Aktuelle Forschungsprojekte

„Aktueller Umsetzungsstatus des integrierten Pflanzenschutzes in Nordwest-Deutschland (NoWIPS)“

Kurzbeschreibung Im Frühherbst 2019 wurden im Rahmen des obig genannten Projektes 300 Landwirte aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zur Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes auf ihren Betrieben befragt. Themen waren neben dem kulturspezifischen Vorgehen Fragen zum Verständnis des IPS, sowie auftretenden Problemen und Hemmschwellen. Mit ersten Ergebnissen ist auf dem Soester Agrarforum zu rechnen.
Leiter / KontaktProf. Dr. Verena Haberlah-Korr
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
MitarbeiterLukas Thiel M. Sc .
Ausführende StelleFB Agrarwirtschaft
Drittmittelgeber/Förderung Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Geplanter Projektzeitraum18.06.2019-31.03.2020

„Attraktivität von Blühstreifen für Honigbienen, Wildbienen und Nützlinge landwirtschaftlicher Kulturpflanzen (NuBiBlü)“

Kurzbeschreibung Blühstreifen sind Lebensraum für Nützlinge wie z.B. Marienkäfer, Schwebfliegen und Schlupfwespen, die z.B. Blattläuse vertilgen. Sie stellen auch für Honig- und Wildbienen sowie weitere Bestäuber wertvolle Pollen- und Nektarquellen dar. Insbesondere dann, wenn sie über einen langen Zeitraum blühen. Im Projekt werden verschiedene Blühstreifenmischungen an drei verschiedenen Standorten (Soester Börde, Münsterland, Haarstrang) angesät. Der Insektenflug der Bestäuber wird kameragestützt dokumentiert. Mit Kescherfängen und Bodenfallen werden Nützlinge erfasst. Eigenschaften, die die Attraktivität von Blühmischungen für Bestäuber und Nützlinge verbessern, können zukünftig besser berücksichtigt werden. Aus diesen Erkenntnissen können Empfehlungen für die Zusammensetzung von nützlingsfördernden und bestäuberfreundlichen Blühstreifenmischungen abgeleitet werden.
Leiter / KontaktProf. Dr. Verena Haberlah-Korr
Prof. Dr. habil. Martin Ziron
MitarbeiterSimon Blümel M.Sc.
Felix Karger B. Sc.
Dr. Marika Harz
Ausführende StelleFB Agrarwirtschaft
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (Aufgabengebiet Bienenkunde)
Drittmittelgeber/Förderung Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Geplanter Projektzeitraum01.10.2019-30.09.2022

Projekt: „Untersuchungen zu Auftreten und Bedeutung von Viruserkrankungen in Leguminosen in Nordrhein-Westfalen.“

Kurzbeschreibung Leguminosen (Hülsenfrüchte) wie z.B. Acker- und Sojabohne, Erbse, Lupine, Wicke, Luzerne und Klee tragen in einem besonders hohen Maß zu der Eiweißversorgung von Nutztieren bei. Zudem lockern sie Fruchtfolgen auf, reichern Stickstoff im Boden an und dienen als wertvolle Trachtpflanze für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Deswegen wird ihr Anbau in NRW und auch bundesweit durch die Eiweißpflanzenstrategie gefördert.
2016 kam es bundesweit überraschend zu einem flächendeckenden Befall der Erbsen und Ackerbohnen durch Viren mit Ertragsverlusten von mehr als 50%. Verursacher waren zum einen bekannte Leguminosenviren, zum anderen aber auch Nanoviren, die erst seit 2013 in Deutschland nachgewiesen sind. Als Vektoren dieser Viren gelten in erster Linie Blattläuse. Vor diesem Hintergrund soll in dem Projekt die Bedeutung von Leguminosenviren in NRW untersucht werden, um geeignete Bekämpfungsstrategien entwickeln zu können.
Zunächst werden mit einem umfangreichen Monitoring in den nordrhein-westfälischen Anbaugebieten sowohl Kulturleguminosen (Hauptkultur als auch Zwischenfrüchte) als auch Leguminosen in der Begleitflora auf Leguminosenviren und die auf ihnen lebenden Blattläuse untersucht. Die Analyse findet mittels serologischer Verfahren durch den Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Köln-Auweiler statt. Zusätzlich werden in einem dreijährigen Exaktversuch mit Ackerbohnen an zwei Standorten Erkenntnisse zur der Ertragsrelevanz der Viren, möglichen Sortenunterschieden und zu Möglichkeiten der Vektorenbekämpfung durch Insektizide gewonnen.
Leiter / KontaktProf. Dr. Verena Haberlahr-Korr
MitarbeiterInnen: Dr. Monika Heupel
Laura Müller
Milan Männel M. Sc.
Ausführende StelleFB Agrarwirtschaft Soest , Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Drittmittelgeber / FörderungMinisterium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Gepl. Projektzeitraum01.06.2017 – 30.06.2020
AbschlussberichtPDF zum Download

Projekt: „Reduktion des Insektizideinsatzes in NRW durch Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes in Getreide und Raps – Mut zur Lücke!“

Projektleitung:
Prof. Dr. Verena Haberlah-Korr
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
01.06.2018 - 31.12.2020
Mitarbeiterinnen:
Lukas Thiel, M.Sc.

Innerhalb des Projektes sollen Hemmschwellen und Probleme praktischer landwirtschaftlicher Betriebe mit der Behandlung und Erfassung von Schadinsekten herausgearbeitet werden. Gleichzeitig wird der betriebliche Aufwand für verschiedene Maßnahmen ermittelt und dem Nutzen gegenüber gestellt. Ziel ist es, den Insektizideinsatz auf das notwendige Maß zu beschränken und den integrierten Pflanzenschutz besser in Betriebsabläufe integrieren zu können. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.