Dr. agr. Susanne Döring

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. Susanne Döring | Fachbereich Agrarwirtschaft

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Aktuelle Forschungsprojekte

Tierhygiene in der NRW-Rinderhaltung – Status-Quo der Hygienesituation und des Hygienebewusstseins – Anreizsysteme zur Hygieneverbesserung schaffen

Projektleitung:
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Landwirtschaftskammer NRW - Tierseuchenkasse NRW
Laufzeit:
01.01.2015 – 31.07.2018
Mitarbeiterinnen:
Anne Thönnissen, B.Sc .
Elena Meininghaus, BTA
Dipl.-Ing. (FH) Andreas Rienhoff
Dr. Susanne Döring
Dr. Odile Hecker

Veröffentlichungen
Notizen aus der Forschung Nr. 4/16
Hygienebewusstsein von Viehtransportfahrern an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 5/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von verschiedenen Viehtransportfahrzeugen an einem NRW-SchlachthofNotizen aus der Forschung Nr. Notizen aus der Forschung 6/2016
Vorerhebungen zur Hygienesituation in der NRW-Rinderhaltung
Notizen aus der Forschung Nr. 17/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von Schlachtviehtransportfahrzeugen in Abhängigkeit von Fahrzeugtyp und Tierart
Notizen aus der Forschung Nr. 18/16
Einschätzungen von Schlachtviehtransportfahrern zur Reinigung und Desinfektion ihrer Fahrzeuge sowie dem Arbeitskleidungswechsel
Notizen aus der Forschung Nr. 19/16
Hygienesensibilität von Viehtransportfahrern im Vergleich zweier Schlachthofstandorte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 20/2016
Beratungssituation und Anreize zur Umsetzung von Hygienemaßnahmen rinderhaltender Landwirte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 21/2016
Begründungszusammenhänge für die Hygienesituation auf rinderhaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen aus Betriebsleitersicht
Notizen aus der Forschung Nr. 2/2017
Hygienesensibilität und Umsetzungserfolg hygienischer Maßnahmen milchviehhaltender Landwirte
Notizen aus der Forschung Nr. 34/2017
Hemmende Faktoren bei der Umsetzung hygienischer Maßnahmen auf rinderhaltenden Betrieben in Nordrhein Westfalen
Notizen aus der Forschung Nr. 38/2017
Fördernde Faktoren bei der Umsetzung hygienischer Maßnahmen auf rinderhaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen

Eine hochaktuelle Thematik ist derzeit die Umsetzung von Hygieneanforderungen in der Rinderhaltung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat im Jahr 2014 im Bundesanzeiger Hygieneempfehlungen veröffentlicht, die in den landwirtschaftlichen Verbänden intensiv diskutiert und z.T. stark kritisiert werden. In NRW wird aktuell an einem Hygieneleitfaden für die Rinderhaltung gearbeitet. Es ist davon auszugehen, dass Rinderhalter zuerst freiwillig und nachfolgend verpflichtet werden sollen, definierte Hygienemaßnahmen in ihrem Betrieb umzusetzen. Bisherige Vergleiche der Hygienesituationen zwischen Schweine- und Rinderhaltern durch die FH Südwestfalen und anderen zeigten diesbezüglich deutliche Unterschiede.
In diesem Projekt sollen die Grundprobleme der Umsetzung von Hygienemaßnahmen in der landwirtschaftlichen Rinderhaltung untersucht werden. So sollen Ursachen ermittelt werden, die die Umsetzung hygienischer Maßnahmen erschweren bzw. verhindern. Im Ergebnis soll das Hygienebewusstsein für einzelne Maßnahmen in ausgewählten Projektbetrieben eruiert und nachfolgend gestärkt werden.
Übergeordnetes Ziel ist die Tierseuchenprävention. Dafür werden z.B. die Akzeptanz und die Anwendung von vorgeschriebenen bzw. empfohlenen Hygienemaßnahmen untersucht, die die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Tierseuchen verlangsamen bzw. stoppen können. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, die Akzeptanz für tierseuchenrechtliche Maßnahmen und die Früherkennung zu verbessern. Dieses Projekt ist ein Pilotprojekt, um grundsätzliche Hygieneeinstellungen bzw. -umsetzungen in der landwirtschaftlichen Praxis zu ermitteln.
Das Projekt unterteilt sich in fünf Arbeitspakete. Methodisch kommen Befragungen, Beobachtungen und laborgestützte Analysen des Status-Quo der Hygiene in Praxisbetrieben zum Einsatz. Zusätzlich werden die Anreizsysteme zur Umsetzung von einzelnen Hygienemaßnahmen bei Landwirten, aber auch Beratern, Tierärzten und Molkereien erhoben. In einzelnen Praxisbetrieben sollen Hygienemaßnahmen auf ihre Wirkung hinsichtlich der Veränderung der Tiergesundheit und der Keimverschleppung untersucht werden. Letztgenannte soll innerhalb eines Betriebes und zwischen den Betrieben näher untersucht werden und praxisnahe Abhilfe, auch in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren auf den landwirtschaftlichen Betrieben, aufgezeigt werden. Landwirte werden über Workshops in das Projekt mit einbezogen, so dass der zügige Transfer in die Praxis gegeben ist.

Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Tierhygiene und zur Prävention von Tierseuchen in schweinehaltenden Betrieben in NRW

Projektleitung:
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Landwirtschaftskammer NRW - Tierseuchenkasse NRW
Laufzeit:
01.04.2015 - 31.03.2019
Mitarbeiterinnen:
Iris Kobusch, M. Sc.
Dipl.-Ing. (FH) Henrike Freitag
Sabrina Linnemann, B. Sc.
Nicole Geisthardt, B. Sc.
Dipl.-Stat. Gisela Kesting
Dr. Susanne Döring
Dr. Odile Hecker

Veröffentlichungen
Notizen aus der Forschung Nr. 2/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch bei Mastschweinen in Abhängigkeit von der Art der Fütterung
Notizen aus der Forschung Nr. 3/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch bei Mastschweinen in Abhängigkeit von der Temperatur
Notizen aus der Forschung Nr. 4/16
Hygienebewusstsein von Viehtransportfahrern an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 5/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von verschiedenen Viehtransportfahrzeugen an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 7/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch in der Ferkelaufzucht in Abhängigkeit von der Art der Fütterung
Notizen aus der Forschung Nr. 11/16
Einfluss der Darreichungsform auf die Wasseraufnahme von Ferkeln während der Aufzuchtphase
Notizen aus der Forschung Nr. 12/16
Einfluss der Wasserdarreichungsform auf die Keimbelastung des Tränkwassers und die Leistung bei Aufzuchtferkeln
Notizen aus der Forschung Nr. 16/16
Hygienesensibilität, Umsetzungserfolg und Erfolgslücke von Hygienemaßnahmen in schweinehaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen
Notizen aus der Forschung Nr. 17/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von Schlachtviehtransportfahrzeugen in Abhängigkeit von Fahrzeugtyp und Tierart
Notizen aus der Forschung Nr. 18/16
Einschätzungen von Schlachtviehtransportfahrern zur Reinigung und Desinfektion ihrer Fahrzeuge sowie dem Arbeitskleidungswechsel
Notizen aus der Forschung Nr. 19/16
Hygienesensibilität von Viehtransportfahrern im Vergleich zweier Schlachthofstandorte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 6/17
Persönlichkeitsmerkmale von Betriebsleitern und Umsetzungspraxis der Schadnagerbekämpfung in der Schweinehaltung

