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Prof. Dr. Dominik Aufderheide ist seit Anfang des Jahres Professor für Industrielle Messtechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest.
Prof. Dr. Dominik Aufderheide ist seit Anfang des Jahres Professor für Industrielle Messtechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest.(Download )
20.08.2020

Mehr Rock ‘n‘ Roll für die Elektrotechnik

(Jung)Professor Dr. Dominik Aufderheide an der Fachhochschule SWF

Soest. Als „Überzeugungstäter“, so beschreibt sich Prof. Dr. Dominik Aufderheide selbst. So habe er entschlossen immer das nächste Ziel angesteuert: Realschule – Ausbildung zum Energieelektroniker– Fachabitur – Diplom – Master – Promotion – Berufsjahre und jetzt Professor an der Fachhochschule Südwestfalen. Dass der 39-Jährige sich viel Wissen hart erarbeiten musste, kommt ihm heute in seiner Rolle als Professor für Industrielle Messtechnik zugute, wie er im Interview erzählt.

Frage: Familiär „vorbelastet“ sollten Sie eigentlich nach der Ausbildung den Elektrobetrieb des Vaters übernehmen. Was ist schiefgelaufen?

Prof. Dr. Aufderheide:
Ich habe schon während der Ausbildung gemerkt, die noch interessanteren Sachen, große Anlagen planen, komplexe Software schreiben usw., das machen eigentlich die Ingenieur*innen. Bei meinem Vorhaben, Elektrotechnik zu studieren, hat mich mein damaliger Ausbildungsleiter bei der Firma Eternit in Beckum sehr unterstützt. Und so hatte der Papa auch nichts dagegen.

Frage: Können Sie sich an ein prägendes Erlebnis aus der Studienzeit erinnern?

Prof. Dr. Aufderheide:
Zunächst einmal war der Start, also der Übergang von Ausbildung und Fachabi-Zeit zum Studium, sehr prägend. In der ersten Mathe-Vorlesung habe ich dann relativ schnell gemerkt, ‚okay, hier muss ich tatsächlich jeden Tag was tun!‘ Noch prägender war der erste Tag als Masterstudent. Da lernt man gemeinsam mit Studierenden aus 40 verschiedenen Nationen, verständigt sich komplett in englischer Sprache. Obwohl wir alle so unterschiedliche Hintergründe hatten, teilten wir doch dieselben Probleme. Zum Beispiel die Angst vor der nächsten Klausur oder der Stress, die nächste Semesterarbeit abgeben zu müssen.

Frage: Wann fiel der Entschluss, die Seiten zu wechseln?

Prof. Dr. Aufderheide:
Ich konnte schon während der Promotionszeit in der Lehre aktiv sein und habe gemerkt, dass es großen Spaß macht, Dinge, die man sich selbst hart erarbeitet hat, weiterzugeben, Wissen so aufzubereiten, dass es anderen leichter fällt, es zu verstehen. Da hatte ich es vermutlich mit meinem Hintergrund einfacher zu erkennen, ‚wie ticken denn die Leute? Wo sind denn die Probleme?‘

Frage: Hat die Hochschule etwas mit Ihnen gemacht?

Prof. Dr. Aufderheide:
Meine gesamte Laufbahn an der Fachhochschule, das war und ist sicher die prägendste Zeit in meinem Leben, weil man ganz viele Sachen neu sieht und hinterfragt. In der Berufsausbildung habe ich schon sehr fundiert viele Dinge erlernt, aber da gab es eben immer eine Stelle, an der es dann fachlich nicht mehr weiter in die Tiefe ging und genau diese Vertiefung hat mich dann auch im Studium so gereizt.
Natürlich sagt mir auch das Ideal von freier Forschung und freier Wissensvermittlung zu. Ich kann mich hier mit Themen beschäftigen, die nicht unmittelbar vom Kunden vorgegeben wurden. Neben der fundierten Grundlagenausbildung habe ich Selbstständigkeit gelernt, Dinge voranzutreiben, mich was zu trauen, um am Ende dann zu sehen, ‚jawoll es funktioniert, es wird zum Produkt oder tatsächlich zu einer großen Anlage‘. Das konnte ich in der Industrie anwenden.

