Bilder

Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, sprach in der Soester Stadthalle über die Agrarpolitik für NRW.
Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, sprach in der Soester Stadthalle über die Agrarpolitik für NRW.(Download )
(v.l.) Hans-Jürgen Thies (MdB), Prof. Dr. Wolf Lorleberg, Heinrich Frieling (MdL), Moderator Prof. Dr. Marc Boelhauve, Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, Prof. Dr. Harald Grethe, Ministerin Ursula Heinen-Esser, Hathumar Rustige (Vors. Susatia), Moderat
(v.l.) Hans-Jürgen Thies (MdB), Prof. Dr. Wolf Lorleberg, Heinrich Frieling (MdL), Moderator Prof. Dr. Marc Boelhauve, Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, Prof. Dr. Harald Grethe, Ministerin Ursula Heinen-Esser, Hathumar Rustige (Vors. Susatia), Moderat(Download )
14.01.2019

Zentrale Herausforderungen in der Nutztierhaltung

Agrarforum diskutierte über Vereinbarkeit von Tierwohl und Tierproduktion

Soest. Kaum ein Thema wird in Politik und Öffentlichkeit so kontrovers diskutiert wie die Vereinbarkeit von Tierwohl und Wirtschaftlichkeit in der intensiven Nutztierhaltung. So rückten die Veranstalter des 30. Soester Agrarforums, die Fachhochschule Südwestfalen und der Ehemaligenverband Susatia, dieses Thema heute (Freitag, 11. Januar) in den Mittelpunkt. Mehr als 700 Gäste aus Praxis, Unternehmen, Verbänden, Hochschule, Wissenschaft und Politik beschäftigte die Frage, wie die Zukunft der Tierhaltung in Nordrhein-Westfalen aussehen kann. „Die moderne Landwirtschaft steht heute an einem entscheidenden Scheideweg. Sie muss bei weitgehend offenen Märkten, steigenden Kosten und real stagnierenden Erzeugerpreisen stetig nachhaltiger werden. Gleichzeitig scheint sie immer mehr das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zu verlieren.“, fasste Prof. Dr. Wolf Lorleberg die akute Herausforderung zusammen. Landwirtschaftliche Tierhalter seien auf eine langjährige Planungssicherheit angewiesen, das schließe kalkulierbare gesetzliche Rahmenbedingungen ebenso wie den notwendigen Vertrauensschutz ein. Schließlich stehe für die Landwirtschaft Nordrhein-Westfalens enorm viel auf dem Spiel, denn mehr als die Hälfte des Produktionswertes werde mit landwirtschaftlicher Nutztierhaltung erzielt, so der Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft.

Gesetzliche Rahmenbedingungen spielen in Hinsicht auf Planungssicherheit eine zentrale Rolle. So referierte Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, darüber, welche Position die deutschen Bundesländer im Hinblick auf die anstehende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) einnehmen. Im Herbst hatten sich Vertreter der Länder bei der Agrarministerkonferenz im benachbarten Bad Sassendorf darauf verständigt, dass die Gemeinsame Agrarpolitik für Bauern einfacher, für die ländlichen Räume attraktiver und für die Umwelt wirksamer werden solle. Eine finanzielle Ausstattung der GAP auf bisherigem Niveau, mehr Spielräume für die Mitgliedstatten im Hinblick auf die Regelungen zur Degression und Kappung, höhere Anreize für Landwirte schaffen, die freiwillige Leistungen in Sachen Umwelt-, Klima- und Tierschutz erbringen möchten und ein Risikomanagement entwickeln, um wachsenden Wetterextremen und Marktvolatilitäten zu begegnen – diese und weitere Kernaussagen habe die Konferenz formuliert.

