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Zwischen Press-Werkzeug und Hochleistungsrechner: Joachim Arens im Labor Foto: Christian Klett, FH Südwestfalen
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23.09.2020

Der High-Tech-Maschinenflüsterer

Joachim Arens arbeitet an einem Wissenstransfersystem für Fertigungsprozesse

Meschede. Maschinenflüsterer – so nennt man Menschen, die Maschinen verstehen, sie zum Laufen bringen, in Betrieb halten. Es sind wertvolle Mitarbeiter im Unternehmen, deren Arbeit auf viel Erfahrung beruht. In einer älter werdenden Gesellschaft gibt es auch von ihnen immer weniger aktiv im Beruf – ein Problem für produzierende Unternehmen. An der Lösung dieses Problems wirkt Joachim Arens mit. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt WiTraPres arbeitet er gerade an einer Produktionsanlage, die sich selbst erklären kann und im Idealfall selber steuert.

WiTraPres steht für den Aufbau eines Wissenstransfersystems beim Produktionsprozess des Presshärtens. „Wir bauen hierfür im Labor eine echte Produktionsanlage nach, vollständig vernetzt und mit Sensorik ausgestattet“, erklärt Arens. „Die Sensordaten werden datenwissenschaftlich ausgewertet und über Maschinelles Lernen soll die Anlage lernen, sich selbst zu steuern.“ Eventuelle Fehler könnten dann entsprechend geschulte Mitarbeitende über eine sogenannte Hololens aufspüren. Diese Datenbrille zeigt virtuelle Fehlerinformationen in der realen Anlage und gibt zudem Wartungs- oder Reparaturhinweise.

Arens Aufgabe im Projektteam ist die Auslegung der Demonstratoranlage. Er ist zuständig für die mechanische Konstruktion von Anlage und Werkzeug sowie die Messtechnik, soll Sensoren implementieren und auslesen. „Ich bin die Schnittstelle zwischen Datenwissenschaft und Maschinenbedienung“, sagt Arens, der sich regelmäßig mit seinem Kollegen Felix Neubürger aus dem Bereich Data Science austauscht. „Er hat Ahnung von Datenanalyse, ich vom Produktionsprozess und was die Daten bedeuten.“ So stellt der eine den Kurvenverlauf eines Parameters fest, der andere kann es beispielsweise als Abkühlungskurve des Werkszeugs erklären. Kollege Fernando Arévalo kümmert sich um die Mensch-Maschine-Kommunikation. Zusammen schaffen sie die Wissensbasis für maschinelles Lernen und Mensch-Maschine-Interaktion.

„Das Ganze ist super interdisziplinär und innovativ“, freut sich Joachim Arens, „ich kann unheimlich viel von den anderen lernen.“ Dass er sich einmal mit Wissenstransfersystemen und Künstlicher Intelligenz beschäftigt, hätte der Esloher früher nicht gedacht. Nach der Realschule absolvierte Arens zunächst eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinen-Mechaniker, machte das Fachabitur, studierte dann in Meschede Maschinenbau. Sein Antrieb? „Ich habe mich immer dafür interessiert, wie etwas funktioniert“, so Arens. Geld verdienen sei nicht der Anreiz gewesen, sondern die Neugier.
Über seine Bachelorarbeit zum Thema Presshärten landete er im Projekt WiTraPres. Drei Jahre läuft das Projekt, bis Juli 2022 hat Arens hier eine Vollzeitstelle. Für diese Zeit hat er sich zusätzlich das berufsbegleitende Masterstudium Maschinenbau vorgenommen. Der Unterricht findet aktuell meist abends und online statt.  „Hart aber machbar“, meint Arens. Die zusätzliche Belastung nimmt er gerne in Kauf, hat schon oft aus dem Studium für seine Arbeit profitiert und umgekehrt: „Es ist viel einfacher etwas zu lernen, wenn man es praktisch anwenden kann.“   

Das Studium ist kostengünstig und nicht über einen Arbeitgeber finanziert: Unabhängigkeit ist Joachim Arens wichtig. Nach Projektstelle und Studium soll es auf jeden Fall in den Beruf gehen, wo und wie lässt er auf sich zukommen. „Langfristig sehe ich mich im Bereich Digitalisierung und Automatisierung – aber in der Praxis“, ist sich Arens sicher. Dann wird ein Unternehmen von ihm profitieren, gewissermaßen als High-Tech-Maschinenflüsterer.

Projekt WiTraPres

Bei WiTraPres geht es um die Entwicklung eines Wissenstransfersystems für komplexe Fertigungsprozesse am Beispiel des Warmumformens von Leichtbauteilen.
Das Projekt verantworten die Professoren Dr. Matthias Hermes, Dr. Thomas Kopinski und Dr. Andreas Schwung. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

14.10.2020

Alles ist anders, aber nichts fällt weg

In diesen Tagen starten etwa 400 Erstsemester in ihr Studium an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.

