Erarbeitung wissenschaftlich basierter Empfehlungen für die Vorgehensweise bei Wiedereinschleppung von BHV-1 in NRW-Bestände

Projektleitung:
Prof. Dr. Marc Boelhauve

Mitarbeiter/innen:
Dr. Odile Hecker
Anne Thönnissen
Nicole Geisthardt
Elena Meininghaus

Förderung:
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen

Laufzeit:
19.10.2016 - 28.02.2017

Projektpartner:
Friedrich-Loeffler-Institut: Institut für Virusdiagnostik, Institut für Epidemiologie

Projektbeschreibung:
Deutschland befindet sich derzeit in der Endphase der Sanierung der Bovinen Herpesvirusinfektion Typ 1 (BHV-1). Ein Großteil der Bundesländer besitzt bereits den Status als BHV-1 freie Region. Seit einigen Monaten wird allerdings ein gehäuftes Auftreten von BHV-1-Neuinfektionen in freien Regionen beobachtet (Baden-Württemberg, Niedersachsen und Thüringen). Dies führt zur Unsicherheit auf Seiten der Betriebsleiter/innen über den tatsächlichen Status der eigenen Tiere bzw. die Sicherheit der mit negativen Untersuchungsergebnissen zugekauften Tiere. Ob die Ursache für die Infektionen BHV-1-freier Bestände tier- oder umweltassoziiert ist, ist bis heute nicht eindeutig geklärt und die genauen Einschleppungsmechanismen werden kontrovers diskutiert. Möglich sind Infektionen/ Erregerausscheidungen über vermeintlich als BHV-1-negativ klassifizierte Tiere, die nur geringe Reaktionen des Immunsystems aufweisen und zudem unterhalb der Detektionsgrenze liegen (sogenannte seronegative latente Carrier-Tiere). Auch im Rahmen der Sanierung der Betriebe sind eine Reihe von Fragen nicht systematisch untersucht worden und werden deshalb oft einzelfallbezogen entschieden. Darunter Fragen zum Herdenmanagement während der Sanierungsphase, zur Tilgung von Reagenten, zu Untersuchungszeitpunkten und -intervallen, zum Gesamtzeitraum der intensiveren Beprobung, zur Untersuchungsart sowie zum Zeitplan für die Remontierung.
Dieser Forschungsantrag soll daher
a) eine genauere Diagnostik der möglichen Rückzugsorte von Herpesviren in nachweislich BHV-1-positiven und –negativen Tieren geben,
b) das konkrete Ergebnis einer anlassbezogenen Reinigung und Desinfektion durch quantitative mikrobiologische Untersuchen aufzeigen,
c) die möglichen Wege der Erregereinschleppungen und -ausbreitungen in Rinderhaltenden Betrieben zwischen verbleibenden negativen Tieren, der Umgebung und den neuen Tieren aufzeigen,
d) mögliche Anpassungen der bisherigen Vorgehensweise für eine zukünftige (Wieder-)Einschleppung von BHV-1 in freie Bestände bzw. Regionen heraus arbeiten,
e) eine exemplarische Kosten-Nutzen-Analyse im Hinblick auf die durchgeführten Bekämpfungsmaßnahmen (Test-and-remove) ermöglichen
f) und die Latenz von BHV-1 in den Ganglien infizierter Rinder näher beleuchten.
Durch die momentan sich in der Schlussphase befindliche Eliminierung von BHV-1-positiven Tieren im Rheinland würde sich eine ideale, evtl. letztmögliche und vor allem konkrete Situation für diesen Antrag ergeben, in dem zukunftsorientiert eine weitergehende Diagnostik der Erregerreservoire mit der praktischen Umsetzung der Dekontamination und gezielten Biosicherheitsmaßnahmen in rinderhaltenden Betrieben kombiniert wird. Diese Situation ist unter normalen Umständen, d.h. Wiedereinschleppungen von BHV-1 in freie Tierbestände bzw. freie Regionen, nicht möglich, da diese Ereignisse nicht planbar und daher für einen Forschungsantrag nicht darstellbar sind. Des Weiteren wird bei diesen Situationen kaum Zeit und Raum für die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen bleiben bzw. wird erschwerend zur spontanen Situation, der Zutritt noch weiterer Personen auf den Betrieb verständlicherweise durch die Betriebsleiter in den seltensten Fällen zugelassen. Es wird an dieser Stelle darauf explizit verwiesen, dass es nicht Ziel des Forschungsantrages ist, die letzten BHV-1-Reagenten aus NRW-Beständen zu entfernen. Dieser Antrag basiert auf einer freiwilligen Teilnahme von Landwirten. Zudem sind die verbliebenen Betriebe mit den BHV-1-Reagenten den Antragstellern unbekannt. Somit besteht auch keine Möglichkeit der Kontrolle bzw. der direkten Ansprache in Frage kommender Landwirte durch die Antragsteller mit der Aufforderung der Teilnahme an diesem Projekt. Eine Beschleunigung der Reagentenfreiheit des Rheinlandes wird durch die Projektdurchführung unterstützt.