Zweites großes Thema ihrer Ausführungen war die Weiterentwicklung der Nutztierhaltung. „Mit jeder Verbesserung des Tierwohls gehen höhere Kosten für die Tierhalter einher. Stellt sich die Frage, wie landwirtschaftliche Betriebe auch unter diesen Bedingungen wirtschaftlich und ertragreich arbeiten können.“, so die Ministerin. Die Einführung des bundesweit geltenden Tierwohlkennzeichens bewerte sie in diesem Zusammenhang positiv. Das neue Label biete eine gute Grundlage dafür, die höheren Aufwendungen durch höhere Preise für den Endverbraucher am Markt zu kompensieren. Auch mit Blick auf bestehende Zielkonflikte zwischen Maßnahmen für mehr Tierwohl und europarechtlichen Anforderungen zum Umweltschutz bei der Tierhaltung gelte es, zeitnah übergeordnete Kompromisse zu finden. „Außerdem haben die Landwirte das Recht auf eine verlässliche Perspektive für die ökonomische Sicherung und die Weiterentwicklung ihrer Betriebe.“

Um den Spagat zwischen gesellschaftlichen Ansprüchen und internationaler Wettbewerbsfähigkeit ging es im Vortrag von Prof. Dr. Harald Grethe von der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Er benannte die Erhaltung einer wettbewerbsfähigen Produktion bei gleichzeitiger Umsetzung von steigenden Anforderungen an die Prozessqualität der Nutztierhaltung, vor allem im Tier- und Umweltschutz, sowie die konstruktive Gestaltung der Mengenfrage als zentrale Herausforderungen der Nutztierhaltung. Letztlich sieht er die gesamte Gesellschaft – Tierhalter, Privatwirtschaft, Staat, Zivilgesellschaft und Konsumenten – in der Pflicht, einen Beitrag zu leisten. Insbesondere fordert er aber eine Weiterentwicklung der politischen Rahmenbedingungen für die Nutztierhaltung. Seiner Einschätzung nach, müssten 3 bis 5 Milliarden Euro investiert werden, um in Sachen Tierschutz nachhaltig etwas zu bewegen. Um die notwendigen Steuerungsimpulse zu setzen und die erforderlichen Mittel bereitzustellen, sei dringend eine Finanzierungs- und Steuerungsstrategie, welche langfristige Perspektiven für die Nutztierhaltung eröffnet, erforderlich.

Dipl. Ing. agr. ETH Cesare Sciarra, Leiter des Kontrolldienstes des Schweizer Tierschutzes STS, berichtete im Anschluss, wie es mit der Vereinbarkeit von Tierwohl mit Tierproduktion in der Schweiz aussieht und wie die Umsetzung im praktischen Betrieb gelingen kann. Nutztierschutz könne seiner Meinung nach nicht darin bestehen, eine Abschaffung der Nutztierhaltung zu fordern – wie von vielen Tierhaltern hierzulande befürchtet – sondern darin, pragmatische und langfristige Wege für eine Verbesserung der Lebensumstände der Tiere zu finden und gemeinsam mit den tierhaltenden Betrieben umzusetzen. Mit Blick auf die Tierproduktion würde eine weitere Vergrößerung, Rationalisierung und Verbilligung der Tierhaltung noch zu vermehrtem Tierleid und zu einem erhöhten Imageverlust der Landwirtschaft führen. Tierschutz, Produktion und die Bedürfnisse der Konsumenten seien durchaus miteinander vereinbar. Allerdings dürfe die landwirtschaftliche Praxis in dem Zuge die Realität nicht idyllisch verklären. Ein Vermarktungs- und Abgeltungssystem im Bereich Nutztierschutz, welches sich aus gesetzlichen Mindestanforderungen, einem öffentlich- rechtlichen, leistungsbezogenen Fördersystem sowie aus privatrechtlichen Tierwohl-Labels zusammensetzt, könne ein sinnvolles Instrument sein. Landwirte erhalten auf diesem Weg eine ausreichende finanzielle Abgeltung für erbrachte Tierschutzleistungen, die über den Produktpreis nicht einzuholen sind.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

13.02.2019

Großer Bahnhof für Studieninteressierte

Viele junge Leute besuchten den Info-Tag der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen

Hagen. Es ist schon bemerkenswert, wie unterschiedlich weit junge Menschen bei ihrer Entscheidung über ihren künftigen Studienplatz sind, wenn sie den Info-Tag der Fachhochschule Südwestfalen besuchen. Einige schnuppern zum ersten Mal Hochschulluft, andere haben bereits einen konkreten Studiengang im Auge, und wieder andere sind sich längst sicher, wohin die Reise geht. Eines aber haben sie alle gemein: Sie haben ihre Zukunft beim Info-Tag fest in ihre eigenen Hände genommen.