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Tiergesundheit in der NRW-Schweinehaltung durch die Umsetzung geeigneter Hygienemaßnahmen weiter zu verbessern. Die mögliche Ausbreitung von Tierseuchen soll durch frühzeitige Erkennung und bereits im Vorfeld etablierte Hygienebarrieren auf landwirtschaftlichen Betrieben verringert werden. Dieses Forschungsprojekt knüpft unmittelbar an den Ergebnissen des Pilotprojektes „Präventive Hygieneberatung“ an, das bereits abgeschlossen ist (Laufzeit 01.01.2013 bis 31.03.2015). Es wurden in diesem bereits diverse punktuelle und kontinuierliche Hygienemaßnahmen in der landwirtschaftlichen Schweinehaltung, deren Auswirkungen auf Leistungen und die Tiergesundheit und die Akzeptanz der Landwirte für diese Maßnahmen untersucht. Ergebnisse werden dazu in diesem Jahr veröffentlicht.
In dieser Hauptphase des Projektes, das sich aus fünf Arbeitspaketen zusammensetzt, soll u.a. die Übertragung der Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Pilotbetrieben auf Betriebe außerhalb der Projektgruppe vorgenommen werden. Dazu dienen auch die Weiterführung und –entwicklung von Workshops mit interessierten Landwirten zu spezifischen Hygieneschwerpunkten, in denen detailliert die optimale praxistaugliche Umsetzung der gewählten Hygienemaßnahme mit wissenschaftlich fundierten Ergebnisse kombiniert werden, um so Anreize zur eigenverantwortlichen Umsetzung zu schaffen. Darüber hinaus sollen allgemeingültige und umfassende Ableitungen beschrieben werden, die die Erfolgsfaktoren für Inhalt und Ablauf von Beratungsprozessen beschreiben sowie Anreizsysteme zur dauerhaften Umsetzung von Hygienemaßnahmen schaffen.
Das Vorhaben verfolgt insgesamt einen innovativen und zeitgemäßen Ansatz, der neben der Landwirtschaft auch die Beratung fokussiert. Die Gesamtkonstruktion des Forschungsprojektes erlaubt einen zügigen und optimalen Transfer von Forschungsergebnissen in die landwirtschaftliche Praxis und trägt damit mittelbar zur Tierseuchenprävention und zur Verbesserung der Tiergesundheit bei.
Zudem ist geplant, im Rahmen des Forschungsprojektes die Weichenstellung für ein Hygienekompetenzzentrum für Schweinehalter in NRW zu prüfen und ggf. mit Ablauf des Projektes zu etablieren.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

TGS Schweinehaltung: Implementierung eines Tiergesundheitssystems in der Schweinehaltung

Projektleitung
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Projektbearbeitung
Christiane Wildraut
Lena Reisner
Förderung
Landwirtschaftliche Rentenbank
Laufzeit
01.05.2014 – 31.10.2016
Veröffentlichungen
>> Ergebnisbericht als PDF Download

Forschungsnotizen No. 32/2017
Persönlichkeitsmerkmale von Schweinefachberatern und Tierärzten und der Grad der Zusammenarbeit in einer gemeinschaftlichen Tiergesundheitsberatung
Forschungsnotizen No. 31/2017
Art und Bewertung der Zusammenarbeit einer gemeinschaftlichen Gesundheitsberatung von Beratern und Tierärzten in der Schweinhaltung
Forschungsnotizen No. 30/2017
Bewertung von Beratungsempfehlungen bei Salmonellenproblemen in der Schweinhaltung aus Sicht von Landwirten
Forschungsnotizen No. 29/2017
Persönlichkeitsmerkmale von Betriebsleitern und Erfolg einer Sensibilisierungsberatung bei Salmonellenproblemen in der Schweinhaltung
Forschungsnotizen No. 28/2017
Persönlichkeitsmerkmale von Fachberatern und Erfolg einer Sensibilisierungsberatung bei Salmonellenproblemen in der Schweinhaltung
Forschungsnotizen No. 27/2017
Persönlichkeitsunterschiede zwischen Fachberatern und Schweinehaltern: Fördernd oder hemmend für den Erfolg in der Salmonellenberatung?
Forschungsnotizen No. 26/2017
Zusammenhang zwischen Erfolg einer Salmonellenberatung in der Schweinehaltung und Betriebs- und Betriebsleitermerkmalen
Forschungsnotizen No. 25/2017
Einstellungen von Landwirten gegenüber Salmonellenproblemen in der Schweinehaltung und Erfolg einer Sensibilisierungsberatung
Forschungsnotizen No. 24/2017
Perspektiven zur Finanzierung und institutionellen Verankerung einer Beratung zur Senkung der Salmonellenprävalenz in der Schweinehaltung
Forschungsnotizen No. 23/2017
Kooperationsbereitschaft von Landwirten, Beratern und Tierärzten für eine "Qualifizierte Salmonellenberatung"
Forschungsnotizen No. 22/2017
Implikationen des Schweinemarktes für die Teilnahmebereitschaft von Landwirten an einer integrierten Tiergesundheitsberatung
Forschungsnotizen No. 21/2017
Die Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen für Synergien und Wettbewerb zwischen Tierärzten und Schweinefachberatern
Forschungsnotizen No. 20/2017
Die Bedeutung der Persönlichkeitsmerkmale von Betriebsleitern für den Beratungserfolg in der Schweinehaltung
Forschungsnotizen No. 19/2017
Konstellationen von Persönlichkeitsmerkmalen zwischen Betriebsleitern und Beratern für den Beratungserfolg in der Schweinehaltung
Forschungsnotizen No. 18/2017
Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen der Berater in der Schweinefachberatung
Forschungsnotizen No. 17/2017
Maßnahmenempfehlungen zur Verbesserung der Salmonellenkategorie schweinehaltender Projektbetriebe
Forschungsnotizen No. 16/2017
Erfolg einer qualifizierten Salmonellenberatung in der Schweinhaltung
Forschungsnotizen No. 15/2017
Daten zu Stallfaktoren in der TGS Datenbank
Forschungsnotizen No. 14/2017
Daten zu Tierfaktoren in der TGS Datenbank
Forschungsnotizen No. 13/2017
Beschreibung der TGS Datenbank
Forschungsnotizen No. 12/2017
Zusammenarbeit von Tierarztpraxen mit Beratungsorganisationen der Schweinehaltung
Forschungsnotizen No. 11/2017
Tierarztpraxisstrukturen und Schweinehaltungsdichte in NRW
Forschungsnotizen No. 10/2017
Explorative Analyse von Einflussfaktoren auf kurative und präventive Maßnahmen in Tierarztpraxen in NRW
Forschungsnotizen No. 9/2017
Datenschutz im Hinblick auf die Antibiotika-Datenbank und die Datenvernetzung in Nutztierpraxen in NRW
Forschungsnotizen No. 8/2017
Datenmanagementsysteme und Nutzereigenschaften in tierärztlichen Schweinepraxen in NRW

