Dr. Franz-Ferdinand Gröblinghoff

Dr. Franz-Ferdinand Gröblinghoff | Fachbereich Agrarwirtschaft

Hausanschrift

Lübecker Ring 2
59494 Soest Raum: 1.202

Postanschrift

Postfach 1465
59474 Soest

Aufgaben im Fachbereich:

  • Koordination der Forschung im Fachbereich
  • Unterstüzung der Dozenten bei Beantragung und Durchführung von Forschungsprojekten
  • Beratung und Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Forschungsprojekten
  • Statistische Auswertung von Versuchsergebnissen
  • Redaktion von Zwischen- und Abschlussberichten in Forschungsprojekten sowie der Jahresberichte des Versuchsgutes
  • Betreuung der NIRS-Analytik (Weizen, Gerste, Raps, Gras u. a.)
  • Betreuung von Studierenden bei der statistischen Auswertung von Versuchen z. B. im Rahmen von Diplomarbeiten

Angewandte Forschung in der Grünlandwirtschaft in der Mittelgebirgsregion in Nordrhein-Westfalen - Nährstoffeffizienz, Proteinproduktion und diversifizierte Nutzungssysteme.

Projektleitung:
Prof. Dr. Harald Laser
Dr. Franz-Ferdinand Gröblinghoff
Förderung durch:
MUNLV Düsseldorf , LANUF (Projektträger)
Kooperation:
Landwirtschaftskammer NRW
Projektbearbeitung:
Ansprechpartner: MSc. Marc Wolf
Dipl.-Ing. H. Kivelitz (ehemals)
LTA Sabine Bidermann
Projektzeitraum:
2008 - 2017

Projektziel:
In Anbetracht einer abnehmenden Ressourcenverfügbarkeit in den Grünlandregionen Nordrhein-Westfalens konzentrieren die Landwirtschaftskammer NRW und der Fachbereich Agrarwirtschaft der FH Südwestfalen in Soest ihre Versuchs- und Forschungsaktivitäten in allen Fragen der Grünlandbewirtschaftung. Ziel dieser Kooperation ist es, mit Effizienzsteigerungen in der Futterproduktion auch in Zukunft eine nachhaltige Entwicklung von Grünlandbetrieben zu gewährleisten. Entsprechend führen die Kooperationspartner Landwirtschaftskammer NRW und FH Südwestfalen die Versuchsvorhaben zur Lösung von Beratungsaufgaben gemeinsam durch. Zusätzlich sollen Projekte in der angewandten Forschung gezielt innovative Entwicklungen forcieren. Die Bearbeitung spezieller Fragestellungen mit umweltrelevanten Aspekten oder förderpolitischen Hintergründen stellt dabei Datenmaterial für die Politikberatung zur Verfügung.
Ausdruck dieser Kooperation ist die Grünlandversuchsstation in Remblinghausen, bei Meschede im Sauerland. Ein seit vielen Jahren durch die Mitwirkung in verschiedenen Projektvorhaben ausgewiesener, landwirtschaftlicher Betrieb stellt dafür Flächen langfristig zur Verfügung und hat am Aufbau der Versuchsstation mitgewirkt.
Das Forschungs- und Personalkonzept ist mit dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz abgestimmt.

Folgende Versuche werden derzeit von der FH SWF eingebracht:

Versuch zur Derogationsregelung

Eine langjährige, praxisnahe Untersuchung der Ausbringung von 230 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr aus Viehdung bei intensiver Grünlandbewirtschaftung und die damit einhergehenden Nitratauswaschungen und Stickstoffnutzungseffizienz.

Weidesimulationsversuch

Ein Modellversuch zur intensiven Kurzrasenweide im unmittelbaren Systemvergleich mit Nutzungsalternativen, mit dem Ziel Kurzrasenweidebestände, bezogen auf die futterbauliche Leistung, Narbenqualität und N-Effizienz, langfristig zu optimieren.

Ammoniakemissionen nach Biogasgülleapplikation

Der Vergleich von Nährstoffeffizienz und Emissionsverhalten nach der Ausbringung von Biogasgülle auf Grünland, in Abhängigkeit von der Ausbringungsmenge und verschiedenen pflanzenbaulichen Maßnahmen um Ammoniakverluste zu reduzieren.

Frässaat zur Etablierung von Leguminosen im Grünland

Die Entwicklung eines „Hybridsystems“ zur Steigerung der Produktion von Futterprotein zur Silagenutzung mittels erhöhter Leguminosenanteile von Grünland, sowie der Einfluss von Maßnahmen zur Leguminosenförderung auf die Leistung der gesäten Arten.

