Video

Als im Labor die Drohnen flogen

Im Wahlpflichtmodul Angewandter Leichtbau haben Studierende der Fachhochschule Südwestfalen eigene Fluggeräte konstruiert und gebaut.

Netze hingen von der Decke

Prof. Dr.-Ing. Jörg Kolbe

Beim Eintritt ins Labor fielen sofort die von der Decke hängenden Netze auf, die eine Fläche von etwa fünf mal fünf Metern absperren. Laboringenieur David Schadow hat extra spezielle feuerfeste Drohnennetze beschafft. „Die Studierenden müssen heute zeigen, dass ihre Drohnen auch wirklich fliegen können“, erklärte Professor Kolbe. „Es geht darum, in einem Team, in einem begrenzten Zeitraum und mit begrenztem Budget ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen.“ Hierzu gehörte die Konstruktion wie auch der konsequente Einsatz von 3-D-Druckern, um Leichtbauprinzipien und additive Fertigung durch praktischen Einsatz anzuwenden.

Machen, machen, machen

Elektronik, Akkus und Rotoren wurden den Studierenden gestellt. Die tragende Konstruktion mussten sie hingegen komplett selbst konstruieren. 160 Gramm sollte die Drohne tragen können. Zusatzbedarfe wie ein Landegestell aus Kohlefaser waren möglich, mussten aber ins Budget passen. Zur Prüfung gehört noch eine abschließende schriftliche Dokumentation, in der die Studierenden ihre ersten Ideen, Berechnungen sowie den Prozess des Konstruierens und Designens nachvollziehbar darstellen müssen. Als fachlichen Input gab es dafür das Sommersemester über immer montags eine Theorieeinheit von 30 bis 45 Minuten. Ansonsten mussten die Studierenden vor allem „machen“.

Probieren gehört auch zum Studieren

Gerade dieses Machen hatte Jonas Remmel am Wahlpflichtfach gereizt. „Mein Augenmerk lag darauf, mein eigenes Projekt zu realisieren, selbst zu konstruieren, selbst zu bauen“, erklärte der angehende Wirtschaftsingenieur. Spannend fand er zudem das Projektmanagement. „Es hat nicht alles so geklappt, wie wir es uns am Anfang vorgestellt haben.“ Das erste Landegestell sei so dünn gewesen, dass es schon beim Zusammenbau zerbrach. Das zweite ging beim ersten Testflug zu Bruch. „Das dritte hält jetzt hoffentlich“, so Remmel. Immerhin: Sein Team ist pünktlich fertig geworden, hat schon eine Woche vorher den Testflug absolviert. Beim zweiten Team ist zu Veranstaltungsbeginn noch ein Landegestell im 3-D-Drucker – hier wird die Zeit knapp.

Zum Abheben!

Doch beide Drohnen heben schließlich sauber im Labor ab und setzen nach einigen Versuchen auch wieder sauber auf. Zwischendurch hängt jede zwar ein-, zweimal in den Netzen. „Was aber eher an den Flugerfahrungen der Piloten liegt“, meint Laboringenieur David Schadow. Den Flugfähigkeitstest haben beide Teams bestanden.

MEDIjAhrbuch 2018

Forschen in Kolumbien

Profifußball und Wirtschaft

Ostergruß

Drohnen im Labor

Famlienworkshop 3-D-Druck

Wir sind Maschinenbau

Weihnachten in Meschede

Jahrbuch - Printversionen

Editorial