Prof. Dr. agr. Margit Wittmann

Forschungsbereiche:

  • Einflussfaktoren und deren Zusammenspiel auf die Leistung landwirtschaftlicher
    Nutztiere und die Beschaffenheit der von ihnen gewonnenen Erzeugnisse
  • Qualitätsmanagement in landwirtschaftlichen Betrieben
  • Marktpotenzial für Geflügelprodukte aus Hahnenfleisch von Legehybrid- und Zweinutzungsrassen

Übersicht aktuelle Forschungsprojekte

Übersicht abgeschlossene Forschungsprojekte

Marktpotenzial für Geflügelprodukte aus Hahnenfleisch von Legehybrid- und Zweinutzungsrassen

Projektleitung
Prof. Dr. Margit Wittmann
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Projektbearbeitung
Katrin Schütz, M.Sc.
Förderung:
Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
01.09.2016 – 28.02.2018

Veröffentlichungen

Notizen aus der Forschung No. 4/2017
Herausforderungen und Ansatzpunkte für die Geflügelproduktion - Marketingmix zur Vermarktung einer Legehybridlinie und Zweitnutzungsgenetik

Notizen aus der Forschung No. 3/2017
Herausforderungen und Ansatzpunkte für die Geflügelproduktion - Aufzucht und Fleischqualität einer Legehybridlinie und Zweitnutzungsgenetik

Im Zuge der Diskussion um den Tierschutz in der Geflügelproduktion ist die Tötung männlicher Eintagsküken aus gesellschaftlicher wie politischer Sicht kaum vertretbar. Eine Beendigung der bestehenden Praxis wird seitens der Bundesregierung für 2017 angekündigt. Ziel des Projektes ist es, zusammen mit der Geflügelfleischverarbeitung Ansatzpunkte für die Entwicklung und Vermarktung für innovative Produkte zu identifizieren. Dazu werden Legehybrid-, eine Zweinutzungshybridlinie, sowie eine traditionelle Zweinutzungsrasse aufgestallt, gemästet und auf ihre Eignung für die Verwendung des Fleisches geprüft. Das Projekt wird in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Geflügelhof des BDRG und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn durchgeführt. In der Lehr- und Forschungsstation Frankenforst der Universität Bonn werden die Daten zur Mastleistung, zum Tierwohl sowie zur Fleischqualität erfasst und ausgewertet. Die erfolgreiche Nutzung männlicher Eintagsküken in der Mast bietet die Möglichkeit, die Akzeptanz gegenüber der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zu erhöhen. Für die Analyse der Verarbeitungsmöglichkeiten, die Entwicklung von innovativen und marktfähigen Produkten aus Hahnenfleisch und dessen Marktpotenzial bieten leitfadengestützte Experten- und Einzelinterviews mit Geflügelfleischverarbeitern und Verbrauchern die Grundlage.

Landwirtschaftliche Ziegenhaltung in Nordrhein-Westfalen

Betreuer:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Projektbearbeitung
Dipl.-Biol. Annelie Reißner, Anke Gebensleben (M. Sc. Agrar)
Förderung:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
01.03.2013 - 31.12.2015

