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Iris Laubstein und Prof. Dr. Ulrich Kern
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18.06.2012

"Kosten oder Kunst-Projekte einer Designmanagerin"

Werkstattgespräch am 12. Juni 2012

Sie war die erste Geschäftsführerin der BayernDesign GmbH, beriet die Ausstellungsmacher auf Zollverein in Essen und organisiert heute Kongresse zum Global Branding in Stuttgart. Die in Köln ansässige Iris Laubstein gehört zu den prominenten Vertreterinnen einer neuen Professionalität - den Designmanagerinnen.

"Wenn wir Führungskräfte für die kreative und innovative Wirtschaft ausbilden wollen, braucht es auch Beispiele und Erfahrungswissen der Praxis", so Prof. Dr. Ulrich Kern in seiner Begrüßung der Referentin. Und diese ließ sich nicht zweimal bitten, über ihre beruflichen Erfahrungen zu berichten.

Nicht umsonst ist Iris Laubstein heute selbstständig tätige Designmanagerin und erfahrene Netzwerkerin im Verband Deutscher Industrie-Designer. Wie keine zweite kennt sie das Leben "zwischen allen Stühlen", wie sie Designmanagement selbst beschreibt. Dabei hatte bei ihr alles so geradlinig angefangen: mit einem Industrial Design-Studium an der Hochschule der Künste Berlin. Denn sie wollte "Kopf und Hand miteinander verbinden". Aber mit Kunst habe sie nichts zu tun, beteuerte die Referentin, mit Kosten dagegen jede Menge. Denn wer wie sie Unternehmen berät und Projekte konzipiert, muss auch Nutzen und Kosten von Design argumentieren können.

Kosten argumentieren-Kommunikation beherrschen

Ein anderes K-Wort tauchte in ihrem Vortrag immer wieder auf: Kommunikation. Zu 80 Prozent bestehe Designmanagement aus Kommunikation. Darüber herrsche bei den Vertretern der Zunft Einigkeit. Den Auftraggeber verstehen, richtig zuhören können, die Sprache des anderen annehmen und partnerschaftlich denken- kommunikative Tugenden dieser Art zählte die Referentin beispielhaft auf. Und wandte diese "Theorie" auch gleich in der Praxis ihres Vortrags an. Immer wieder bezog sie ihre Zuhörer ein - neben zahlreichen Studierenden auch Lehrende und Unternehmensvertreter. Und diese machten munter mit. Warum sie selbst Design- und Projektmanagement studieren und welche Kompetenzen sie hierfür mitbringen, erläuterten angehende Designmanager/innen. Ob denn der Beruf sie auch wählen würde?, fragte die Referentin listig zurück. Als Lehrende an drei Hochschulen weiß Iris Laubstein, was den beruflichen Nachwuchs bewegt. "Menschen im Design" lautete ein zentrales Stichwort ihres Vortrags.

"Prozess trifft Leidenschaft"

Ein anderes Stichwort: "Erwartungen der Praxis". Gleich eine Vielzahl wusste die Referentin aufzuzählen: Strategie, Marketing, Marke. Wer im Designmanagement tätig ist, muss Erfolgschancen erkennen, Prozesse strategisch steuern und wissen, wie Märkte ticken. Genau das macht den Beruf so faszinierend. Methodik auf der einen Seite, Leidenschaft auf der anderen. Es braucht aber auch eine eigene Haltung im Design. Was ist Qualität, was Nachhaltigkeit und was bedeutet qualitatives Wachstum? Damit klang schon das dritte Stichwort des Vortrags an: "Herausforderungen der Zukunft". Vor allem die Globalisierung der Märkte sei wichtiges Thema im Design. Noch mehr gleiche Produkte für alle oder eher kulturell und regional angepasste? Eine Frage, für die Designmanager/innen in Zukunft Antworten entwickeln müssen.

Leerstelle Weiterbildung?

Dass auf Designmanager/innen noch viel Arbeit wartet, davon ist die Referentin überzeugt. Und deshalb setzt sie sich nach Kräften im Verband Deutscher Industrie-Designer ein. Als dessen NRW-Vorsitzende tritt sie an für verbesserten Austausch, Formulierung gemeinsamer Interessen, auch gegenüber der Politik. Für eine entscheidende Zukunftsfrage hält sie die Weiterbildung im Design. Lebenslanges Lernen kann nicht nur für andere gelten. Gerade in einer Disziplin, die mit Fragen von Technik und Märkten, Kosten und Kundenvorteilen so eng verknüpft ist wie Design, ist Weiterbildung ein Muss. Aber gerade hier sieht die Referentin noch eine große Leerstelle.

