Sammlung, Charakterisierung, Vermehrung und Konservierung von Xanthomonas campestris pv. graminis als Grundlage der Weiterentwicklung der Bakterienwelke-Infektionsmethode

Betreuer:
Prof. Dr. V. H. Paul
Förderung:
GFP / BML
Projektzeitraum:
2001 – 2004

Der Erreger der Bakteriellen Gräserwelke (Xanthomas campestris pv. graminis, XCG), wird im Labor für Biotechnologie und Qualitätssicherung bereits seit 1981 untersucht. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Virulenzunterschiede verschiedener XCG-Isolate und die Reaktion verschiedener Gräsersorten und -arten auf die Bakterielle Gräserwelke gelegt.
Dieses Wissen soll nun genutzt werden um verschiedene neue Fragestellungen in Bezug auf die Bakterielle Gräserwelke in Richtung auf Wissenstransfer zu bearbeiten.

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Wirkung von Caramba (Metconazol) auf Winterraps und seine Pathogene in Feld-, Labor- und Klimakammerversuchen

Betreuer:
Prof. Dr. V. H. Paul
Förderung:
Chemische Industrie (Pflanzenschutz)
Projektzeitraum:
1998-2001
Mitarbeiter:
Dr. Iris Föller, Dr. Michael Henneken, M. S. Yong Liu (VRC) (Promotion 2004)

Im Rahmen der Felduntersuchungen wird zu 4 verschiedenen Applikationsterminen (zwei Herbsttermi-ne und zwei Frühjahrstermine) mit 3 unterschiedlichen Aufwandmengen (1/1, 3/4 und 1/2 der vollen Aufwandmenge) die Wirkung des Wachstumsreglers (mit fungizider Wirkung) Caramba auf die Morphologie von Winterraps und der Erträge untersucht.
In den Laboruntersuchungen wird an Proben aus den Feldversuchen die Wirkung auf wichtige Rapspathogene untersucht. Weiterhin erfolgen Inokulationsversuche (protectiv und kurativ) unter Kli-makammerbedingungen und in vitro Versuche (Agartestsystem).

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Chinesisch-deutsches Rapsforschungsinstitut (Sichuan-NRW)

Betreuer:
Prof. Dr. V. H. Paul
Förderung:
MSWF
Projektzeitraum:
1999-2004
Kooperation:
Sichuan Agricultural University (SAU)
Sichuan University of Science and Technology (SUST)
Fachtagung:
Chengdu (Sichuan) (Prof. Paul mit Ministerin Bärbel Höhn)

Das Hauptziel dieses Projektes ist es, in Kooperation mit zwei chinesischen Universitäten (Sichuan Agricultural University (SAU) und Sichuan University of Science and Technology (SUST)) ein chinesisch-deutsches Rapsforschungszentrum in China aufzubauen. Als erste Schritte wurden zwei Forschungsgruppen mit Laboren eingerichtet. Ein Gruppe an der Sichuan Agricultural University (SAU) und eine Forschergruppe an der Sichuan University of Science and Technology (SUST). Der regelmäßige Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden erfolgt im Projekt.

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Vertiefung und Anbahnung von internationalen Kontakten

Betreuer:
Prof. Dr. V.H. Paul
Förderung:
MSWWF
Projektzeitraum:
01.04.1999 - 31.12.2002
Mitarbeiter:
Dr. Iris Föller
Kooperation:
Sichuan Agricultural Unversity (SAU) Sichuan University of Science and Technology (SUST)

Das Hauptziel dieses Projetes ist es, in Kooperation mit zwei chinesischen Universitäten (Sichuan Agri-cultural University (SAU) und Sichuan University of Science and Technology (SUST)) ein Sino-Germany Rapsforschungszentrum in China aufzubauen. Als erste Schritte wurden zwei Forschungszent-ren eingerichtet. Ein Rapsforschungszentrum an der Sichuan Agricultural University (SAU) und ein Labor für Öl und Fett an der Sichuan University of Science and Technology (SUST). Ferner wurde eine Kooperation mit der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) aufgebaut, in deren Rahmen ein chinesischer Gastwissenschaftler (Herr Yong Liu, Außerordentlicher Professor in Phyto-pathologie) für 18 Monate das Labor für Biotechnologie und Qualitätssicherung besucht.

