Abgeschlossene Projekte

Pflanzliche Erzeugung

Übersicht

Grünlandbewirtschaftung und Landschaftspflege durch das Vollweidesystem mit Milchkühen

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup, Prof. Dr. M. Wittmann
Förderung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Kooperation:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Projektzeitraum:
2007-2010
Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) W. Ising

Überzeugende positive Erfahrungen mit dem Vollweidesystem, auch Low-Cost-System genannt, liegen in Neuseeland, Irland, Holland, Schweiz und Österreich vor. Diese besonders nachhaltige Form der Grünlandnutzung wird durch On - Farm - Research zunächst in ausgewählten Milchviehbetrieben in typischen Grünlandregionen (Mittelgebirge) initiiert und kann schließlich in weitere Regionen Deutschlands übertragen werden. Auf der Grundlage des Wissenszuwachses durch Praxiserfahrungen kann Milchviehbetrieben eine alternative Strategie für eine ökonomisch tragfähige und nachhaltige Grünlandnutzung angeboten werden. Dies wird zur Einkommenssicherung und zum Erhalt dieser Betriebe in typischen Grünlandregionen beitragen und gleichzeitig der Erhaltung der Kulturlandschaft dienen. Im Rahmen des Projektes werden praxisnahe Empfehlungen zur Neuausrichtung der Grünlandnutzung durch das Vollweidesystem erarbeitet, Forschungsergebnisse in die Praxis übertragen und ökonomische Auswirkungen der Low-Cost-Strategie quantifiziert. Die Einbindung der landwirtschaftlichen Praxis mit fünf Vollweidebetrieben und zwei Vergleichsbetrieben in das Projekt hat eine Schlüsselfunktion zur Erreichung der Projektziele.

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Bewertung nachwachsender Rohstoffe zur Biogaserzeugung für die Pflanzenzüchtung

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Förderung:
Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe und Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Kooperation:
FH-SWF, Fachbereich Agrarwirtschaft , Soest Deutschem Maiskomitee e.V. (DMK)
Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL)
VDLUFA Qualitätssicherung NIRS GmbH
Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI)
Projektzeitraum:
Dez. 2006 – Dez. 2009
Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) S. Hötte
LTA C. Struck

Der Anbau von Pflanzen zur Biomasse- bzw. Biogaserzeugung und deren Bedarf an Fläche hat sich rasant entwickelt. Die weitere Ausweitung der energetischen Nutzung von Biomasse erfordert daher eine in hohem Maß flächenoptimierte Substraterzeugung, die den ökologischen und ökonomischen Anforderungen an eine nachhaltige Landwirtschaft angepasst ist.
Potenziale sind vor allem in der Pflanzenzüchtung und in der Bereitstellung besonders geeigneter Sorten von Energiepflanzen zu sehen. Die Pflanzenzüchtung hat mit Ausnahme der Kulturen Silomais, Futterpflanzen und -leguminosen die Biomasse im Rahmen ihrer Ertragszüchtung nicht als primäres Zuchtziel verfolgt.
Da die alleinige Prüfung des Biomasseertrages nur einen ersten Schritt zu optimierten Pflanzensorten darstellen kann, ist es von großer Bedeutung, weitere Merkmale, die eng mit der Verbesserung des Biogasertrages korrelieren, zu finden. Die Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) bietet sich an, um mit hoher Verlässlichkeit nutzbare Merkmale selektieren zu können.

Ziele des Verbundvorhabens:

  • Entwicklung eines Bewertungssystems von Pflanzenmaterial für die Einführung einer innovativen und kostengünstigen Biogaserzeugung Schnellmethode in den Routinebetrieb
  • Durchgängiges Qualitätsmanagement zur Schätzung des Biogaspotenzials
  • Die Fortschreibung der KTBL-Veröffentlichung „Gaserträge“
  • Entwicklung eines frei zugänglichen Netzwerkes für die Pflanzenzüchtung und weitere Nutzer