Pilotstudie zur Eignung von gesundheitsstabilisierenden Produkten und Verfahren in der Schweinehaltung
[Suitability of Health maintaining Products and Techniques: a Pilot Study in Swine Production]

Projektleitung
Prof. Dr. Marc Boelhauve

Mitarbeiterinnen:
Dr. Odile Hecker
M.Sc. Franziska Fiege
Förderung:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
01.06.2016 - 31.07.2017

Vor dem Hintergrund der 16. AMG-Novelle und der damit verbundenen Minimierung des Antibiotikaeinsatzes sind gesundheitsstabilisierende Produkte und Verfahren in den letzten Jahren verstärkt auf dem Markt erschienen. Neben Probiotika, Präbiotika, Kräutern und Mineralien werden auch die Akupunktur, die Homöopathie, die Bachblütentherapie, sowie alternative Verfahren zur Stallreinigung immer häufiger in der Schweinhaltung eingesetzt. In der Praxis bedeutet dies ein nicht überschaubares Sammelsurium an bekannten und neuen Verfahren und Produkten, die für die Tierhalter und Tierärzte hinsichtlich ihrer Wirksamkeit nur schwer bzw. gar nicht zu beurteilen sind. Das Projektvorhaben zur Eignung von gesundheitsstabilisierenden Verfahren und Produkten in der Schweinehaltung hat daher in erster Linie die Erstellung einer systematischen Übersicht über alle gesundheitsstabilisierenden Verfahren und Produkte und deren Bewertung anhand bisher publizierter Studien hinsichtlich der Eignung zur Stabilisierung der Tiergesundheit als Ziel. In einem zweiten Schritt sollen einige Verfahren und Produkte in schweinehaltenden Betrieben auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft werden. Denkbar wären hierfür prophylaktische Ansätze, wie z. Bsp. die aus der Rinderhaltung seit Jahren eingesetzte Zufütterung von Milchsäurebakterien zur Stabilisierung der Darmflora (oder auch die Stallreinigung auf Basis der probiotischen Mikroklima-Regulation). In einem dritten Schritt soll ein Versuchsdesign für die nicht näher untersuchten Verfahren und Produkte erarbeitet werden, um eine zukünftige Tauglichkeitsprüfung der neuen Produkte und Verfahren zu erleichtern.

Englische Zusammenfassung / Summary:

The aim of the 16th novella of the AMG (Arzneimittelgesetz) is to minimize the application of antibiotic therapy in livestock farming. Against this background, in the past few years a huge amount of health-stabilizing products and techniques came into the market. In particular, in addition to probiotics, prebiotics, herbs and minerals also acupuncture, homeopathy, bach flower therapy as well as alternative techniques for cleaning barns is used in intensive livestock farming. Consequently an unmanageable conglomeration of well-known and novel techniques and products are available in practice. For pig farmers as well as for veterinarians it is hard, respectively hardly ever, to assess the effectiveness of these techniques and products in intensive livestock farming. Therefore the aim of the present project is primarily to summarize health-stabilizing products and techniques on the market, and based on literature data to assess the clinical evidence for or against the effectiveness of these products and techniques in swine production. In a second step some of the products and techniques are to be reassessed in practice concerning their suitability for daily use in pig farms. Conceivable are prophylactic approaches such as feeding lactic acid-producing bacteria as used since years in cattle farming for the purpose of establishing a favorable intestinal microflora, or cleaning of barns on the basis of probiotics used as microclimate regulation. In a third step a universal experimental design for future evaluations is to be developed, that facilitates testing new health-stabilizing products and techniques for suitability in livestock farming.

