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Wie erkläre ich es einem Kind? Der Projekttag ließ Raum für Experimente zu den Themen Akustik und Optik. Foto: FH/Pösentrup
Wie erkläre ich es einem Kind? Der Projekttag ließ Raum für Experimente zu den Themen Akustik und Optik. Foto: FH/Pösentrup(Download )
16.04.2018

MINT-Bildung im Kindesalter als Projektthema

Oberstufenschüler gewannen Einblick in die pädagogische Arbeit

Soest. Oberstufenschülerinnen und –schüler des Archigymnasiums absolvierten jetzt einen Projekttag im Wissenschaftlichen Zentrum Frühpädagogik der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. In Theorie- und Praxiseinheiten erhielten sie einen Einblick in die Naturwissenschaftliche Bildung für Kinder.

Dass Schülerinnen und Schüler in fächerübergreifenden Projekten motivierter und nachhaltiger lernen, ist bekannt. Daher haben sich auch die Lehrerinnen Kristin Eisen (Chemie) und Nina Lengs (Pädagogik) der Herausforderung gestellt, Fächergrenzen in der Oberstufe zu überwinden. Sie planen in der Sekundarstufe II einen Projektkurs zum Thema „MINT-Bildung für Kinder im Grundschulalter“. Für diesen Kurs sind sowohl naturwissenschaftliches Wissen und Können als auch Einblicke die Gestaltung von Lernsituationen aus pädagogischer Perspektive erforderlich.

Um dieses neue Angebot kennenzulernen, besuchten 27 Schülerinnen und Schüler der kommenden Jahrgangsstufe Q1 gemeinsam mit ihren Lehrerinnen das „Wissenschaftliche Zentrum Frühpädagogik“ der FH, das sich schon seit einigen Jahren intensiv mit der Frühen Bildung im MINT-Bereich beschäftigt. Frau Prof. Eva Briedigkeit und Frau Dr. Sandra Kriegelstein gestalteten dazu einen Projekttag rund um die Themen „Akustik“ und „Optik“. Hier wurden nicht nur Kenntnisse des vorangegangenen naturwissenschaftlichen Unterrichts aufgefrischt, die Schülerinnen und Schüler hatten auch die einzigartige Gelegenheit zur praktischen Umsetzung von zahlreichen Experimenten. So bauten sie ein Ohrmodell, an dem Kindern im Grundschulalter das komplexe Geschehen des Hörens veranschaulicht werden kann. Vielfältige Lernstationen regten an, Fragen zur Übermittlung von Schallwellen oder dem Richtungshören zu stellen. Dabei wurde auch angeregt darüber diskutiert, wie diese Themen didaktisch für Kinder unterschiedlicher Altersklassen aufbereitet werden können. Der Nachmittag wurde durch die eigene Entwicklung von Experimenten zum Thema „Optik“ abgerundet. Prof. Briedigkeit äußerte sich anerkennend zum Engagement der Lehrerinnen: „Mit diesem Kursangebot wird nicht nur ein gesellschaftlich relevanter Bereich fächerübergreifend thematisiert, sondern den Schülerinnen und Schülern gleichzeitig auch ein vertiefter Einblick in ein pädagogisches Arbeitsfeld vermittelt. Dies ist für die spätere Berufs- bzw. Studienwahl enorm hilfreich“.