Im Verbundvorhaben „Bewertung nachwachsender Rohstoffe zur Biogaserzeugung für die Pflanzenzüchtung“ wird in Soest das Teilprojekt 2 „Materialbereitstellung und Anbauversuche einschließlich einer ökonomischen Bewertung“ bearbeitet. Hier wird das von den anderen Teilprojekten benötigte Probenmaterial im Feldanbau hergestellt. Dies umfasst die genetische Varianz im Sortenspektrum der Pflanzenarten und die Differenzierung des Materials hinsichtlich des Pflanzenalters (Erntetermine).
Zusätzlich bieten die Anbauversuche die Möglichkeit, alternative Fruchtfolgen zur Biogasproduktion zu prüfen. Dabei werden die ökonomischen Auswirkungen und die Umsetzbarkeit im Praxisbetrieb sowie die Umweltwirkungen bewertet.
Die Anbaufolgen werden im Versuchsgut in Form von Großparzellen dargestellt. Als Vergleich dient eine Mais- Monokultur und eine Grünroggen- Maisanbau, daneben wird eine für die Biomasseproduktion für Biogasanlagen ausgerichtete vielseitige fünffeldrige Fruchtfolge angebaut (siehe Tabelle). Die Bodenbearbeitung erfolgt dabei ausschließlich in Mulch- und/ oder Direktsaat.

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Umweltverträgliche Gestaltung von Bodennutzungssystemen im Feldgemüse- und Kartoffelanbau

Betreuer:
Prof. Dr. B. C. Schäfer
Förderung:
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Kooperation:
FH-SWF, Agrarwirtschaft Soest
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
IGLO GmbH, Reken
Projektzeitraum:
Sep. 2006 - Dez. 2008
Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) Monika Kuper
Dipl.-Ing. (FH) Mathias Drunkemühle
LTA Sylvia Vier

Praxisübliche Bewirtschaftungssysteme mit Feldgemüse und Kartoffeln können im Widerspruch zu Zielen des Boden- und Gewässerschutzes stehen. Die im Vergleich zu anderen Ackerkulturen oft relativ kurzen Vegetationszeiten vieler Feldgemüsearten führen vor der Bestellung und nach der Ernte zu langen Phasen ohne schützende Bodenbedeckung. Hieraus resultiert eine erhöhte Gefahr für Erosion und Verschlämmung von Flächen in derartigen Bewirtschaftungssystemen. Über den Pfad der Bodenerosion und des Oberflächenabflusses können verstärkt Pflanzenschutzmittel und Nährstoffe in Oberflächengewässer gelangen. Verschärft wird dieses Problem durch die produktionsbedingten weiten Reihenabstände und die sehr hohe Bodenbearbeitungs-intensität zur Saat bzw. Pflanzung (z.B. Fräsen zur Beetvorbereitung) und während der Vegetation (mechanische Unkrautbekämpfung). Dies führt zu einer Destabilisierung des Bodengefüges. Darüber hinaus findet insbesondere in Gemüse betonten Fruchtfolgen kein nennenswerter Aufbau von Dauerhumus statt, der zur Bildung eines stabilen, tragfähigen Bodengefüges essenziell ist.

Die Vermarktung von Feldgemüse und Kartoffeln ist durch die strikten Qualitätsvorgaben des Handels und der weiterverarbeitenden Industrie stark reglementiert. Daraus ergeben sich u. a. sehr begrenzte Erntezeiträume, die das Befahren von Anbauflächen auch unter ungünstigen Witterungsbedingungen zur Folge haben können. Gerade beim Einsatz moderner Erntetechniken mit hohen Achslasten gehen damit häufig Bodenschadverdichtungen einher.

Die praxisübliche Produktionstechnik im Feldgemüseanbau und im Kartoffelanbau steht damit den im Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) verankerten Zielen oftmals diametral entgegen. Die Integration geeigneter Zwischenfrüchte oder das Belassen von Ernterückständen zur Ausbildung einer schützenden Mulchdecke können dazu beitragen, den Bodenabtrag durch Erosion und Bodenschadverdichtungen zu vermindern. Darüber hinaus haben Zwischenfrüchte den Effekt überschüssige Nitratmengen, die im Feldgemüsebau ein wichtiges umweltrelevantes Problem darstellen, biologisch zu fixieren. Kenntnisse, welche Zwischenfrüchte geeignet sind und welche Auswirkung auf den Anbau und die Produktionstechnik von Feldgemüse auftreten, sind bislang unzureichend. Bodennutzungssysteme sind daher entsprechend anzupassen und auf Effizienz zu prüfen.