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Biologische Bodenhilfsstoffe und 'wetting agents'

Betreuer:
Prof. Dr. V. H. Paul, Dr. P. Dapprich
Förderer:
SRS GmbH Nürnberg
Projektzeitraum:
1998- 2002
Mitarbeiter:
Dipl. Biol. A. Holzmann

Um auf Sport- und Freizeitrasenflächen den kontinuierlichen Spielbetrieb/Nutzung zu gewährleisten, muss das Erdsubstrat luftdurchlässig und ausreichend trittfest sein und gleichzeitig Regenwasser rasch abfließen lassen. Dabei können Nährstoffe ausgeschwemmt und Bodenmikroorganismen dezimiert wer-den, wodurch die Rasenpflanzen geschwächt werden und zu Krankheiten neigen. Durch Zusatz von biologischen Bodenhilfsstoffen (z.B. Algenextrakte, Tonmineralien, getrocknete pflanzliche Biomasse etc.), will man Nährstoffversorgung und Bodenleben und somit Wuchs und Gesundheit der Pflanzen verbessern.
Auf älteren Rasenflächen auftretender Rasenfilz hemmt aufgrund seiner hydrophoben Oberfläche die Wasserinfiltration Durch eine Absenkung der Oberflächenspannung mit Hilfe von "wetting agents" soll ein erleichtertes Eindringen von Wasser in den Wurzelbereich erreicht werden. Gleichzeitig soll eine Aktivierung der Bodenmikroorganismen erfolgen, was zu einem verstärkten Abbau abgestorbener orga-nischer Masse führt.
Im Labor für Biotechnologie und Qualitätssicherung des Fachbereichs Agrarwirtschaft der Universität Paderborn werden in mehrjährigen Gefäß- und Freilandversuchen das Nährstoffangebot sowie Leistun-gen und Zusammensetzung der Mikroflora in verschiedenen Erdsubstraten bei Zusatz biologischer Bodenhilfsstoffe und 'wetting agents' untersucht. Der Abschlussbericht liegt bei Prof. Dr. Paul vor.

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Pilze in Gräsern für die Landwirtschaft und Freizeitzwecke (Endophyten)

Betreuer:
Prof. Dr. V. H. Paul
Förderung:
BML / GFP
Projektzeitraum:
1995-1998
Mitarbeiter:
Dipl. Biol. A. Holzmann, Dipl. Chem. J. Reinholz (Promotion 2000)

Aus neuseeländischen und amerikanischen Untersuchungen geht hervor, daß Gräserendophyten der Gattung Acremonium im Zusammenleben mit der Wirtspflanze Eigenschaften entwickeln, die positive Effekte wie Wachstumsstimulierung, Trockenstresstoleranz und Schädlingstoleranz bewirken. Jedoch löst die Grass/Endopyht-Symbiose auch negative Effekte auf Weidetiere (Rinder, Schafe u. a. ) aus. Erste Untersuchungen in Deutschland belegen daß Endophyten der Gattung Acremonium in Futtergräsern der Gattungen Lolium und Festuca vorkommen und es zur Bildung verschiedener Alkaloide kommt. Die Auswirkungen dieser Endophyten unter unseren Klimaverhältnissen sind jedoch nicht bekannt. Im Rahmen des Verbundprojektes werden in Paderborn folgende Schwerpunkte bearbeitet:

  • Erfassung des Vorkommens von Endophyten in definiertem Sortenmaterial von Lolium perenne
  • Isolierung, Identifizierung und Kultivierung der Acremonium spp.
  • Identifizierung und Quantifizierung der wichtigsten Alkaloide der Grass/Endophyt-Symbiose (Lolitrem B, Loline, Peramin)
  • Entwicklung von Parametern für die Resistenzselektion Der Abschlussbericht liegt bei Prof. Dr. Paul vor
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Entwicklung phytopathologischer Methoden für die Züchtung des Leindotters (Camelina sativa) auf Krankheitsresistenz

