Bilder

(v.l.) Prof. Dr. Marc Boelhauve, Iris Kobusch, Hannah Müller und Sabrina Linnemann (Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen) wollen zur MRE-Reduktion in Kürze mit den Untersuchungen in schweinehaltenden Betrieben starten. Foto: FH/Pösentrup
(v.l.) Prof. Dr. Marc Boelhauve, Iris Kobusch, Hannah Müller und Sabrina Linnemann (Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen) wollen zur MRE-Reduktion in Kürze mit den Untersuchungen in schweinehaltenden Betrieben starten. Foto: FH/Pösentrup(Download )
09.03.2018

FH-Forscher nehmen multiresistente Erreger ins Visier

Projekt zur Prävention und Reduktion von MRE für Mensch und Tier

Soest. Multiresistente Erreger (MRE) stellen für Forscher in der Human- als auch in der Tiermedizin eine der größten Herausforderungen dar. Da die MRE zwischen Tier und Mensch übertragbar sind, rückt das Thema zunehmend auch in den Fokus der Verbraucher. Mit welchen flächendeckenden Mitteln die Verbreitung vermindert werden kann, daran forschen Wissenschaftler der Fachhochschule Südwestfalen im Rahmen des Kooperationsprojekts „#1Health-PREVENT“.

Als multiresistente Erreger gelten Keime, bei denen die Auswahl der wirksamen Antibiotika immer geringer wird – für Mensch und Nutztier mit teils fatalen Folgen. Diesen Erregern nur noch mit den verbliebenen wirksamen Antibiotika zu Leibe rücken zu wollen, verbietet sich. Das Vorkommen multiresistenter Erreger würde dadurch noch zunehmen. MRE wurden in zahlreichen Untersuchungen erforscht, so sind die Erreger in mehr als 80% der konventionell schweinehaltenden Betriebe nachgewiesen worden. Es gibt jedoch immer noch keine Studien zu Interventionen, die eine Verbreitung im One Health Kontext – also unter gleichzeitiger Berücksichtigung human- und veterinärmedizinischer Aspekte – eindämmen könnten. Daher unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Forschungsprojekt #1Health-PREVENT - One Health Interventionen zur Prävention der zoonotischen Verbreitung von antibiotikaresistenten Erregern. Forscher aus der Human- und aus der Veterinärmedizin arbeiten gemeinsam daran, mehr über das Vorkommen multiresistenter Keime, Möglichkeiten zur Eindämmung und Methoden der Diagnostik herauszufinden. Zu den Projektpartnern zählen das Universitätsklinikum Münster (UKM), das Institut für Hygiene und Institut für Medizinische Mikrobiologie, Münster, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Berlin, die Freie Universität Berlin (FUB), das Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen, das Nationale Referenzzentrum (NRZ) Staphylokokken und Enterokokken, Wernigerode, die Universität Würzburg, das Institut für Molekulare Infektionsbiologie, Würzburg und die Fachhochschule Südwestfalen, Fachbereich Agrarwirtschaft, Soest.

In einem Teilprojekt geht es um Untersuchungen zur MRE-Reduktion in schweinehaltenden Betrieben. Die Projektleitung hat Prof. Dr. Marc Boelhauve von der Fachhochschule inne. Dabei sollen Schweine in der Mastzeit, also über einen Zeitraum von ca. elf Wochen, begleitet werden. Die Wissenschaftler wollen zu Beginn bei Einstallung und gegen Ende der Mastzeit Proben nehmen. Die Abteile werden zuvor gereinigt und desinfiziert, so dass die Erreger der Vorgruppe weitestgehend eliminiert werden. Für die Untersuchung möchte das Team möglichst viele tierhaltende Betriebe mit unterschiedlichen Haltungsformen gewinnen. „Wir wollen nachweisen, dass die Keimdichte in einigen Betrieben konstant bleibt, in anderen wird diese erhöht sein und in wieder anderen wird der  Wert sinken. Spannend wird, herauszufinden, wie die unterschiedlichen Ergebnisse zustande kommen. Ist die Haltung auf Spaltenboden von Vorteil oder eher auf Stroh? Wirken sich ein großzügiges Platzangebot und viel frische Luft im Offenstall positiv aus? In der Praxis funktioniert es offenbar, multiresistente Stämme zumindest einzudämmen, wir haben nur noch nicht die richtigen Hebel dafür gefunden.“, erläutert Prof. Boelhauve die Vorgehensweise.