Ziel dieses Projektes war die Analyse der landwirtschaftlichen Ziegenhaltung in NRW. Hierfür wurden u.a. exemplarisch 9 Projektbetriebe ein Jahr lang begleitet, die die Vielfalt in der Ziegenhaltung hinsichtlich Rassen (WDE, BDE, Buren, Thüringerwald, Toggenburger, Buren, Walliser-Schwarzhals, Zwergziegen), Nutzungsrichtung (Milch, Fleisch, Herdbuchzucht, Wolle, Landschaftspflege) und Bestandsgrößen (6 bis 87 Tiere) widerspiegeln. Die Ziegenhaltung wurde über die Bundesstatistik aufgrund der Erfassungsgrenze (5 ha LN, 20 Tiere) nur unzureichend wiedergegeben. Ein Abgleich mit dem bei der Tierseuchenkasse NRW gemeldeten Tierbestand ergab rund 24 000 Ziegen in rund 4 000 Haltungen. Ein Drittel der Ziegen stand in Beständen über 20 Tiere, zwei Drittel der Ziegen machten 90 % der Ziegenhaltungen aus. Herdbuchzucht war eher in kleineren Haltungen zu finden, womit die Bedeutung der Kleinbestände für den Erhalt der Vielfalt der Ziegenrassen erkennbar wird. Eine Ausweitung zu einem wirtschaftlich tragfähigen Betrieb bzw. Betriebszweig ist derzeit am ehesten in der Milchproduktion zu erkennen. Voraussetzung hierfür ist ein klares Vermarktungskonzept, sei es Direktvermarktung oder Abnahmevertrag für die Milch. Wie so oft in Nischenbereichen waren Defizite im Angebot und in der Verfügbarkeit von Futtermitteln und zugelassenen Medikamenten sowie bei der spezifischen Beratung für Produktionstechnik und hinsichtlich veterinärmedizinischer Betreuung zu erkennen. Positiv konnte eine Ausweitung der Forschungsthemen zur Ziegenhaltung festgestellt werden, wodurch der derzeit positive Trend der landwirtschaftlichen Ziegenhaltung begleitet und unterstützt werden kann.

Abschlussbericht

Im Rahmen des Projektes wurde eine Broschüre erarbeitet, in der die Ziege und ihre Haltung sowie wichtige Adressen und weiterführende Informationen vorgestellt werden.

Eine Übersicht zu Futtermitteln und Medikamenten für Ziegen können als Excel-Listen zugeschickt werden. Anfragen sind zu richten an: wittmann.margareta@fh-swf.de

Analyse der Möglichkeiten zur Auslobung von Hühnereiern mit dem Siegel „ohne Gentechnik“ unter Berücksichtigung des Produktionsweges der Futtermittel Soja, Mais und Raps vom Feld bis zum Stall

Projektbericht als PDF

Projektleitung:
Prof. Dr. M. Wittmann , Prof. Dr. M. Mergenthaler
Mitarbeiter:
Dr. rer. nat. P. D. Dapprich , Sandra Kronenberg, M.Sc.
Förderung:
Zentralverband Eier e. V. (ZVE)
Projektzeitraum:
Mai – Oktober 2013

Ziel des kooperativen Forschungsprojektes ist es, die Machbarkeit der Warenauslobung mit dem Siegel „ohne Gentechnik“ am Beispiel der Produktion von Hühnereiern zu analysieren. Eine Auslobung mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ wird immer wieder von Verbrauchern und Interessenverbänden gefordert. Allerdings wird die Verlässlichkeit eines solchen Siegels oft angezweifelt. Daher sind Untersuchungen zur Verfügbarkeit von GVO-freien Rohstoffen, verlässliche Transportketten und sicherer Futtermittelherstellung entscheidend für die Wertigkeit des Siegels „Ohne Gentechnik“.

Durch eine Analyse der Produktionskette der typischen Futtermittel Soja, Mais und Raps sollen Erkenntnisse über die Art und den Umfang der möglichen Verunreinigungen mit bzw. Verschleppung von GVO-Material im Futtermittel erarbeitet werden. Auf dieser Basis soll eine Aussage über die Machbarkeit einer rechtssicheren Auslobung von Hühnereiern mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ getroffen werden. Methodisch basiert die Untersuchung im Wesentlichen auf der inhaltsanalytischen Auswertung von Experteninterviews mit Branchenkennern und Vertretern der einzelnen Produktionsstufen Rohstoffherstellung, Transport und Logistik, Futtermittelherstellung, Zertifizierung und Handel.

