Agrarökonomie

Aktuelle Projekte

„SocialLab II – Nutztierhaltung: Akzeptanz durch Innovation“

Leitung:

Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Projektbearbeitung:

Christina Kothe, M.A.

NN

Weitere Ansprechpartnerin:

Dipl.-Ing. Christiane Wildraut

Projektdauer:

01.07.2019 - 31.08.2022

Schlüsselbegriffe:

Nutztierhaltung, Akzeptanz, Gesellschaft , Monitoring, Medienwirkungsanalyse,

Kurzinformation:

Das interdisziplinäre Verbundprojekt knüpft an den Arbeiten des Projektes SocialLab I an. Übergeordnetes Ziel ist es, die gesellschaftliche Akzeptanz konventioneller und innovativer Nutztierhaltungsverfahren sowie die Besonderheiten der Vermarktung dieser Produkte zu untersuchen und so den Veränderungsprozess in der Landwirtschaft und im Handel durch belastbare, empirisch-wissenschaftlich ermittelte Erkenntnisse zu unterstützen.

Um dieses Ziel zu erreichen gliedert sich das Vorhaben in fünf Arbeitspakete (AP):

  • AP 1 (Monitoring) entwickelt und validiert ein Befragungsdesign, das es dem BMEL zukünftig ermöglicht, in regelmäßigen Abständen u.a. die Wahrnehmung, die Akzeptanz sowie die Bewertung der Nutztierhaltung durch die Gesellschaft (Verbraucher, Landwirte) sowie Informationen zur Vermarktung (Handel) zu erheben.
  • AP 2 (Medienwirkungsanalyse) untersucht, inwiefern Einstellungen zur Nutztierhaltung bzw. eine Veränderung von Einstellungen mit dem jeweiligen Medienkonsum in Verbindung stehen.
  • AP 3 (Diskussionsplattform) dient unter besonderer Berücksichtigung der Zielkonflikte dazu, Perspektiven zur Umsetzung gesellschaftlicher Erwartungen an die Nutztierhaltung zu identifizieren, die im Sinne des Tierwohls sowie im Sinne des Umweltschutzes gesellschaftlich akzeptabel und gleichermaßen ökonomisch sinnvoll sind.
  • AP 4 (Virtueller Supermarkt) testet in einer realitätsnahen virtuellen Einkaufsumgebung den Einfluss von Strategien der Preisfestsetzung, der Gestaltung von Labeln (u.a. Tierwohllabel) als auch der Veränderung der Produktanordnung in Hinblick auf den Kaufentscheidungsprozess und die Zahlungsbereitschaft für nachhaltigere tierische Produkte.
  • Inhalt des AP 5 (RealLabor) ist es, innovative Marktleistungen systematisch zu entwickeln und prototypisch im Markt unter realen Bedingungen zu erproben. Dadurch werden Wege aufgezeigt, um für innovative Marktleistungen, tatsächliche Zahlungsbereitschaften der Verbraucher zu erfassen.

Das Vorhaben wird mit Hilfe eines multidimensionalen Ansatzes bearbeitet, der qualitative, quantitative und experimentelle Methoden einschließt.
Der Soester Fachbereich Agrarwirtschaft ist insbesondere in die Arbeitspakete 1, 2 und 3 eingebunden.

weiterführende Webseite: www.sociallab-nutztiere.de

Förderung:

Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

„Newbie“ - New Entrant netWork: Business models for Innovation, entrepreneurship and resilience in European agriculture

Leitung:

Prof. Dr. Wolf Lorleberg

Mitarbeiter:

Christian Helms
Ann-Kathrin Steinmann
Dr. Bernd Pölling

Projektdauer:

Januar 2018 - Dezember 2021

Schlüsselbegriffe:

Neu- und Quereinsteiger in die Landwirtschaft, Unternehmertum, Geschäftsmodelle, Netzwerk, Hofnachfolge, landwirtschaftliche start-ups

Kurzinformation:

Die ländlichen Räume und die agrarische Produktion in Europa brauchen Impulse und neue Ideen: von mutigen Menschen, QuerdenkerInnen und EinsteigerInnen, die in der Landwirtschaft ihre Zukunft sehen. Ihr Unternehmergeist kann den Agrarbereich mit Innovationen, praktischen Fähigkeiten und ihrem Gestaltungswillen beflügeln. Zugleich stehen sie mit ihren Ideen und Vorhaben vor großen Herausforderungen. Und genau da setzt das NEWBIE-Netzwerk an. Es will Newbies - so werden die NeueinsteigerInnen im englischsprachigen Raum genannt - dabei helfen, nachhaltige landwirtschaftliche Betriebe in Europa aufzubauen und weiterzuentwickeln. Das Projekt NEWBIE unterstützt die Entwicklung und Verbreitung von neuen Geschäfts- und Einstiegsmodellen in der Landwirtschaft, egal ob bei der familiären Hofnachfolge oder komplett neu im agrarischen Bereich.
Mit NEWBIE existiert eine einzigartige Plattform für NeueinsteigerInnen, HofnachfolgerInnen, BeraterInnen, WissenschaftlerInnen und Stakeholder aus Politik, (Land-)Wirtschaft und Forschung, auf der sie miteinander in Kontakt treten, sich austauschen und Lösungsansätze entwickeln können. In internationalen Netzwerken innerhalb der Partnerländer.
Für das NEWBIE-Netzwerk sind NeueinsteigerInnen Menschen, die eine neue landwirtschaftliche Existenz gründen oder in einen bereits existierenden Betrieb eingebunden werden. Ihre landwirtschaftlichen Erfahrungen sind genauso wie ihr Alter und der Zugang zu Ressourcen kein begrenzendes Kriterium. Denn sie alle stehen vor ähnlichen Hindernissen: Zugang zu Land, Arbeit, Kapital, Wohnraum, Märkten, Wissen und Netzwerken.
Bei der Entwicklung eigener nachhaltiger Betriebe sind NeueinsteigerInnen meist mit etlichen mehr oder weniger vergleichbaren Problemen konfrontiert. NEWBIE hat es sich zur Aufgabe gemacht, bei der Lösung zu helfen und sieht folgende Herausforderungen:

  • Zugang zu Land: Steigende Grundstückspreise und Pachten erschweren die Neugründung. EinsteigerInnen konkurrieren in vielen Regionen z.B. mit etablierten LandwirtInnen, die aufgrund ihrer Größe kostengünstiger produzieren können.
  • Zugang zu Kapital: Vermögenswerte wie z.B. Land können erforderlich sein, um Finanzkredite abzusichern.
  • Zugang zu Informationen: EinsteigerInnen haben Probleme, Zugang zu landwirtschaftlichen Informationssystemen zu erhalten bzw. kennen diese nicht (Unwissenheit).
  • Zugang zu Märkten: Der Einstieg in etablierte Vermarktungswege bzw. die erfolgreiche Integration in bestehende Lieferketten ist hindernisreich.

Im Zentrum des Projekts stehen nationale Diskussionsrunden mit jeweils etwa 25 TeilnehmerInnen (NeueinsteigerInnen, HofnachfolgerInnen, BeraterInnen, PädagogInnen, WissenschaftlerInnen und sonstigen Interessierten), die sich zweimal jährlich treffen. In diesen Gruppen werden neue Geschäftsmodelle vorgestellt und diskutiert, eigene Erfahrungen können eingebracht, ausgetauscht und untereinander besprochen werden. Die Ergebnisse der nationalen Austauschrunden werden mithilfe spezieller Monitoring- und Evaluierungsprogramme länderübergreifend zusammengeführt, verknüpft, ausgewertet und diskutiert.
Um den Projektverlauf auf nationaler Ebene zu begleiten, unterstützt der Expertenbeirat (steering group) das Projekt mit seiner Expertise und hilft beim Aufbau und Ablauf der Diskussionsrunden, bei der Auswahl idealer KandidatInnen für den internationalen Austausch und ist NEWBIE Botschafter.
Aus den Ergebnissen der Bestandsaufnahme der Länderevaluationen werden sogenannte „Toolkits” (Werkzeugkästen) für rechtliche, finanzielle und soziale Weiterbildungsangebote geschaffen. Außerdem wird Wissen über erfolgreich etablierte Geschäftsmodelle europaweit verbreitet.