Das Vorhaben knüpft an die Arbeiten und Ergebnisse des in 2013 abgeschlossenen NRW-Clusterprojektes „Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“ an. Beteiligt an dem Verbundprojekt sind die FH Südwestfalen, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, der Erzeugerring Westfalen, der Schweinegesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW, die IQ-Agrar Service GmbH sowie Hoftierärzte als Unterauftragnehmer der FH SWF. Die Partner hatten bereits im Clusterprojekt erfolgreich zusammengearbeitet und ein Modell eines Tiergesundheitssystems für die landwirtschaftliche Schweinehaltung entwickelt.
Ziel des aktuellen Vorhabens ist die Weiterentwicklung des im Clusterprojekt geschaffenen Tiergesundheitssystems zur Praxisreife um hinsichtlich der Tiergesundheit eine Verbesserung der Bestandsbetreuung schweinehaltender Betriebe zu erreichen.
Zum Arbeitsprogramm des Vorhabens zählen:
- die Weiterentwicklung der im NRW-Clusterprojekt „Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“ erstellten Tiergesundheitsdatenbank,
- die praxistaugliche Optimierung von aussagekräftigen Gesundheitsscreenings bei Schweinen an betriebsindividuelle Bedingungen,
- die Überprüfung, Erprobung und Etablierung von Beratungspaketen mit dem Ziel einer verbesserten Tiergesundheit,
- die strategische Außendarstellung (Kommunikation und Marketing) in der Fachpresse und auf Branchenveranstaltungen.
Daneben erfolgt eine detaillierte Evaluierung der Zahlungs- und Kooperationsbereitschaften für verschiedene Leistungspakete des Gesundheitsscreenings und der Beratung bei internen und externen Zielgruppen. Mit dem Projekt soll zukünftig allen entwicklungsfähigen Betrieben im nordwestdeutschen Veredelungscluster ein Tiergesundheitssystem zur verbesserten Bestandsbetreuung angeboten werden. Damit soll ein Beratungssystem geschaffen werden, das Einzug in die breite landwirtschaftliche Praxis hält und nach Abschluss des Projektes von den beteiligten Projektpartnern inhaltlich und finanziell getragen werden kann.