Bilder

Nina (links) und Anna Strake Foto: Christian Klett, FH Südwestfalen
Nina (links) und Anna Strake Foto: Christian Klett, FH Südwestfalen(Download )
01.07.2020

Dual oder nicht dual studieren

Anna und Nina Strake über ihre Erfahrungen zur Verknüpfung von Studium und Beruf

Meschede/Olsberg. Die Zwillingsschwestern Anna und Nina Strake kommen aus Olsberg und haben vieles gemeinsam – aber nicht ihre Ausbildung. Nach dem Realschulabschluss besuchten sie unterschiedliche Berufskollegs. Während Anna danach in Vollzeit in Meschede Wirtschaft studiert, hat Nina ein duales Studium absolviert.

Wie haben Sie beide zu Ihrem Studienfach gefunden?

Nina Strake: Ich wusste recht früh was ich wollte. In der Realschule habe ich ein Praktikum bei Infineon gemacht und mich dann für ein Wirtschafts-Abitur am Berufskolleg Brilon entschieden.

Anna Strake: Mein Abi war am Berufskolleg Bestwig. Danach habe ich erst Medienwissenschaft an der Uni Siegen studiert mit BWL im Nebenfach. Da mir BWL dann mehr Spaß gemacht hat, habe ich gewechselt.

Und warum ein duales Studium, Nina?

Nina Strake: Ich war nach meinem Abitur sehr motiviert und habe mich für ein ausbildungsintegrierendes Studium bei der Firma Oventrop beworben. Die haben direkt zugesagt. Weil es bei uns vor Ort war, hatte ich auch direkt eine Verbundenheit zum Unternehmen. Ich dachte gleich, das ist etwas für mich.
Anna, was war bei Ihnen anders?

Anna Strake: Ich wollte auf jeden Fall ein Auslandssemester machen und mal für eine Zeit weg von daheim. Beim dualen Studium ist das nicht so ohne weiteres möglich, man ist fest an ein Unternehmen gebunden. Ich fühle mich im Sauerland verwurzelt, wollte aber auch meinen Horizont erweitern und verschiedene Einblicke bekommen. Deshalb habe ich die Chance für ein Auslandssemester in Kalifornien ergriffen.

Was sind aus Ihrer Sicht die Vor- und Nachteile für ein duales Studium?

Nina Strake: Ich hatte erst Sorge aufgrund des Zeitaufwands. Für mich bedeutete es ab Studienbeginn eine Sechs-Tage-Woche: Vier Tage im Betrieb, zwei Tage Berufsschule und Studium. Ich wurde aber gut unterstützt und habe mich schnell daran gewöhnt.

Anna Strake: Ja, das kommt auf den Menschen an. Diese Art von Lernen ist nicht für jeden etwas.

Nina Strake: Das stimmt. Was aber noch dafür spricht, ist, dass man die Ausbildung hat, auch wenn das Studium nicht klappt. Man bekommt von Anfang Geld und kann sich auch Ausflüge oder Urlaube leisten. Das ist bei dir nicht so, du musst schon aufs Geld schauen. In vielen Situationen im Studium habe ich zudem gedacht, dass ich aus der Arbeit im Unternehmen heraus schon weiß, worum es geht. Außerdem lernt man Zeitmanagement und diszipliniert zu arbeiten.

Anna Strake: Im Präsenzstudium wird man eher allein gelassen – das hat gute und schlechte Seiten. Manche hangeln sich so durch und studieren schon zehn Semester. Vielen fehlt auch der Einblick ins Unternehmen, weil sie keine Praktika machen. Auf der anderen Seite lernt man Selbstorganisation und Selbstverantwortung. Duales Studium scheint mir mehr wie Schule, in der alle den gleichen Stoff lernen. Im Vollzeitstudium haben wir mehr Wahlmöglichkeiten.  Ich persönlich mache in den Semesterferien Praktika oder Ferienarbeit in Unternehmen. Dieser Wechsel von Theorie und Praxis alle drei bis vier Monate tut mir gut. Das ist aber auch nicht für jeden etwas, vor allem nicht für Personen, die an die Hand genommen werden wollen.

Wie geht es bei Ihnen weiter?

Nina Strake: Ich habe ein englischsprachiges Masterstudium in Münster angefangen, weil ich auch noch richtiges Studentenleben kennen lernen und vor allem ein Auslandssemester absolvieren möchte. Ich hoffe, Corona lässt das alles zu.

Anna Strake: Bei mir ist es genau umgekehrt. Ich möchte jetzt erst mal arbeiten, später dann vielleicht noch ein berufsbegleitendes Masterstudium anschließen.  