Weiterführende Informationen und Links

Projekt-Webseite: http://www.newbie-academy.eu/
Registrierung im Netzwerk: https://www.newbie-academy.eu/membership-de/
Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCLMxm12dGFJuNdYtYzrWNeg

Finanzierung:

Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Forschungsprogramms Horizon 2020 unter der Grant Agreement Nummer 772835 finanziert.

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LegValue - Fostering sustainable legume-based farming systems and agri-feed and food chains in the EU

Leitung:

Prof. Dr. Marcus Mergenthaler(federführend)
Prof. Dr. Bernhard-Carl Schäfer

Kontaktpersonen:

Bruno Kezeya Sepngang
Ina Stute
Wolfgang Stauss
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Projektdauer:

01.06.2017 - 31.05.2021

Schlüsselbegriffe:

Leguminosen, Wertschöpfungskette, Landwirtschaft EU

Projektinfo:

Partner aus zehn europäischen Ländern arbeiten in diesem Projekt zusammen, um den Anbau und die Nutzung von Leguminosen innerhalb der EU zu stärken. Dabei sollen nachhaltige und wettbewerbsfähige Anbausysteme und Wertschöpfungsketten im Futter- und Lebensmittelbereich entwickelt werden. Unter Zuhilfenahme von 20 bestehenden Wertschöpfungsketten und Netzwerken, die die Vielfältigkeit des europäischen Leguminosenanbaus widerspiegeln, soll LegValue aufzeigen, welchen Wert Leguminosen für jeden Akteur haben können. Eines der Projektergebnisse soll ein einfach anwendbares Tool sein, um jedem Anbauinteressierten für seine spezifische Situation Leguminosen aufzulisten, die sich unter den vorherrschenden Bedingungen anbieten. Ziel ist es auch, eine höhere Markttransparenz für den Handel mit und die Verwendung von Leguminosen zu erreichen.

Die FH Südwestfalen bringt sich insbesondere in der Leitung und Abwicklung des Teilprojekts "Economic analysis of European legume markets" ein.

Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Projekts: www.legvalue.eu

Finanzierung:

Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Forschungsprogramms Horizon 2020 als Research & Innovation Action, grant agreement No 727672, finanziert.

Projektteam:

i.green
Wolfgang Stauss
Fachbereich Agrarwirtschaft:
Bruno Kezeya Sepngang
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Tierhygiene und zur Prävention von Tierseuchen in schweinehaltenden Betrieben in NRW

Projektleitung:
Prof. Dr. Marc Boelhauve
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Landwirtschaftskammer NRW - Tierseuchenkasse NRW
Laufzeit:
01.04.2015 - 31.03.2019
Mitarbeiterinnen:
Iris Kobusch, M. Sc.
Dipl.-Ing. (FH) Henrike Freitag
Sabrina Linnemann, B. Sc.
Nicole Geisthardt, B. Sc.
Dipl.-Stat. Gisela Kesting
Dr. Susanne Döring
Dr. Odile Hecker