Marktpotenzial für Geflügelprodukte aus Hahnenfleisch von Legehybrid- und Zweinutzungsrassen

Projektleitung
Prof. Dr. Margit Wittmann
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Projektbearbeitung
Katrin Schütz, M.Sc.
Förderung:
Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
01.09.2016 – 28.02.2018

Veröffentlichungen

Notizen aus der Forschung No. 4/2017
Herausforderungen und Ansatzpunkte für die Geflügelproduktion - Marketingmix zur Vermarktung einer Legehybridlinie und Zweitnutzungsgenetik

Notizen aus der Forschung No. 3/2017
Herausforderungen und Ansatzpunkte für die Geflügelproduktion - Aufzucht und Fleischqualität einer Legehybridlinie und Zweitnutzungsgenetik

Im Zuge der Diskussion um den Tierschutz in der Geflügelproduktion ist die Tötung männlicher Eintagsküken aus gesellschaftlicher wie politischer Sicht kaum vertretbar. Eine Beendigung der bestehenden Praxis wird seitens der Bundesregierung für 2017 angekündigt. Ziel des Projektes ist es, zusammen mit der Geflügelfleischverarbeitung Ansatzpunkte für die Entwicklung und Vermarktung für innovative Produkte zu identifizieren. Dazu werden Legehybrid-, eine Zweinutzungshybridlinie, sowie eine traditionelle Zweinutzungsrasse aufgestallt, gemästet und auf ihre Eignung für die Verwendung des Fleisches geprüft. Das Projekt wird in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Geflügelhof des BDRG und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn durchgeführt. In der Lehr- und Forschungsstation Frankenforst der Universität Bonn werden die Daten zur Mastleistung, zum Tierwohl sowie zur Fleischqualität erfasst und ausgewertet. Die erfolgreiche Nutzung männlicher Eintagsküken in der Mast bietet die Möglichkeit, die Akzeptanz gegenüber der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zu erhöhen. Für die Analyse der Verarbeitungsmöglichkeiten, die Entwicklung von innovativen und marktfähigen Produkten aus Hahnenfleisch und dessen Marktpotenzial bieten leitfadengestützte Experten- und Einzelinterviews mit Geflügelfleischverarbeitern und Verbrauchern die Grundlage.

Untersuchung zur Senkung der Salmonellenprävalenz in Sauen- und Ferkelhaltenden Betrieben in NRW

Projektleitung
Prof. Dr. Marc Boelhauve

Förderung:
Landwirtschaftskammer NRW - Tierseuchenkasse NRW

Laufzeit:
01.08.2016 - 31.07.2019

Mitarbeiterinnen
Dipl.-Ing.(FH) Henrike Freitag
Franka Hofmann

Kooperationspartner:
Schweinegesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW Tierseuchenvorsorgegesellschaft

Das Vorhaben zielt darauf ab, in Zusammenarbeit mit dem Schweinegesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW, die Möglichkeit des Zoonoseerregerübertrages aus schweinehaltenden Betrieben in die Nahrungskette zu reduzieren. Hierbei wird insbesondere die Reduzierung der Salmonellenprävalenzen fokussiert. Dieses Ziel soll durch eine Kombination diätetischer Maßnahmen (verantwortlich: SGD) und gezielter optimierter Anwendung von Hygienemaßnahmen (Koordination: FH SWF, in Zusammenarbeit mit der Tierseuchenvorsorgegesellschaft - TSVG) erreicht werden. Hierfür sollen sauen- bzw. ferkelhaltende Betriebe in NRW angesprochen werden, die bereits in der Salmonelleneinstufung auffällig geworden sind und an diesem Projekt freiwillig teilnehmen möchten. Die bessere Planbarkeit der Umsetzungseffizienzen soll durch eine vertragliche Bindung des jeweiligen Landwirtes an das Forschungsprojekt gefestigt werden. Die Projektlaufzeit von drei Jahre soll die Möglichkeit schaffen, die Effizienz und Effektivität der Maßnahmen grundlegender untersuchen zu können und Modifikationen in den Maßnahmenpaketen mit dem nötigen zeitlichen Horizont vornehmen zu können. Im Fokus der Analysen auf den Betrieben stehen dann Untersuchungen zur Umsetzung einzelner Hygienemaßnahmen (kontinuierlicher und punktueller Natur), sowie mikrobiologische Analyse von Umgebungsproben auf das Vorkommen von Salmonellen (und anderen Pathogenen). Bei Eignung des Betriebes im Sinne des Projektes werden nach Maßnahmenumsetzungen nochmals umfangreich Umgebungsproben genommen, die u.a. auf den möglichen Nachweis von Salmonellen untersucht werden. Diese Untersuchungen werden mehrfach wiederholt, um den zeitlichen Verlauf der Keimnachweise und den Erfolg der Maßnahmen näher bestimmen zu können. Mögliche Wieder- bzw. Neueinschleppungen von Salmonellen können so frühzeitig detektiert und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Dabei soll auch der weitere Forschungsbedarf für eine sich anschließende Umsetzungsphase außerhalb der initialen Projektgruppe mit weiteren Betrieben abgeschätzt werden. Das Vorhaben verfolgt insgesamt einen innovativen und zeitgemäßen Ansatz, der die Prävention vor Zoonoseerregern aus landwirtschaftlichen Betrieben in die Nahrungskette fokussiert. Die Gesamtkonstruktion des Forschungsprojektes ist so ausgelegt, dass für einen zügigen und optimalen Transfer von Forschungsergebnissen in die landwirtschaftliche Praxis gesorgt wird. Durch das Aufzeigen von Optimierungsmöglichkeiten bei Hygienemaßnahmen werden Ansatzpunkte zur Verbesserung der Tiergesundheit und zur Tierseuchenprävention erarbeitet.

