Prof. Dr. agr. Marcus Mergenthaler

Forschungsprogramm

Das Forschungsinteresse der Professur gilt einem umfassenden Verständnis von Produktions- und Konsumentscheidungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Dabei werden Akzeptanz- und Adoptionsmodelle weiterentwickelt, um die Übernahme von technologischen, von institutionellen sowie von Produkt-, Organisations- und Sozialinnovationen bei LandwirtInnen, VerbraucherInnen und anderen AkteurInnen in Wertschöpfungsketten umfassender erklären zu können. Es werden klassische qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozial- und Marktforschung angewandt und weiterentwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Anwendung neuerer methodischer Ansätze der Verhaltens- und Neuroökonomie auf ausgewählte agrar-ökonomische Forschungsthemen.

Ergebnisse der Forschung werden über unterschiedliche Kanäle kommuniziert und sowohl in verschiedenen wissenschaftlichen als auch in praxisnahen Fachzeitschriften publiziert. Sie können von AkteurInnen in Politik und Wirtschaft aufgegriffen werden, um für die jeweilige Zielgruppe Politiksysteme effektiver und effizienter zu gestalten, Beratung wirksamer zu machen und Entscheidungsarchitekturen zu verbessern.

Das Forschungsprogramm der Professur für Agrarökonomie / Marktlehre & Marketing gliedert sich in die folgenden Themenfelder mit entsprechenden Forschungsprojekten:"

1. Vermarktung und innovative Geschäftsmodelle

2. Nutztierhaltung und Gesellschaft

3. Wertschöpfungsketten für pflanzliche Proteine in der Tier- und Humanernährung

4. Adoption von Prozess- und Technologie-Innovationen in der Landwirtschaft

5 . Veränderung der Ernährungsgewohnheiten in Schwellen- und Entwicklungsländern

NaviNut - Stärkung der Handlungskompetenz von Frauen in sich verändernden Ernährungsumfeldern zur Verbesserung der Kinderernährung in afrikanischen Trockengebieten

Projektteam:

Prof. Dr. Marcus Mergenthaler (wissenschaftliche Leitung)
Wolfgang Stauss (Projektmanagement)
Dr. Iris Schröter (methodische Begleitung)
Ina Cramer (Projektbearbeitung)

Projektdauer:

01.11.2020 - 31.10.2023

Projektinfo:

Die FH Südwestfalen untersucht in einem Verbundprojekt unter Koordination des Deutschen Instituts für tropische und subtropische Landwirtschaft gemeinsam mit Universitäten aus Benin und Kenia Ernährungsumfelder in ost- und westafrikanischen Trockengebieten mit einem akteurs- und handlungsorientierten, transdisziplinären Forschungsansatz mit dem Ziel, die Rolle der Frauen in ihren verschiedenen ernährungs- und gesundheitsbezogenen Rollen sowie als Lebensmittelverarbeiterinnen zu stärken und ihre Fähigkeit zu unterstützen, ihre Kinder in den sich verändernden Ernährungsumfeldern gesund zu ernähren. NaviNut integriert Wissen, Perspektiven und Interessen von Müttern mit unterschiedlichem sozioökonomischen Hintergrund, sowie von Lebensmittelverarbeiter*innen und Händler*innen, Gesundheitspersonal, Regulierungsbehörden und verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Die Ziele sind a) die komplexe und dynamische Entscheidungsfindung von Müttern bei der Ernährung ihrer Kleinkinder zu verstehen; b) zur Gestaltung gesunder Ernährungsumfelder beizutragen, indem die Zugänglichkeit und Attraktivität lokal verfügbarer, nahrhafter, traditioneller Lebensmittel verbessert wird; und c) die ernährungsbezogene Gesundheitsversorgung der Bevölkerung durch die Entwicklung geeigneter Modelle für den Ernährungsdialog zu verbessern. NaviNut wird in ländlichen und städtischen Gebieten von Trockengebieten im Norden Benins und Nordkenias durchgeführt. Die Einbeziehung und der Vergleich sich ändernder Lebensstile und Ernährungsgewohnheiten in beiden Regionen befördert die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Länder südlich der Sahara.
In den Verantwortungsbereich der FH Südwestfalen fällt es, unter anderem auch mittels Eye Tracking, ein tieferes Verstaendnis der aktuellen Kauf- und Konsumkriterien von Muettern in Benin und Kenia in Bezug auf die Ernaehrung von Kindern zu erlangen, sowie effektive Kommunikationsinhalte und -formen als Grundlage fuer eine langfristige Akzeptanz weiterentwickelter, nahrhafter, lokal hergestellter Lebensmittel zu etablieren.

Finanzierung:

Gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen des Förderinstruments “Forschungskooperationen zur Welternährung” aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestags.

Innovative Lieferbeziehungen und Tierhaltung

Projektteam:

Prof. Dr. Marcus Mergenthaler (Projektleitung)
Katrin Schütz, M.Sc. (Projektbearbeitung)
Kordula Klüsener, B.Sc. . (Projektbearbeitung)

Ansprechpartnerin:

Katrin Schütz, M. Sc.

Projektdauer:

01.08.2019-31.12.2020

Schlüsselbegriffe:

Neue Vermarktungsansätze, Lieferbeziehungen, Qualitätsprogramme, Tierwohl, Nachhaltigkeit

Projektinfo:

Landwirtschaftliche Tierhalterinnen und Tierhalter in NRW stehen in den letzten Jahren zunehmend vor der Herausforderung, ihre Erzeugnisse auf sich immer weiter ausdifferenzierenden Absatzmärkten zu vermarkten. Neuere Vermarktungsansätze beziehen höhere Standards bei Tierhaltungsverfahren mit einer stärkeren Berücksichtigung von Tierwohlkriterien mit ein. Für die Landwirtschaft ergeben sich daraus differenzierte Lieferketten mit heterogenen Lieferbeziehungen zu ihren Abnehmern, die wesentliche Auswirkungen auf das jeweilige Betriebsergebnis haben können. Das vorliegende Projekt untersucht die Sicht von Landwirtinnen und Landwirten auf die Konditionen und auf die Gestaltungsmöglichkeiten von Lieferbeziehungen in den Wertschöpfungsketten Milch und Fleisch in Nordrhein-Westfalen, insbesondere vor aktuellen gesellschaftlichen Forderungen. In einem qualitativen Forschungsansatz, der durch quantitative Elemente ergänzt wird, werden betriebliche Entscheidungen bestehender und optionaler Vermarktungswege untersucht. Die Analyse bestehender Lieferketten der NRW-Fleischwirtschaft und der NRW-Milchwirtschaft soll Tierhaltern verbesserte Absatzmöglichkeiten für Produkte mit besonderen Qualitätsstandards aufzeigen. Differenziert nach betrieblichen und persönlichen Voraussetzungen werden landwirtschaftlichen Betrieben Entscheidungsalternativen in Bezug auf zukunftsfähige Lieferbeziehungen aufgezeigt, um die Vermarktung der tierischen Produkte zu optimieren und die Tierhaltung in Nordrhein-Westfalen insgesamt zu stärken und weiterzuentwickeln.

Förderung:

Gefördert durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) des Landes Nordrhein-Westfalen.

„SocialLab II – Nutztierhaltung: Akzeptanz durch Innovation“

Leitung:

Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Projektbearbeitung:

Christina Kothe, M.A.

Carla Ollier, M.Sc.

Jessica Berkes M.Sc.

Weitere Ansprechpartnerin:

Dipl.-Ing. Christiane Wildraut

Projektdauer:

01.07.2019 - 31.08.2022

Schlüsselbegriffe:

Nutztierhaltung, Akzeptanz, Gesellschaft , Monitoring, Medienwirkungsanalyse,

Kurzinformation:

Das interdisziplinäre Verbundprojekt knüpft an den Arbeiten des Projektes SocialLab I an. Übergeordnetes Ziel ist es, die gesellschaftliche Akzeptanz konventioneller und innovativer Nutztierhaltungsverfahren sowie die Besonderheiten der Vermarktung dieser Produkte zu untersuchen und so den Veränderungsprozess in der Landwirtschaft und im Handel durch belastbare, empirisch-wissenschaftlich ermittelte Erkenntnisse zu unterstützen.

