Wie lange sind Sie bereits an der Fachhochschule Südwestfalen?
Seit März 2002.
Welche Fächer / Gebiete unterrichten Sie als Professor?
Ich unterrichte das Fachgebiet Agrarökonomie mit den Fächern Produktionsökonomie, Betriebsplanung, Unternehmensmanagement, Lineare Programmierung, Mathematik, Projektmanagement und Politikanalyse
Was gefällt Ihnen an der Fachhochschule Südwestfalen?
Mir gefällt sehr, dass wir eine Flächenhochschule sind, mit einem breiten Spektrum an Studiengängen. Unsere internationale Ausrichtung. Mir gefallen aber auch das gute Miteinander der Organisationseinheiten und die kurzen Wege in und mit der Verwaltung. Das funktioniert sehr gut.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Fachbereich Agrarwirtschaft?
In erster Linie gefällt mir selbstverständlich der fachliche Schwerpunkt Agrarwirtschaft. Und die doch etwas besondere Stellung, die wir dadurch im Vergleich zu anderen Fachbereichen haben. Die Übersichtlichkeit des Fachbereichs: die Zahl der Studenten ist bei zwei Studiengängen überschaubar. Wir haben ein wirklich gutes Klima zwischen den Kolleginnen und Kollegen und einen engen Kontakt zu unseren Studierenden. Aber auch zu unseren Ehemaligen, v.a. über den Verband der Susatia. Wir sind eng vernetzt mit den Unternehmen in unserer Region und darüber hinaus. Außerdem haben wir sehr aktive und engagierte Studierende in unserem Fachbereich.
Was gefällt Ihnen am Standort Soest?
Der Campus gefällt mir natürlich sehr. Die Ausstattung der Gebäude ist sehr gut, aber der Ausbau, den wir gerade vornehmen, ist ebenso notwendig.
Wir haben am Standort Soest ein gut funktionierendes Miteinander der drei Fachbereiche. Die Zusammenarbeit mit den Dekanskollegen ist sehr gut. Auch unsere Mensa bietet bestes Essen und unsere Bibliothek ist umfangreich ausgestattet, was für einen Studienort sehr wichtig ist. Die Nähe zur Stadt und die Stadt Soest selbst gefallen mir sehr.
Worin sehen Sie Ihre Aufgabe als Dekan?
Den Fachbereich auf der Grundlage des Bewährten weiterbringen und stabilisieren. Unsere Kernkompetenz ist das Agrarstudium. Ich finde es wichtig dabei neue Ideen, Lehrformen zu entwickeln und umzusetzen. Auch der Aufbau internationaler Kontakte wird künftig an Bedeutung zunehmen. Aber auch, das Kollegium „zusammenzuhalten“. Wichtig ist, dass wir den Fachbereich auf die Zeit nach dem Studierendenboom 2014/18 vorbereiten. Wir müssen die bestehenden und guten Kontakte zur Wirtschaft und den Institutionen in der Region und darüber hinaus, aber auch zu anderen Fachhochschulen und Universitäten pflegen. Als Dekan vertrete ich einerseits die Interessen des Fachbereiches innerhalb der Hochschule und arbeite andererseits an der Entwicklung der Hochschule mit.
Welche Tipps können Sie Studierenden Ihres Fachbereiches für den Einstieg ins Berufsleben geben?
Mit dem guten Basiswissen, den Kompetenzen aus dem Studium selbstbewusst, motiviert und flexibel, vor allem auch was den Arbeitsort betrifft, den Berufsstart wagen. Und immer daran denken, dass der erste Job nicht der letzte sein muss. Flexibilität ist wichtig. Das Gehalt muss zwar stimmen, aber es ist nicht alles. Die Chancen zur Weiterbildung und zur eigenen Weiterentwicklung im Laufe des Berufslebens sollte jeder nach seinen Möglichkeiten nutzen.
Welche Tipps können Sie Studenten für das Studium an der Fachhochschule SWF geben?
Ein wichtiger Tipp ist: Die Vorlesungen zu besuchen, das heißt, sie ernst zu nehmen, also auch nachzubereiten und dabei auch mal unsere Bibliothek nutzen. Und sie sollten daran denken, dass das Studium ihr Hauptjob ist nicht ihr Nebenjob. Für empfehlenswert halte ich auch, dass man mit Kommilitoninnen und Kommilitonen Lerngruppen bildet.
Eine vorausschauende Prüfungsplanung ist auch wichtig, um Klausurverzögerungen zu vermeiden und Klausuren nicht „schieben“ zu müssen. Es ist gut, Fächer zu wählen, die einen über den Tellerrand hinausschauen lassen und etwas Neues bieten, was man noch nicht kennt. Gut ist auch, mehr zu tun als die Pflicht und Zusatzfächer zu wählen.
Eine Hochschule lebt durch die Selbstverwaltung, deshalb ist es für Studierende wichtig, sich in den Selbstverwaltungsgremien zu engagieren. Auch die Arbeit als Studentische Hilfskraft ist sehr zu empfehlen, sie bietet Gelegenheit für neue Kontakte und nebenbei verdient man auch noch Geld.
Wer Projektarbeiten und Abschlussarbeiten nutzt, um Kontakte mit Arbeitgebern herzustellen, ist gut beraten. Dies gilt auch für die Teilnahme an Exkursionen im In- und Ausland, die wir in jedem Semester anbieten. Und nicht zuletzt: Das Studentenleben nicht vergessen und nach Möglichkeit Praktika, auch im Ausland, nutzen, um neue Erfahrungen zu machen.
Wie sind Sie Professor geworden?
Ich habe in Hohenheim Allgemeine Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert und anschließend dort auch promoviert. Anschließend war ich als Referent im Agrarministerium des Landes Brandenburg und als Abteilungsleiter für Agrarökonomie in der damaligen Landesanstalt Landwirtschaft in Brandenburg tätig
Als die Professur hier in Soest in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ ausgeschrieben war, habe ich mich darauf beworben und den Zuschlag bekommen.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?
Dass ich mich ständig mit meinem Fachgebiet beschäftigen kann, wissenschaftlich und in der Lehre. Dass ich die Möglichkeit habe zu forschen. Der Umgang mit den Studierenden bringt jeden Tag Neues mit sich und hält einen jung, zumindest geistig. Als Dekan habe ich die Möglichkeit, etwas zu gestalten und eigene Ideen umzusetzen. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich: Der Lehralltag bietet mir ständig neue Herausforderung und trotzdem eine gewisse „Freiheit“ in der Gestaltung des Berufsalltags. Das gefällt mir.