Demonstrationsvorhaben zur Sanierung la-MRSA-positiver Schweine-bestände zum Schutz der Landwirte, Mitarbeiter und Verbraucher

Projektleitung:
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Förderung:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
02.07.2015 – 31.08.2016
Mitarbeiterinnen:
Iris Kobusch, M. Sc.
Hannah Müller, M.Sc.

Projektpartner:
Universitätsklinikum Münster (UKM)
Institut für Hygiene (PD Dr. Robin Köck)
Institut für Mikrobiologie (PD Dr. Alexander Mellmann)

Das Demonstrationsvorhaben zur Sanierung la-MRSA-positiver Betriebe soll erstmalig die Möglichkeit eröffnen, aktiv die Existenz und Ausbreitung bzw. Weiterentwicklung von multiresistenten Keimen zu reduzieren. Bisherige Forschungsprojekte haben sich vorrangig mit der Status-quo-Analyse von MRSA in tierhaltenden Betrieben und den in diesen Betrieben involvierten Personen beschäftigt. Eine Strategie zur aktiven Reduzierung von MRSA wurde bisher nicht erstellt und auch noch nicht experimentell belegt. So besteht auch heute noch die Gefahr, dass über weitere Antibiotikagaben (im Tier- wie auch im Humanbereich) die Prävalenz multiresistenter Erreger zunehmen kann. Die bisher initiierten Maßnahmen zur Reduktion von Antibiotikaresistenzen zeigen (u.a. auch im europäischen Ausland), dass durch die alleinige Reduktion der Antibiotikagaben die Prävalenz bereits vorhandener multiresistenter Keime nicht reduziert wird. Eine Elimination dieser Erreger über den Einsatz noch verbliebener wirksamer Antibiotika verbietet sich zudem.
Eine Möglichkeit zur Reduktion multiresistenter Keime stellt die Elimination dieser Erreger dar. Dies kann im Fall von MRSA über Dekolonisationstherapien beim Menschen, der Umgebungsbehandlung und im Fall der tierhaltenden Betriebe über die Dekolonisation der MRSA-Trägertiere erfolgen. Die isolierten Versuche zur Dekolonisation MRSA-positiver Personen, die im schweinehaltenden Betriebe hauptsächlich arbeiten, war bisher nicht erfolgreich, da diese Personen über positive MRSA-Trägertiere bzw. die Stallumgebung laufend neu besiedelt werden. Wissenschaftlich-strategisch betrachtet sind zwei Hauptschritte denkbar, um Personen und Verbraucher vor der Weiterverbreitung bzw. Entwicklung von MRSA zu schützen: Im ersten Schritt sollte eine MRSA-Dekontamination der Stallungen inkl. aller Gerätschaften erfolgen, damit sich neu einzustallende MRSA-negative Tiere nicht besiedeln lassen. In diesem Schritt erfolgt auch die Dekolonisation MRSA-positiver humaner Träger. Erst im zweiten Schritt ist eine Dekolonisation MRSA-positiver Trägertiere vorzunehmen bzw. sinnvoll.
In diesem Demonstrationsvorhaben zur Verbesserung der umwelt- und standortgerechten Tierhaltung in NRW soll die Umsetzung des ersten Schrittes in Praxisbetrieben vollzogen werden. Ziel ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, mit dem sich Stallungen und Gerätschaften dekontaminieren lassen, sodass sich MRSA-negative Personen und neu einzustallende Tiere nicht mit MRSA besiedeln lassen können.