Um dieses Ziel zu erreichen gliedert sich das Vorhaben in fünf Arbeitspakete (AP):

  • AP 1 (Monitoring) entwickelt und validiert ein Befragungsdesign, das es dem BMEL zukünftig ermöglicht, in regelmäßigen Abständen u.a. die Wahrnehmung, die Akzeptanz sowie die Bewertung der Nutztierhaltung durch die Gesellschaft (Verbraucher, Landwirte) sowie Informationen zur Vermarktung (Handel) zu erheben.
  • AP 2 (Medienwirkungsanalyse) untersucht, inwiefern Einstellungen zur Nutztierhaltung bzw. eine Veränderung von Einstellungen mit dem jeweiligen Medienkonsum in Verbindung stehen.
  • AP 3 (Diskussionsplattform) dient unter besonderer Berücksichtigung der Zielkonflikte dazu, Perspektiven zur Umsetzung gesellschaftlicher Erwartungen an die Nutztierhaltung zu identifizieren, die im Sinne des Tierwohls sowie im Sinne des Umweltschutzes gesellschaftlich akzeptabel und gleichermaßen ökonomisch sinnvoll sind.
  • AP 4 (Virtueller Supermarkt) testet in einer realitätsnahen virtuellen Einkaufsumgebung den Einfluss von Strategien der Preisfestsetzung, der Gestaltung von Labeln (u.a. Tierwohllabel) als auch der Veränderung der Produktanordnung in Hinblick auf den Kaufentscheidungsprozess und die Zahlungsbereitschaft für nachhaltigere tierische Produkte.
  • Inhalt des AP 5 (RealLabor) ist es, innovative Marktleistungen systematisch zu entwickeln und prototypisch im Markt unter realen Bedingungen zu erproben. Dadurch werden Wege aufgezeigt, um für innovative Marktleistungen, tatsächliche Zahlungsbereitschaften der Verbraucher zu erfassen.

Das Vorhaben wird mit Hilfe eines multidimensionalen Ansatzes bearbeitet, der qualitative, quantitative und experimentelle Methoden einschließt.
Der Soester Fachbereich Agrarwirtschaft ist insbesondere in die Arbeitspakete 1, 2 und 3 eingebunden.

weiterführende Webseite: www.sociallab-nutztiere.de

Förderung:

Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

Regionale Lebensmittel zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Verbrauchererwartungen, Begriffs- und Qualitätsverständnisse regionaler Vermarktungsinitiativen und verbraucherpolitische Implikationen

Ansprechpartnerin:

Katrin Schütz, M. Sc.

Projektdauer:

01.01.2017 - 31.12.2017

Schlüsselbegriffe:

Regionale Erzeugnisse, local food, Regionalvermarktung, Verbraucherforschung, Produktqualitäten, POS, cues und codes

Projektinfo:

Mit Mitteln des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Forschungsförderung des Kompetenzzentrums Verbraucherforschung NRW forscht i.green ab Januar 2017 darüber, welche Qualitätsattribute Verbraucher(typen) an verschiedenen Einkaufsstätten für verschiedene „regionale“ Produkte erwarten, welche Hinweise sie sich wünschen und inwieweit diese Ansprüche mit jenen von Regionalvermarktungsinitiativen (denen ganz unterschiedliche Qualitätsverständnisse zu eigen sind) kompatibel sind. Daran schließt sich die Frage nach der Notwendigkeit verbindlicher Codes, um Vertrauen nicht zu enttäuschen. Das Forschungsprojekt zielt damit auf einen Abgleich von Verbrauchererwartungen und dem „Qualitätsangebot“ von Regionalvermarktungsinitiativen ab. Aus den erwarteten Ergebnissen lassen sich Schlüsse über verbraucherpolitische Handlungsnotwendigkeiten folgern.

Förderung:

Forschungsförderung des Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW (das KVF NRW ist ein Kooperationsprojekt der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) und dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) des Landes Nordrhein-Westfalen).

Projektteam:

Prof. Dr. Marcus Mergenthaler (wissenschaftliche Begleitung)
Katrin Schütz, M.Sc. (Projektbearbeitung)

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Logistikketten im Kreis Höxter - eine Analyse im Rahmen des Projekts "KULTURLAND-Produkte auf Schwung bringen"

Projektteam:

Fachbereich Agrarwirtschaft:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler (wissenschaftliche Begleitung)
i.green:
Dr. Luisa Vogt (Projektleitung und -bearbeitung)
Katrin Schütz (Wissenschaftliche Hilfskraft)

Projektdauer:

01.11.2015 - 31.01.2016

Schlüsselbegriffe:

Wertschöpfungsketten, Lieferketten, Ernährungsgewerbe, Landwirtschaft, Regionalvermarktung, Land(auf)Schwung

Projektinfo:

Im Rahmen eines Auftrags der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter im Zuge des Förderprojekts „KULTURLAND-Produkte auf Schwung bringen!“ als ein Modellvorhaben des Bundesprogramms „Land(auf)Schwung“ waren die Fachhochschule Südwestfalen und dort der Fachbereich Agrarwirtschaft und das Institut für Green Technology und Ländliche Entwicklung damit beauftragt, den Status quo von Zulieferbeziehungen und damit Wertschöpfungsketten in der Ernährungswirtschaft im Kreis Höxter exemplarisch zu beleuchten. Im Fokus der Analyse stand zudem die Frage, inwieweit die Unternehmer an einer Regionalisierung von Logistikketten Interesse aufweisen und auf welche Schwierigkeiten sie dabei stoßen.

Die Ergebnisse wurden in der Reihe der Forschungsberichte des Fachbereichs Agrarwirtschaft Soest als Band 39 publiziert. [>>>]

Eine Kurzfassung ist in der Reihe "Notizen aus der Forschung" des Soester Fachbereichs Agrarwirtschaft erschienen. [>>>]

Förderung:

Auftraggeberin war die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter. Finanziert wurde das Projekt über das Bundesprogramm Land(auf)Schwung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

© Kreis Steinfurt

Erfolgsfaktoren und Schwachstellen der Vermarktung regionaler Erzeugnisse

Kontaktperson:

Dr. Luisa Vogt

Projektdauer:

15.05.2013 – 01.03.2015

Schlüsselbegriffe:

Wertschöpfungsketten, Regionalvermarktung, landwirtschaftliche Erzeugnisse, ländliche Räume

Projektinfo:

Regionalvermarktung ist nicht nur aufgrund immer wiederkehrender Lebensmittelskandale zu einem Gegenstand politischer und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen geworden. Auch ökonomische, ökologische und soziokulturelle Aspekte spielen hierfür eine bedeutende Rolle.

Im Rahmen des Projektes wurde zunächst kurz der Status-Quo regionaler Vermarktungsinitiativen in Nordrhein-Westfalen ermittelt. Aufbauend auf einer Analyse etablierter Regionalprogramme sowie Herkunfts- und Qualitätszeichen außerhalb Nordrhein-Westfalens wurden dann (potenzielle) Erfolgsfaktoren und Schwachstellen der Vermarktung dieser regionalen Produkte identifiziert. In einem nächsten Schritt wurden die Relevanz der Faktoren für die Marktstrukturen in Nordrhein-Westfalen überprüft und transdisziplinär Ansatzpunkte für eine Stärkung regionaler Vermarktungsstrukturen in Nordrhein-Westfalen entwickelt.

Förderung:

Das Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Veröffentlichung:

Die Ergebnisse des Projektes sind als Forschungsbericht des Fachbereichs Agrarwirtschaft erschienen. Er kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

Projektteam:

i.green:
Dr. Luisa Vogt (Projektleitung und -bearbeitung)
Janina Wiesmann (Projektbearbeitung)

Fachbereich Agrarwirtschaft:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler (wissenschaftliche Begleitung)
Prof. Dr. Wolf Lorleberg (wissenschaftliche Begleitung)

Neue Dialogformen zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft für mehr Akzeptanz und Wertschätzung

(Kurztitel: Dialog und Wertschätzung)

Projektleitung:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Projektbearbeitung:
Jessica Berkes, M.Sc.

Weitere Ansprechpartnerin:
Dipl.-Ing. (FH) Christiane Wildraut

Förderung:
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV)

Laufzeit:
01.07.2018 - 31.12.2019

Schlüsselbegriffe:
Landwirte, Verbraucher, Eins-zu-eins-Diskussionen, Speed-Dating, Wertschätzung

Projektinfo:
Die Landwirtschaft und landwirtschaftliche Produktionsverfahren erfahren zunehmend gesellschaftliche Kritik. Bisherige Vermarktungskonzepte der Landwirtschaft setzen vornehmlich auf asymmetrische Kommunikationsmodelle, bei denen Verbraucher aufgeklärt werden. Mit dem vorliegenden Vorhaben sollen neue Dialogformen für mehr Akzeptanz und Wertschätzung zwischen Verbrauchern und Landwirten in Nordrhein-Westfalen entwickelt und validiert werden, die nachhaltig für Vermarktungskonzepte der NRW-Landwirtschaft nutzbar zu machen sind. Als neues Kommunikationsmodell werden 1:1-Begegnungen zwischen Landwirten und Verbrauchern in Form von Speed-Datings organisiert. In diesen Speed-Datings treffen Landwirte und Verbraucher aus NRW mit jeweils unterschiedlichen betrieblichen und persönlichen Hintergründen aufeinander und diskutieren unterschiedliche aktuelle konfliktbehaftete landwirtschaftliche Themenbereiche. Mit dem Projekt soll untersucht werden, wie die gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung zwischen Verbrauchern und Landwirten verbessert werden kann. Landwirte aus NRW sollen in ihrer Dialog- und Vermarktungskompetenz gestärkt werden, um damit den Anforderungen aus Markt und Gesellschaft besser begegnen zu können.

