Vulkan-Chopper

Studienprojekt wurde zur Erfinderwerkstatt: Erstes Jeans-Papier-Fahrrad entstand

Das Modul „Angewandte Produktentwicklung“ (APE) war als Wahlpflichtfach vorgesehen und stieß auf reges Interesse der Studenten von Design- und Projektmanagement (DPM) aus dem 4. und Maschinenbau (MB) aus dem 6. Semester.


Alle Beteiligten gingen hochmotiviert in die Veranstaltung, in der nun endlich ein Produkt ganz praktisch entwickelt werden sollte. Es wurde gesägt, geklebt, geschraubt- das Resultat: ein Fahrrad. Doch es ist nicht irgendein Fahrrad. Aufgabenstellung war die Entwicklung eines Fahrrades aus Vulkanfiber.

Dass 2 Studiengänge, die so verschieden sind, jeweils von der Expertise des anderen lernen würden, war von Anfang an erklärtes Ziel. Zu Beginn wurden die Studenten in 8 Gruppen eingeteilt, die alle denselben Auftrag hatten: ein Fahrrad aus Vulkanfiber entwerfen. Somit sollte es ein ökologisch unbedenkliches, nahezu komplett recyclebares Fahrrad sein.

Vulkanfiber ist ein Werkstoff, der stark an Kunststoff erinnert, jedoch auf einem nachwachsenden Rohstoff basiert: Papier, welches in einem speziellen Prozess gepresst und behandelt wird.

Die größte Herausforderung für die Studenten in der Entwurfsphase war die Konstruktion des Fahrrads, die allen funktionalen Ansprüchen genügen sollte. Hier waren es vor allem die Maschinenbaustudenten, die mit tüftlerischem Ehrgeiz an die Sache gingen und dabei bereits Gelerntes gezielt in die Praxis umsetzen konnten.

Doch auch gestalterisch sollte das Fahrrad überzeugen – eine reizvolle Aufgabe für die DPM-Studenten, bei der mit viel Inspiration und Kreativität teils klassische, teils gewagte, aber auch völlig innovative Ansätze entstanden, die allesamt ein Hingucker waren und in vielversprechenden Entwürfen mündeten. Auf diese Weise konnten sich die beiden Studiengänge gegenseitig inspirieren, ergänzt und ihren fachlichen Horizont erweitern.

Die fertigen 8 Entwürfe wurden gruppenweise einer ausgewählten Fachjury präsentiert. Diese bestand aus Diplom-Designer und –Ingenieuren (...) und war somit kompetent, mit Lob und Kritik bei der Sache. Sie wählte den besten Entwurf aus, der dann von allen Studenten gemeinsam realisiert werden sollte. Die ausgewählte Gruppe gewann den APE-Oscar und bekam eine Urkunde, die ihre Arbeit würdigte.

Für die Realisierung wurden neue Teams gebildet, die jeweils ihren speziellen Beitrag zur Umsetzung leisteten. So gab es natürlich die Teams Konstruktion und Fertigung. Aber auch Ressorts wie Teilebeschaffung, technische Dokumentation und sogar die Vermarktung über Plakate wurden ins Leben gerufen und einzelnen Teams zugeteilt.

Die Expo Munich ist auf das außergewöhnliche Studienprojekt aufmerksam geworden:

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