Englische Zusammenfassung:

This project offers for the first time the possibility to demonstrate the decontamination of pig stables from la-MRSA to reduce energetic the existence, the expansion and further development of multiple resistant bacteria. To date, projects were focused on the status-quo-analysis of MRSA in animal housings and with this companies associated individuals. Until now there is neither a developed strategy to reduce actively MRSA nor it is scientifically proven. So the hazard of enhancement of multiple resistant bacteria by uncharged doses of applied antibiotics still exists. The single task of reduction of antibiotics is unsuitable to reduce the prevalence of existing multiple resistant bacteria. This finding is shown by the initialized tasks of antibiotics reduction in foreign European countries. Furthermore the elimination of these multiple resistant bacteria by use of still effective antibiotics indicates an inappropriate way.
A promising potential to reduce multiple resistant bacteria is the elimination of these microbes. For MRSA this goal is feasible by decolonization therapies of humans, the treatment of the environment and the decolonization of MRSA-positive animals. Trials to decolonize MRSA-positive people who worked primary close to pigs were unsuccessful as these people are still colonized by the environment and MRSA-positive animals, respectively. From a scientific-strategic view two main steps are needed to prevent people working close to farm animals and consumers for the expansion and further development of MRSA: The first step should include a MRSA decontamination of the stables (incl. equipment) for the prevention of recolonization of MRSA-negative animals. This includes also the decolonization of MRSA-positive human carrier. After this the second step to decolonize MRSA-positive animal is reasonable and should be conducted.
The main focus of this project is the implementation of the first step in animal housings to enhance the keeping of animals in an environmentally and regionally suitable way. Furthermore the ambition of this project is to establish a proceeding to decontaminate stables and equipment to prevent MRSA-negative people and animals for the colonization of MRSA.

SocialLab Deutschland – Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft

Projektleitung:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung
Laufzeit
01.05.2015 - 31.04.2018
Projektbearbeitung:
Christiane Wildraut
Jenny Wolfram
Veröffentlichungen:
Notizen aus der Forschung No. 23/2016:
Einstellungen von Verbrauchern zu Haltungsbedingungen von Schweinen in gemeinsamen Gruppendiskussionen mit Landwirten
Notizen aus der Forschung No. 22/2016:
Bewertung von Pressebildern der Schweinehaltung durch Teilnehmer einer landwirtschaftlichen Fachtagung
Notizen aus der Forschung Nr. 15/16
Wissen über landwirtschaftliche Nutztierhaltung und Bewertung von Haltungssystemen in einer Passantenstichprobe in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 9/16
Hofbesuche erhöhen bei Jugendlichen in einer kleinen Stichprobe das Wissen über Landwirtschaft führen aber nicht zu positiveren Einstellungen
Pressemitteilung:
PDF

Ziel des Projektes ist es, die bestehende Kritik an der Nutztierhaltung seitens der Gesellschaft differenziert zu durchdringen. Im Ergebnis sollen Wege zu einer messbar verbesserten Nutztierhaltung aufgezeigt werden, um so eine Reduzierung der Diskrepanz zwischen den gesellschaftlichen Erwartungen und der Realität der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zu erreichen. Einbezogen in das Projekt sind die Rinderhaltung, die Schweinehaltung und die Geflügelhaltung. Inhaltliche Schwerpunkte für den Soester Fachbereich Agrarwirtschaft bilden

Methodisch kommen Gruppendiskussionen, leitfadengestützte Experten- und Einzelinterviews, standardisierte Befragungen, eine quantitative Medieninhaltsanalyse sowie eine qualitative Diskursanalyse zum Einsatz. Das Projekt ist aus dem Cluster „Gesellschaft“ der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) heraus entstanden und wird in Kooperation mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Agrarbereich durchgeführt. Die Gesamtkoordination hat das Thünen-Institut in Braunschweig übernommen.

Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Tierhygiene und zur Prävention von Tierseuchen in schweinehaltenden Betrieben in NRW

Projektleitung:
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Landwirtschaftskammer NRW - Tierseuchenkasse NRW
Laufzeit:
01.04.2015 - 31.03.2019
Mitarbeiterinnen:
Iris Kobusch, M. Sc.
Dipl.-Ing. (FH) Henrike Freitag
Sabrina Linnemann, B. Sc.
Nicole Geisthardt, B. Sc.
Dipl.-Stat. Gisela Kesting
Dr. Susanne Döring
Dr. Odile Hecker

