Prof. Dr. agr. Martin Ziron

Forschung

Schweinehaltung und Verbraucher: Multimethodische Bewertung von Schweinehaltungsverfahren durch Verbraucher anhand von Videos aus realen Schweineställen

Bericht als pdf

Betreuer:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Prof. Dr. Martin Ziron
Mitarbeiter:
Dr. agr. Univ. Gudrun Plesch
Dipl.-Ing. (FH) Christiane Wildraut
Förderung:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
01.09.2013 - 31.12.2014

Das gemeinschaftliche Projekt der Fachhochschule Südwestfalen und der Universität Bonn im Rahmen des Forschungsnetzwerkes NRW Agrar zielte darauf ab, Verbrauchern Einblick in reale, aktuelle Schweinehaltungsverfahren zu bieten und diese Verfahren bewerten zu lassen. Um die Verbraucherakzeptanz unterschiedlicher Haltungsverfahren zu untersuchen sowie verbraucherseitige Bewertungskriterien abzuleiten, wurden Videofilme von Schweineställen produziert, die einen Überblick über den aktuellen Stand der Haltungsverfahren von Mastschweinen geben. Diese Videofilme wurden in Gruppendiskussionen eingespielt und als Stimulus für die Diskussionen genutzt. Damit wurden methodische Grundlagen und Ansätze entwickelt und erprobt, auf die in zukünftigen Forschungsprojekten zurückgegriffen werden kann. Ferner konnte durch dieses Projekt die Vernetzung innerhalb der nordrhein-westfälischen Agrarforschung gestärkt werden und somit ein Beitrag in Bezug auf übergeordnete Forschungsprogramme mit dem Fokus auf die Nutztierhaltung geleistet werden.

Feldstudie zur Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit der Jungebermast

Projektkoordination
Dr. Jens Ingwersen, Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion
Wissenschaftliche Projektleitung
Prof'in. Dr. Mechthild Freitag
Prof. Dr. Martin Ziron
Verbundpartner
B&C Tönnies Fleischwerk GmbH & Co. KG
Agravis Mischfutter Westfalen GmbH
Erzeugerring Westfalen
Projektzeitraum
2010-2011

Da die Jungebermast bislang in Deutschland zur Anwendung gelangt, gibt es keine allgemein-gültigen Erfahrungen und Empfehlungen zur Fütterung und Haltung von Jungebern in der Mast. Der bisherige Wissensstand betrifft im Wesentlichen die Fütterung von kastrierten und weiblichen Mastschweinen in gemeinsamer Mast. Studien zur Jungebermast aus dem Ausland können wegen der spezifischen deutschen Marktbedingungen (Fleischbetonung bei hohem Schlachtgewicht) nicht oder nur sehr begrenzt genutzt werden. Aus ersten Erfahrungsberich-ten einzelner Mäster und aus der stationären Leistungsprüfung gibt es Hinweise auf eine vergleichsweise bessere Futterverwertung (geringerer Futterbedarf), verbunden mit einer höheren täglichen Zunahme im Vergleich zu weiblichen Tieren (hoher Zuwachs). Gleichzeitig gibt es allerdings auch Hinweise auf besondere Anforderungen an die Futterqualität (Energie-versorgung, Mineralstoffe, Aminosäuren usw.).
Abgesehen von Aspekten der Wirtschaftlichkeit und des Fütterungseinflusses auf die biologische Mastleistung in verschiedenen Mastabschnitten sowie auf die Schlachtkörper-qualität soll u. a. Hinweisen auf geändertes Verhalten von Ebern (Aktivitätsdrang männlicher Tiere) nachgegangen werden. Auch zu dieser Thematik gibt es bislang keine repräsentativen Erhebungen, aus denen konkrete Empfehlungen für die Schweinemast abgeleitet werden könnten.

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Wirtschaftliche Bewertung von Maßnahmen zur Verminderung der Emissionen aus der Tierhaltung in Nordrhein-Westfalen

Der Abschlussbericht, veröffentlicht als Forschungsbericht Nr. 29 des Fachbereichs Agrarwirtschaft Soest, kann angefordert werden im Sekretariat des Fachbereichs Agrarwirtschaft >

Projektleitung:

Prof. Dr. Jürgen Braun
Prof. Dr. Martin Ziron
Auftraggeber:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV)
Projektlaufzeit:
01.07.2011 - 31.07.2012
Projektmitarbeiterin:
M.sc.agr. Teresa Gockeln

Projektziel:
Zusammenfassung des Berichts (232 KB pdf)

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Klauenprobleme bei Zuchtsauen

Projektleitung
Prof. Dr. Martin Ziron
Projektbearbeitung:

Förderung durch:
MUNELV
Projektzeitraum:
2009 - 2010

Herunterladen: Leitfaden Klauengesundheit (pdf, 1 MB)

Zusammenfassung:
Klauenverletzungen bei Zuchtsauen stellen aktuell für viele Ferkelerzeuger nicht nur in Nordrhein-Westfalen ein beträchtliches Problem dar. Sie haben verschiedene Ursachen und bergen wirtschaftliche weitere gesundheitliche Risiken. Die Lahmheit von Sauen hat einen hohen Einfluss auf die Höhe der Remontierung. In Anbetracht der hohen Bedeutung von Klauenverletzungen, liegen zurzeit noch sehr wenig praxisrelevante Untersuchungen vor.
Zielsetzung dieses Projektes war es, anhand der Erfassung des Status Quo zur Klauenproblematik auf Praxisbetrieben in NRW mögliche Zusammenhänge der Aufstallung (Bodengestaltung bzw. qualitativer Zustand) und dem Auftreten von Klauenproblemen herzuleiten.
Die Erhebung zeigte, besonders häufig schwere Klauenverletzungen am Ballen und am Wandhorn. Aber auch die Afterklauen sind betroffen. Schwere Ballen- und Wandhornverletzungen treten öfter in der Gruppenhaltung auf. Extreme Anomalien sind in der Gruppenhaltung doppelt so häufig zu finden wie in der Einzelhaltung. Bereits ein Drittel der Jungsauen weisen schwere Veränderungen am Ballenhorn auf.

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