Der Dekan im Interview

Prof. Dr. Werner Krybus ist Dekan des Soester Fachbereichs Elektrische Energietechnik. Im Interview erzählt er uns über seinen Fachbereich, darüber, wie er seine Aufgabe als Dekan sieht und warum Fragen so wichtig ist.

Wie lange sind Sie bereits an der Fachhochschule Südwestfalen?

Ich bin seit dem Wintersemester 1996/97 an der Fachhochschule Südwestfalen.

Welche Fächer / Gebiete unterrichten Sie als Professor?

Ich unterrichte mehrere Module in unseren Studiengängen Elektrotechnik und Systems Engineering und Management. Die Gebiete „Signal- und Messwertverarbeitung“ sowie „Mikrocontroller“ bilden gewissermaßen die Klammer um diese Module.

Was gefällt Ihnen an der Fachhochschule Südwestfalen?

Seit der Gründung der Fachhochschule Südwestfalen haben wir die zunehmende Dynamik in der Hochschullandschaft als Chance gesehen und eine Vielzahl neuer Studiengänge und –konzepte entwickelt. Gleichzeitig haben wir die Strukturen innerhalb der Hochschule so gestaltet, dass sie für Forschung und Lehre ein optimales Umfeld bieten. Beides finde ich sehr wichtig.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Fachbereich

Vieles. Besonders aber die zwei englischsprachigen Studiengänge mit Studierenden internationaler Herkunft. Daneben haben wir zwei deutschsprachige Studiengänge mit einem primär regionalen Einzugsgebiet. Diese Vielfalt, auch hinsichtlich der Zusammensetzung unserer Studierenden, bietet allen hervorragende Möglichkeiten voneinander zu lernen..

Was gefällt Ihnen am Standort Soest?

Der Soester Campus ist auf jeden Fall ein Beispiel für einen hervorragend gestalteten Campus. Für Studierende und Mitarbeiter bietet er eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre. Die räumliche Nähe der drei Fachbereiche ist außerdem ein großer Vorteil unseres Standortes, weil sie eine Vielzahl von Kooperationen zwischen den Fachbereichen ermöglicht.

Worin sehen Sie Ihre Aufgabe als Dekan?

Um den Anforderungen, die wir als Fachbereich an uns stellen, gerecht zu werden, müssen Mitarbeiter und Professoren mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen miteinander arbeiten. Eine wesentliche Aufgabe des Dekans ist die eines Moderators, der einen Ausgleich schaffen muss zwischen den verschiedenen Interessen im Fachbereich. Denn schließlich wollen wir den Studierenden im Fachbereich ein optimales Umfeld für ihr Studium bieten. Dazu gehört die Durchführung der Lehrveranstaltungen, die Weiterentwicklung der Studiengänge und nicht zuletzt unsere Forschungsaktivitäten, die für die Aktualität der Lehrinhalte und für Industrie-
kooperationen unabdingbar sind.

Welche Tipps können Sie Studierenden Ihres Fachbereiches für den Einstieg ins Berufsleben geben?

Dies in wenigen Worten zu beantworten, ist nicht einfach. Da es in der aktuellen Situation auf dem Stellenmarkt kaum darum gehen kann, Bewerbungstipps zu geben, lautet mein wohl wichtigster Tipp: Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre persönlichen Stärken, Neigungen und Ziele zu analysieren. Jemand, der gern Software entwickelt, ist nicht unbedingt der beste Vertriebsingenieur. Zweiter Tipp: Lesen sie nicht zu viele Karriereberatungsbücher.

Welche Tipps können Sie Studenten für das Studium an der Fachhochschule SWF geben?

Ein wesentlicher Vorteil unserer Hochschule besteht darin, dass aufgrund der Größe der Lehreinheiten ein persönlicher Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden möglich ist. Mein Tipp an die Studierenden lautet daher: Nutzen Sie diese Möglichkeit, wenn Sie fachspezifische Fragen oder auch generelle Fragen zum Studium haben. Auch bei den Lehrveranstaltungen sollten Sie keine Scheu davor haben, Fragen zu stellen. Ohne Fragen und Diskussionen könnte eine Lehrveranstaltung auch durch ein Buch ersetzt werden.

Wie sind Sie Professor geworden?

Ich habe ich an der RWTH Aachen studiert und dort mit einem Thema aus der medizinischen Bildverarbeitung promoviert. Während dieser Zeit hat mir die Lehre und die Betreuung von Diplomarbeiten viel Spaß gemacht. Anschließend war ich in der Industrie mit medizinischer und industrieller Bildverarbeitung befasst. Da ich dort zunehmend technikferne Aufgaben hatte, wollte ich wieder Lehre mit F&E-Tätigkeiten verbinden und habe mich auf die Professur in Soest beworben.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

Die Entwicklung der Studierenden vom ersten Semester bis zum Abschluss zu begeleiten und dabei den Zuwachs an Kenntnissen und auch Selbstvertrauen zu verfolgen, ist sehr motivierend. Immer wenn ich sehe, wie kreativ und erfolgreich unsere Studierenden in den Abschlussarbeiten und auch später ihre Aufgabenstellungen bearbeiten, weiß ich, dass wir vieles richtig machen.

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