Veröffentlichungen
Notizen aus der Forschung Nr. 2/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch bei Mastschweinen in Abhängigkeit von der Art der Fütterung
Notizen aus der Forschung Nr. 3/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch bei Mastschweinen in Abhängigkeit von der Temperatur
Notizen aus der Forschung Nr. 4/16
Hygienebewusstsein von Viehtransportfahrern an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 5/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von verschiedenen Viehtransportfahrzeugen an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 7/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch in der Ferkelaufzucht in Abhängigkeit von der Art der Fütterung
Notizen aus der Forschung Nr. 11/16
Einfluss der Darreichungsform auf die Wasseraufnahme von Ferkeln während der Aufzuchtphase
Notizen aus der Forschung Nr. 12/16
Einfluss der Wasserdarreichungsform auf die Keimbelastung des Tränkwassers und die Leistung bei Aufzuchtferkeln
Notizen aus der Forschung Nr. 16/16
Hygienesensibilität, Umsetzungserfolg und Erfolgslücke von Hygienemaßnahmen in schweinehaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen
Notizen aus der Forschung Nr. 17/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von Schlachtviehtransportfahrzeugen in Abhängigkeit von Fahrzeugtyp und Tierart
Notizen aus der Forschung Nr. 18/16
Einschätzungen von Schlachtviehtransportfahrern zur Reinigung und Desinfektion ihrer Fahrzeuge sowie dem Arbeitskleidungswechsel
Notizen aus der Forschung Nr. 19/16
Hygienesensibilität von Viehtransportfahrern im Vergleich zweier Schlachthofstandorte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 6/17
Persönlichkeitsmerkmale von Betriebsleitern und Umsetzungspraxis der Schadnagerbekämpfung in der Schweinehaltung

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Tiergesundheit in der NRW-Schweinehaltung durch die Umsetzung geeigneter Hygienemaßnahmen weiter zu verbessern. Die mögliche Ausbreitung von Tierseuchen soll durch frühzeitige Erkennung und bereits im Vorfeld etablierte Hygienebarrieren auf landwirtschaftlichen Betrieben verringert werden. Dieses Forschungsprojekt knüpft unmittelbar an den Ergebnissen des Pilotprojektes „Präventive Hygieneberatung“ an, das bereits abgeschlossen ist (Laufzeit 01.01.2013 bis 31.03.2015). Es wurden in diesem bereits diverse punktuelle und kontinuierliche Hygienemaßnahmen in der landwirtschaftlichen Schweinehaltung, deren Auswirkungen auf Leistungen und die Tiergesundheit und die Akzeptanz der Landwirte für diese Maßnahmen untersucht. Ergebnisse werden dazu in diesem Jahr veröffentlicht.
In dieser Hauptphase des Projektes, das sich aus fünf Arbeitspaketen zusammensetzt, soll u.a. die Übertragung der Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Pilotbetrieben auf Betriebe außerhalb der Projektgruppe vorgenommen werden. Dazu dienen auch die Weiterführung und –entwicklung von Workshops mit interessierten Landwirten zu spezifischen Hygieneschwerpunkten, in denen detailliert die optimale praxistaugliche Umsetzung der gewählten Hygienemaßnahme mit wissenschaftlich fundierten Ergebnisse kombiniert werden, um so Anreize zur eigenverantwortlichen Umsetzung zu schaffen. Darüber hinaus sollen allgemeingültige und umfassende Ableitungen beschrieben werden, die die Erfolgsfaktoren für Inhalt und Ablauf von Beratungsprozessen beschreiben sowie Anreizsysteme zur dauerhaften Umsetzung von Hygienemaßnahmen schaffen.
Das Vorhaben verfolgt insgesamt einen innovativen und zeitgemäßen Ansatz, der neben der Landwirtschaft auch die Beratung fokussiert. Die Gesamtkonstruktion des Forschungsprojektes erlaubt einen zügigen und optimalen Transfer von Forschungsergebnissen in die landwirtschaftliche Praxis und trägt damit mittelbar zur Tierseuchenprävention und zur Verbesserung der Tiergesundheit bei.
Zudem ist geplant, im Rahmen des Forschungsprojektes die Weichenstellung für ein Hygienekompetenzzentrum für Schweinehalter in NRW zu prüfen und ggf. mit Ablauf des Projektes zu etablieren.

Tierhygiene in der NRW-Rinderhaltung – Status-Quo der Hygienesituation und des Hygienebewusstseins – Anreizsysteme zur Hygieneverbesserung schaffen

Projektleitung:
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Landwirtschaftskammer NRW - Tierseuchenkasse NRW
Laufzeit:
01.01.2015 – 31.07.2018
Mitarbeiterinnen:
Anne Thönnissen, B.Sc .
Elena Meininghaus, BTA
Dipl.-Ing. (FH) Andreas Rienhoff
Dr. Susanne Döring
Dr. Odile Hecker