30.01.2019

Info-Tag und Schnupperabend an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen

Hagener Fachbereiche stellen am 7. Februar ihr Studienangebot vor / Später dann Schnupperabend der Verbundstudiengänge

Hagen. Volle Beratungskraft voraus. Am Donnerstag, 7. Februar, öffnet die Fachhochschule Südwestfalen in Hagen ihre Türen für alle, die sich für ein Studium an der Hochschule interessieren. Zunächst besteht von 9 bis 13 Uhr die Möglichkeit zur ausführlichen Information über das Studienangebot und zum Kennenlernen der Labore. Im weiteren Tagesverlauf gibt es dann einen Schnupperabend berufs- oder ausbildungsbegleitender Verbundstudiengänge.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

08.02.2019

Drei Absolventen erhielten Dr. Kirchhoff-Preis beim Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen

Auszeichnung für hervorragende Abschlussarbeiten

Iserlohn/Meschede. Der Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen war auch in diesem Jahr wieder feierlicher Rahmen für die Verleihung des Dr. Kirchhoff-Preises. Drei Absolventen der Standorte Meschede und Soest wurden damit für ihre herausragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet

05.02.2019

Zum Jubiläum zurück zur Fachhochschule

Ehemalige Absolventen feierten 50-jährigen Studienabschluss

Iserlohn. Vor 50 Jahren haben sie ihr Studium Konstruktionstechnik an der damaligen Ingenieurschule in Iserlohn abgeschlossen. Zum Jubiläum trafen sie sich nun wieder in der Waldstadt und ließen sich von Dekan Prof. Dr. Wolfgang Schütte die heutige Fachhochschule Südwestfalen zeigen. Gemeinsam mit ihren Ehefrauen waren die Ehemaligen bereits am Vorabend angereist und hatten im Campus Garden einen fröhlichen Abend verlebt.

25.01.2019

Smartphone gesteuerter LED-Scheinwerfer

Iserlohner Schüler erlebten Mechatronik praxisnah

Iserlohn. Im Rahmen der Labortage an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn beschäftigten sich 10 Schüler des Märkischen Gymnasiums (MGI) mit dem Themenfeld Mechatronik. Praxisnah und anwendungsbezogen. Es galt einen LED-Scheinwerfer zu konstruieren, zu programmieren, die Software aufzuspielen und anschließend zu konfigurieren.

23.01.2019

Studieninfos aus erster Hand

Selbst vom Bodensee kamen Besucher zum Infotag der Fachhochschule Südwestfalen nach Iserlohn

Iserlohn. Gut besucht war der traditionelle Infotag der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Allein 200 angemeldete Schüler der heimischen Schulen, die sich im Klassenverbund über die Studiengänge informierten, konnten Sabine Knipps und Matthias Vitte von der Studienberatung heute Morgen begrüßen. In Summe tummelten sich mehr als 400 Studieninteressierte in den Gebäuden am Frauenstuhlweg.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

18.02.2019

Die Digitalisierung anpacken

Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Siegen qualifiziert Beschäftigte von Unternehmen zu Change Enablern / Anmeldung bis 25. Februar möglich

Arnsberg/Meschede. Change Enabler, das sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den digitalen Wandel in Unternehmen nach vorne bringen. Sie binden Beteiligte ein und begeistern, frei nach dem Motto „Gemeinsam in die digitale Zukunft“. Ab dem 27. Februar können sich Interessierte in einem Workshop-Programm des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums Siegen an der Fachhochschule Südwestfalen für diese Aufgabe qualifizieren.