Einsatz mobiler Automatischer Melksysteme und angepasster Strategien der Milchviehbeweidung unter den Aspekten Tiergesundheit, Hygiene, Milchqualität und Ressourcenoptimierung

Projektleitung:
Prof'in. Dr. Margit Wittmann
Prof. Dr. Harald Laser
Förderung durch:
Landwirtschaftliche Rentenbank
Projektbearbeitung:
Dr. agr. Gudrun Plesch
Projektzeitraum:
01.10.2010 - 31.08.2013

Der Verbleib der Milchviehhaltung in Grünlandregionen durch eine rentable Milchproduktion (maximale Milcherzeugung aus der Weide) wird angestrebt. Um die körperliche Belastung bei der Melkarbeit zu reduzieren und größere Flexibilität zu erlangen, wird die Weide mit dem Melkroboter kombiniert. Am Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen wurde das Projekt ‚Einsatz mobiler Automatischer Melksysteme (AMS) und angepasster Strategien der Milchviehbeweidung unter den Aspekten Tiergesundheit, Hygiene, Milchqualität und Ressourcenoptimierung‘ von Oktober 2010 bis August 2013 bearbeitet.
Die Ergebnisse als pdf-Datei >

“Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“ (Teilprojekt G)

Marketingskonzeption (1,38 MB pdf, für beidseitigen Druck formatiert)
Zwischenbericht (2 MB pdf)

Betreuer:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler (federführend)
Prof. Dr. Margit Wittmann

Förderung:
Land Nordrhein-Westfalen und Europäische Union (EU)
über das 'Ziel 2 - Programm NRW 2007-2013 (EFRE)'
Projektlaufzeit:
01.07.2010 - 31.08.2013
Mitarbeiterin:
Dipl.-Ing. (FH) Christiane Wildraut

Das Vorhaben ist Teilprojekt des Kooperationsprojektes „Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“, das der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband koordiniert. Das Gesamtprojekt ist eines von sieben Gewinner-Projekten im ersten Förderwettbewerb Ernährung.NRW, der in 2008 durchgeführt wurde.

Ziele des Projektes:

  • Verbesserung der Tiergesundheit in der Schweinehaltung und dadurch Erhöhung der Lebensmittelsicherheit,
  • Förderung des Images der Schweinefleischerzeugung,
  • Entwicklung eines Tiergesundheitssystems und eines Marketingkonzeptes mit Hilfe stufenübergreifender Vernetzung von Informationen,
  • Verbesserung des Informationstransfers unter den Beteiligten im Bereich der Schweinefleischerzeugung.

Die positiven Wirkungen des Vorhabens sollen die nordrhein-westfälische Veredlungswirtschaft insgesamt nachhaltig stärken.

Partner im Projekt:

Weiterhin werden ca. 60 landwirtschaftliche Betriebe eingebunden.
Zusätzlich ist die Einbeziehung des Lebensmitteleinzelhandels geplant.

Behandlungsmöglichkeiten der Blauzungenkrankheit bei Schafen

Abschlussbericht

Betreuung:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Förderung:
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) Pascal Küthe
Projektzeitraum:
01.05.2008 - 31.12.2008

