Ulrike Ernst, LTA

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Klimaorientierte Anpassungsstrategien in der Landwirtschaft -optimierter Klimabetrieb II

Projektleitung:
Prof. Dr. Bernhard C. Schäfer
Förderung durch:
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW
Kooperation:
Julius Kühn-Institut, Pflanzenbau und Bodenkunde, Prof. Dr. J. Greef, Braunschweig
Von Thünen-Institut, Agrartechnologie und Biosystemtechnik, Dr. J. Brunotte Braunschweig
Thünen-Institut, Agrarklimaschutz, Dr. Joachim Well, Braunschweig
Projektbearbeitung:
M.Sc.agr. Dorothee Kramps-Alpmann
M.Sc.agr. Nicolas Ruoss
Dr. Karen Korte
Ulrike Ernst
Projektzeitraum:
01.10.2013 - 30.09.2016

Projektinhalt:
Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Projektphase (2010 – 2013), werden die mit den verschiedenen Fruchtfolgefeldern in Soest und Braunschweig angelegten drei Modellbetriebe (Marktfruchtbetrieb, viehhaltender Betrieb mit Biogasanlage und optimierter Klimabetrieb) für weitere drei Jahre fortgeführt. In ausgesuchten Fruchtfolgefeldern werden Exaktversuche zur Herleitung des N-Düngeoptimums angelegt. Dabei wird die organische Düngung mit Gärresten durch eine mineralische N-Düngung ergänzt und mit Zu- und Abschlägen gegenüber dem N-Sollwert variiert. Im Mais wird am Standort Soest im optimierten Klimabetrieb neben der Schleppschlauchausbringung und einer rein mineralisch gedüngten Variante auch das Strip-Till-Verfahren mit einer Gärrestuntefußdüngung untersucht. In dieser Versuchsanlage und in den Exaktversuchen im W-Weizen werden Untersuchungen zur Freisetzung klima- und umwelt¬belastender Gase (N2O, NH3) vorgenommen.
In dem Projekt werden drei Teilprojekte bearbeitet:

Teilprojekt N-Düngeoptimierung
Ein Ziel des Teilprojektes „N-Düngeoptimierung“ ist die Bestimmung des N-Düngeoptimums unter den spezifischen Anbaubedingungen der drei Betriebsformen. Hierzu wurden in W-Weizen, W-Gerste, W-Raps und Silomais jeweils N-Steigerungsversuche etabliert. Im O- und V-Betrieb gibt es eine einheitliche organische Basisdüngung mit Gärrest in Höhe der geringsten Düngungsstufe (SW - 50 %). Diese wir um eine gestaffelte, mineralische KAS-Düngung ergänzt.

Teilprojekt Klimagasmessungen
Der Einsatz der Strip-Till-Technik forciert die Erfüllung eines der zentralen Ziele, die Emissionen landwirtschaftlicher Produktion weiter zu reduzieren. Bisher fehlen jedoch konkrete Untersuchungen zur Lachgasemission beim Einsatz bodenschonender Strip-Till-Technik in Kombination mit Güllegärrestinjektion und einem damit möglicherweise verbundenen Trade-Off zwischen Minderung von Ammoniak-(NH3)-Emissionen und einer Steigerung der Lachgasemissionen.

Teilprojekt Ökonomische Bewertung
Im letzten Jahr der Projektlaufzeit wird die ökonomische Bewertung insbesondere die Ermittlung der CO2- Vermeidungskosten nach dem Bewertungsschema der ersten Projektphase wiederholt.

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