteren herausgearbeitet, dass diese Abschwächungen des Multiplikators aber keineswegs eine Abschwächung der Wirksamkeit des Multiplikatorzusammenhangs bedeuten, sondern dass sich die niedrigeren Werte vielmehr einer (verfälschenden) Partialbetrachtung verdanken: Einkommensabhängige Steuern verstärken in Wahrheit die Wirksamkeit von Fiskalpolitik statt sie abzuschwächen – und der niedrigere Multiplikator der offenen Volkswirtschaft heißt nicht, dass zusätzliche Staatsnachfrage weniger Einkommenswirkungen hat, sondern nur dass diese Wirkungen zum Teil anderswo (nämlich im Ausland) anfallen und daher nicht mitgezählt werden.


Nr. 02/2012, Karl Betz: Griechenland und die Eurokrise

Die derzeitige Schuldenkrise in Euroland ist das Ergebnis zweier Entwicklungen: der deutschen Unterbewertungspolitik und der Finanzkrise. Die Unterbewertungspolitik der BRD hat dafür gesorgt, daß sich in den schwächeren Euroländern eine hohe Schuldenlast auftürmte und die Finanzkrise ließ die Risikoaversion an den Finanzmärkten steigen, was zu steigenden Risikoaufschlägen für die Schuldnerländer führte. Damit wurden die Schulden untragbar. Zugleich aber durfte ein Konkurs der Länder nicht zugelassen werden, um eine Kettenreaktion im Bankensystem und damit ein Wiederaufleben der Finanzkrise zu vermeiden. Da Euroland, allen voran die BRD, eine Bankenrettung, die auf eine weitgehende Verstaatlichung des Bankensystems hinausgelaufen wäre, ausschloß, wurde eine Konkursverschleppung betrieben, mit dem Ziel, den Banken die Gelegenheit zu geben, ihre faulen Forderungen auszutauschen. Die Zeche zahlen die Schuldnerländer, allen voran Griechenland, und die Steuerzahler aller Euroländer.


Nr. 01/2012, Karl Betz: The (not so) Benign Effects of Government Debt

Neoclassical economics derives the detrimental effects of deficit spending by invoking crowding out. This effect is tied to the assumption of full employment and therefore it is obsolete in a Keynesian framework. (If there was full employment, there would be no need for deficit spending, and if there is unemployment there is no reason to expect crowding out.) But, this paper argues, there are channels through which government debt can depress income through its impact on demand. The rejection of the neoclassical reasoning therefore is not sufficient to rule out a negative effect of indebtedness on income and employment.


Nr. 01/2008, Rüdiger Waldkirch: Kann der Shareholder-Ansatz Orientierung bieten?

In seiner Antrittsvorlesung geht Prof. Dr. Rüdiger Waldkirch den Gründen nach, weshalb die Wirtschaftswissenschaften am Shareholder-Value zwar festhalten, aber keine guten Argumente finden können, um die Öffentlichkeit zu überzeugen. Er weist hierbei auf methodische Probleme des Shareholder- als auch des Stakeholder-Ansatzes hin.

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Ansprechpartner

Rüdiger Waldkirch

Autoren

Betz, Karl

Bödefeld, Frank

Ehret, Martin

Raulf, Frank

Waldkirch, Rüdiger

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