Die höhere Tragfähigkeit der Böden nach konservierender Bodenbearbeitung infolge der besseren Dränung und des Lebendverbaues wird z. B. in Zuckerrübenfruchtfolgen seit langem genutzt. Auch für Bewirtschaftungssysteme mit Feldgemüse könnten sich hier interessante Ansatzpunkte ergeben, die in dem Forschungsvorhaben erarbeitet werden.

Mit dem pfluglosen Kartoffelanbau findet bereits seit einigen Jahren sowohl in der Anbauforschung als auch in der praktischen Umsetzung eine Auseinandersetzung statt. Im Vergleich zum Feldgemüseanbau sind pfluglose Verfahren daher deutlich weiter entwickelt, so dass Erfahrungen und Ergebnisse verschiedener Versuchsansteller im Rahmen des Vorhabens aufgegriffen werden können. Durch pfluglose Anbauverfahren, kann neben den positiven Umwelteffekten auch die ökonomische Effizienz des Kartoffelanbaus verbessert werden. Jedoch fehlt aufgrund großer Vorbehalte bislang eine Umsetzung in die breite Praxis.

Ziele des Projektes:

  • Schaffen eines stärkeren Bewusstseins für Boden- und gewässerrelevante Problembereiche im Feldgemüse- und Kartoffelanbau in der Praxis
  • Möglichkeiten und Effekte des Boden- und Gewässerschutzes im Feldgemüse und Kartoffelanbau sollen demonstriert werden
  • Optimierung der Bodenbearbeitung im Mulchsaatverfahren vor und nach dem Anbau von Feldgemüse bzw. Kartoffeln
  • Bewertung der Verfahren hinsichtlich des Ressourcenschutzes (v.a. Boden- und Gewässerschutz), der Wirtschaftlichkeit sowie der Anbaurisiken
  • Verbesserung der Akzeptanz für innovative und umweltverträgliche Bodennutzungssysteme im Feldgemüse- und Kartoffelbau
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Entwicklung von Anbaufolgen zur Erzeugung von Biomasse für die Biogaserzeugung

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Förderung:
MUNLV
Kooperation:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Haus Düsse, Haus Riswick, ZNR,
Universität Bonn, Institut für Pflanzenernährung
Fachhochschule Köln, Biol. Energie- und Stofftechnik
Projektzeitraum:
2004-2007
Mitarbeiterin:
LTA C. Struck

Die Biogastechnologie ist neben der Festbrennstofftechnik und der biogenen Treibstoffnutzung eine wichtige Technologie zur Nutzung der Energie in pflanzlicher Biomasse. Biogas lässt sich aus biogenen Materialien mit Ausnahme von Holz produzieren. Bei der Methangärung lassen sich fast alle organischen Reststoffe energetisch verwerten, ohne vorher aufwendig getrocknet werden zu müssen. Dadurch ergeben sich für landwirtschaftliche Betriebe Möglichkeiten, anfallende aber bisher ungenutzte Biomasse zu nutzen; dies können Aufwüchse von Grünlandbrachen bzw. Stillegungsflächen sein oder eigens angebaute Haupt- und Zwischenfrüchte.
Im Projekt sollen verschiedene heimische Gräser und Leguminosen unter unterschiedlicher Schnittnutzung hinsichtlich der Ertragsleistung und der Biogasausbeute im Vergleich zu Silomais untersucht werden.

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Kriterien zur Dokumentation von Cross-Compliance-Verpflichtungen landwirtschaftlicher Betriebe und weiterer Anforderungen zur Entwicklung einzelbetrieblicher Managementsysteme

(nach EG-VO 1782/2003 und GAK-Rahmenplan 2004-2007) (nach EG-VO 1782/2003 und GAK-Rahmenplan 2004-2007)

Abschlussbericht

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Förderung:
MUNLV / EU
Kooperation:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen,
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft
VDLUFA
Projektzeitraum:
2004-2005
Mitarbeiterin:
Dipl.-Ing. agr. J. Beck
LTA C. Struck

Mit der EG-Verordnung 1782/2003 für die Änderung der Gemeinsamen Agrarpolitik wird die Kontrolle der Einhaltung von Grundanforderungen in der Betriebsführung und der Erhalt eines guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustandes (Cross Compliance) eingeführt. Darüber hinaus gehend müssen die Mitgliedsstaaten einzelbetriebliche Managementsysteme zur Unterstützung der Betriebsleiter bei der Erkennung von Schwachstellen im Produktionsablauf im Hinblick auf Umwelt, Verbraucher- und Tierschutz auf freiwilliger Basis einführen. Die Schwachstellen sollen mit Hilfe der Beratung behoben werden. Dazu wurde in der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) eine Rahmenrichtlinie erlassen.