Das Projekt „Behandlungsmöglichkeiten der Blauzungenkrankheit bei Schafen“, finanziert durch das MUNLV wurde vom 01.05.2008 bis zum 28.02.2009 unter fachlicher Leitung von Frau Prof. M. Wittmann durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) P. Küthe am Fachbereich Agrarwirtschaft, Fachhochschule Südwestfalen durchgeführt.
Aus den vom Schafzuchtverband NRW vorgeschlagenen Betrieben konnten sieben Betriebe mit verschiedenen Rassen (Merinolandschaf, Schwarzköpfiges Fleischschaf, Lacaune, Ostfriesisches Milchschaf, Coburger Fuchsschaf, Rhönschaf und Suffolk) und Herdengrößen zwischen 38 und 400 Mutterschafen ausgewählt werden. Drei der Betriebe werden im Nebenerwerb geführt, vier im Haupterwerb, drei als Wanderschäferei betrieben und vier in Koppelhaltung.
Die Schafhalter sollten zu jedem Tier, das an BTV-Infektion erkrankte, detailliert Angaben zum Verlauf der Erkrankung, den angewendeten Maßnahmen und deren Erfolge Aufzeichnungen machen.
Da es 2008 bei den befragten Betrieben aufgrund der im Sommer durchgeführten BT-Impfungen keine neuen Krankheitsfälle gab, wurde nach Rücksprache mit dem MUNLV das Projekt abgeändert:
Es wurden die Aufzeichnungen und Angaben der Schafhalter zu ihren Behandlungsmaßnahmen im Jahr 2007 während der Blauzungenerkrankung ausgewertet, dazu die Angaben zu den Tierverlusten aufgrund der BT, die Folgen der BT gemessen an biologischen Leistungskennzahlen in 2008 und weitere Beobachtungen, die die Schafhalter mit der Blauzungenkrankheit in Verbindung brachten.
Die Betroffenheit der Herden war sehr unterschiedlich: die Morbidität lag im Mittel bei 43 % (Spanne 14 bis 92 %), die Letalität bei 39 % (Spanne 19 bis 75 %), die Mortalität bei 16 % (Spanne 4 bis 30 %).
Alle Schafhalter führten aufgrund der Empfehlungen des TGD eine zusätzliche Repellens-Anwendung durch, hielten diese jedoch nach einmaliger Durchführung für wirkungslos. Alle erkrankten Tier erhielten Schmerzmittel und je nach Bedarf Antibiotika sowie manchmal auch Vitamingaben. Im Mittel wurden 145 € pro 100 Mutterschafe für Medikamentengabe aufgewendet (Spanne 95 bis 238 € pro 100 Mutterschafe).
Alle erkrankten Tiere wurden sofort von der Weide geholt und intensiv betreut, manche individuell mit extra zusammengestelltem Futter und reichlich frischem Wasser versorgt.
Die Anzahl der lebensfähigen Lämmer pro Lammung sank durchschnittlich von 1,6 im Durchschnitt der letzten fünf Jahre vor der BT um 0,2 auf 1,4 im Jahr 2008 (Spanne 0 bis 20 %). Der Anteil der Totgeburten stieg im Vergleichszeitraum durchschnittlich von 8 auf 12 %. Daraus ergab sich eine Verringerung der vermarktungsfähigen Lämmer um durchschnittlich 14 %, was bei einem unterstellten Schlachtgewicht von 20 kg und einem Verkaufspreis von 4,10 € einem Mindererlös von 1429 € pro 100 Mutterschafen entsprach.
Seit der Impfaktion 2008 ist die Situation nicht mehr so angespannt, jedoch bleibt BT es eine ständige Herausforderung, da es sogar im Winter zu Neuerkrankungen kommt und mit dem Eindringen neuer BT-Serotypen in Deutschland zu rechnen ist.

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Grünlandbewirtschaftung und Landschaftspflege durch das Vollweidesystem mit Milchkühen

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup, Prof. Dr. M. Wittmann
Förderung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Kooperation:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Projektzeitraum:
2007-2010
Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) W. Ising

Überzeugende positive Erfahrungen mit dem Vollweidesystem, auch Low-Cost-System genannt, liegen in Neuseeland, Irland, Holland, Schweiz und Österreich vor. Diese besonders nachhaltige Form der Grünlandnutzung wird durch On - Farm - Research zunächst in ausgewählten Milchviehbetrieben in typischen Grünlandregionen (Mittelgebirge) initiiert und kann schließlich in weitere Regionen Deutschlands übertragen werden. Auf der Grundlage des Wissenszuwachses durch Praxiserfahrungen kann Milchviehbetrieben eine alternative Strategie für eine ökonomisch tragfähige und nachhaltige Grünlandnutzung angeboten werden. Dies wird zur Einkommenssicherung und zum Erhalt dieser Betriebe in typischen Grünlandregionen beitragen und gleichzeitig der Erhaltung der Kulturlandschaft dienen. Im Rahmen des Projektes werden praxisnahe Empfehlungen zur Neuausrichtung der Grünlandnutzung durch das Vollweidesystem erarbeitet, Forschungsergebnisse in die Praxis übertragen und ökonomische Auswirkungen der Low-Cost-Strategie quantifiziert. Die Einbindung der landwirtschaftlichen Praxis mit fünf Vollweidebetrieben und zwei Vergleichsbetrieben in das Projekt hat eine Schlüsselfunktion zur Erreichung der Projektziele.