(Duales) Studium in Meschede
Jedem das seine: In den Studiengängen Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen ist sowohl ein Vollzeitstudium als auch ein Duales Studium möglich.
Duale Studiengänge verbinden ein Studium mit einer Ausbildung oder Praxisphasen in Unternehmen. Mehr Informationen unter: www.fh-swf.de/cms/duales-studium-mes

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

14.07.2020

Face-Shields für OP-Lampen

Digitaler Make@thon im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Fachhochschule Südwestfalen und Universität Osnabrück

Hagen. Face-Shields, die die Übertragung von Viren erschweren, zählen für das medizinische Fachpersonal zur Grundausstattung. Für Operationen benötigen Ärzt*innen oft Stirnlampen, für die es bislang keine Face-Shield-Aufsätze gibt. In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt der Fachhochschule Südwestfalen und der Universität Osnabrück sollen Personen angesprochen und vernetzt werden, die in ihrer Freizeit mithilfe von 3D-Druckern technische und medizinische Materialien produzieren. Anfang Juli fand der erste digitale Open Photonik Pro Make@athon statt, bei dem die Teilnehmer*innen zum einen Aufsatz für OP-Stirnlampen, zum anderen eine vollständig 3D-gedruckte OP-Stirnlampe mit Face-Shield konzipierten.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

03.08.2020

Auf dem Weg zur papierlosen Fertigung

Iserlohner FH-Student unterstützt mit seiner Abschlussarbeit die Digitalisierung bei der Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co. KG

Iserlohn. Felix Schönenberg, Student der Fertigungstechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn hat sich in seiner Abschlussarbeit mit der Digitalisierung von Rückmeldeprozessen für eine effiziente Auftragssteuerung bei der Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co. KG (ESM) beschäftigt. Das Ergebnis: Entlastete Beschäftigte, eine transparente Auftragssteuerung bzw.-verfolgung ohne zeitliche Verluste und ein geringerer Papier- und Druckmittelverbrauch.

30.07.2020

Informationsangebote für Studieninteressierte

Im laufenden Bewerbungszeitraum setzt die Fachhochschule Südwestfalen weiter auf ein umfangreiches Beratungsangebot

Iserlohn. Die Bewerbungsphase für ein Studium zum Wintersemester läuft aktuell. Da gibt es viele Fragen zu Voraussetzungen, Ablauf der Bewerbung oder zum richtigen Studienfach. Die Fachhochschule Südwestfalen bietet dazu im August wieder verschiedene Veranstaltungen für Studieninteressierte an.

28.07.2020

Studierende sind sehr zufrieden mit ihrer Fachhochschule

Weit über 80 Prozent können Studium an der Fachhochschule Südwestfalen empfehlen

Iserlohn. Die Studierenden aller Studienbereiche der Fachhochschule Südwestfalen wurden in der bundesweiten Trendence-Umfrage 2020 nach ihrer Zufriedenheit mit der Hochschule befragt. Über 600 haben sich beteiligt und stellen ihrer Hochschule ein gutes Zeugnis aus.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

14.07.2020

Deutschkurse: Ein wichtiger Schritt zur Integration

Fachhochschule bereitet Flüchtlinge auf ein Studium in Deutschland vor

Soest. Corona-bedingt finden die studienvorbereitenden Deutschkurse für Flüchtlinge, die die Fachhochschule Südwestfalen an allen Standorten anbietet, seit einigen Wochen online statt. Teilnehmer*innen und Dozentinnen haben sich rasch an das neue Format gewöhnt. Für die Teilnehmer*innen bedeuten die Kurse einen ersten wichtigen Baustein in Richtung Integration.

10.07.2020

Vor der Sommerpause noch die Karriere pushen

FH SWF: Online-Seminare zu Vorstellungsgespräch, Karriere und mehr

Soest. Ersatzlos streichen – das war für die Organisatoren des Karrieretags keine Option. So stellte das Team in ständigem Austausch mit Ausstellern, Partnern und Hochschulangehörigen kurzerhand ein digitales Alternativprogramm auf die Beine. Adressaten wie Studieninteressierte, Studierende, Absolventen und Jobsuchende, profitieren auch jetzt noch: 2020 bietet der Karrieretag Online-Seminare, Beratungsgespräche, Vorträge und vieles mehr über das ganze Jahr an. Vor der Sommerpause gibt es noch vier Termine – kostenlos und offen für alle. Eine Anmeldung ist noch möglich.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.