Die meisten landwirtschaftlichen Betriebe sind derzeit nicht in der Lage, ihre Wirtschaftsweise und die 'gute fachliche Praxis' im Rahmen einer Erfolgskontrolle mit Hilfe ausgewählter und nachgefragter Indikatoren mit Maß und Zahl zu bewerten und nachvollziehbar darzustellen.

Derzeit wird an der Entwicklung eines Betriebsberatungssystems aus 10 Indikatoren und 8 Dokumentationen nach GAK gearbeitet. Der Prototyp des Betriebsberatungssystems wurde in 100 Betrieben in Nordrhein-Westfalen getestet, um praktikable Verfahrensweisen für die Praxiseinführung zu entwickeln.

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Integrierte Grünlandbewirtschaftung in nordrhein-westfälischen Leitbetrieben

(s. a. MSWF-Forschungsschwerpunkt : Bodenökologie, Bodenbearbeitung, Bodenschutz)

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Förderung:
MUNLV + EU
Kooperation:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Projektzeitraum:
2000-2006
Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) W. Ising
Dipl.-Ing. H. Kivelitz

In vier Grünlandbetrieben werden Strategien und Verfahren für eine umweltverträgliche, standortangepasste und ökonomisch effiziente Grünlandbewirtschaftung entwickelt und mit wissenschaftlicher Begleitung umgesetzt. Pflanzensoziologische Untersuchungen, Umweltparameter und Nährstoffbilanzen sowie ökonomische Kennziffern sind Bausteine von Analysen der Bewirtschaftungssysteme. Über die Öffentlichkeitsarbeit mit den Betrieben soll die Akzeptanz für integrierte Konzepte der Grünlandbewirtschaftung gefördert werden.

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Analyse von Umwelt- und Effizienzindikatoren nordrhein-westfälischer landwirtschaftlicher Betriebe mit dem Verfahren 'Kriterien umweltverträglicher Landbewirtschaftung'

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Kooperation:
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Jena.
Förderung:
MUNLV
Projektzeitraum:
1999 - 2001
Mitarbeiter:
Dipl. Umweltwiss. H.-H. Feige

Die meisten landwirtschaftlichen Betriebe sind derzeit nicht in der Lage, ihre Wirtschaftsweise und die 'gute fachliche Praxis' im Rahmen einer Erfolgskontrolle mit Hilfe ausgewählter und nachgefragter Indikatoren mit Maß und Zahl zu bewerten und nachvollziehbar darzustellen. Mit den „Kriterien umweltverträglicher Landbewirtschaftung“ (KUL) liegt ein praktisch erprobtes und wissenschaftlich konsensfähiges Verfahren zur Beurteilung landwirtschaftlicher Betriebe vor. Bewertet werden die bewirtschaftungsbedingten Einwirkungen auf Boden, Wasser, Luft, Biodiversität und Landschaft, die sich über geeignete Kriterien objektiv messen lassen und einen sicheren und nachprüfbaren Maßstab für Umweltverträglichkeit darstellen. Das erlaubt einerseits eine betriebliche Schwachstellenanalyse und bietet anderer-seits eine ökologische Erfolgskontrolle, die in der Lage ist, die Auswirkungen betrieblicher Maßnahmen zuverlässig abzubilden, aber auch Zielkonflikte zu erkennen und Handlungsbedarf zu formulieren.
Die Praktikabilität der Anwendung wurde an 20 viehhaltenden Betrieben untersucht.