Die rund 50 Teilnehmer des dpm-Werkstattgesprächs konnten gerade den letzten Hinweis der Referentin nur bestätigen. Waren sie doch selbst gerade in Sachen Weiterbildung unterwegs. Fortgesetzt wird die Vortragsreihe der Werkstattgespräche des Sommersemesters 2012 „Frauenpower in Soest“ am Dienstag, den 19. Juni 2012. Wieder um 16:00 Uhr wird Dr. Annette Seidenberg zu dem Thema "Fantasie oder Flop? Strategien einer Dekor-Entwicklerin" referieren. Am Donnerstag, 21. Juni, 16 Uhr, ist Hannah Bauhoff Gastrednerin mit dem Thema "Publish or Perish? Designsichten einer Journalistin".

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

14.07.2020

Face-Shields für OP-Lampen

Digitaler Make@thon im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Fachhochschule Südwestfalen und Universität Osnabrück

Hagen. Face-Shields, die die Übertragung von Viren erschweren, zählen für das medizinische Fachpersonal zur Grundausstattung. Für Operationen benötigen Ärzt*innen oft Stirnlampen, für die es bislang keine Face-Shield-Aufsätze gibt. In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt der Fachhochschule Südwestfalen und der Universität Osnabrück sollen Personen angesprochen und vernetzt werden, die in ihrer Freizeit mithilfe von 3D-Druckern technische und medizinische Materialien produzieren. Anfang Juli fand der erste digitale Open Photonik Pro Make@athon statt, bei dem die Teilnehmer*innen zum einen Aufsatz für OP-Stirnlampen, zum anderen eine vollständig 3D-gedruckte OP-Stirnlampe mit Face-Shield konzipierten.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

03.08.2020

Auf dem Weg zur papierlosen Fertigung

Iserlohner FH-Student unterstützt mit seiner Abschlussarbeit die Digitalisierung bei der Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co. KG

Iserlohn. Felix Schönenberg, Student der Fertigungstechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn hat sich in seiner Abschlussarbeit mit der Digitalisierung von Rückmeldeprozessen für eine effiziente Auftragssteuerung bei der Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co. KG (ESM) beschäftigt. Das Ergebnis: Entlastete Beschäftigte, eine transparente Auftragssteuerung bzw.-verfolgung ohne zeitliche Verluste und ein geringerer Papier- und Druckmittelverbrauch.

30.07.2020

Informationsangebote für Studieninteressierte

Im laufenden Bewerbungszeitraum setzt die Fachhochschule Südwestfalen weiter auf ein umfangreiches Beratungsangebot

Iserlohn. Die Bewerbungsphase für ein Studium zum Wintersemester läuft aktuell. Da gibt es viele Fragen zu Voraussetzungen, Ablauf der Bewerbung oder zum richtigen Studienfach. Die Fachhochschule Südwestfalen bietet dazu im August wieder verschiedene Veranstaltungen für Studieninteressierte an.

28.07.2020

Studierende sind sehr zufrieden mit ihrer Fachhochschule

Weit über 80 Prozent können Studium an der Fachhochschule Südwestfalen empfehlen

Iserlohn. Die Studierenden aller Studienbereiche der Fachhochschule Südwestfalen wurden in der bundesweiten Trendence-Umfrage 2020 nach ihrer Zufriedenheit mit der Hochschule befragt. Über 600 haben sich beteiligt und stellen ihrer Hochschule ein gutes Zeugnis aus.

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07.08.2020

Wissenschaftsministerin auf Stippvisite in Meschede

NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Parlamentarischer Staatssekretär Klaus Kaiser zu Besuch am Standort Meschede der Fachhochschule Südwestfalen

Meschede. Im Rahmen ihrer Sommertour durchs Sauerland machten NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Staatssekretär Klaus Kaiser heute (06.08.2020) auf dem Weg nach Bad Fredeburg auch Station an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede.

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14.07.2020

Deutschkurse: Ein wichtiger Schritt zur Integration

Fachhochschule bereitet Flüchtlinge auf ein Studium in Deutschland vor

Soest. Corona-bedingt finden die studienvorbereitenden Deutschkurse für Flüchtlinge, die die Fachhochschule Südwestfalen an allen Standorten anbietet, seit einigen Wochen online statt. Teilnehmer*innen und Dozentinnen haben sich rasch an das neue Format gewöhnt. Für die Teilnehmer*innen bedeuten die Kurse einen ersten wichtigen Baustein in Richtung Integration.

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