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Bestimmungsfaktoren der Nutzungsdauer bei Milchrindern

Abschlussbericht

Betreuung:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Förderung:
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Mitarbeiter, Mitarbeiterin:
Dipl.-Ing. (FH) Pascal Küthe
Tierärztin Katharina Grewe
Projektzeitraum:
01.06.2007 - 31.05.2008

Das Projekt „Bestimmungsfaktoren der Nutzungsdauer bei Milchkühen“ finanziert durch das MUNLV wurde vom 01.06.2007 bis 31.10.2008 unter fachlicher Leitung von Frau Prof. M. Wittmann durch Frau K. Grewe (Tier-ärztin) und Herrn Dipl.-Ing. (FH) P. Küthe am Fachbereich Agrarwirtschaft, Fachhochschule Südwestfalen durchgeführt.
Zu Beginn des Projektes wurden mit Hilfe des LKV NRW passende Betriebe gesucht, die alte und leistungsstarke Kühe in ihren Beständen aufwiesen. Dabei sollten nach Möglichkeit mehrere Kühe eines Bestandes mindestens eine Nutzungsdauer von 8 Laktationen und einer Lebensleistung von 80.000 kg Milch haben. Es konnten 31 Betriebe aus dem Sauerland, Münsterland und Paderborner Land zur Mitarbeit gefunden werden, die mit einer Kuhzahl von 19 bis 172 alle Betriebsgrößen vertraten.
Die Betriebe wurden hinsichtlich ihrer Managementmaßnahmen befragt und analysiert. Zusätzlich wurden die LKV-Daten auf Betriebsebene sowie für die auf Einzelkühe der letzten 7 Jahre analysiert. Hierzu wurde das ursprüng-liche Kriterium der Milchleistung von mind. 80.000 kg zur Betriebsauswahl auf 60.000 kg zur Kuhauswahl herunter gesetzt. Somit waren die Daten von 73 Kühen, die so genannten „Lebensleistungskühe“, vorhanden.
Es konnten keine eindeutigen Muster in der Umweltgestaltung für die Kühe zwischen den Betrieben festgestellt werden. Alle Betriebe verfolgten unter-schiedliche Strategien bei der Haltung, Fütterung und dem Management der laktierenden und trockenstehenden Kühe, der Jungrinder und der Kälber. Betriebsübergreifend war lediglich ein hoher Anteil an Weidehaltung beim Jungvieh und den Milchkühen zu erkennen.
In einem Workshop mit Vertretern der landwirtschaftlichen, tierärztlichen und züchterischen Praxis sowie der Beratung und des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurden die Ergebnisse der betriebs- und kuhbezogenen Daten diskutiert. Trotz mannig-faltiger Kombinationen in der Gestaltungsmöglichkeit der Umweltsituation bei Rindern im Bereich Haltung, Fütterung und Management, hatten alle unter-suchten Betriebe als Resultat langlebige, leistungsstarke Kühe vorzuweisen.
Die These stand im Raum, den Rückgang in der Nutzungsdauer bei Milchkühen im Zusammenhang mit den Folgeschäden einer Proteinüber-versorgung zu sehen. Die Diskussionsrunde einigte sich darauf, nach Möglichkeit das Thema „Zusammenhang Harnstoffgehalt in der Milch und Langlebigkeit der Kuh“ in naher Zukunft zu bearbeiten. (Prof. Dr. Wittmann)