Angedacht ist auch eine Versuchsreihe mit Laktobazillen, die über das Futter in den Darm gelangen oder sich als Nebel auf die Nasenschleimhäute der Tiere setzen. „Laktobazillen gehören zu den Milchsäurebakterien. Diese sind bekannt dafür, dass sie krank machende Erreger im Darm oder in der Nase verdrängen, indem sie Nährstoffe für sich beanspruchen und andere Bakterien an der Vermehrung hindern und direkt auf andere Bakterien einwirken können. Die ‚Guten‘ verdrängen die ‚Schlechten‘.“, berichtet Iris Kobusch, wissenschaftliche Mitarbeiterin, von ersten erfolgreichen Tests.

Um eine erste flächendeckende Lösung erarbeiten zu können, sind die Wissenschaftler auf die Mithilfe der Schweinehalter angewiesen. Diese müssten ihre Tiere für die Untersuchungen zur Verfügung stellen und Fragebögen zur allgemeinen Haltung ausfüllen. Fest steht schon jetzt, eine hundertprozentige Eliminierung der multiresistenten Keime im Stall wird nicht erreicht werden können. Je nachdem, welche Empfehlungen das FH-Team zur Prävention und Kontrolle von MRE liefert, wird dies nicht bei allen Beteiligten auf Zuspruch stoßen. Jedoch: „Wenn ein technisch machbarer Weg gefunden ist, MRE mit überschaubarem Aufwand aus dem Stall zu bekommen, bin ich sicher, dass Schweinehalter dies zügig umsetzen möchten, da sie auch durch MRE direkt betroffen sein können. Aber letztlich geht es ja darum, die Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier zu reduzieren.“, weist Prof. Boelhauve auf die Bedeutung des Projektes hin.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

18.09.2018

Erstsemesterbegrüßung an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen

In der kommenden Woche starten wieder über 500 Erstsemester in Hagen in ihr Studium. Vorab wurden sie herzlich an der Fachhochschule Südwestfalen begrüßt.

Hagen. Auch in diesem Wintersemester starten an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen wieder über 500 Erstsemester-Studierende in ihr Studium. In der kommenden Woche geht es für sie endlich los. Zuvor jedoch gibt es die Einführungswoche. Und die ist eigentlich eine klassische Kennenlernphase. Für viele ist fast alles neu. Aber nicht für alle.

23.08.2018

Kanada von seiner wirtschaftlichen, urbanen und landschaftlichen Seite

Exkursion der Verbundstudiengänge Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen war ein voller Erfolg

Hagen. Wunderschön, einmalig und natürlich sehr lehrreich. Diese Exkursion werden die 20 Studierenden der Verbundstudiengänge Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor) und Technische Betriebswirtschaft (Master) der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen wahrscheinlich für immer in bester Erinnerung behalten. Und das auch, weil sie neben unzähligen Lern- auch etliche Wow-Effekte zu bieten hatte. Es ging quer durch Kanada. Von Vancouver nach Calgary.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

21.09.2018

Children Big Band Rostow on Don zu Gast beim Jazz-Campus

Jazz-Veranstaltung in der Fachhochschule Südwestfalen am 12. Oktober

Iserlohn. 20 Kinder in einer klassischen Jazz Big Band? Richtig! Und eines steht fest: Diese jungen Musikerinnen und Musiker müssen sich nicht hinter ihren älteren professionellen Kollegen verstecken. Trompeten, Saxofone, Posaunen, eine Rhythmusgruppe mit Klavier, Kontrabass, Bassgitarre, Schlagzeug und zwei Vokalstimmen sorgen unter Leitung von Andrej Machnev am 12. Oktober in der Fachhochschule Südwestfalen für eine Menge Furore.

21.09.2018

Neuer Masterverbundstudiengang Life Science Engineering erfolgreich gestartet

Studiengang verbindet Ingenieurwissenschaften und Lebenswissenschaften

Iserlohn. Dass man nur in Iserlohn an der Fachhochschule Südwestfalen berufsbegleitend den Masterabschluss Life Science Engineering studieren kann, hat sich herumgesprochen. Der zum Wintersemester erstmals angebotene neue Studiengang startete am Samstag mit 30 Studierenden in die erste Präsenzveranstaltung.