Marktpotenzial für Geflügelprodukte aus Hahnenfleisch von Legehybrid- und Zweinutzungsrassen

Projektleitung
Prof. Dr. Margit Wittmann
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Projektbearbeitung
Katrin Schütz, M.Sc.
Förderung:
Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
01.09.2016 – 28.02.2018

Veröffentlichungen

Erwähnung in einem Artikel der Welt am Sonntag
www.welt.de/wissenschaft/plus191752551/Die-neuen-Huehner-sind-gluecklicher-aber-schlechter-fuers-Klima.html

Notizen aus der Forschung No. 40/2018
Bruderhahn– und Zweinutzungshuhnkonzept: Kenntnisse und Begriffsverständnisse der Kundschaft einer Bio-Fleischerei am Point of Sale

Notizen aus der Forschung No. 32/2018
Ökonomische Bewertung von Legehybrid- und Zweinutzungshähnen bei 10- und 20-wöchiger Bio-Aufzucht und -Vermarktung

Notizen aus der Forschung No. 31/2018
Ökonomische Bewertung der Aufzucht und Vermarktung von Legehybrid- und Zweinutzungshähnen im Vergleich zu herkömmlichen Masthybriden

Notizen aus der Forschung No. 30/2018
Institutioneller Rahmen für die Vermarktung von Fleisch- und Wurstwaren von Lege- und Zweinutzungshähnen aus Sicht der Geflügelfleischverarbeiter

Notizen aus der Forschung No. 29/2018
Marktpotential für Fleisch- und Wurstwaren aus Lege- und Zweinutzungshybriden –Gestaltung des Marketing-Mixes aus Sicht von Geflügelfleischverarbeitern

Notizen aus der Forschung No. 28/2018
Bewertung der Produkt- und Verarbeitungsqualität von Hähnen aus Lege- und Zweinutzungshybriden aus Sicht des Fleischereihandwerks

Notizen aus der Forschung No. 27/2018
Untersuchung zur Fleischqualität von Hähnen der Herkünfte Lohmann Dual, Lohmann Brown und Rheinländer bei 10- und 20-wöchiger Mast

Notizen aus der Forschung No. 26/2018
Untersuchung zur Schlachtkörperqualität von Hähnen der Herkünfte Lohmann Dual, Lohmann Brown und Rheinländer bei 10- und 20-wöchiger Mast

Notizen aus der Forschung No. 4/2017
Herausforderungen und Ansatzpunkte für die Geflügelproduktion - Marketingmix zur Vermarktung einer Legehybridlinie und Zweitnutzungsgenetik

Notizen aus der Forschung No. 3/2017
Herausforderungen und Ansatzpunkte für die Geflügelproduktion - Aufzucht und Fleischqualität einer Legehybridlinie und Zweitnutzungsgenetik



Im Zuge der Diskussion um den Tierschutz in der Geflügelproduktion ist die Tötung männlicher Eintagsküken aus gesellschaftlicher wie politischer Sicht kaum vertretbar. Eine Beendigung der bestehenden Praxis wird seitens der Bundesregierung für 2017 angekündigt. Ziel des Projektes ist es, zusammen mit der Geflügelfleischverarbeitung Ansatzpunkte für die Entwicklung und Vermarktung für innovative Produkte zu identifizieren. Dazu werden Legehybrid-, eine Zweinutzungshybridlinie, sowie eine traditionelle Zweinutzungsrasse aufgestallt, gemästet und auf ihre Eignung für die Verwendung des Fleisches geprüft. Das Projekt wird in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Geflügelhof des BDRG und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn durchgeführt. In der Lehr- und Forschungsstation Frankenforst der Universität Bonn werden die Daten zur Mastleistung, zum Tierwohl sowie zur Fleischqualität erfasst und ausgewertet. Die erfolgreiche Nutzung männlicher Eintagsküken in der Mast bietet die Möglichkeit, die Akzeptanz gegenüber der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zu erhöhen. Für die Analyse der Verarbeitungsmöglichkeiten, die Entwicklung von innovativen und marktfähigen Produkten aus Hahnenfleisch und dessen Marktpotenzial bieten leitfadengestützte Experten- und Einzelinterviews mit Geflügelfleischverarbeitern und Verbrauchern die Grundlage.

SocialLab Deutschland – Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft

Projektleitung
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung
Laufzeit
01.05.2015 - 31.12.2018
Projektbearbeitung
Christiane Wildraut
Jenny Wolfram


Veröffentlichungen

Zeitschrift Ländlicher Raum, 04/2019

Einstellungen der Landwirtschaft zur gesellschaftlichen Diskussion über landwirtschaftliche Tierhaltung
Wie Medien ihre Rolle als Orientierungsgeber wahrnehmen (können)

Abschlussbroschüre des Projekts:
Abschlussbroschüre SocialLab
Poster Abschluss-Workshop:
Landwirte und die Beziehung zu ihren Nutztieren: Leidenschaft trifft Pragmatismus
Das Bild der Nutztierhaltung in den Medien: Untersuchung von Medienframes
Notizen aus der Forschung No. 23/2016:
Einstellungen von Verbrauchern zu Haltungsbedingungen von Schweinen in gemeinsamen Gruppendiskussionen mit Landwirten
Notizen aus der Forschung No. 22/2016:
Bewertung von Pressebildern der Schweinehaltung durch Teilnehmer einer landwirtschaftlichen Fachtagung
Notizen aus der Forschung Nr. 15/16
Wissen über landwirtschaftliche Nutztierhaltung und Bewertung von Haltungssystemen in einer Passantenstichprobe in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 9/16
Hofbesuche erhöhen bei Jugendlichen in einer kleinen Stichprobe das Wissen über Landwirtschaft führen aber nicht zu positiveren Einstellungen
Pressemitteilung
PDF

Ziel des Projektes ist es, die bestehende Kritik an der Nutztierhaltung seitens der Gesellschaft differenziert zu durchdringen. Im Ergebnis sollen Wege zu einer messbar verbesserten Nutztierhaltung aufgezeigt werden, um so eine Reduzierung der Diskrepanz zwischen den gesellschaftlichen Erwartungen und der Realität der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zu erreichen. Einbezogen in das Projekt sind die Rinderhaltung, die Schweinehaltung und die Geflügelhaltung. Inhaltliche Schwerpunkte für den Soester Fachbereich Agrarwirtschaft bilden

Methodisch kommen Gruppendiskussionen, leitfadengestützte Experten- und Einzelinterviews, standardisierte Befragungen, eine quantitative Medieninhaltsanalyse sowie eine qualitative Diskursanalyse zum Einsatz. Das Projekt ist aus dem Cluster „Gesellschaft“ der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) heraus entstanden und wird in Kooperation mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Agrarbereich durchgeführt. Die Gesamtkoordination hat das Thünen-Institut in Braunschweig übernommen.

Logo SocialLab

Schweinehaltung und Verbraucher: Multimethodische Bewertung von Schweinehaltungsverfahren durch Verbraucher anhand von Videos aus realen Schweineställen

Bericht als pdf

Betreuer:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Prof. Dr. Martin Ziron
Mitarbeiter:
Dr. agr. Univ. Gudrun Plesch
Dipl.-Ing. (FH) Christiane Wildraut
Förderung:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
01.09.2013 - 31.12.2014

Das gemeinschaftliche Projekt der Fachhochschule Südwestfalen und der Universität Bonn im Rahmen des Forschungsnetzwerkes NRW Agrar zielte darauf ab, Verbrauchern Einblick in reale, aktuelle Schweinehaltungsverfahren zu bieten und diese Verfahren bewerten zu lassen. Um die Verbraucherakzeptanz unterschiedlicher Haltungsverfahren zu untersuchen sowie verbraucherseitige Bewertungskriterien abzuleiten, wurden Videofilme von Schweineställen produziert, die einen Überblick über den aktuellen Stand der Haltungsverfahren von Mastschweinen geben. Diese Videofilme wurden in Gruppendiskussionen eingespielt und als Stimulus für die Diskussionen genutzt. Damit wurden methodische Grundlagen und Ansätze entwickelt und erprobt, auf die in zukünftigen Forschungsprojekten zurückgegriffen werden kann. Ferner konnte durch dieses Projekt die Vernetzung innerhalb der nordrhein-westfälischen Agrarforschung gestärkt werden und somit ein Beitrag in Bezug auf übergeordnete Forschungsprogramme mit dem Fokus auf die Nutztierhaltung geleistet werden.