Frage: Sie sind nach wie vor hoffnungsvoll elektrotechnikbegeistert. Die Hitliste der beliebtesten Studienfächer führt Elektrotechnik statistisch gesehen jedoch nicht an. Haben Sie keine Angst, irgendwann vor einer leeren Halle spielen zu müssen?

Prof. Dr. Aufderheide:
Nein, weil die Faszination gerade für die Elektrotechnik als Schnittstelle zwischen Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau ganz wesentlich ist. Wir merken ja gerade, dass ganz viele Themen, an die vor mehr als zehn Jahren noch keiner gedacht hat, irgendwas mit Elektrotechnik zu tun haben. Nennen wir nur die Megathemen Digitalisierung, Energiewende. Künstliche Intelligenz, Smart Farming usw.  Was früher ein rein mechanisches Produkt war, ist heute zum großen Teil ein elektrotechnisches Software-Produkt. Ich sehe es eigentlich genau anders: Wir werden ganz viele Leute erleben, die sich völlig fachfremd mit Elektrotechnik auseinandersetzen. Zum Beispiel Leute aus der Modebranche, die in Sportkleidung Fitness-Tracker integrieren möchten.

Frage: Mehr Rock ‘n‘ Roll für die Elektrotechnik?

Prof. Dr. Aufderheide:
Wir sind als Exportnation sehr erfolgreich. Dennoch müssen wir uns gesamtgesellschaftlich fragen, warum wir uns und unsere technische Kernkompetenz häufig so klein reden – die Heldinnen und Helden in fiktionalen TV-Formaten beispielsweise kommen eher aus der Modebranche oder aus dem Journalismus. Wir brauchen mehr Role Models, Identifikationsfiguren, die für unterschiedliche technische Disziplinen stehen und zeigen können, ‚guck mal, was wir hier für interessante Sachen machen‘. Und natürlich müssen auch wir als Lehrende in die Schulen, vielleicht sogar schon in die Kindergärten, um dort ganz bewusst mit Technikkursen und Projekten für unsere Angebote zu werben. Im Ingenieurstudium ist ein großer Teil des Studiums natürlich Theorie, das wird als nicht so spannend wahrgenommen, was ich auch nachvollziehen kann. Aber das muss unser Ziel sein, zu verdeutlichen, ‚ohne Grundlagen und Theorie geht es nicht. Aber wenn ich den theoretischen Teil verstanden habe, kann ich mein Wissen bei diesen vielen spannenden Dingen anwenden.‘ Technik kann sehr wohl auch Rock ‘n‘ Roll sein.

 

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

14.10.2020

Alles ist anders, aber nichts fällt weg

In diesen Tagen starten etwa 400 Erstsemester in ihr Studium an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.

Hagen. Mehr als 400 Erstsemester starten in diesen Tagen in ihr Studium an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Dass es einen Semesterstart wie in all den Jahren zuvor geben würde, hatte ohnehin niemand von ihnen vermutet. Mit der Einordnung der Stadt Hagen als Corona-Risikogebiet musste nun aber auch der Plan für ein Hybridsemester wieder in die Schublade wandern. Und dennoch: Die Fachbereiche versuchen alles, um den Neulingen einen möglichst guten Eindruck von ihrer künftigen Hochschule zu vermitteln.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

14.10.2020

20 Jahre technisches Verbundstudium

Public-Private-Partnership-Modell für das Ingenieurstudium blickt auf Erfolgsgeschichte zurück

Iserlohn. Vor 20 Jahren wurde ein seinerzeit bundesweit einmaliges Studienmodell an der damaligen Märkischen Fachhochschule in Iserlohn aus der Taufe gehoben: Ein ingenieurwissenschaftlicher Verbundstudiengang, der eine technische Berufsausbildung und ein Maschinenbaustudium vereinte und berufs- und ausbildungsbegleitend studierbar war. Entwickelt wurde dieser Studiengang in enger Kooperation mit den regionalen Arbeitgeberverbänden, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und heimischen Unternehmen.