Hagen. Mehr als 400 Erstsemester starten in diesen Tagen in ihr Studium an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Dass es einen Semesterstart wie in all den Jahren zuvor geben würde, hatte ohnehin niemand von ihnen vermutet. Mit der Einordnung der Stadt Hagen als Corona-Risikogebiet musste nun aber auch der Plan für ein Hybridsemester wieder in die Schublade wandern. Und dennoch: Die Fachbereiche versuchen alles, um den Neulingen einen möglichst guten Eindruck von ihrer künftigen Hochschule zu vermitteln.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

14.10.2020

20 Jahre technisches Verbundstudium

Public-Private-Partnership-Modell für das Ingenieurstudium blickt auf Erfolgsgeschichte zurück

Iserlohn. Vor 20 Jahren wurde ein seinerzeit bundesweit einmaliges Studienmodell an der damaligen Märkischen Fachhochschule in Iserlohn aus der Taufe gehoben: Ein ingenieurwissenschaftlicher Verbundstudiengang, der eine technische Berufsausbildung und ein Maschinenbaustudium vereinte und berufs- und ausbildungsbegleitend studierbar war. Entwickelt wurde dieser Studiengang in enger Kooperation mit den regionalen Arbeitgeberverbänden, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und heimischen Unternehmen.

08.10.2020

Semesterstart auf Distanz

Mehr als 400 Studienanfänger beginnen Studium in Iserlohn

Iserlohn. Mehr als 400 Erstsemesterstudierende starten an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn ins Studium. Bevor es in der nächsten Woche mit dem Hybridstudium losgeht, steht in dieser Woche die „Ersti-Woche“ zum Kennenlernen der Hochschule und der Mitstudierenden auf dem Programm.

28.09.2020

Online-Seminare für Studieninteressierte

Allgemeine Studienberatung informiert am 01. und 15. Oktober über das Studium an der Fachhochschule Südwestfalen und die Suche nach dem passenden Studiengang

Iserlohn. Am 01. Oktober stellt die Allgemeine Studienberatung der Fachhochschule Südwestfalen das Bachelor-Studium an der Hochschule vor.

25.09.2020

Ausbildungsstart (Corona-bedingt) zum Teil im Homeoffice

Fachhochschule Südwestfalen begrüßt drei neue Auszubildende

Iserlohn. Drei neue Auszubildende beginnen in diesem Jahr ihre Ausbildung an der Fachhochschule Südwestfalen. Sie werden im technisch-naturwissenschaftlichen sowie informationstechnischen Bereich ausgebildet.

24.09.2020

Erfolgreicher Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Transferverbund Südwestfalen schafft seit zehn Jahren erfolgreiche Verbindungen zwischen Industrie und Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn. Der Transferverbund Südwestfalen bringt seit 10 Jahren Unternehmen und Hochschulen miteinander in Kontakt. Weit über 400 Projekte wurden in dieser Zeit realisiert. Im Betriebsalltag von kleinen und mittleren Unternehmen ist es oft schwierig, Kapazitäten vorzuhalten, die sich ausschließlich auf die Entwicklung von Innovationen konzentrieren. Gleichzeitig gibt es an den Hochschulen der Region die Köpfe, die sich mit Forschung und Entwicklung befassen und gerne ihr Wissen in der Praxis erproben. Beide Partner zusammenzubringen, ist die Idee des Transferverbundes Südwestfalen.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

09.10.2020

Inkubatorprogramm für Gründungsinteressierte

Projekt streamUP unterstützt Gründerteams über bis zu 18 Monate / Bewerbung noch bis zum 31. Oktober möglich

Dortmund / Meschede. streamUP ist ein sogenanntes Inkubatorprogramm für die Themen Mobilität, Energiewirtschaft, Datentransfer und Gesellschaft in den Regionen Dortmund und Südwestfalen. Das Projekt unterstützt Gründungsinteressierte von der Idee bis zur Gründung mit Coachings, Workshops, Mentoring, Netzwerkarbeit und einer passenden Infrastruktur. Eine Bewerbung ist noch bis zum 31. Oktober möglich.

08.10.2020

Semesterstart auf Distanz

Mehr als 300 Studienanfänger*innen beginnen zum Wintersemester 2020/21 ihr Studium in Meschede im Hybridbetrieb

Meschede. Mehr als 300 Erstsemester starten an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede ins Studium. Seit dem 28. September läuft für sie und die älteren Semester das Hybridstudium, eine Mischung aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen. Noch nicht angekommen sind die Studierenden der Wirtschaftspsychologie – sie fangen erst am 2. November mit Vorlesungen an.