Steigerung der landwirtschaftlichen Wertschöpfung durch Produkte aus Weidehaltungssystemen

[Abschlussbericht Studie Weidemilch hier als pdf-Datei]

Betreuer:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler (federführend)
Prof. Dr. Wolf Lorleberg
Förderung:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV)
Projektlaufzeit:
01.07.2011 - 31.12.2012
Mitarbeiterin:
Dipl.-Ing. (FH) Anke Schleyer

Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, im Verbund und als Ergänzung zu weiteren, z.T. schon laufen-den Forschungsvorhaben zu Weidesystemen den bisher noch nicht berücksichtigten Aspekt der Vermarktung von Produkten aus Weidehaltungssystemen (mit besonderem Fokus auf Milch) aufzu-greifen. Dabei sollen für unterschiedlich strukturierte Regionen in NRW an die jeweiligen Verhältnisse angepasste Weidesysteme mit verschiedenen Bewirtschaftungsintensitäten berücksichtigt werden. Konkret sollen die Marktpotenziale und die möglichen erzielbaren Erzeugerpreise abgeschätzt und darauf aufbauend Empfehlungen für Marketingstrategien aus Sicht von Landwirten und Verarbeitern abgeleitet werden. Das Vorhaben könnte ferner dazu dienen, eine breiter angelegte Initiative des Landes NRW zur Stärkung der Grünlandregionen zu unterstützen und mit vorzubereiten, die die positiven gesellschaftlichen, umwelt- und klimaschonenden Effekte von Grünland hervorheben.

Das Projekt wird in folgenden aufeinander aufbauenden Arbeitsschritten umgesetzt:
1. Ermittlung aktueller und potenzieller Weidewirtschaftssysteme und ihre Standorte in Nordrhein-Westfalen
2. Ermittlung des Marktpotenziales von Agrarprodukten aus Weidewirtschaftssystemen; insbesondere von „Weidemilch“ sowie nach Möglichkeit auch von Fleisch von Weidetieren und Abschätzung der möglichen erzielbaren Erzeugerpreise
3. Ermittlung der potenziellen einzelbetrieblichen Wirtschaftlichkeit von Weidewirtschaftssystemen
4. Ableitung von Handlungsempfehlungen für Produktion, Verarbeitung und Marketing unter Berücksichtigung des neuen Qualitätszeichens NRW.

NRW direkt! Mehr Wertschätzung und Vertrauen zwischen Menschen aus Landwirtschaft und Gesellschaft durch direkte Begegnungen

Projektleitung:

Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Projektbearbeitung:

Carla Ollier , Jessica Berkes

Förderung:

Stiftung Landwirtschaftsverlag Münster

Laufzeit:

01.11.2020 - 31.10.2021

Projektinfo

Gegenseitige Schuldzuweisungen, Kritik und Unbehagen kennzeichnen das Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Die Konflikte werden dabei oft indirekt über die Politik, allgemeine oder soziale Medien ausgetragen. Dies hat zum Teil eine starke Polarisierung von Wahrnehmungen und Vertrauensabbau unter beiden Personengruppen zur Folge, welche durch einen direkten, persönlichen Austausch geschwächt und relativiert werden kann. Menschen aus Landwirtschaft und Gesellschaft begegnen sich jedoch kaum direkt und tauschen sich selten zu landwirtschaftlichen Themen aus. Ziel des Projektes ist es, Menschen aus der Landwirtschaft und aus der Gesellschaft mit öffentlicher Wahrnehmung auf breiter Basis in NRW in Eins-zu-eins-Begegnungen einen direkten Dialog miteinander zu ermöglichen und dessen Wirkungen wissenschaftliche zu untersuchen. Durch die direkten Eins-zu-eins-Begegnungen soll mehr gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung, Achtung und Vertrauen auf der Basis von gemeinsamen Werten entstehen. Eine vertrauensbasierte Beziehung zwischen Menschen aus Landwirtschaft und Gesellschaft soll durch die direkten Begegnungen gefördert werden.

Die aktuelle Situation der Landwirtschaft in der Corona-Krise

Landwirtschaft ist systemrelevant. Landwirte können, ja müssen sogar weiterhin ihrer Arbeit nachgehen, um ihren wichtigen Beitrag zur Versorgung mit Lebensmitteln zu leisten. Dennoch macht Corona auch um diese Branche keinen Bogen. Viele sind unsicher, wie es weitergeht mit ihrem Betrieb. Welche Sorgen treiben Landwirte derzeit um, was wünschen sie sich? Das wollen Prof. Dr. Marcus Mergenthaler und sein Team von der Fachhochschule Südwestfalen herausfinden. Im Rahmen einer Online-Befragung haben sie 440 Landwirte und Landwirtinnen aus ganz Deutschland um ihre Einschätzung gebeten.

Sorgenfalten stehen Bauern in diesen Tagen auf der Stirn. Turnusmäßig stehen im Frühjahr Arbeiten auf dem Feld an, die können aber nicht gänzlich von der bedrohlich wirkenden Ungewissheit ablenken, wie es mit dem Betrieb und in der Familie weitergeht. Dr. Marcus Mergenthaler ist Professor im Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule in Soest und steht für das Arbeitsgebiet Agrarökonomie. Gemeinsam mit seinem wissenschaftlichen Team hat er einen Fragenkatalog entwickelt, um u.a. herauszufinden, was Landwirte jetzt beschäftigt, mit welchen Veränderungen sie rechnen und welche Unterstützung sie brauchen. Dazu wurden Fragen in einer Umfrage-App online gestellt. Eine Woche lang hatten Landwirte, die zuvor über die landwirtschaftliche Fachpresse, verschiedene Verbände und soziale Medien aufmerksam gemacht worden sind, Zeit, an der Umfrage teilzunehmen. „Die Meinung der Landwirte ist uns sehr wichtig. Die Befragten tragen mit ihrer Teilnahme dazu bei, dass ihre Sorgen und Wünsche in der derzeitigen Situation in die Öffentlichkeit getragen werden können. Die Daten bleiben anonym und werden ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet“, erläutert Prof. Dr. Mergenthaler den Hintergrund. Abgefragt wurden u.a. Einschätzungen, wie belastend die Corona-Situation insgesamt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist und welche Aspekte sie am meisten beunruhigen.

Die ersten Ergebnisse zeigen eine weite Bandbreite an Sorgen und Erwartungen. Diese lassen sich grob in persönliche, betriebliche, gesamtwirtschaftliche sowie politische Bereiche einordnen. Neben den Sorgen um eine ausreichende Versorgung mit Arbeitskräften, die jedoch weitestgehend durch neue Einreiseregelungen genommen werden konnten, leiden Menschen in der Landwirtschaft unter dem fehlenden persönlichen Kontakt, haben Angst um ihre Angehörigen oder vermissen die fehlenden gesellschaftlichen Events. Zusätzlich baut die neue Krisensituation auch auf einer bereits unsicheren Lage der Landwirtschaft auf. Derzeit ist genug Arbeit auf den Feldern und im Stall zu tun, doch wie sieht es im Herbst aus?

Die Wünsche an die Regierung spiegeln diese Ängste wider, indem die Befragten fordern, nun weitsichtige Entscheidungen zu treffen um weitreichende Folgen zu vermeiden. Des Weiteren sollen regionale und dezentrale Wertschöpfungsketten gestärkt werden um Lieferengpässe und Absatzmärkte zu sichern. Diese Wünsche können als Chancen der Landwirtschaft sich auf ein verändertes Verbraucherbewusstsein einzulassen und für sich zu nutzen. Trotz allem vertraut ein Großteil der Befragten der derzeitigen Regierung in ihrem Umgang mit der jetzigen Ausnahmesituation.

Die Ergebnisse werden an die landwirtschaftliche Fachpresse zurückgegeben und in der Öffentlichkeit gestreut. Tiefergehende Auswertungen werden zeitnah folgen.

PM Die aktuelle Situation der Landwirtschaft in der Corona-Krise.pdf

Logo LegValue

LegValue - Fostering sustainable legume-based farming systems and agri-feed and food chains in the EU

Leitung:

Prof. Dr. Marcus Mergenthaler(federführend)
Prof. Dr. Bernhard-Carl Schäfer

Kontaktpersonen:

Bruno Kezeya
Ina Stute
Wolfgang Stauss
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Projektdauer:

01.06.2017 - 31.05.2021

Schlüsselbegriffe:

Leguminosen, Wertschöpfungskette, Landwirtschaft EU

Veröffentlichungen:

Forschungsbericht Nr. 50: Report on legume markets in the EU
Bruno Kezeya, Frédéric Muel, Tiana Smadja, Wolfgang Stauss,  Ina Stute, Maelle Simmen, Marcus Mergenthaler
Forschungsbericht Nr. 49: The Market of grain legumes in Spain - Results of the EU-project LegValue
Bruno Kezeya, Frédéric Muel, Marcus Mergenthaler
Forschungsbericht Nr. 48: Market of legumes in Italy - Results of the EU-project LegValue
Bruno Kezeya Sepngang, Frédéric Muel, Francesco Galioto, Fernando Pellegrini, Daniele Antichi, Marcus Mergenthaler
Forschungsbericht Nr. 47: Market of grain legumes in the UK - Results of the EU-project LegValue
Bruno Kezeya Sepngang, Roger Vickers, Frédéric Muel, Tiana Smadja, Marcus Mergenthaler
Forschungsnotiz No. 28/2019: Erbsenanbaupotentiale für erbsenbasierte Fleischalternativen in Deutschland Marcus Mergenthaler, Bruno Kezeya Sepngang, Wolfgang Stauss
Forschungsnotizen No. 13e/2019: Correlation between prices of grain legumes and prices of feed, fertilisers and meat. Bruno Kezeya Sepngang, Wolfgang Stauss, Ina Stute, Marcus Mergenthaler
Forschungsnotizen No. 13d/2019: Zusammenhang von Preisen von Körnerleguminosen mit den Preisen für Futtermittel, Dünger und Fleisch Bruno Kezeya Sepngang, Wolfgang Stauss, Ina Stute, Marcus Mergenthaler
Forschungsnotizen No. 33/2018: Schätzung eines Preisindikators für Futtererbsen und Ackerbohnen basierend auf Preisen von Substituten; Bruno Kezeya Sepngang, Wolfgang Stauss, Ina Stute, Marcus Mergenthaler
Forschungsbericht Nr. 44: The Market of grain legumes in Germany - First results of the EU-project LegValue; Bruno Kezeya Sepngang, Wolfgang Stauss, Ina Stute, Marcus Mergenthaler
Möglichkeiten zur Bildung von verwertungsorientierten Preisindikatoren für Futtererbsen und Ackerbohnen im Vergleich zur veröffentlichten Marktpreisberichterstattung.
Bruno Kezeya Sepngang, Ina Stute, Wolfgang Stauss, Bernhard Carl Schäfer, Marcus Mergenthaler

Projektinfo:

Partner aus zehn europäischen Ländern arbeiten in diesem Projekt zusammen, um den Anbau und die Nutzung von Leguminosen innerhalb der EU zu stärken. Dabei sollen nachhaltige und wettbewerbsfähige Anbausysteme und Wertschöpfungsketten im Futter- und Lebensmittelbereich entwickelt werden. Unter Zuhilfenahme von 20 bestehenden Wertschöpfungsketten und Netzwerken, die die Vielfältigkeit des europäischen Leguminosenanbaus widerspiegeln, soll LegValue aufzeigen, welchen Wert Leguminosen für jeden Akteur haben können. Eines der Projektergebnisse soll ein einfach anwendbares Tool sein, um jedem Anbauinteressierten für seine spezifische Situation Leguminosen aufzulisten, die sich unter den vorherrschenden Bedingungen anbieten. Ziel ist es auch, eine höhere Markttransparenz für den Handel mit und die Verwendung von Leguminosen zu erreichen.

Die FH Südwestfalen bringt sich insbesondere in der Leitung und Abwicklung des Teilprojekts "Economic analysis of European legume markets" ein.

Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Projekts: www.legvalue.eu

Finanzierung:

Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Forschungsprogramms Horizon 2020 als Research & Innovation Action, grant agreement No 727672, finanziert.

Projektteam:

i.green
Wolfgang Stauss
Fachbereich Agrarwirtschaft:
Bruno Kezeya Sepngang
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

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Sonnenblumenfeld in Mato Grosso

SunflowerProtein - Sozioökonomische Bewertung der nachhaltigen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Sonnenblumenprodukten

Kontaktpersonen:

Wolfgang Stauss
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Projektdauer:

01.09.2014 - 31.03.2018

Schlüsselbegriffe:

Bioökonomie International, Sonnenblumen, Brasilien

Projektinfo:

Das Gesamtprojekt, koordiniert vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising, brachte 16 Partner aus Brasilien und Deutschland zusammen. Vor dem Hintergrund der globalen Ernährungssicherung und dem verantwortungsvollem Umgang mit begrenzten Anbauflächen zielts SunflowerProtein auf eine nachhaltige Produktion von Sonnenblumenkernen und die gleichzeitige Gewinnung von Pflanzenöl, hochwertigen Nahrungsmittelproteinen und Brennstoffen. Eine vollständige Nutzung aller Fraktionen ermöglichte so erstmals die Produktion von hochwertigen Proteinmehlen für den menschlichen Verzehr und erhöhte die Wertschöpfung der Sonnenblumenöl-Produktion.

Die FH Südwestfalen führte die sozioökonomische Analyse als Teilprojekt durch: Diese Analyse sollte die Entwicklung eines nachhaltigen Gesamtprozesses sichern, wobei die Synergien der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit berücksichtigt wurden. Dazu arbeiteten Akteure entlang der gesamten Produktionskette von der Landwirtschaft über die Verfahrenstechnik bis zur Lebensmittelindustrie in beiden Ländern zusammen. Mittels eines LP-Modells erfolgte eine integrierte Analyse der einzelnen Prozessschritte, gleichzeitig wurde ein Rahmen zur Verknüpfung der Ergebnisse der Projektpartner geschaffen.

Finanzierung:

Das Projekt wurde im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 durchgeführt, finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Abwicklung wurde vom Projektträger Jülich (PtJ) begleitet.

Mehr Hinweise zu den Projektpartnern finden Sie hier unter Verwendung des Suchbegriffes "SunflowerProtein". Das Forschungsinformationssystem Agrar / Umwelt (FISA) hält unter diesem Link weiterführende Informationen bereit, auch in der Umweltforschungsdatenbank UFORDAT des Umweltbundesamtes finden sich zusätzliche Details.

Der Schlussbericht des Projekts ist hier verfügbar.

Projektteam:

i.green
Wolfgang Stauss
Fachbereich Agrarwirtschaft:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

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Potenzialanalyse für NRW - Chancen und Hemmnisse einer Regionalisierung der Eiweißfuttermittelversorgung im Bundesland

Kontaktpersonen:
Wolfgang Stauss
Projektdauer:
15.05.2014 - 15.07.2014
Schlüsselbegriffe:
Eiweißlücke, Futtermittel, Leguminosen

Aus einer Vielzahl von Umfragen wird eine ablehnende Haltung gegenüber gentechnisch veränderten Produkten deutlich. Auch steigt die Nachfrage nach regional erzeugten Produkten. In der Nutztierhaltung wird allerdings ein Großteil der erforderlichen Eiweißfuttermitteln auf Basis von importierten Sojaprodukten, insbesondere Sojaschrot, bezogen. Dieses Soja ist in der Regel gentechnisch verändert und stammt aus den USA, Brasilien, Argentinien oder Paraguay.
In dieser Potenzialanalyse sollte, bei unterschiedlichen Szenarienbeschreibungen bezüglich der Höhe von Leguminosen in der Fruchtfolge, über die Ermittlung des Bedarfs an Eiweißträgern in der Nutztierhaltung der daraus resultierende Importbedarf an Sojaprodukten ermittelt werden.

Finanzierung:
Das Vorhaben wurde beauftragt von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V., AbL, und im Rahmen des Projekts Vom Acker in den Futtertrog - Zukunftsweisende Eiweißfutter-Versorgung für NRW durchgeführt.
Die Ergebnisse der Kurzstudie finden sie unter diesem Link und bei AgEcon

Projektteam:
i.green:
Wolfgang Stauss
Fachbereich Agrarwirtschaft:
Prof. Dr. Jürgen Braun
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Analyse der Möglichkeiten zur Auslobung von Hühnereiern mit dem Siegel „ohne Gentechnik“ unter Berücksichtigung des Produktionsweges der Futtermittel Soja, Mais und Raps vom Feld bis zum Stall

Projektbericht als PDF

Projektleitung:
Prof. Dr. M. Wittmann , Prof. Dr. M. Mergenthaler
Mitarbeiter:
Dr. rer. nat. P. D. Dapprich , Sandra Kronenberg, M.Sc.
Förderung:
Zentralverband Eier e. V. (ZVE)
Projektzeitraum:
Mai – Oktober 2013

Ziel des kooperativen Forschungsprojektes ist es, die Machbarkeit der Warenauslobung mit dem Siegel „ohne Gentechnik“ am Beispiel der Produktion von Hühnereiern zu analysieren. Eine Auslobung mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ wird immer wieder von Verbrauchern und Interessenverbänden gefordert. Allerdings wird die Verlässlichkeit eines solchen Siegels oft angezweifelt. Daher sind Untersuchungen zur Verfügbarkeit von GVO-freien Rohstoffen, verlässliche Transportketten und sicherer Futtermittelherstellung entscheidend für die Wertigkeit des Siegels „Ohne Gentechnik“.

Durch eine Analyse der Produktionskette der typischen Futtermittel Soja, Mais und Raps sollen Erkenntnisse über die Art und den Umfang der möglichen Verunreinigungen mit bzw. Verschleppung von GVO-Material im Futtermittel erarbeitet werden. Auf dieser Basis soll eine Aussage über die Machbarkeit einer rechtssicheren Auslobung von Hühnereiern mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ getroffen werden. Methodisch basiert die Untersuchung im Wesentlichen auf der inhaltsanalytischen Auswertung von Experteninterviews mit Branchenkennern und Vertretern der einzelnen Produktionsstufen Rohstoffherstellung, Transport und Logistik, Futtermittelherstellung, Zertifizierung und Handel.