Veröffentlichungen
Notizen aus der Forschung Nr. 2/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch bei Mastschweinen in Abhängigkeit von der Art der Fütterung
Notizen aus der Forschung Nr. 3/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch bei Mastschweinen in Abhängigkeit von der Temperatur
Notizen aus der Forschung Nr. 4/16
Hygienebewusstsein von Viehtransportfahrern an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 5/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von verschiedenen Viehtransportfahrzeugen an einem NRW-Schlachthof
Notizen aus der Forschung Nr. 7/16
Durchschnittlicher Wasserverbrauch in der Ferkelaufzucht in Abhängigkeit von der Art der Fütterung
Notizen aus der Forschung Nr. 11/16
Einfluss der Darreichungsform auf die Wasseraufnahme von Ferkeln während der Aufzuchtphase
Notizen aus der Forschung Nr. 12/16
Einfluss der Wasserdarreichungsform auf die Keimbelastung des Tränkwassers und die Leistung bei Aufzuchtferkeln
Notizen aus der Forschung Nr. 16/16
Hygienesensibilität, Umsetzungserfolg und Erfolgslücke von Hygienemaßnahmen in schweinehaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen
Notizen aus der Forschung Nr. 17/16
Reinigungs- und Desinfektionszeiten von Schlachtviehtransportfahrzeugen in Abhängigkeit von Fahrzeugtyp und Tierart
Notizen aus der Forschung Nr. 18/16
Einschätzungen von Schlachtviehtransportfahrern zur Reinigung und Desinfektion ihrer Fahrzeuge sowie dem Arbeitskleidungswechsel
Notizen aus der Forschung Nr. 19/16
Hygienesensibilität von Viehtransportfahrern im Vergleich zweier Schlachthofstandorte in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 6/17
Persönlichkeitsmerkmale von Betriebsleitern und Umsetzungspraxis der Schadnagerbekämpfung in der Schweinehaltung

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Tiergesundheit in der NRW-Schweinehaltung durch die Umsetzung geeigneter Hygienemaßnahmen weiter zu verbessern. Die mögliche Ausbreitung von Tierseuchen soll durch frühzeitige Erkennung und bereits im Vorfeld etablierte Hygienebarrieren auf landwirtschaftlichen Betrieben verringert werden. Dieses Forschungsprojekt knüpft unmittelbar an den Ergebnissen des Pilotprojektes „Präventive Hygieneberatung“ an, das bereits abgeschlossen ist (Laufzeit 01.01.2013 bis 31.03.2015). Es wurden in diesem bereits diverse punktuelle und kontinuierliche Hygienemaßnahmen in der landwirtschaftlichen Schweinehaltung, deren Auswirkungen auf Leistungen und die Tiergesundheit und die Akzeptanz der Landwirte für diese Maßnahmen untersucht. Ergebnisse werden dazu in diesem Jahr veröffentlicht.
In dieser Hauptphase des Projektes, das sich aus fünf Arbeitspaketen zusammensetzt, soll u.a. die Übertragung der Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Pilotbetrieben auf Betriebe außerhalb der Projektgruppe vorgenommen werden. Dazu dienen auch die Weiterführung und –entwicklung von Workshops mit interessierten Landwirten zu spezifischen Hygieneschwerpunkten, in denen detailliert die optimale praxistaugliche Umsetzung der gewählten Hygienemaßnahme mit wissenschaftlich fundierten Ergebnisse kombiniert werden, um so Anreize zur eigenverantwortlichen Umsetzung zu schaffen. Darüber hinaus sollen allgemeingültige und umfassende Ableitungen beschrieben werden, die die Erfolgsfaktoren für Inhalt und Ablauf von Beratungsprozessen beschreiben sowie Anreizsysteme zur dauerhaften Umsetzung von Hygienemaßnahmen schaffen.
Das Vorhaben verfolgt insgesamt einen innovativen und zeitgemäßen Ansatz, der neben der Landwirtschaft auch die Beratung fokussiert. Die Gesamtkonstruktion des Forschungsprojektes erlaubt einen zügigen und optimalen Transfer von Forschungsergebnissen in die landwirtschaftliche Praxis und trägt damit mittelbar zur Tierseuchenprävention und zur Verbesserung der Tiergesundheit bei.
Zudem ist geplant, im Rahmen des Forschungsprojektes die Weichenstellung für ein Hygienekompetenzzentrum für Schweinehalter in NRW zu prüfen und ggf. mit Ablauf des Projektes zu etablieren.

Projekt: „Reduktion des Insektizideinsatzes in NRW durch Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes in Getreide und Raps – Mut zur Lücke!“

Projektleitung:
Prof. Dr. Verena Haberlah-Korr
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung:
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Laufzeit:
01.06.2018 - 31.12.2020
Mitarbeiterinnen:
Lukas Thiel, M.Sc.