08.02.2019

Drei Absolventen erhielten Dr. Kirchhoff-Preis beim Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen

Auszeichnung für hervorragende Abschlussarbeiten

Iserlohn/Meschede. Der Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen war auch in diesem Jahr wieder feierlicher Rahmen für die Verleihung des Dr. Kirchhoff-Preises. Drei Absolventen der Standorte Meschede und Soest wurden damit für ihre herausragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet

30.01.2019

Info-Tag zum Studium in Meschede

Fachhochschule Südwestfalen öffnet am 6. Februar Hörsäle und Labore für Studieninteressierte / Neu: Studiengang Wirtschaftspsychologie

Meschede. Von Elektrotechnik bis Wirtschaftspsychologie: Am 6. Februar informiert die Fachhochschule Südwestfalen über das Studienangebot am Standort Meschede. Studieninteressierte, Lehrkräfte und Eltern sind herzlich in die Hochschule eingeladen, um einen Blick in Hörsäle und Labore zu werfen.

28.01.2019

Auszeichnung für Luftfahrttechnik aus dem Sauerland

ALMECON Technologie GmbH erhält Supplier Award 2018 von MTU Aero Engines für herausragende Leistung in der Kategorie „Innovation“, Kooperation mit Forscherteam der FH Südwestfalen bringt den Durchbruch

Arnsberg. Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines hat Ende 2018 die Zulieferfirma ALMECON Technologie GmbH ausgezeichnet. Das Arnsberger Unternehmen entwickelte einen alternativen, kostengünstigen Produktionsprozess für Hitzeschilder von Niederdruckturbinen in Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen. Hierfür gab es den Supplier Award 2018 für herausragende Leistungen in der Kategorie „Innovation“.

22.01.2019

Infos zum Masterstudium Elektrotechnik

Fachhochschule Südwestfalen informiert am 30. Januar über den berufsverträglichen Masterstudiengang Elektrotechnik in Meschede

Meschede. Am 30. Januar bietet die Fachhochschule Südwestfalen eine Informationsveranstaltung zum berufsverträglichen Masterstudiengang Elektrotechnik an. Bis Ende Februar können sich Studieninteressierte noch für einen Studienstart in Meschede zum Sommersemester 2019 bewerben.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

15.02.2019

Mit 34 Pferdestärken durch die Wüste

R4 Team Westfalen startet mit drei Autos bei der Rallye nach Marrakesch

Soest. Am 21. Februar fällt in diesem Jahr der Startschuss für die „4L Trophy“ von Biarritz nach Marrakesch. Zum zehnten Mal ist ein Team der Fachhochschule Südwestfalen dabei. Sechs Studierende haben in den vergangenen Monaten ihre Renaults 4 technisch auf Vordermann gebracht und sind jetzt in Richtung Frankreich gestartet.

07.02.2019

Die „Macht“ erwacht an der Fachhochschule

Kinder-Uni: Star Wars – Möge die Ableitung des Impulses mit dir sein

Soest. Keine Macht ohne Physik – diese Herleitung passt Dr. Mark Schülke außerordentlich gut ins Konzept. Der FH-Professor für Mathe und Physik will mit Besucherinnen und Besuchern der kommenden Kinder-Uni-Vorlesung auf die Reise ins Star-Wars-Universum gehen. Mit Hilfe der „Macht“ geht es los am Freitag, 15. Februar, 17 Uhr im Audimax der Fachhochschule Südwestfalen in Soest.

31.01.2019

Design- und Projektmanagement studieren

Infos zum dpm-Studium an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest

Soest. Für alle, die noch unschlüssig sind, wie es nach der Schule weitergehen soll, bietet die Fachhochschule Südwestfalen ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot. Am kommenden Mittwoch, 06. Februar, steht der Studiengang Design- und Projektmanagement im Fokus – spannend für alle, die sich für die Vernetzung von Design, Kommunikation, Produktion und Projektmanagement interessieren.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

11.02.2019

Wenn Schüler Temperaturen fotografieren

Hochschulbesuch als Highlight: Lüdenscheider Berufskolleg für Technik und Fachhochschule Südwestfalen kooperieren erfolgreich und mit ehrgeizigen Zielen.

Lüdenscheid. Besser kann man eine Kooperation nicht mit Leben füllen. 30 Schüler des Berufskollegs für Technik des Märkischen Kreises in Lüdenscheid verbrachten einen ganzen Tag an der Fachhochschule Südwestfalen. Sie bekamen detailgenaue und überaus praktische Einblicke in die Studiengänge und damit einen geschärften Blick für passende Studienangebote in der Region.