08.10.2020

Semesterstart auf Distanz

Mehr als 400 Studienanfänger beginnen Studium in Iserlohn

Iserlohn. Mehr als 400 Erstsemesterstudierende starten an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn ins Studium. Bevor es in der nächsten Woche mit dem Hybridstudium losgeht, steht in dieser Woche die „Ersti-Woche“ zum Kennenlernen der Hochschule und der Mitstudierenden auf dem Programm.

28.09.2020

Online-Seminare für Studieninteressierte

Allgemeine Studienberatung informiert am 01. und 15. Oktober über das Studium an der Fachhochschule Südwestfalen und die Suche nach dem passenden Studiengang

Iserlohn. Am 01. Oktober stellt die Allgemeine Studienberatung der Fachhochschule Südwestfalen das Bachelor-Studium an der Hochschule vor.

25.09.2020

Ausbildungsstart (Corona-bedingt) zum Teil im Homeoffice

Fachhochschule Südwestfalen begrüßt drei neue Auszubildende

Iserlohn. Drei neue Auszubildende beginnen in diesem Jahr ihre Ausbildung an der Fachhochschule Südwestfalen. Sie werden im technisch-naturwissenschaftlichen sowie informationstechnischen Bereich ausgebildet.

24.09.2020

Erfolgreicher Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Transferverbund Südwestfalen schafft seit zehn Jahren erfolgreiche Verbindungen zwischen Industrie und Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn. Der Transferverbund Südwestfalen bringt seit 10 Jahren Unternehmen und Hochschulen miteinander in Kontakt. Weit über 400 Projekte wurden in dieser Zeit realisiert. Im Betriebsalltag von kleinen und mittleren Unternehmen ist es oft schwierig, Kapazitäten vorzuhalten, die sich ausschließlich auf die Entwicklung von Innovationen konzentrieren. Gleichzeitig gibt es an den Hochschulen der Region die Köpfe, die sich mit Forschung und Entwicklung befassen und gerne ihr Wissen in der Praxis erproben. Beide Partner zusammenzubringen, ist die Idee des Transferverbundes Südwestfalen.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

09.10.2020

Inkubatorprogramm für Gründungsinteressierte

Projekt streamUP unterstützt Gründerteams über bis zu 18 Monate / Bewerbung noch bis zum 31. Oktober möglich

Dortmund / Meschede. streamUP ist ein sogenanntes Inkubatorprogramm für die Themen Mobilität, Energiewirtschaft, Datentransfer und Gesellschaft in den Regionen Dortmund und Südwestfalen. Das Projekt unterstützt Gründungsinteressierte von der Idee bis zur Gründung mit Coachings, Workshops, Mentoring, Netzwerkarbeit und einer passenden Infrastruktur. Eine Bewerbung ist noch bis zum 31. Oktober möglich.

08.10.2020

Semesterstart auf Distanz

Mehr als 300 Studienanfänger*innen beginnen zum Wintersemester 2020/21 ihr Studium in Meschede im Hybridbetrieb

Meschede. Mehr als 300 Erstsemester starten an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede ins Studium. Seit dem 28. September läuft für sie und die älteren Semester das Hybridstudium, eine Mischung aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen. Noch nicht angekommen sind die Studierenden der Wirtschaftspsychologie – sie fangen erst am 2. November mit Vorlesungen an.

30.09.2020

Mathe ist mehr - Mitmachen bei der Mathe-Olympiade

Realschule Eslohe beteiligt sich an Fürther Mathematik-Olympiade, unterstützt durch das zdi Netzwerk Bildungsregion Hochsauerlandkreis

Eslohe. Mathe ist mehr. Unter diesem Motto steht der als Fürther Mathematik-Olympiade bekannte mathematische Knobelwettbewerb, kurz „Fuemo“. Dieses Jahr ist zum ersten Mal die Realschule Eslohe mit rund 80 Schülerinnen und Schülern dabei, unterstützt durch das zdi Netzwerk Bildungsregion Hochsauerlandkreis.