Veröffentlichungen
Notizen aus der Forschung Nr. 4/16
Hygienebewusstsein von Viehtransportfahrern an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 5/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von verschiedenen Viehtransportfahrzeugen an einem NRW-SchlachthofNotizen aus der Forschung Nr. Notizen aus der Forschung 6/2016
Vorerhebungen zur Hygienesituation in der NRW-Rinderhaltung
Notizen aus der Forschung Nr. 17/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von Schlachtviehtransportfahrzeugen in Abhängigkeit von Fahrzeugtyp und Tierart
Notizen aus der Forschung Nr. 18/16
Einschätzungen von Schlachtviehtransportfahrern zur Reinigung und Desinfektion ihrer Fahrzeuge sowie dem Arbeitskleidungswechsel
Notizen aus der Forschung Nr. 19/16
Hygienesensibilität von Viehtransportfahrern im Vergleich zweier Schlachthofstandorte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 20/2016
Beratungssituation und Anreize zur Umsetzung von Hygienemaßnahmen rinderhaltender Landwirte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 21/2016
Begründungszusammenhänge für die Hygienesituation auf rinderhaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen aus Betriebsleitersicht
Notizen aus der Forschung Nr. 2/2017
Hygienesensibilität und Umsetzungserfolg hygienischer Maßnahmen milchviehhaltender Landwirte
Notizen aus der Forschung Nr. 34/2017
Hemmende Faktoren bei der Umsetzung hygienischer Maßnahmen auf rinderhaltenden Betrieben in Nordrhein Westfalen
Notizen aus der Forschung Nr. 38/2017
Fördernde Faktoren bei der Umsetzung hygienischer Maßnahmen auf rinderhaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen

Eine hochaktuelle Thematik ist derzeit die Umsetzung von Hygieneanforderungen in der Rinderhaltung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat im Jahr 2014 im Bundesanzeiger Hygieneempfehlungen veröffentlicht, die in den landwirtschaftlichen Verbänden intensiv diskutiert und z.T. stark kritisiert werden. In NRW wird aktuell an einem Hygieneleitfaden für die Rinderhaltung gearbeitet. Es ist davon auszugehen, dass Rinderhalter zuerst freiwillig und nachfolgend verpflichtet werden sollen, definierte Hygienemaßnahmen in ihrem Betrieb umzusetzen. Bisherige Vergleiche der Hygienesituationen zwischen Schweine- und Rinderhaltern durch die FH Südwestfalen und anderen zeigten diesbezüglich deutliche Unterschiede.
In diesem Projekt sollen die Grundprobleme der Umsetzung von Hygienemaßnahmen in der landwirtschaftlichen Rinderhaltung untersucht werden. So sollen Ursachen ermittelt werden, die die Umsetzung hygienischer Maßnahmen erschweren bzw. verhindern. Im Ergebnis soll das Hygienebewusstsein für einzelne Maßnahmen in ausgewählten Projektbetrieben eruiert und nachfolgend gestärkt werden.
Übergeordnetes Ziel ist die Tierseuchenprävention. Dafür werden z.B. die Akzeptanz und die Anwendung von vorgeschriebenen bzw. empfohlenen Hygienemaßnahmen untersucht, die die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Tierseuchen verlangsamen bzw. stoppen können. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, die Akzeptanz für tierseuchenrechtliche Maßnahmen und die Früherkennung zu verbessern. Dieses Projekt ist ein Pilotprojekt, um grundsätzliche Hygieneeinstellungen bzw. -umsetzungen in der landwirtschaftlichen Praxis zu ermitteln.
Das Projekt unterteilt sich in fünf Arbeitspakete. Methodisch kommen Befragungen, Beobachtungen und laborgestützte Analysen des Status-Quo der Hygiene in Praxisbetrieben zum Einsatz. Zusätzlich werden die Anreizsysteme zur Umsetzung von einzelnen Hygienemaßnahmen bei Landwirten, aber auch Beratern, Tierärzten und Molkereien erhoben. In einzelnen Praxisbetrieben sollen Hygienemaßnahmen auf ihre Wirkung hinsichtlich der Veränderung der Tiergesundheit und der Keimverschleppung untersucht werden. Letztgenannte soll innerhalb eines Betriebes und zwischen den Betrieben näher untersucht werden und praxisnahe Abhilfe, auch in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren auf den landwirtschaftlichen Betrieben, aufgezeigt werden. Landwirte werden über Workshops in das Projekt mit einbezogen, so dass der zügige Transfer in die Praxis gegeben ist.

RESET: ESBL and (fluoro)quinolone Resistance in Enterobacteriaceae

Projektleitung
Tierärztliche Hochschule Hannover
am FB Agrarwirtschaft: Prof'in. Dr. Mechthild Freitag
Projektbearbeitung:
Dipl.Ing. (FH) Katharina Grohne
Projektzeitraum:
2010 bis 2013

