Ertragsrelevanz diverser Krankheiten in Körnerfuttererbsen – Diagnostik, Epidemiologie, Optimierung des Fungizideinsatzes und Untersuchung von Wirkstoffen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit in Bezug auf spezifische Krankheiten

Betreuer:
Prof. Dr. B.C. Schäfer
Dipl.-Ing. (FH) G. Stemann
Kooperation:
Fachhochschule Weihenstephan, FB Land- und Ernährungswirtschaft
Landesanstalt für Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt, Zentrum für Acker- und Pflanzenbau
Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft Universität Göttingen,
Institut für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz
Biologische Bundesanstalt Braunschweig
Förderung:
UFOP, BASF AG
Laufzeit:
2005-2007
Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. agr. O. Pflughöft

Die Fachhochschule Südwestfalen beschäftigt sich im Rahmen des Forschungsprojektes mit Fragen zum Pflanzenschutz im Körnerfuttererbsenanbau. Ein übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, die Anbausicherheit dieser Kultur durch gezielten Pflanzenschutz zu verbessern. Zu diesem Zweck werden überregional auf vier unterschiedlichen Standorten identische Fungizidversuche angelegt, um die Ertragsrelevanz diverser Krankheiten ermitteln zu können. Des Weiteren wird für die Erfassung der Pathogene ein dreijähriges deutschlandweites Monitoring durchgeführt. Die in diesem Projekt gewonnen Erkenntnisse sollen einerseits der landwirtschaftlichen Praxis zugänglich gemacht werden und andererseits dazu beitragen, die Zulassungssituation im Bereich der Fungizide zu verbessern.

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Interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt 'Körnerleguminosen'

Leitung:
Prof. Dr. B. C. Schäfer (Pflanzliche Produktion)

Koordination:
Dr. F.-F. Gröblinghoff

Beteiligte:
Prof.in Dr. M. Wittmann (Tierische Produktion)
Prof. Dr. Jürgen Braun (BWL)
Prof. Dr. N. Lütke Entrup (Pflanzliche Produktion)

Projektzeitraum:
2004 ff

Die Entwicklung von Problemlösungen sowohl für den Bereich der Produktion und Verwertung von Körnerleguminosen als auch für ökologische Fragestellungen im Boden- und Gewässerschutz steht im Vordergrund.
Folgende Problembereiche werden bearbeitet:
1. Produktion und Verwertung

  • Verbesserung der Ertragssicherheit von Körnerleguminosen unter besonderer Berücksichtigung der Winterformen
  • Ermittlung des Futterwertes neuer tannin- und vicinarmer Körnerleguminosensorten im Vergleich zu herkömmlichen Sorten
  • Entwicklung eines sicheren Schnellverfahrens zur Testung des Futterwertes

2. Umweltaspekte der Produktion von Körnerleguminosen

  • Überprüfung von Erosionsschutzmaßnahmen durch Begrünung mit Körnerleguminosen im Hinblick auf die Nitratauswaschung in Grund- und Oberflächenwasser
  • Gewäserschonender Anbau in Wasserschutzgebieten.

3. Betriebswirtschaftliche Beurteilung.

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GL-Pro – Förderung des Anbaus von Körnerleguminosen in der EU

(European extension network for the development of grain legumes produktion in the EU)

Betreuer:
Prof. Dr. B.C. Schäfer

Förderung:
EU

Kooperation:
14 Partner aus sechs Staaten (Belgien, Dänemark, Frankreich, Schweiz, Spanien, Deutschland)

Projektzeitraum:
2003-2005

Körnerleguminosen spielen europaweit im Anbau nach wie vor eine untergeordnete Rolle, obwohl der Selbstversorgungsgrad bei Futtereiweiß nur rund 25 % des Bedarfs abdeckt. Bei der Gestaltung von Fruchtfolgen zeigen Leguminosen viele Vorteile, ins besondere bei der Etablierung von konservierenden Bodenbearbeitungssystemen. Der dennoch geringe Anbauumfang begründet sich vor allem in der vergleichsweise hohen Ertragsunsicherheit und Problemen bei der Vermarktung.

In dem Projekt wird das für die landwirtschaftliche Praxis relevante Know-how aus Züchtung, Produktionstechnik, Fütterung, Ökonomie und Ökologie zusammengetragen, in Feldversuchen weiter vertieft und auf europäischer Ebene vergleichbar dargestellt.

Die Vermittlung der Ergebnisse an Berater, Landwirte, Handel und Verarbeiter soll Impulse zur Ausweitung des Anbaus und der Verwertung der heimischen Eiweißträger in der Fütterung geben.

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