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In der Aktion verstehen, was Inklusion bedeutet, darum ging es beim Fachtag.
In der Aktion verstehen, was Inklusion bedeutet, darum ging es beim Fachtag.(Download )
Rainer Schmidt (Mitte) erzählte von Begegnungen und Reaktionen in ganz unterschiedlichen Situationen. Fotos (2): FH/Nils Lenfers
Rainer Schmidt (Mitte) erzählte von Begegnungen und Reaktionen in ganz unterschiedlichen Situationen. Fotos (2): FH/Nils Lenfers (Download )
09.05.2018

Die eigene Haltung infrage stellen

Fachtag Inklusion am Wissenschaftlichen Zentrum Frühpädagogik

Soest. Inklusion bedeutet, dabei sein können – ungeachtet dessen, wie ein Mensch aussieht, welcher Herkunft er ist oder welche Fähigkeiten er hat. In der Gesellschaft – vor allem mit Blick auf die Pädagogik in Kindergarten und Schule – ist Inklusion ein viel diskutiertes Thema. Das haben die Frühpädagogen an der Fachhochschule Südwestfalen zum Anlass genommen, einen Fachtag Inklusion zu gestalten.

„Für uns ist Inklusion ein wichtiges Querschnittsthema in der Lehre“, so Roland Breker, Lehrkraft am Wissenschaftlichen Zentrum Frühpädagogik der FH. So hatte er für die Veranstaltung Rainer Schmidt gewinnen können. Herr Schmidt arbeitet als Referent, Pfarrer, Kabarettist und war als Sportler bis 2008 international im Tischtennis erfolgreich. Er wurde ohne Unterarme und mit einem verkürzten rechten Oberschenkel geboren.

Mit den gut 60 Studierenden und Lehrenden des WZF teilte der Referent Erfahrungen, die er im Lauf seines Lebens mit Menschen gemacht hat. So schilderte er die Begegnung mit dem Direktor eines Gymnasiums, der ihn fragte: „Was müssen WIR tun, damit Sie hier Abitur machen können?“ Inklusion bedeutet für ihn, dass alle Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten maximal gefördert werden.

Ein Gefühl für Inklusion vermittelte der Referent mit interaktiven Aktionen. So mussten sich die Teilnehmer überlegen, wie Mitspieler mit unterschiedlichen Fähigkeiten in das Spiel eingebunden werden können. Gemeinsam etwas schaffen, ein Wir-Gefühl erzeugen, neue Einblicke gewinnen – die Resonanz fiel bei allen Beteiligten durchweg positiv aus. Diese Methodik sei 1:1 auf den Alltag übertragbar, so Rainer Schmidt.
„Wir diskutieren viel über Inklusion, aber was es wirklich heißt, wissen die Wenigsten. Wenn wir es schaffen, dass die Teilnehmer ihre Haltung zum Thema reflektieren, haben wir viel gewonnen“, so Roland Breker