Die Gründung der Susatia

Zwei Monate nach der Einrichtung der "Höheren Lehranstalt für praktische Landwirte" wurde am 18. Juni 1923 die "Hörervereinigung Susatia" gegründet. Sie leitet ihren Namen ab vom alten Wort Susatum = Soest, ihre Mitglieder nennen sich Susaten. Die Farben sind grün - weiß - braun. Sie wurden getragen in Form von Band, Biertönnchen, Schärpe und Zipfel. Der Wappenschild in den Susatenfarben ist viergeteilt und zeigt den Zirkel, das Westfalenross, den Soester Stadtschlüssel und den Pflug als Zeichen des Ackerbaus. Man übernahm weitgehend den allgemeinen deutschen Biercomment anderer Verbindungen. Am 17. März 1924 erfolgte die Gründung des "Alt-Herren-Verbandes der Susatia" mit einer eigenen Satzung, die die Aktiven später mit einbezogen wurden.

Nach der Wiedereröffnung 1947 wurde auch die Susatia aktiv. Nach langen Debatten entschloss man sich, die Farben nur noch in Form einer Nadel zu tragen, die man 1973 durch eine goldenen Nadel für die 50-jährige Mitgliedschaft und für besondere Verdienste um die Belange der Susatia ergänzte. 1950 schlossen sich die sog. "Landsberger Horcher", Absolventen der "Höheren Lehranstalt für praktische Landwirte" in Landsberg / Warthe der Susatia an. Sie wurden damit auch von der Susatia betreut und in ihren Interessen vertreten.

Die erste Studentin wurde 1947 im Fachbereich aufgenommen. Nach einer längeren Pause erschien die zweite Dame 1976. Danach aber nahm der Frauenanteil stark zu, erreichte 1980 etwa 30 % der Neuanfänger und liegt heute im Durchschnitt bei etwa 20 - 30 %. Dieser veränderten Sachlage musste sich 1980 auch die Susatia anpassen.Man gab sich eine neue Satzung, in der der studentische Begriff "AH = alter Herr" und die "AH - Tagung" durch die Bezeichnung "Mitgliederversammlung" ersetzt wurde.