Tierhygiene in der NRW-Rinderhaltung – Status-Quo der Hygienesituation und des Hygienebewusstseins – Anreizsysteme zur Hygieneverbesserung schaffen

Projektleitung:
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Landwirtschaftskammer NRW - Tierseuchenkasse NRW
Laufzeit:
01.01.2015 – 31.07.2018
Mitarbeiterinnen:
Anne Thönnissen, B.Sc .
Elena Meininghaus, BTA
Dipl.-Ing. (FH) Andreas Rienhoff
Dr. Susanne Döring
Dr. Odile Hecker

Veröffentlichungen
Notizen aus der Forschung Nr. 4/16
Hygienebewusstsein von Viehtransportfahrern an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 5/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von verschiedenen Viehtransportfahrzeugen an einem NRW-SchlachthofNotizen aus der Forschung Nr. Notizen aus der Forschung 6/2016
Vorerhebungen zur Hygienesituation in der NRW-Rinderhaltung
Notizen aus der Forschung Nr. 17/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von Schlachtviehtransportfahrzeugen in Abhängigkeit von Fahrzeugtyp und Tierart
Notizen aus der Forschung Nr. 18/16
Einschätzungen von Schlachtviehtransportfahrern zur Reinigung und Desinfektion ihrer Fahrzeuge sowie dem Arbeitskleidungswechsel
Notizen aus der Forschung Nr. 19/16
Hygienesensibilität von Viehtransportfahrern im Vergleich zweier Schlachthofstandorte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 20/2016
Beratungssituation und Anreize zur Umsetzung von Hygienemaßnahmen rinderhaltender Landwirte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 21/2016
Begründungszusammenhänge für die Hygienesituation auf rinderhaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen aus Betriebsleitersicht
Notizen aus der Forschung Nr. 2/2017
Hygienesensibilität und Umsetzungserfolg hygienischer Maßnahmen milchviehhaltender Landwirte
Notizen aus der Forschung Nr. 34/2017
Hemmende Faktoren bei der Umsetzung hygienischer Maßnahmen auf rinderhaltenden Betrieben in Nordrhein Westfalen
Notizen aus der Forschung Nr. 38/2017
Fördernde Faktoren bei der Umsetzung hygienischer Maßnahmen auf rinderhaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen

Eine hochaktuelle Thematik ist derzeit die Umsetzung von Hygieneanforderungen in der Rinderhaltung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat im Jahr 2014 im Bundesanzeiger Hygieneempfehlungen veröffentlicht, die in den landwirtschaftlichen Verbänden intensiv diskutiert und z.T. stark kritisiert werden. In NRW wird aktuell an einem Hygieneleitfaden für die Rinderhaltung gearbeitet. Es ist davon auszugehen, dass Rinderhalter zuerst freiwillig und nachfolgend verpflichtet werden sollen, definierte Hygienemaßnahmen in ihrem Betrieb umzusetzen. Bisherige Vergleiche der Hygienesituationen zwischen Schweine- und Rinderhaltern durch die FH Südwestfalen und anderen zeigten diesbezüglich deutliche Unterschiede.
In diesem Projekt sollen die Grundprobleme der Umsetzung von Hygienemaßnahmen in der landwirtschaftlichen Rinderhaltung untersucht werden. So sollen Ursachen ermittelt werden, die die Umsetzung hygienischer Maßnahmen erschweren bzw. verhindern. Im Ergebnis soll das Hygienebewusstsein für einzelne Maßnahmen in ausgewählten Projektbetrieben eruiert und nachfolgend gestärkt werden.
Übergeordnetes Ziel ist die Tierseuchenprävention. Dafür werden z.B. die Akzeptanz und die Anwendung von vorgeschriebenen bzw. empfohlenen Hygienemaßnahmen untersucht, die die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Tierseuchen verlangsamen bzw. stoppen können. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, die Akzeptanz für tierseuchenrechtliche Maßnahmen und die Früherkennung zu verbessern. Dieses Projekt ist ein Pilotprojekt, um grundsätzliche Hygieneeinstellungen bzw. -umsetzungen in der landwirtschaftlichen Praxis zu ermitteln.
Das Projekt unterteilt sich in fünf Arbeitspakete. Methodisch kommen Befragungen, Beobachtungen und laborgestützte Analysen des Status-Quo der Hygiene in Praxisbetrieben zum Einsatz. Zusätzlich werden die Anreizsysteme zur Umsetzung von einzelnen Hygienemaßnahmen bei Landwirten, aber auch Beratern, Tierärzten und Molkereien erhoben. In einzelnen Praxisbetrieben sollen Hygienemaßnahmen auf ihre Wirkung hinsichtlich der Veränderung der Tiergesundheit und der Keimverschleppung untersucht werden. Letztgenannte soll innerhalb eines Betriebes und zwischen den Betrieben näher untersucht werden und praxisnahe Abhilfe, auch in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren auf den landwirtschaftlichen Betrieben, aufgezeigt werden. Landwirte werden über Workshops in das Projekt mit einbezogen, so dass der zügige Transfer in die Praxis gegeben ist.

Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Tierhygiene und zur Prävention von Tierseuchen in schweinehaltenden Betrieben in NRW

Projektleitung:
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Landwirtschaftskammer NRW - Tierseuchenkasse NRW
Laufzeit:
01.04.2015 - 31.03.2019
Mitarbeiterinnen:
Iris Kobusch, M. Sc.
Dipl.-Ing. (FH) Henrike Freitag
Sabrina Linnemann, B. Sc.
Nicole Geisthardt, B. Sc.
Dipl.-Stat. Gisela Kesting
Dr. Susanne Döring
Dr. Odile Hecker

Veröffentlichungen
Notizen aus der Forschung Nr. 2/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch bei Mastschweinen in Abhängigkeit von der Art der Fütterung
Notizen aus der Forschung Nr. 3/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch bei Mastschweinen in Abhängigkeit von der Temperatur
Notizen aus der Forschung Nr. 4/16
Hygienebewusstsein von Viehtransportfahrern an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 5/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von verschiedenen Viehtransportfahrzeugen an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 7/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch in der Ferkelaufzucht in Abhängigkeit von der Art der Fütterung
Notizen aus der Forschung Nr. 11/16
Einfluss der Darreichungsform auf die Wasseraufnahme von Ferkeln während der Aufzuchtphase
Notizen aus der Forschung Nr. 12/16
Einfluss der Wasserdarreichungsform auf die Keimbelastung des Tränkwassers und die Leistung bei Aufzuchtferkeln
Notizen aus der Forschung Nr. 16/16
Hygienesensibilität, Umsetzungserfolg und Erfolgslücke von Hygienemaßnahmen in schweinehaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen
Notizen aus der Forschung Nr. 17/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von Schlachtviehtransportfahrzeugen in Abhängigkeit von Fahrzeugtyp und Tierart
Notizen aus der Forschung Nr. 18/16
Einschätzungen von Schlachtviehtransportfahrern zur Reinigung und Desinfektion ihrer Fahrzeuge sowie dem Arbeitskleidungswechsel
Notizen aus der Forschung Nr. 19/16
Hygienesensibilität von Viehtransportfahrern im Vergleich zweier Schlachthofstandorte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 6/17
Persönlichkeitsmerkmale von Betriebsleitern und Umsetzungspraxis der Schadnagerbekämpfung in der Schweinehaltung

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Tiergesundheit in der NRW-Schweinehaltung durch die Umsetzung geeigneter Hygienemaßnahmen weiter zu verbessern. Die mögliche Ausbreitung von Tierseuchen soll durch frühzeitige Erkennung und bereits im Vorfeld etablierte Hygienebarrieren auf landwirtschaftlichen Betrieben verringert werden. Dieses Forschungsprojekt knüpft unmittelbar an den Ergebnissen des Pilotprojektes „Präventive Hygieneberatung“ an, das bereits abgeschlossen ist (Laufzeit 01.01.2013 bis 31.03.2015). Es wurden in diesem bereits diverse punktuelle und kontinuierliche Hygienemaßnahmen in der landwirtschaftlichen Schweinehaltung, deren Auswirkungen auf Leistungen und die Tiergesundheit und die Akzeptanz der Landwirte für diese Maßnahmen untersucht. Ergebnisse werden dazu in diesem Jahr veröffentlicht.
In dieser Hauptphase des Projektes, das sich aus fünf Arbeitspaketen zusammensetzt, soll u.a. die Übertragung der Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Pilotbetrieben auf Betriebe außerhalb der Projektgruppe vorgenommen werden. Dazu dienen auch die Weiterführung und –entwicklung von Workshops mit interessierten Landwirten zu spezifischen Hygieneschwerpunkten, in denen detailliert die optimale praxistaugliche Umsetzung der gewählten Hygienemaßnahme mit wissenschaftlich fundierten Ergebnisse kombiniert werden, um so Anreize zur eigenverantwortlichen Umsetzung zu schaffen. Darüber hinaus sollen allgemeingültige und umfassende Ableitungen beschrieben werden, die die Erfolgsfaktoren für Inhalt und Ablauf von Beratungsprozessen beschreiben sowie Anreizsysteme zur dauerhaften Umsetzung von Hygienemaßnahmen schaffen.
Das Vorhaben verfolgt insgesamt einen innovativen und zeitgemäßen Ansatz, der neben der Landwirtschaft auch die Beratung fokussiert. Die Gesamtkonstruktion des Forschungsprojektes erlaubt einen zügigen und optimalen Transfer von Forschungsergebnissen in die landwirtschaftliche Praxis und trägt damit mittelbar zur Tierseuchenprävention und zur Verbesserung der Tiergesundheit bei.
Zudem ist geplant, im Rahmen des Forschungsprojektes die Weichenstellung für ein Hygienekompetenzzentrum für Schweinehalter in NRW zu prüfen und ggf. mit Ablauf des Projektes zu etablieren.