Betreuer:
Prof. Dr. V. H. Paul
Förderung:
BML / GFP
Projektzeitraum:
1995-1997
Mitarbeiter:
Dr. Iris Föller (Promotion 2001), Dipl. Biol. M. Henneken (Promotion 2001)

Leindotter fand bereits 2000 v.Chr. als Ölfrucht Verwendung. Durch seine Anspruchslosigkeit an Standort und Wasserversorgung ist Leindotter gegenüber anderen Ölfrüchten an Extremstandorten in Vorteil. Als vorrangige Zuchtziele gelten für den Leindotter eine Erhöhung des TKG’s, eine homogenere Ölzusammensetzung und eine Erhöhung des Ölgehaltes. Bei der Verwirklichung dieser Zuchtziele soll die Züchtung auf Krankheitsresistenz mit einbezogen werden. Hierfür wird Leindotter an verschie-denen Standorten in der BRD angebaut und alle vorkommenden Symptome erfaßt. Die erfaßten Sym-ptome werden auf Pflanzenpathogene hin untersucht. Für die gefundenen Pathogene werden in Gewächshaus -und Klimakammerversuchen einfach durchzuführende Infektionsmethoden entwickelt, die dann bei der Züchtungsforschung Verwendung finden sollen.
Der Abschlussbericht liegt bei Prof. Dr. Paul vor.

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Qualitätssicherung von Viola mit Hilfe der Resistenzzüchtung

Betreuer:
Prof. Dr. V. H. Paul
Förderung:
AIF / Zuchtfirma
Projektzeitraum:
1995-1997
Mitarbeiter:
Dipl. Biol. B. Gutter (Promotion 2001)

In Zusammenarbeit mit einem privaten Züchter erfolgt eine Untersuchung unterschiedlicher Blattfleckenkrankheiten, sowie Mehltau an Stiefmütterchen. Ziel der Untersuchung ist die Entwicklung von Resistenzzüchtungsmethoden um den Einsatz von Pflanzenbehandlungsmitteln auf ein Minimum zu reduzieren und somit eine Gewinnoptimierung für den Gartenbau zu erreichen. Der positive ökologische Aspekt, der durch die reduzierte Spritzmittelmenge erreicht wird, ist gerade in der heutigen Zeit nicht unwesentlich.
Von besonderem Interesse für den Gartenbau sind hierbei die Blattfleckenerreger Mycocentrospora acerina (Hartig) Deighton und Ramularia agrestis Sacc. sowie der Erreger des Falschen Mehltaues Peronospora violae de Bary. Mycocentrospora und Ramularia verursachen ähnliche Schadbilder an den Blättern, so daß eine eindeutige Unterscheidung anhand der Symptome, besonders im jungen Stadium, nur schwer möglich ist.

Der Abschlussbericht liegt bei Prof. Dr. Paul vor.

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Einsatz der Mikrowellentechnik für die Pasteurisation von Lebensmitteln

Einsatz der Mikrowellentechnik für die Pasteurisation von Lebensmitteln

Betreuer:
Prof. Dr. V. H. Paul
Förderung:
MWF
Projektzeitraum:
1994-1996
Mitarbeiter:
Dr. P. D. Dapprich
Kooperation:
FB 16 Elektrische Energietechnik

Mikrobielle, insbesondere pilzliche Schadorganismen sind die Hauptursache für den vorzeitigen Verderb von Lebensmitteln. Es wurden die Auswirkungen von Mikrowellen auf verschiedene pilzliche Lager-schädlinge an Getreideerzeugnissen / Backwaren sowie Nüssen / ölliefernden Samen untersucht. Hierbei ging es um die zentrale Frage der möglichen Nutzung der Mikrowellen zur Pasteurisation und/oder Sterilisation der Produkte. Bei dieser Art der Behandlung wurden:

  • die optisch erfaßbare Qualität der behandelten Produkte nicht beeinträchtigt
  • die vor und nach Mikrowellenbehandlung an oder in den Produkten vorkommenden pilzlichen Mikroorganismen isoliert und identifiziert

Der Abschlussbericht liegt bei Prof. Dr. Paul vor.

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