Der Abschlussbericht liegt vor. Forschungsberichte des Fachbereichs Agrarwirtschaft Nr. 14

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Energie- und CO2-Bilanzen

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Förderung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Projektzeitraum:
1998-2000
Mitarbeiterin:
Dipl. Ing agr. B. Teichgräber

Energie- und CO2-Bilanzen dienen zur Beurteilung der Effizienz der eingesetzten Energie und der klimarelevanten Effekte landwirtschaftlicher Produktionsverfahren.
Die im Projekt ‚Leitbetriebe Integrierter Landbau‘ erhobenen Daten bilden die Grundlage für die Erstel-lung von Energie- und CO2-Bilanzen der Betriebe in ihrer Gesamtkeit und in ihren einzelnen Systemebenen. Durch die Vorgehensweise der Analyse einzelner Betriebsebenen lassen sich betriebliche Schwachstellen in der Energieeffizienz erkennen und Ansatzpunkte für Systemverbesserungen aufzei-gen. Darüberhinaus lassen sich aus den Daten Indikatoren für den effizienten Energieeinsatz bzw. -Energiegewinn entwickeln. Dies ist durch die Vielfältigkeit der zur Verfügung stehenden Betriebstypen möglich. Ziel ist es einen Bilanzierungsansatz zu entwickeln, der praxisorientiert, nachvollziehbar und leicht auf unterschiedliche Betriebstypen anwendbar ist.

Der Abschlussbericht liegt vor.

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Pneumat – Unkrautbekämpfung mit Druckluft

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Kooperation:
Dipl. Ing. L. Lütkemeier
Förderung:
MURL
Projektzeitraum:
1997 - 1999
Mitarbeiter:
Dipl. Ing. A. Dörendahl, Dipl. Ing. G. Stemann

In Reihenkulturen können Unkräuter zwischen den Reihen wirkungsvoll durch mechanische Hackgeräte kontrolliert werden. Innerhalb der Reihe erfolgt die Kontrolle durch Handarbeit oder selektive Herbizide. Letzteres ist im Bioanbau nicht möglich. Ein von Dipl. Ing L. Lütkemeier neu entwickeltes Gerät macht sich die unterschiedlich starke Verwurzelung von Kulturpflanzen und Unkräutern zunutze. Durch seitlich eingebrachte Druckluft werden die noch jungen Unkräuter aus dem Boden herausgeblasen und vertrocknen an der Oberfläche. Dagegen bleiben gepflanzte oder tief gesäte, starke Kulturpflanzen (z. B. Kohl, Bohnen, Mais) stehen. Der Prototyp wird im praktischen Einsatz weiterentwickelt.

Der Abschlussbericht liegt vor.

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Umweltschonende Klärschlamm-Verwertung in der Landwirtschaft

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Prof. Dr. J. Oehmichen
Förderung:
MURL
Projektzeitraum:
1995 - 1998
Mitarbeiterin:
Dipl. Ing. agr. O. Onnen (Promotion 2001)

In den Kläranlagen erfolgt die Fällung des Phosphates mit Hilfe verschiedener Chemikalien. Je nach gewähltem Verfahren liegt das Phosphat in unterschiedlicher Löslichkeit vor. Dadurch kann die Phos-phatverfügbarkeit auf den Ackerflächen durch die Klärschlammdüngung verändert sein. Mit Hilfe zweier 3jähriger Gefäßversuche wird die Phosphataufnahme von insgesamt 5 Pflanzenarten gemessen, gleichzeitig wurden die P-Fraktionen im Boden und ihre Veränderungen im Zeitablauf gemessen.

Der Abschlussbericht liegt vor. Forschungsberichte des Fachbereichs Agrarwirtschaft Nr. 13

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Untersaaten in Getreide

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Förderung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Projektzeitraum:
1994 - 1997
Mitarbeiter:
Dipl. Ing. agr. N. Brodowski (Promotion 2001),
Dipl. Ing. A. Dörendahl

Untersaaten in Getreide misslingen zu einem hohen Anteil. Als Ursachen wurden der Deckfruchtbestand als Wirkungsfunktion des Wuchsverhaltens der Sorte und der Düngeintensität aber auch der Einfluss von Herbizideinsatz und Standort untersucht und daraus resultierend Anbauempfehlungen entwickelt.