30.09.2020

Mathe ist mehr - Mitmachen bei der Mathe-Olympiade

Realschule Eslohe beteiligt sich an Fürther Mathematik-Olympiade, unterstützt durch das zdi Netzwerk Bildungsregion Hochsauerlandkreis

Eslohe. Mathe ist mehr. Unter diesem Motto steht der als Fürther Mathematik-Olympiade bekannte mathematische Knobelwettbewerb, kurz „Fuemo“. Dieses Jahr ist zum ersten Mal die Realschule Eslohe mit rund 80 Schülerinnen und Schülern dabei, unterstützt durch das zdi Netzwerk Bildungsregion Hochsauerlandkreis.

24.09.2020

Erfolgreicher Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Transferverbund Südwestfalen schafft seit zehn Jahren erfolgreiche Verbindungen zwischen Industrie und Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn. Der Transferverbund Südwestfalen bringt seit 10 Jahren Unternehmen und Hochschulen miteinander in Kontakt. Weit über 400 Projekte wurden in dieser Zeit realisiert. Im Betriebsalltag von kleinen und mittleren Unternehmen ist es oft schwierig, Kapazitäten vorzuhalten, die sich ausschließlich auf die Entwicklung von Innovationen konzentrieren. Gleichzeitig gibt es an den Hochschulen der Region die Köpfe, die sich mit Forschung und Entwicklung befassen und gerne ihr Wissen in der Praxis erproben. Beide Partner zusammenzubringen, ist die Idee des Transferverbundes Südwestfalen.

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15.10.2020

Neuer Masterverbundstudiengang Medienpädagogik

Start zum Sommersemester 2021 an der FH Südwestfalen in Soest

Soest. Medien sind eine wichtige Quelle für Informationen, Bildung und Unterhaltung und in unserem Alltag allgegenwärtig. Ihre Nutzung birgt allerdings neben Chancen auch Risiken. Wie können Medien in den verschiedenen Altersstufen verantwortungsbewusst und fördernd eingesetzt werden? Der neue Masterstudiengang Medienpädagogik, der zum Sommersemester 2021 an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest startet, beschäftigt sich genau mit diesen gesellschaftlich relevanten Aspekten und vermittelt darüber hinaus das erforderliche technologische Grundverständnis zum Einsatz neuer Medien etwa in Bildungs- und Beratungseinrichtungen sowie im Alltag. Am 28. November 2020 findet zum neuen Studienangebot eine Online-Informationsveranstaltung statt.

15.10.2020

Teamgeist über digitale Grenzen hinweg

Mehr als 100 internationale Erstsemester starten ihre Studium an der FH

Soest. Internationalisierung, Digitalisierung – man kann sagen, was im Job später selbstverständlich ist, wird an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest bereits am 1. Tag des Studiums umgesetzt. Mehr als 100 Studienanfänger*innen aus aller Welt begegneten sich jetzt zum ersten Mal digital in einem Online-Meeting. Sie starten zum Wintersemester 2020/2021 ihr Studium „Business Administration with Informatics“ (BBA).

09.10.2020

Hybridsemester an der Fachhochschule gestartet

Gut 600 Studienanfänger*innen beginnen ihr Studium in Soest

Soest. Die meisten Studierenden sind jetzt in das Wintersemester 2020/21 gestartet – einige analog vor Ort, ein großer Teil digital im Rahmen von Online-Konferenzen. Die Vorkurse sind fast geschafft, die meisten „Erstis“ begrüßt und am Montag (12. Oktober) startet ein Großteil der Vorlesungen – überwiegend online, in Kleingruppen auch in Präsenz auf dem Campus. Der Vorlesungsbetrieb für den Fachbereich Agrarwirtschaft beginnt am 2. November.

24.09.2020

Erfolgreicher Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Transferverbund Südwestfalen schafft seit zehn Jahren erfolgreiche Verbindungen zwischen Industrie und Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn. Der Transferverbund Südwestfalen bringt seit 10 Jahren Unternehmen und Hochschulen miteinander in Kontakt. Weit über 400 Projekte wurden in dieser Zeit realisiert. Im Betriebsalltag von kleinen und mittleren Unternehmen ist es oft schwierig, Kapazitäten vorzuhalten, die sich ausschließlich auf die Entwicklung von Innovationen konzentrieren. Gleichzeitig gibt es an den Hochschulen der Region die Köpfe, die sich mit Forschung und Entwicklung befassen und gerne ihr Wissen in der Praxis erproben. Beide Partner zusammenzubringen, ist die Idee des Transferverbundes Südwestfalen.

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