Grafik Wortwolke Schweinehaltung

TGS Schweinehaltung: Implementierung eines Tiergesundheitssystems in der Schweinehaltung

Projektleitung
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Projektbearbeitung
Christiane Wildraut
Lena Reisner
Förderung
Landwirtschaftliche Rentenbank
Laufzeit
01.05.2014 – 31.10.2016
Veröffentlichungen
>> Ergebnisbericht als PDF Download

Forschungsnotizen No. 32/2017
Persönlichkeitsmerkmale von Schweinefachberatern und Tierärzten und der Grad der Zusammenarbeit in einer gemeinschaftlichen Tiergesundheitsberatung
Forschungsnotizen No. 31/2017
Art und Bewertung der Zusammenarbeit einer gemeinschaftlichen Gesundheitsberatung von Beratern und Tierärzten in der Schweinhaltung
Forschungsnotizen No. 30/2017
Bewertung von Beratungsempfehlungen bei Salmonellenproblemen in der Schweinhaltung aus Sicht von Landwirten
Forschungsnotizen No. 29/2017
Persönlichkeitsmerkmale von Betriebsleitern und Erfolg einer Sensibilisierungsberatung bei Salmonellenproblemen in der Schweinhaltung
Forschungsnotizen No. 28/2017
Persönlichkeitsmerkmale von Fachberatern und Erfolg einer Sensibilisierungsberatung bei Salmonellenproblemen in der Schweinhaltung
Forschungsnotizen No. 27/2017
Persönlichkeitsunterschiede zwischen Fachberatern und Schweinehaltern: Fördernd oder hemmend für den Erfolg in der Salmonellenberatung?
Forschungsnotizen No. 26/2017
Zusammenhang zwischen Erfolg einer Salmonellenberatung in der Schweinehaltung und Betriebs- und Betriebsleitermerkmalen
Forschungsnotizen No. 25/2017
Einstellungen von Landwirten gegenüber Salmonellenproblemen in der Schweinehaltung und Erfolg einer Sensibilisierungsberatung
Forschungsnotizen No. 24/2017
Perspektiven zur Finanzierung und institutionellen Verankerung einer Beratung zur Senkung der Salmonellenprävalenz in der Schweinehaltung
Forschungsnotizen No. 23/2017
Kooperationsbereitschaft von Landwirten, Beratern und Tierärzten für eine "Qualifizierte Salmonellenberatung"
Forschungsnotizen No. 22/2017
Implikationen des Schweinemarktes für die Teilnahmebereitschaft von Landwirten an einer integrierten Tiergesundheitsberatung
Forschungsnotizen No. 21/2017
Die Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen für Synergien und Wettbewerb zwischen Tierärzten und Schweinefachberatern
Forschungsnotizen No. 20/2017
Die Bedeutung der Persönlichkeitsmerkmale von Betriebsleitern für den Beratungserfolg in der Schweinehaltung
Forschungsnotizen No. 19/2017
Konstellationen von Persönlichkeitsmerkmalen zwischen Betriebsleitern und Beratern für den Beratungserfolg in der Schweinehaltung
Forschungsnotizen No. 18/2017
Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen der Berater in der Schweinefachberatung
Forschungsnotizen No. 17/2017
Maßnahmenempfehlungen zur Verbesserung der Salmonellenkategorie schweinehaltender Projektbetriebe
Forschungsnotizen No. 16/2017
Erfolg einer qualifizierten Salmonellenberatung in der Schweinhaltung
Forschungsnotizen No. 15/2017
Daten zu Stallfaktoren in der TGS Datenbank
Forschungsnotizen No. 14/2017
Daten zu Tierfaktoren in der TGS Datenbank
Forschungsnotizen No. 13/2017
Beschreibung der TGS Datenbank
Forschungsnotizen No. 12/2017
Zusammenarbeit von Tierarztpraxen mit Beratungsorganisationen der Schweinehaltung
Forschungsnotizen No. 11/2017
Tierarztpraxisstrukturen und Schweinehaltungsdichte in NRW
Forschungsnotizen No. 10/2017
Explorative Analyse von Einflussfaktoren auf kurative und präventive Maßnahmen in Tierarztpraxen in NRW
Forschungsnotizen No. 9/2017
Datenschutz im Hinblick auf die Antibiotika-Datenbank und die Datenvernetzung in Nutztierpraxen in NRW
Forschungsnotizen No. 8/2017
Datenmanagementsysteme und Nutzereigenschaften in tierärztlichen Schweinepraxen in NRW

Das Vorhaben knüpft an die Arbeiten und Ergebnisse des in 2013 abgeschlossenen NRW-Clusterprojektes „Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“ an. Beteiligt an dem Verbundprojekt sind die FH Südwestfalen, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, der Erzeugerring Westfalen, der Schweinegesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW, die IQ-Agrar Service GmbH sowie Hoftierärzte als Unterauftragnehmer der FH SWF. Die Partner hatten bereits im Clusterprojekt erfolgreich zusammengearbeitet und ein Modell eines Tiergesundheitssystems für die landwirtschaftliche Schweinehaltung entwickelt.
Ziel des aktuellen Vorhabens ist die Weiterentwicklung des im Clusterprojekt geschaffenen Tiergesundheitssystems zur Praxisreife um hinsichtlich der Tiergesundheit eine Verbesserung der Bestandsbetreuung schweinehaltender Betriebe zu erreichen.
Zum Arbeitsprogramm des Vorhabens zählen:
- die Weiterentwicklung der im NRW-Clusterprojekt „Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“ erstellten Tiergesundheitsdatenbank,
- die praxistaugliche Optimierung von aussagekräftigen Gesundheitsscreenings bei Schweinen an betriebsindividuelle Bedingungen,
- die Überprüfung, Erprobung und Etablierung von Beratungspaketen mit dem Ziel einer verbesserten Tiergesundheit,
- die strategische Außendarstellung (Kommunikation und Marketing) in der Fachpresse und auf Branchenveranstaltungen.
Daneben erfolgt eine detaillierte Evaluierung der Zahlungs- und Kooperationsbereitschaften für verschiedene Leistungspakete des Gesundheitsscreenings und der Beratung bei internen und externen Zielgruppen. Mit dem Projekt soll zukünftig allen entwicklungsfähigen Betrieben im nordwestdeutschen Veredelungscluster ein Tiergesundheitssystem zur verbesserten Bestandsbetreuung angeboten werden. Damit soll ein Beratungssystem geschaffen werden, das Einzug in die breite landwirtschaftliche Praxis hält und nach Abschluss des Projektes von den beteiligten Projektpartnern inhaltlich und finanziell getragen werden kann.

Präventive Hygieneberatung: Ansatzpunkte zur Umsetzung von Hygienemaßnahmen zur Verbesserung der Tiergesundheit und zur Prävention von Tierseuchen in schweinehaltenden Betrieben in NRW

Betreuer:
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Tierseuchenkasse NRW
Laufzeit
01.01.2013 - 31.03.2015
Mitarbeiterinnen:
Dipl.-Ing. (FH) Christiane Wildraut
M.Sc. Iris Kobusch
Dipl.-Ing. (FH) Henrike Freitag
Eileen Koch, M.Sc.
N.N.
Veröffentlichungen
Notizen aus der Forschung Nr. 24/16
Teilnahmeintensität von Betriebsleitern an einem Projekt zur Hygiene in der Schweinehaltung in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 25/16
Einstellung von Landwirten gegenüber Salmonellenproblemen in der Schweinehaltung und Erfolg einer Sensibilisierungsberatung
Forschungsbericht Nr. 40/16
Landwirtschaftliche Fachberatung in der NRW-Schweinehaltung – Eine empirische Untersuchung aus Sicht der Landwirtschaft
Notizen aus der Forschung Nr. 1/17
Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen für die Umsetzung von Beratungsempfehlungen in der Schweinefachberatung

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Tiergesundheit in der NRW-Schweinehaltung durch die Umsetzung geeigneter Hygienemaßnahmen weiter zu verbessern. In einem ersten Schritt erfolgt eine Zusammenstellung und Bewertung von Hygienemaßnahmen, die in der landwirtschaftlichen Schweinehaltung angewandt werden. Daneben wird eine Untersuchung des Status-Quo in der Beratung zur Verbesserung der Hygiene in der Tierhaltung durchgeführt. Im Anschluss an die „Voruntersuchungen“ finden regionale Workshops in NRW zur Einbindung interessierter Betriebsleiter statt. Vorzugsweise sollen die Betriebe aus dem seit 2010 laufenden NRW-Cluster-Projekt „Gesunde Tiere - gesunde Lebensmittel“ ausgewählt werden, da in diesem Projekt eine Infrastruktur geschaffen worden ist, die optimale Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der Projektpartner und der beteiligten Landwirte bietet. Zusätzlich sollen landwirtschaftliche Betriebe aus dem Rheinland einbezogen werden.