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Interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt 'Körnerleguminosen'

Leitung:
Prof. Dr. B. C. Schäfer (Pflanzliche Produktion)

Koordination:
Dr. F.-F. Gröblinghoff

Beteiligte:
Prof.in Dr. M. Wittmann (Tierische Produktion)
Prof. Dr. Jürgen Braun (BWL)
Prof. Dr. N. Lütke Entrup (Pflanzliche Produktion)

Projektzeitraum:
2004 ff

Die Entwicklung von Problemlösungen sowohl für den Bereich der Produktion und Verwertung von Körnerleguminosen als auch für ökologische Fragestellungen im Boden- und Gewässerschutz steht im Vordergrund.
Folgende Problembereiche werden bearbeitet:
1. Produktion und Verwertung

  • Verbesserung der Ertragssicherheit von Körnerleguminosen unter besonderer Berücksichtigung der Winterformen
  • Ermittlung des Futterwertes neuer tannin- und vicinarmer Körnerleguminosensorten im Vergleich zu herkömmlichen Sorten
  • Entwicklung eines sicheren Schnellverfahrens zur Testung des Futterwertes

2. Umweltaspekte der Produktion von Körnerleguminosen

  • Überprüfung von Erosionsschutzmaßnahmen durch Begrünung mit Körnerleguminosen im Hinblick auf die Nitratauswaschung in Grund- und Oberflächenwasser
  • Gewäserschonender Anbau in Wasserschutzgebieten.

3. Betriebswirtschaftliche Beurteilung.

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Bewertung von neuen Systemen der Bodenbewirtschaftung mit Körnerraps und Körnerleguminosen

Betreuer:
Prof. Dr. Norbert Lütke Entrup
Koordinator:
Dr. F.-F. Gröblinghoff
Förderung:
BMVEL
Kooperation:
Bundesforschungsanstalt f. Landwirtschaft, Braunschweig, Prof.Dr.C.Sommer
TU München, Lehrstuhl für Wirtschaftslehre, Prof. Dr. H. Heißenhuber,
Lehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, Gülzow,
M-V, Prof. Dr. Gienapp
Projektzeitraum:
2001-2004
Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) M. Schneider

Im Rahmen dieses Forschungs- und Entwicklungs-Projektes wurden in den typischen Regionen des Körnerraps- und Körnerleguminosenanbaus standortspezifische Fruchtfolgen in konsequent pflugloser Bewirtschaftung mit intensiven Getreidefruchtfolgen verglichen. Für jedes System waren die weitgehend bekannten und wissenschaftlich abgesicherten Pflege-, Pflanzenschutz- und Düngungsmaßnamen zu optimieren, so dass nicht wie sonst üblich Einzelmaßnamen verglichen wurden, sondern immer die vollständigen Systeme. Erst die Betrachtung der Leistungen vollständiger Bewirtschaftungssysteme erlaubte eine Aussage zur ökonomischen Vorzüglichkeit von Strategien zur Bodenbewirtschaftung. Dabei wurden die jeweiligen ökonomischen Vergleiche auf Basis einer möglichst weitgehenden Auslastung der eingesetzten Technik berechnet.

Abschlussbericht (pdf)

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Pflanzengesundheit, Qualität und Mykotoxinbelastung von Winterweizen als Brotgetreide und Futtermittel in differenzierten Systemen der Bodenbewirtschaftung

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Koordination:
Dr. F.-F. Gröblinghoff
Förderung:
BMWF - AIF (170.23.01)
Projektzeitraum:
2001/2003
Mitarbeiter:
Dipl. Biol. Corinna Dasenbrook,
LTA Nicol Klinnert

Der Anbau von Weizen nach Weizen birgt ein erhöhtes Infektionsrisiko von boden- bzw. strohbürtigen Krankheiten. In Jahren mit normalem Witterungsverlauf können sowohl mit Pflug- als auch Mulchsaat dem Blattfruchtweizen vergleichbare Erträge mit guter Qualität erreicht werden. Im Jahr 2002 konnten sich aufgrund der lang anhaltenden Niederschläge Infektionen dramatisch ausbreiten. Diese verursachten beim Weizen nach Weizen Ertragsausfälle von 15-30 % und zusätzlich Qualitätseinbrüche. Vor allem war eine hohe Belastung des Erntegutes mit Fusariumarten und Mykotoxinen feststellbar. Diese machen enge Weizenfruchtfolgen unwirtschaftlich. Bei Direktsaat sind die Ertrags- und Qualitätseinbrüche deutlich größer als bei Pflug- und Mulchsaat. Durch anbautechnische Maßnahmen im Fruchtfolgefeld Weizen nach Weizen sind diese Probleme in Befallsjahren nicht lösbar. Die Erweiterung der Fruchtfolge mit einem generellen Wechsel zwischen Blatt- und Halmfrüchten bzw. Winterung und Sommerung mit einer Reduktion der Bodenbearbeitungsintensität stellt die ökonomisch und ökologisch sinnvollste Problemlösung dar.

Der Abschlussbericht liegt vor.