Forschungsberichte des Fachbereichs Agrarwirtschaft Nr. 12

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Umweltverträglicher Anbau von Körnerleguminosen

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Förderung:
BMELF
Projektzeitraum:
1993 - 1997
Mitarbeiter:
Dipl. Ing. agr. Ch. Schlautmann

Durch Gras-Untersaaten wird der auswaschungsgefährdete Nitratstickstoff nach Ackerbohnen biologisch gebunden und steht den nachfolgenden Kulturen zur Verfügung. Zur optimalen Nutzung des gebundenen Stickstoffs werden verschiedene Fruchtfolgevarianten mit Mais und Winterweizen erprobt. Dabei zeigt sich, dass die Freisetzung der Nährstoffe erst im 2. Jahr verstärkt abläuft und ertragswirksam wird.

Kurzfassung des Abschlussberichtes

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Stickstoffmineralisation des Bodens und Stickstoffbedarf im Maisanbau unter Berücksichtigung zeitabhängiger N-Sollwerte und verschiedener Standorte

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Förderung:
MURL
Projektzeitraum:
1992 - 1996
Mitarbeiter:
Dipl. Ing. agr. H. Wieker (Promotion 2000)

In diesem Projekt wurde ein neues umweltschonendes und standortgerechtes System der Stickstoffdüngung zu Mais auf der Basis der Nmin Untersuchung im Mai entwickelt. Leicht modifiziert wird es weit verbreitet in der Praxis angewendet.

Kurzfassung des Abschlussberichtes.
Langfassung: Forschungsberichte des Fachbereichs Agrarwirtschaft Nr. 9

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Leitbetriebe Integrierter Landbau in NRW

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup
Förderung:
MURL
Projektzeitraum:
1991 - 2000
Mitarbeiterin:
Dipl. Ing. agr. P. Zerhusen-Blecher

Dieses Projekt dient der Umsetzung des integrierten Landbaus in die Praxis von 10 Leitbetrieben in NRW mit Hilfe einer umfassenden, intensiven Beratung in Kooperation mit den Landwirtschaftskammern. Daneben ist Schwerpunkt der Forschung die Erstellung von Nährstoffbilanzen auf Betriebs-, Stall- und Flächenbasis zur Erkennung von Schwachstellen und anschließend Optimierung der Düngung zur Vermeidung von Nährstoffüberschüssen sowie die stärkere Integration von Strukturelementen in die Agrarökosysteme zur Verbesserung der Artenvielfalt.

Der Abschlussbericht liegt vor.

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Systemvergleiche zwischen dem konventionellen und dem integrierten Pflanzenbau unter ökonomisch-ökologischen Aspekten und praxisnahen Bedingungen (1989- 1995) Langzeitwirkungen integrierter Pflanzenbausysteme bei praxisgrechter Bewirtschaftung, ökologischer und ökonomischer Bewertung (1996-1999)

Betreuer:
Prof. Dr. N. Lütke Entrup, Prof. Dr. R. Schüttert
Förderung:
MURL
Projektzeitraum:
1989 - 1999
Mitarbeiter:
Dipl. Ing. H. Börger (bis 1996),
Dipl. Ing. W. Niggeschulze (bis 1999),
Dipl. Ing. C. Schulte Henne (ab 1996)
Dipl. Ing. H. Kivelitz 1999,
Dr. F.-F. Gröblinghoff

In Kooperation mit dem Landwirt Otto Niggeschulze in Bad Sassendorf-Heppen wurde der Modellbetrieb ‘Integrierter Pflanzenbau’ eingerichtet. In insgesamt sieben Systemen in vier Fruchtfolgen werden der konventionelle und der integrierte Pflanzenbau verglichen. Ziel der Untersuchungen sind sowohl der ökonomische Ertrag des Betriebes als auch der Nachweis einer möglichst großen Entlastung der Umwelt, gemessen an bodenbiologischen, -chemischen und -physikalischen Eigenschaften sowie am Pflanzenschutzmittel- und Düngemittelaufwand. Die Ergebnisse dieser Großversuche finden große Beachtung und haben Eingang in der praktischen Landwirtschaft gefunden.

Der Abschlussbericht liegt vor.
Forschungsberichte des Fachbereichs Agrarwirtschaft Nr. 10

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