Das Netzwerk RESET besteht aus zehn Verbundpartnern und fünf assoziierten Partnern aus der Human- und Veterinärmedizin, der Grundlagen- und der angewandten Forschung sowie der Epidemiologie. RESET beinhaltet verschiedene ineinander greifende Studien, in denen verschiedenste Faktoren untersucht werden, die mit der Verbreitung neu entstehender Resistenzeigenschaften in Enterobacteriaceae aus Mensch, Tier und Umwelt zusammenhängen. Koordiniert wird der Verbund von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Weitere Partner sind das Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin, die Charité – Universitätsmedizin, Berlin, die Freie Universität Berlin, das Friedrich-Loeffler Institut, Neustadt-Mariensee, das Robert Koch-Institut, Wernigerode, die Universität Paderborn, das Universitätsklinikum Gießen, die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig, das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Erlangen, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Berlin, sowie die Fachhochschule Südwestfalen, Abt. Soest.
Enterobacteriaceae spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von antimikrobiellen Resistenzen. Resistenzen gegen β-Lactam-Antibiotika durch die Produktion von Extended Spectrum Beta-Lactamasen (ESBL) und (Fluoro-)Quinolon-Resistenzen stellen neu auftretende Resistenzeigenschaften dar, welche die therapeutischen Möglichkeiten der Veterinär- und Humanmedizin dramatisch einschränken. Durch die Kombination epidemiologischer Studien zum Vorkommen resistenter Erreger in verschiedenen Umgebungen (Tier, Mensch, Umwelt) mit grundlagenorientierten Studien zur genauen Charakterisierung der Resistenzeigenschaften sowie der Übertragungsmechanismen ist es möglich, ein umfassendes Bild zur Resistenzlage der untersuchten Erreger zu zeichnen. Ergänzt von Untersuchungen zum Einfluss von Antibiotika auf die Entwicklung von Resistenzen werden hieraus Empfehlungen zur Verminderung der Resistenzentwicklung erarbeitet, so dass ein Beitrag zur Deutschen Antibiotika-Resistenz-Strategie (DART) geleistet werden kann.

Feldstudie zur Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit der Jungebermast

Projektkoordination
Dr. Jens Ingwersen, Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion
Wissenschaftliche Projektleitung
Prof'in. Dr. Mechthild Freitag
Prof. Dr. Martin Ziron
Verbundpartner
B&C Tönnies Fleischwerk GmbH & Co. KG
Agravis Mischfutter Westfalen GmbH
Erzeugerring Westfalen
Projektzeitraum
2010-2011

Da die Jungebermast bislang in Deutschland zur Anwendung gelangt, gibt es keine allgemein-gültigen Erfahrungen und Empfehlungen zur Fütterung und Haltung von Jungebern in der Mast. Der bisherige Wissensstand betrifft im Wesentlichen die Fütterung von kastrierten und weiblichen Mastschweinen in gemeinsamer Mast. Studien zur Jungebermast aus dem Ausland können wegen der spezifischen deutschen Marktbedingungen (Fleischbetonung bei hohem Schlachtgewicht) nicht oder nur sehr begrenzt genutzt werden. Aus ersten Erfahrungsberich-ten einzelner Mäster und aus der stationären Leistungsprüfung gibt es Hinweise auf eine vergleichsweise bessere Futterverwertung (geringerer Futterbedarf), verbunden mit einer höheren täglichen Zunahme im Vergleich zu weiblichen Tieren (hoher Zuwachs). Gleichzeitig gibt es allerdings auch Hinweise auf besondere Anforderungen an die Futterqualität (Energie-versorgung, Mineralstoffe, Aminosäuren usw.).
Abgesehen von Aspekten der Wirtschaftlichkeit und des Fütterungseinflusses auf die biologische Mastleistung in verschiedenen Mastabschnitten sowie auf die Schlachtkörper-qualität soll u. a. Hinweisen auf geändertes Verhalten von Ebern (Aktivitätsdrang männlicher Tiere) nachgegangen werden. Auch zu dieser Thematik gibt es bislang keine repräsentativen Erhebungen, aus denen konkrete Empfehlungen für die Schweinemast abgeleitet werden könnten.

> top

Effekte von Ectoin auf die Vitalität von Eberspermien

Projektleitung:
Prof'in. Dr. Mechthild Freitag
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Dr. A. Bilstein, bitop AG – Witten
J. Brüninghoff, Dr. A. Riesenbeck, GFS - Ascheberg
Projektbearbeitung:
Stud. ing. A. Bilstein
Projektzeitraum:
2009 ff

Das Makromolekül Ectoin ist nach bisherigen Untersuchungen in der Lage, Cytoplasmamembranen zu stabilisieren und damit die Lebensfähigkeit von Zellen zu verbessern. Ziel der Untersuchung ist eine Anwendung der Substanz zum Verdünnungsmedium für Ebersperma, um die Lagerstabilität des Spermas zu erhöhen. Dazu ist zunächst die optimale Wirkstoffkonzentration zu ermitteln.

> top