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Nährstoff und Pflanzenschutzmittelverfrachtung über Dränabflüsse

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Dr. F.-F. Gröblinghoff
Förderung:
MUNLV
Kooperation:
Landesumweltamt Essen
Universität GH Paderborn, Fachbereich 1, - Physische Geographie
FAL-Braunschweig, Inst. f. Pflanzenbau
Projektzeitraum:
1999
Mitarbeiter:
Dipl. Geogr. Frank Erlach (Promotion 2005)
SgL Norbert Hagedorn

Bei der Konservierenden Bodenbearbeitung werden verstärkt senkrechte biogene Makroporen festgestellt. Über diese Makroporen wird Niederschlagswasser relativ schnell in den Untergrund abgeleitet. Im Projekt wurden auf einem bisher einheitlich bewirtschafteten Schlag aber mit zwei unabhängigen Dränagesystemen die Wirkungen von Konservierender und Konventioneller Bodenbearbeitung auf die Nährstoff- und Pflanzenschutzmittelverlagerungen über das Dränwasser untersucht.
Der Abschlussbericht liegt vor.

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Interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt 'Bodenökologie, Bodenbearbeitung, Bodenschutz'

Leitung:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup (Pflanzliche Produktion)
Koordination:
Dr. F.-F. Gröblinghoff
Beteiligte:
Prof. Dr. F. Kerkhof (BWL),
Prof. Dr. L. Volk (Landtechnik),
Prof. Dr. Th. Weyer (Bodenkunde, Pflanzenernährung)
Förderung:
MSWWF (bis 8/2001)
AiF (ab 9/2001)
Projektzeitraum:
1998-2005
Kooperation:
FAL Braunschweig, Inst. für Betriebstechnik, Landmaschinenindustrie,
Chemische Industrie (Pflanzenschutz, Düngemittel)

Verfahren zur Konservierenden Bodenbearbeitung und Direktsaat sind in den letzten Jahren zum Schutz des Bodens vor Erosion entwickelt worden. Die Akzeptanz in der Praxis ist aber noch gering, da diese Verfahren in den bestehenden konventionellen Bewirtschaftungssystemen langfristig zu Ertragseinbrüchen bzw. einem erhöhten Dünger- und Pflanzenschutzaufwand führen. Um für die pfluglosen Bestellverfahren stabile Bewirtschaftungssysteme zu entwickeln, werden in den Projekten des Forschungs-schwerpunktes folgende Fraggestellungen bearbeitet: Entwicklung von Fruchtfolgen für konservierende Bodenbearbeitung und Direktsaat

  • Anpassung der Düngestrategien
  • Anpassung der Pflanzenschutzverfahren
  • Ökonomische Auswertung
  • Technische Optimierung
  • Ökologische Auswirkungen

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Boden- und Stoffabtrag von ackerbaulich genutzten Flächen

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Koordination:
Dr. F.-F. Gröblinghoff
Förderung:
MUNLV 1997-2002
Kooperation:
Landesumweltamt Essen
Universität Paderborn
FB1
Physische Geographie
Projektzeitraum:
1997-2002
Mitarbeiter:
Dipl. Geogr. Frank Erlach (Promotion 2005),
LTA Nicol Klinnert

Der Bodenerosion kann wirkungsvoll mit der konservierenden Bodenbearbeitung bzw. mit der Direkt-saat begegnet werden. Hierbei wird vor allem die Infiltration von Wasser verbessert. Ziel der Untersuchungen in diesem Teilprojekt eines landesweiten Verbundprojektes sind Untersuchungen zum Verbleib von Pflanzenschutzmitteln und Nährstoffen in Abhängigkeit von Fruchtart und Bodenbearbeitung zur Abschätzung der Gefährdung des Grund- und Oberflächenwassers. Die Untersuchungen erfolgen im Raum Rüthen/Menzel am Haarstrang.

Der Abschlussbericht (ca. 16 MB) liegt vor.

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Systemvergleiche zwischen dem konventionellen und dem integrierten Pflanzenbau unter ökonomisch-ökologischen Aspekten und praxisnahen Bedingungen (1989- 1995) Langzeitwirkungen integrierter Pflanzenbausysteme bei praxisgrechter Bewirtschaftung, ökologischer und ökonomischer Bewertung (1996-1999)

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup, Prof. Dr. R. Schüttert
Förderung:
MURL
Projektzeitraum:
1989 - 1999
Mitarbeiter:
Dipl. Ing. H. Börger (bis 1996),
Dipl. Ing. W. Niggeschulze (bis 1999),
Dipl. Ing. C. Schulte Henne (ab 1996)
Dipl. Ing. H. Kivelitz 1999,
Dr. F.-F. Gröblinghoff

In Kooperation mit dem Landwirt Otto Niggeschulze in Bad Sassendorf-Heppen wurde der Modellbetrieb ‘Integrierter Pflanzenbau’ eingerichtet. In insgesamt sieben Systemen in vier Fruchtfolgen werden der konventionelle und der integrierte Pflanzenbau verglichen. Ziel der Untersuchungen sind sowohl der ökonomische Ertrag des Betriebes als auch der Nachweis einer möglichst großen Entlastung der Umwelt, gemessen an bodenbiologischen, -chemischen und -physikalischen Eigenschaften sowie am Pflanzenschutzmittel- und Düngemittelaufwand. Die Ergebnisse dieser Großversuche finden große Beachtung und haben Eingang in der praktischen Landwirtschaft gefunden.

Der Abschlussbericht liegt vor.
Forschungsberichte des Fachbereichs Agrarwirtschaft Nr. 10

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