Im Fokus der Analysen auf den Betrieben stehen dann Hygieneuntersuchungen, die über eine Dauer von zwei Jahren mindestens halbjährlich erfolgen. Parallel dazu wird eine Akzeptanzuntersuchung bei den Landwirten zum Einsatz von Hygienemaßnahmen und zur Nutzung von Hygieneberatung durchgeführt. Dazu finden persönliche Interviews statt, mit denen fördernde und hemmende Faktoren der Anwendung der verschiedenen Hygienemaßnahmen aus Sicht der Landwirte ermittelt und sinnvolle Anreizsysteme zur Nutzung von Hygieneberatung eruiert werden sollen. Durch ergänzende Workshops mit den Landwirten und leitfadengestützte Gespräche mit Branchenexperten werden erste Empfehlungen für die landwirtschaftliche Praxis, für die Beratung und für die Politik abgeleitet. Dabei soll auch der weitere Forschungsbedarf für eine sich anschließende Umsetzungsphase eingegrenzt werden.

Das Vorhaben verfolgt insgesamt einen innovativen und zeitgemäßen Ansatz, der neben der Landwirtschaft auch die Beratung fokussiert. Die Gesamtkonstruktion des Forschungsprojektes ist so ausgelegt, dass für einen zügigen und optimalen Transfer von Forschungsergebnissen in die landwirtschaftliche Praxis gesorgt wird. Durch das Aufzeigen von Optimierungsmöglichkeiten bei Hygienemaßnahmen werden Ansatzpunkte zur Verbesserung der Tiergesundheit und zur Tierseuchenprävention erarbeitet.

“Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“ (Teilprojekt G)

Marketingskonzeption (1,38 MB pdf, für beidseitigen Druck formatiert)
Zwischenbericht (2 MB pdf)

Betreuer:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler (federführend)
Prof. Dr. Margit Wittmann

Förderung:
Land Nordrhein-Westfalen und Europäische Union (EU)
über das 'Ziel 2 - Programm NRW 2007-2013 (EFRE)'
Projektlaufzeit:
01.07.2010 - 31.08.2013
Mitarbeiterin:
Dipl.-Ing. (FH) Christiane Wildraut

Das Vorhaben ist Teilprojekt des Kooperationsprojektes „Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“, das der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband koordiniert. Das Gesamtprojekt ist eines von sieben Gewinner-Projekten im ersten Förderwettbewerb Ernährung.NRW, der in 2008 durchgeführt wurde.

Ziele des Projektes:

  • Verbesserung der Tiergesundheit in der Schweinehaltung und dadurch Erhöhung der Lebensmittelsicherheit,
  • Förderung des Images der Schweinefleischerzeugung,
  • Entwicklung eines Tiergesundheitssystems und eines Marketingkonzeptes mit Hilfe stufenübergreifender Vernetzung von Informationen,
  • Verbesserung des Informationstransfers unter den Beteiligten im Bereich der Schweinefleischerzeugung.

Die positiven Wirkungen des Vorhabens sollen die nordrhein-westfälische Veredlungswirtschaft insgesamt nachhaltig stärken.

Partner im Projekt:

Weiterhin werden ca. 60 landwirtschaftliche Betriebe eingebunden.
Zusätzlich ist die Einbeziehung des Lebensmitteleinzelhandels geplant.

Präferenzen für hochwertige Agrarprodukte in Schwellenländern: Nachfrageanalysen in Vietnam für Produkte tierischer Herkunft

Projektleitung
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Projektbearbeitung
Nguyen Van Phuong
Förderung
Bildungsministerium in Vietnam
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Laufzeit
01.10.2011 – 30.09.2015
Veröffentlichungen
Phuong et al - 2014 - Effects of Socio-economic and Demographic Variables on Meat Consumption in Vietnam
Phuong et al - 2014 - Impact of quality attributes and marketing factors on prices for indigenous pork in Vietnam
Phuong et al - 2015 - Effects of household characteristics on expenditure for dairy products in Vietnam

Die Arbeiten in diesem Projekt befassen sich mit der Nachfrage nach hochwertigen Agrarprodukten in Schwellenländern. Dabei wird Vietnam als Fallstudie betrachtet und das Verbraucherinteresse an Produkten tierischer Herkunft untersucht.
Die Ausgaben vietnamesischer Haushalte für Milchprodukte werden mithilfe verschiedener deskriptiver und ökonomiemetrischer Methoden analysiert. Es werden die bestimmenden Faktoren für die Bereitschaft zum Kauf von Milchprodukten untersucht. Auf Basis von Fleischverbrauchsdaten wird das Verbraucherverhalten bezüglich Schweine- und Geflügelfleisch in Vietnam untersucht. Die zeigen signifikante Zusammenhänge zwischen den Merkmalen vietnamesischer Haushalte und deren Lebensmittelverbräuchen. Die Ergebnisse werden verwendet, um die zu erwartende zukünftige Nachfrage nach Fleisch- und Milchprodukten in Vietnam und vergleichbaren Ländern zu bewerten. Die Globalisierung, wirtschaftliches Wachstum und die Urbanisierung haben zu beträchtlichen Veränderungen im Lebensmittelkonsum geführt. Diese Resultate könnten der Politik eine Hilfestellung geben, um die Lebensmittelversorgung zu sichern und die Verteilung von Lebensmitteln zwischen städtischen und ländlichen Regionen zu verbessern.
Außerdem werden Verbraucherpräferenzen für Fleisch von einheimischen Tieren in Vietnam als einem sehr spezifischen Marktnischensegment einer Preisuntersuchung auf Einzelhandelsebene unterworfen. Insbesondere die Betrachtung des Verkaufszeitpunkts ermöglichte ein besseres Verstehen der Preisentwicklung und saisonaler Einflüsse in der Vermarktung von dieses besonderen Schweinefleischs. Das Verständnis der Verbraucherpräferenzen kann für Produzenten und Händler hilfreich sein, um höhere Preise für dieses besondere Schweinefleisch zu erzielen. Darüber hinaus ergeben sich für die Politik Ansätze zur Förderung der Vermarktung qualitätsgesicherten Fleisches regionaler Herkunft und nachhaltiger Nutzung der wertvollen, lokal vorhandenen genetischen Vielfalt.

Studie über die Anforderungen der Verbraucher in Vietnam an Lebensmittel

[Bericht als pdf-Datei]

Projektleitung:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Projektmitarbeit:
M.A. Nguyen Van Phuong
Dipl.-Ing. (FH) Christiane Wildraut
Kooperationspartner:
AFC Public Services GmbH, Bonn
Dr. Christoph Kliebisch (Projektleitung)
Dr. Volker Ebert (Projektbearbeitung)
Unterauftragnehmer:
Hanoi University of Agriculture (HUA)
Auftraggeber:
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Laufzeit:
15.05.2013 – 15.10.2013

Zielsetzung und Durchführung:
Der Auftrag des BMELV zielt darauf ab, ein aktuelles umfassendes Bild des Marktes für ausländische Lebensmittel in Vietnam zu erhalten. Damit sollen bestehende, bislang unerkannte Marktpotenziale aufgezeigt werden, um auch kleinen und mittleren Unternehmen der deutschen Ernährungswirtschaft das Herantreten an asiatische Drittlandsmärkte zu erleichtern. Durch die Untersuchung des Wettbewerbsumfeldes für deutsche Lebensmittelproduzenten in Vietnam und die zusätzliche empirische Verbraucherbefragung sollen detaillierte Aussagen zu den Zielmärkten vorgelegt werden, die anschließend in die Gestaltung weitere Maßnahmen des Exportförderungsprogramms der Bundesregierung einfließen können.
Die Studie wird zweistufig durchgeführt. In der ersten Stufe werden im Rahmen einer Vergleichsstudie die Hauptkonkurrenten für deutsche Lebensmittelhersteller in Vietnam und deren Marketingaktivitäten ermittelt – jeweils für die Branchen „Fleisch- und Fleischerzeug-nisse“, „Milch und Milcherzeugnisse“, „Süßwaren“ und „Alkoholische Getränke“.
In der zweiten Stufe erfolgt eine empirische Untersuchung, die die Perspektive vietnamesi-scher Verbraucher beleuchtet. Die empirische Untersuchung umfasst eine qualitative (Gruppendiskussionen) und eine quantitativen Erhebung (Online-Befragung). Die Ergebnisse werden branchenspezifisch dargestellt.

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