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Abgangsursachen der Zuchtsauen - Steuerungselement zur Verbesserung des Herdenmanagements

Abschlussbericht

Betreuung:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Prof. Dr. Mechthild Freitag
Ansprechpartnerinnen:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Prof. Dr. Mechthild Freitag
Förderung:
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Mitarbeiterin:
Dipl.-Biol. Annelie Reißner
Projektzeitraum:
01.06.2007 - 31.05.2008

Der Abschlußbericht zum Forschungsprojekt „Abgangsursachen von Zuchtsauen – Steuerungselement zur Verbesserung des Herdenmanagements“ ist vom MUNLV akzeptiert worden und damit stehen die Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Unter fachlicher Leitung von Frau Prof. M. Wittmann und Frau Prof. M. Freitag wurden auf 46 nordrhein-westfälischen Schweine-Betrieben mit insgesamt ca. 10.000 Zuchtsauen die Abgangsgründe von fast 2.500 abgegangenen Sauen während eines Zeitraumes von durchschnittlich 8 Monaten erfaßt und ausgewertet.
Im Durchschnitt der Betriebe waren von den abgegangenen Sauen 92 % zur Schlachtung verkauft worden, 6 % der Sauen verendet, 2 % waren eingeschläfert worden. Jedoch wiesen die Betriebe im Extremfall bei den beiden letzten Punkten jeweils eine Spannweite von 0 bis 17 % auf.
Das Angebot, neben einem Hauptgrund noch weitere Abgangsgründe zu nennen, wurde bei über der Hälfte der Sauenabgänge genutzt. Am häufigsten mit 27 % wurde das „Alter“ als Hauptabgangsgrund genannt, gefolgt von „Fruchtbarkeit“ (25 %), „Leistung“ (16 %) und „Fundament“ (9 %). Sowohl die Kombination der Hauptgründe mit den Angaben zum 1. Nebengrund als auch die feinere Untergliederung der Hauptkomplexe in detailliertere Erfassungsmöglichkeiten bietet für den/die Betriebsleiter/in, Berater/in und Tierarzt/ärztin die Basis für genauere Analysen des Herdenmanagements.Die Umsetzung der auf dem Workshop formulierten Anforderungen zur Überarbeitung der Sauenplaner-Programme ist durch die Etablierung der Arbeitsgruppe „Systematisierung der Abgangsursachen bei der Zuchtsau“ begonnen worden und lässt eine baldige konkrete Nutzung der Erkenntnisse aus dem Projekt (Technologie-Transfer) erwarten (Prof. Dr. Wittmann, Prof. Dr. Freitag)

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Fruchtbarkeitsmanagement von Jungsauen: Biotechnologische Maßnahmen mit Einsatz von Regumate

Betreuung:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Prof. Dr. Heinrich Schulte-Sienbeck
Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Förderung:
Fa. JANSSEN Animal Health
Projektzeitraum:
2004-2005

Aus arbeitswirtschaftlichen Gründen sowie aufgrund der Nachfrage nach einheitlichen größeren Ferkelpartien wird in den Ferkelerzeugerbetrieben ein geregelter Mehrwochenrhythmus gefahren. Dadurch werden die Gruppen, in der die Sauen gleichzeitig Ferkeln größer, was wiederum bei der Eingliederung von Jungsauen eine synchrone und dem Rhythmus der Altsauen angepasste Erstbelegung erfordert.
Auf einem Ferkelerzeugerbetrieb der Region Westfalen-Lippe mit ca. 400 Zuchtsauen werden alle 8 Wochen 36 Jungsauen bezogen. Die Eingliederung erfolgt alle 2 Wochen als 9er-Gruppe. Neben der Datenerfassung zur Gewichtsermittlung und der Futteraufnahme werden vor allem die Rückenspeckdicke, das Rauscheverhalten und mittels der Ovardiagnostik das Ovulationsgeschehen erfasst. Die Jungsauensynchronisation erfolgt durch eine Regumate-Gabe, die bei der Hälfte der Jungsauen mit einer anschließenden PMSG-Gabe kombiniert wird. Die Aufzuchtleistung der Jungsauen wird mit den Betriebsergebnissen des gleichen Zeitraumes im Vorjahr verglichen sowie mit den Aufzuchtergebnissen gleichartiger Ferkelerzeugerbetrieben der Region, die allerdings ohne eine zusätzliche Hormonverabreichung arbeiten.