19.09.2018

Studienkontakte halten bis heute

Zum 50-jährigen Studienabschluss-Jubiläum besuchte ehemalige Maschinenbaustudenten die Hochschule

Iserlohn. Seit mehr als 50 Jahren kennen sie sich und halten immer noch den Kontakt untereinander. Aus dem Kreis ehemaliger Studienkollegen des Studiengangs Fertigungstechnik wurde ein berufliches Netzwerk und heute im Rentenalter trifft man sich immer noch einmal im Jahr. Zum 50-jährigen Jubiläum ihres Studienabschlusses an der damaligen Ingenieurschule in Iserlohn trafen sich jetzt einige Ehemalige des Abschlussjahrgangs 1968 in der Fachhochschule Südwestfalen.

10.09.2018

Neuer Hochschulrat der Fachhochschule Südwestfalen bestellt

Hochschulrat begleitet die Fachhochschule für die nächsten fünf Jahre

Iserlohn. Die Fachhochschule Südwestfalen hat einen neuen Hochschulrat. Die Mitglieder erhielten jetzt vom Parlamentarischen Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW (MKW), Klaus Kaiser, und Regierungsdirektorin Claudia Determann die Bestellungsurkunden. Der Hochschulrat wird die für die nächsten fünf Jahre die Hochschule begleiten.

05.09.2018

Geballte Informationen zum Studium

Impulsvorträge für Studieninteressierte auf der Börse Karriere im MK

Iserlohn. 11 Hochschulen, 9 Vorträge und viele weitere Organisationen: Die Ausbildungs- und Studienbörse Karriere im MK baut ihr Angebot für Studieninteressierte in diesem Jahr weiter aus. In den Zelten des Campus Symposiums in Iserlohn können sich am 18. September Studieninteressierte über die vielfältigen Angebote der regionalen und überregionalen Hochschulen informieren und entdecken, was sich hinter Themen wie Work&Travel, GAP-Year oder dem Freiwilligen Sozialen Jahr verbirgt.

03.09.2018

GWS und Fachhochschule Südwestfalen erhalten Zuwendungsbescheid für Projekt „NRW.Innovationspartner“

Förderung von Transferaktivitäten im Bereich Digitalisierung

Iserlohn. Für den Aufbau eines Dienstleistungsangebotes Digitalisierung und für den verbesserten Zugang zu den Transferangeboten der heimischen Hochschulen und Institute hat jetzt der Transferverbund Südwestfalen einen Zuwendungsbescheid über rund 360.000 Euro erhalten. Damit unterstützt das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen die Region Südwestfalen zukünftig dabei, den Wandel zu einer digitalisierten Wirtschaft weiter voranzutreiben.

24.08.2018

High-Tech für die Werkstoff- und Oberflächenanalyse

Fachhochschule erhält neues Rasterelektronenmikroskop

Iserlohn. Über ein neues Feldemissions-Rasterelektronenmikroskop (REM) mit variabler Druckeinstellung und Röntgenanalysesystem verfügt jetzt das Labor für Mikro-und Nanoanalytik an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Das rund 500.000 Euro teure Gerät wird in Lehre und Forschung der Studiengänge Werkstoffe und Oberflächen sowie Bio- und Nanotechnologien eingesetzt.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

29.08.2018

Ferienkurs Robotik

Jugendliche bauen und programmieren in den Sommerferien LEGO-Mindstorm-Roboter

Meschede. Roboter, die auf zwei Rädern fahren können, autonom arbeitende Greifarme oder Schneeraupen – alles kein Problem für die Kinder im Ferienkurs Robotik. Elf Jungen und ein Mädchen zwischen zehn und 13 Jahren verbrachten die Woche vom 16. bis 20. Juli in der Fachhochschule Südwestfalen damit, Roboter zu bauen und zu programmieren. Betreut haben die Kinder die beiden 17-jährigen Florian Breide und Rigon Recica vom Gymnasium der Benediktiner in Meschede.

29.08.2018

Kompakt

Termine zum Studienbeginn

Meschede. Am 3. September startet an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede das Mentorenprogramm sowie die vierwöchige Vorkursphase Mathematik zum Studienstart im Wintersemester 2018/19. Im Mentoren-Programm werden Studienanfängerinnen und Studienanfänger durch erfahrene Studierende unterstützt. In Gruppen begleiten die Mentoren die Erstsemester als Ansprechpartner für den Studienstart.

