Um einen fast 25-jährigen R4 wüsten- und forschungstauglich zu machen, bedarf es einiger Umbauten und Vorbereitungen. Nach alles andere als närrischen Wochen wird es Aschermittwoch nun endlich ernst: Um 5:00 morgens brechen die beiden Soester Studenten Matthias Terhaag und Christian Thering Richtung Paris auf, um für die Fachhochschule Südwestfalen als einziges Deutsches Team an der L4-Trophy teilzunehmen.

Der erste Langstreckentest führte die Studenten zunächst ins heimische Paderborn. Das ist natürlich nichts gegen die bevorstehenden 8.500 Kilometer. In Paris am Stade de France wird Donnerstag früh ein ungewöhnliches Bild eröffnen: 1.200 R4 sammeln sich zum gemeinsamen Start Richtung Marrakesch. Gesteuert werden die betagten Renaults ausschließlich von Studenten.

Um den reibungslosen Ablauf und die Sicherheit zu gewährleisten, gibt es natürlich zahlreiche Auflagen: Um 8:00 morgens ist offizielle Abnahme der Fahrzeuge. Technik und Sicherheit werden geprüft. Tuning ist strikt verboten. Und jedes Team muss 50 Kilogramm Schulsachen mitführen - als konkretes Hilfsprojekt der Trophy. Erst nach bestandener Prüfung erhalten die Soester die Startnummer "1612" - sie klebt nachher an fest gelegten Stellen auf jeder Seite. Der Startschuss fällt dann bereits um 12:00 Uhr.

In Paris verabredet sind Terhaag und Thering mit zwei deutsch-französischen Teams aus dem Saarland. "Es gibt ein bisschen Sicherheit, direkten Draht zu native Speakern zu haben", erläutert Thering, dessen leuchtende Augen eher von freudiger als von ängstlicher Aufregung künden.
Nach acht Tagen, am 26. Februar treffen die Teams in Marrakesch ein. Nach der Abschluss-Veranstaltung, an der auch zahlreiche Marokkanische Schüler teilnehmen, geht noch in geordneten Bahnen zurück zur Fähre, die sie am 1. März nach Spanien übersetzt. Von da an darf jede Renault wieder seine eigenen Bahnen ziehen. Terhaag und Thering wollen über die Côte d´Azure und die Alpen zurück - immer das Wetter im Blick.

Zurück in ihrer westfälischen Heimat sind sie spätestens am 8. April: Beim großen Karrieretag auf dem Soester Hochschulcampus präsentieren sie dann neben ihrem R4 "Franky" die Forschungsergebnisse und berichten von Erlebnissen und Erfahrungen.

R4 Team Westfalen

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