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Einsatz von Immunglobulinen in einer Kolostralersatztränke zur Paratuberkulose-Sanierung eines Milchviehbetriebes

Betreuung:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Prof. Dr. Heinrich Schulte-Sienbeck
Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Margit Wittmann
Förderung:
Fa. Phytobiotics, Fa. Höveler-Blattin
Projektzeitraum:
2004

Zur Aufwertung von Kolostralmilch werden in der Praxis Immunglobulin-Präparate bereits eingesetzt. Im Falle einer Sanierung von Paratuberkulose darf das Kalb zur Unterbrechung der Infektionskette keine Kolostralmilch einer Para-TB-positiven Kuhmutter erhalten. Betriebe, die am Anfang der Sanierung der Para-TB stehen, haben oft einen Mangel an verfügbarer Colostralmilch von negativen Kühen und der entsprechenden Qualität (Immuglobulingehalt). Aufgrund der enormen Bedeutung der Kolostralmilchaufnahme zur Stärkung des Immunsystems des Kalbes kann nur auf Kolostralmilch gesunder Kühe zurückgegriffen werden bzw. auf mit Immunglobulin-angereicherten Ersatztränken. Auf einem Milchviehbetrieb mit ca. 200 Kühen werden im Versuchszeitraum alle weiblichen Kälber direkt nach der Geburt von der Kuhmutter getrennt und mit einem Kolostralmilchersatz getränkt. Die Versorgung mit Immunglobulinen erfolgt hierbei in zwei auf das Körpergewicht abgestimmten Dosierungen. 48 h nach der Ersttränke wird der Gehalt der Immunglobuline im Blut des Kalbes gemessen. Darüber hinaus werden die Gewichtsentwicklung des Kalbes und sein Gesundheitszustand erfasst. Die Daten werden innerbetrieblich mit den Aufzuchtergebnissen des gleichen Zeitraumes des vorausgehenden Jahres verglichen.

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Interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt 'Körnerleguminosen'

Leitung:
Prof. Dr. B. C. Schäfer (Pflanzliche Produktion)

Koordination:
Dr. F.-F. Gröblinghoff

Beteiligte:
Prof.in Dr. M. Wittmann (Tierische Produktion)
Prof. Dr. Jürgen Braun (BWL)
Prof. Dr. N. Lütke Entrup (Pflanzliche Produktion)

Projektzeitraum:
2004 ff

Die Entwicklung von Problemlösungen sowohl für den Bereich der Produktion und Verwertung von Körnerleguminosen als auch für ökologische Fragestellungen im Boden- und Gewässerschutz steht im Vordergrund.
Folgende Problembereiche werden bearbeitet:
1. Produktion und Verwertung

  • Verbesserung der Ertragssicherheit von Körnerleguminosen unter besonderer Berücksichtigung der Winterformen
  • Ermittlung des Futterwertes neuer tannin- und vicinarmer Körnerleguminosensorten im Vergleich zu herkömmlichen Sorten
  • Entwicklung eines sicheren Schnellverfahrens zur Testung des Futterwertes

2. Umweltaspekte der Produktion von Körnerleguminosen

  • Überprüfung von Erosionsschutzmaßnahmen durch Begrünung mit Körnerleguminosen im Hinblick auf die Nitratauswaschung in Grund- und Oberflächenwasser
  • Gewäserschonender Anbau in Wasserschutzgebieten.

3. Betriebswirtschaftliche Beurteilung.

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