29.08.2018

Unterwegs in Sachen Glücksforschung

Gastdozentin Jaleh Pourmansour unterrichtet Positive Psychologie in der Unternehmensführung

Meschede. Probier‘s mal mit Gemütlichkeit – wenn Ende des Sommersemesters Balu der Bär aus dem Dschungelbuch im Mescheder Hörsaal singt, dann ist das eine angenehme Botschaft für die prüfungs- und hitzegestressten Studierenden. Dozentin Jaleh Pourmansour macht den Inhalt ihres Seminars zum Unterrichtsprinzip: „Positive Psychologie in der Unternehmensführung“ lautete der Titel ihres dreitägigen Blockseminars.

29.08.2018

Die Wissenschaft der Daten

Prof. Dr. Thomas Kopinski zu Beruf und Studium von Data Scientists

Meschede. Prof. Dr. Thomas Kopinski beschäftigt sich gerne mit Zusammenhängen, die man nicht auf den ersten Blick erkennt. Vor allem, wenn diese in Datenbeständen versteckt sind. Wenn der Professor für Ingenieurinformatik und Data Science den Begriff Datenwissenschaft erklärt, klingt es ganz einfach: „Buchstaben an sich sind in den meisten Fällen sinnlos, als Wort ergeben sie einen Sinn. Datenwissenschaft funktioniert in diesem Sinne wie Lesen, nur dass man die Zusammenhänge vorher nicht kennt, sondern herausfinden muss.“

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

19.09.2018

Mit Wasserstoff auf die Campus-Rennstrecke

Studierende rüsten Modell-Trucks auf Wasserstoff-Antrieb um

Soest. Wasserstoff wird als Energieträger in einer nachhaltigen Energiewirtschaft in Zukunft eine noch größere Rolle spielen, sagen Wissenschaftler der Fachhochschule Südwestfalen, die sich im Zentrum für Wasserstoff-Mobilität „H2 Energy“ mit Fragestellungen rund um diesen Forschungsschwerpunkt befassen. Dazu zählt auch, das Thema ansprechend in die Lehre einzubinden. So haben Maschinenbau-Studierende jetzt ihr Projekt präsentiert: Ferngesteuerte Modell- Offroad-Trucks mit Wasserstoffantrieb.

13.09.2018

Maschinenbauer starten mit Mathe ins Studium

Erstsemester frischen ihr Wissen freiwillig im Mathe-Vorkurs auf

Soest. Allen Unkenrufen zum Trotz zählt Mathematik zu den Lieblingsfächern bei Schülerinnen und Schülern. Ob das bei den Maschinenbau-Studierenden, die jetzt ihr Studium an der Fachhochschule Südwestfalen begonnen haben, auch so ist, wird sich noch zeigen. Für mehr als 80 Erstsemester ist jetzt der Vorkurs gestartet, ein freiwilliges Angebot für Studienanfänger, die ihr Mathewissen auffrischen möchten.

10.09.2018

Herbstnahrung für Bienen, Hummeln und Co.

Wissenschaftler der FH engagieren sich für den Schutz von Insekten

Soest. Im Frühling, wenn Raps und Obst blühen, beginnt die Hauptsaison für Insekten. Ab August bereiten sich die Tiere auf den Winter vor. Da es aber immer weniger naturnahe Flächen gibt und negative Umwelteinflüsse den Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlingen und andere Insektenarten zusätzlich zu schaffen machen, werden vor allem im Spätsommer die Nahrungsquellen knapp. Wissenschaftler der Fachhochschule Südwestfalen haben jetzt gemeinsam mit einem Landwirt in der Region eine Bienenweide angelegt, um diesen Mangel wenigstens partiell zu begegnen.

07.09.2018

Secondhand als nachhaltige Alternative zum Neukauf

Fachhochschule und Volksbank Hellweg fördern „E-Mama

Soest. Sich voll und ganz auf die eigene Geschäftsidee konzentrieren zu können – das ist für junge Gründer, die noch studieren, nicht selbstverständlich. Fachhochschule Südwestfalen und die Volksbank Hellweg eG wollen dabei unterstützen, mit einem Stipendienprogramm für Studenten-Start-ups. Nael Alshowaikh ist mit seiner Gründungsidee „E-Mama“ einer der ersten Studierenden, der davon profitiert.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.