24.09.2020

Erfolgreicher Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Transferverbund Südwestfalen schafft seit zehn Jahren erfolgreiche Verbindungen zwischen Industrie und Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn. Der Transferverbund Südwestfalen bringt seit 10 Jahren Unternehmen und Hochschulen miteinander in Kontakt. Weit über 400 Projekte wurden in dieser Zeit realisiert. Im Betriebsalltag von kleinen und mittleren Unternehmen ist es oft schwierig, Kapazitäten vorzuhalten, die sich ausschließlich auf die Entwicklung von Innovationen konzentrieren. Gleichzeitig gibt es an den Hochschulen der Region die Köpfe, die sich mit Forschung und Entwicklung befassen und gerne ihr Wissen in der Praxis erproben. Beide Partner zusammenzubringen, ist die Idee des Transferverbundes Südwestfalen.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

15.10.2020

Neuer Masterverbundstudiengang Medienpädagogik

Start zum Sommersemester 2021 an der FH Südwestfalen in Soest

Soest. Medien sind eine wichtige Quelle für Informationen, Bildung und Unterhaltung und in unserem Alltag allgegenwärtig. Ihre Nutzung birgt allerdings neben Chancen auch Risiken. Wie können Medien in den verschiedenen Altersstufen verantwortungsbewusst und fördernd eingesetzt werden? Der neue Masterstudiengang Medienpädagogik, der zum Sommersemester 2021 an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest startet, beschäftigt sich genau mit diesen gesellschaftlich relevanten Aspekten und vermittelt darüber hinaus das erforderliche technologische Grundverständnis zum Einsatz neuer Medien etwa in Bildungs- und Beratungseinrichtungen sowie im Alltag. Am 28. November 2020 findet zum neuen Studienangebot eine Online-Informationsveranstaltung statt.

15.10.2020

Teamgeist über digitale Grenzen hinweg

Mehr als 100 internationale Erstsemester starten ihre Studium an der FH

Soest. Internationalisierung, Digitalisierung – man kann sagen, was im Job später selbstverständlich ist, wird an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest bereits am 1. Tag des Studiums umgesetzt. Mehr als 100 Studienanfänger*innen aus aller Welt begegneten sich jetzt zum ersten Mal digital in einem Online-Meeting. Sie starten zum Wintersemester 2020/2021 ihr Studium „Business Administration with Informatics“ (BBA).

09.10.2020

Hybridsemester an der Fachhochschule gestartet

Gut 600 Studienanfänger*innen beginnen ihr Studium in Soest

Soest. Die meisten Studierenden sind jetzt in das Wintersemester 2020/21 gestartet – einige analog vor Ort, ein großer Teil digital im Rahmen von Online-Konferenzen. Die Vorkurse sind fast geschafft, die meisten „Erstis“ begrüßt und am Montag (12. Oktober) startet ein Großteil der Vorlesungen – überwiegend online, in Kleingruppen auch in Präsenz auf dem Campus. Der Vorlesungsbetrieb für den Fachbereich Agrarwirtschaft beginnt am 2. November.

24.09.2020

Erfolgreicher Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Transferverbund Südwestfalen schafft seit zehn Jahren erfolgreiche Verbindungen zwischen Industrie und Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn. Der Transferverbund Südwestfalen bringt seit 10 Jahren Unternehmen und Hochschulen miteinander in Kontakt. Weit über 400 Projekte wurden in dieser Zeit realisiert. Im Betriebsalltag von kleinen und mittleren Unternehmen ist es oft schwierig, Kapazitäten vorzuhalten, die sich ausschließlich auf die Entwicklung von Innovationen konzentrieren. Gleichzeitig gibt es an den Hochschulen der Region die Köpfe, die sich mit Forschung und Entwicklung befassen und gerne ihr Wissen in der Praxis erproben. Beide Partner zusammenzubringen, ist die Idee des Transferverbundes Südwestfalen.

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