Freiwillig ist nicht selbstverständlich

Studierende entwerfen PR-Kampagne für den Kreisfeuerwehrverband Hochsauerlandkreis


Brandbekämpfung, Brandvorbeugung - keine Frage, die Freiwillige Feuerwehr hilft jedem. Ehrenamt und Engagement sind aber nicht selbstverständlich. Die Freiwillige Feuerwehr braucht Unterstützung. Nicht nur von ausreichend Mitgliedern und genug Nachwuchskräften sondern auch von Bürgern, Politik, Unternehmen und Verwaltung. Wie kommuniziert man so eine Botschaft an diese Bezugsgruppen der Feuerwehr? Mit dieser Frage trat der Kreisfeuerwehrverband Hochsauerlandkreis im Herbst 2012 an die Hochschule heran.

Eine Problemstellung, die sich gut in einem technischen Wahlpflichtmodul mit dem Ziel des problemorientierten Lernen einbringen lässt. Dies fanden zumindest die Dozenten Prof. Dr. Stephan Breide und Christian Klett , die das Fach „Crossmediale Public Relation“ gemeinschaftlich aus der Taufe hoben. Die Aufgabe der Studenten im Wintersemester 2012/13 war es entsprechend, ein Kommunikationskonzept an die Bezugsgruppen der Feuerwehr medial umzusetzen.


Im ersten Schritt arbeiteten sich die Teilnehmer mit Hilfe des Kreisfeuerwehrverbandes in die Gegebenheiten ein. 17 Minuten bis zum Einsatzort bei Tag oder Nacht – sonst ist kein Überleben im Rauch möglich. Die Freiwillige Feuerwehr in Hochsauerlandkreis schafft es im Durchschnitt in neun Minuten. Damit das funktioniert, ist die Organisation auf Arbeitgeber angewiesen, die ihre Mitarbeiter zum Engagement in der Feuerwehr ermutigen und diese im Einsatzfall – ohne zu zögern – freistellen.

Der Einsatzfall sollte nur dann ausgerufen werden, wenn tatsächlich Gefahr für Leib und Leben besteht. Oft genug wird jedoch die 112 gewählt, wenn die eigene Katze nicht vom Baum kommt oder der Keller unter Wasser steht. „Die Freiwillige Feuerwehr ist kein Spaßverein!“, meint Kreisbrandmeister Martin Rickert. „Hier werden normale berufstätige Menschen Tag und Nacht aus dem Alltag gerissen! Wozu? Um Leben zu retten!“ Und last but not least: Um auch künftig die Einsatzbereitschaft aufrecht erhalten zu können, ist die Feuerwehr auf Nachwuchs angewiesen. Auch dieser muss angesprochen und gewonnen werden.

Am 1. Februar präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse vor Vorstandsmitgliedern des Kreisfeuerwehrbandes: einen bunten aber abgestimmten Mix aus Websites, Social Media, Imagefilmen, Guerilla-Aktionen, Pressemitteilungen und anderen medialen Elementen.

Ein Highlight: die Studierenden Aileen Figgen und Fabian Jansen drehten im Medientechnik-Labor der Fachhochschule einen Trickfilm mit Playmobil-Figuren. Sie bedienten sich hierzu der Stop-Motion-Technik, die die Figuren Bild für Bild zum Leben erwecken. Der Film zeigt, wie ein Brandfall im Hochsauerlandkreis mit und ohne freiwillige Rettungskräfte aussähe. Eine wahre Sisyphos-Arbeit, denn der Film entstand aus 1000 einzeln aufgenommenen Bildern.

Ana Sofia Frazao, Diana Kaczorowski und Ricarda Martin haben sich hingegen die Jugendfeuerwehr vorgenommen. Sie erstellten eine Internetpräsenz, richteten eine Facebook-Gruppe ein und drehten einen Imagefilm. Wobei sie kalte Finger bekamen, denn die Dreharbeiten liefen während einer eigens inszenierten Übung bei Schnee und Eis im Dezember.

Der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes zeigte sich auf jeden Fall vom Einsatz und den Ergebnissen der Studierenden beeindruckt. „Darauf lässt sich aufbauen“, meint Geschäftsführer Jochen Woelke.

MEDIjAhrbuch 2013

Ortstafel 220 x 220

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