Innerhalb des Projektes sollen Hemmschwellen und Probleme praktischer landwirtschaftlicher Betriebe mit der Behandlung und Erfassung von Schadinsekten herausgearbeitet werden. Gleichzeitig wird der betriebliche Aufwand für verschiedene Maßnahmen ermittelt und dem Nutzen gegenüber gestellt. Ziel ist es, den Insektizideinsatz auf das notwendige Maß zu beschränken und den integrierten Pflanzenschutz besser in Betriebsabläufe integrieren zu können. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Neue Dialogformen zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft für mehr Akzeptanz und Wertschätzung

(Kurztitel: Dialog und Wertschätzung)

Projektleitung:
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler

Projektbearbeitung:
Jessica Berkes, M.Sc.

Weitere Ansprechpartnerin:
Dipl.-Ing. (FH) Christiane Wildraut

Förderung:
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV)

Laufzeit:
01.07.2018 - 31.12.2019

Schlüsselbegriffe:
Landwirte, Verbraucher, Eins-zu-eins-Diskussionen, Speed-Dating, Wertschätzung

Projektinfo:
Die Landwirtschaft und landwirtschaftliche Produktionsverfahren erfahren zunehmend gesellschaftliche Kritik. Bisherige Vermarktungskonzepte der Landwirtschaft setzen vornehmlich auf asymmetrische Kommunikationsmodelle, bei denen Verbraucher aufgeklärt werden. Mit dem vorliegenden Vorhaben sollen neue Dialogformen für mehr Akzeptanz und Wertschätzung zwischen Verbrauchern und Landwirten in Nordrhein-Westfalen entwickelt und validiert werden, die nachhaltig für Vermarktungskonzepte der NRW-Landwirtschaft nutzbar zu machen sind. Als neues Kommunikationsmodell werden 1:1-Begegnungen zwischen Landwirten und Verbrauchern in Form von Speed-Datings organisiert. In diesen Speed-Datings treffen Landwirte und Verbraucher aus NRW mit jeweils unterschiedlichen betrieblichen und persönlichen Hintergründen aufeinander und diskutieren unterschiedliche aktuelle konfliktbehaftete landwirtschaftliche Themenbereiche. Mit dem Projekt soll untersucht werden, wie die gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung zwischen Verbrauchern und Landwirten verbessert werden kann. Landwirte aus NRW sollen in ihrer Dialog- und Vermarktungskompetenz gestärkt werden, um damit den Anforderungen aus Markt und Gesellschaft besser begegnen zu können.

SocialLab Deutschland – Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft

Projektleitung
Prof. Dr. Marcus Mergenthaler
Förderung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung
Laufzeit
01.05.2015 - 31.12.2018
Projektbearbeitung
Christiane Wildraut
Jenny Wolfram
Veröffentlichungen
Abschlussbroschüre des Projekts:
Abschlussbroschüre SocialLab
Poster Abschluss-Workshop:
Landwirte und die Beziehung zu ihren Nutztieren: Leidenschaft trifft Pragmatismus
Das Bild der Nutztierhaltung in den Medien: Untersuchung von Medienframes
Notizen aus der Forschung No. 23/2016:
Einstellungen von Verbrauchern zu Haltungsbedingungen von Schweinen in gemeinsamen Gruppendiskussionen mit Landwirten
Notizen aus der Forschung No. 22/2016:
Bewertung von Pressebildern der Schweinehaltung durch Teilnehmer einer landwirtschaftlichen Fachtagung
Notizen aus der Forschung Nr. 15/16
Wissen über landwirtschaftliche Nutztierhaltung und Bewertung von Haltungssystemen in einer Passantenstichprobe in NRW
Notizen aus der Forschung Nr. 9/16
Hofbesuche erhöhen bei Jugendlichen in einer kleinen Stichprobe das Wissen über Landwirtschaft führen aber nicht zu positiveren Einstellungen
Pressemitteilung
PDF

Ziel des Projektes ist es, die bestehende Kritik an der Nutztierhaltung seitens der Gesellschaft differenziert zu durchdringen. Im Ergebnis sollen Wege zu einer messbar verbesserten Nutztierhaltung aufgezeigt werden, um so eine Reduzierung der Diskrepanz zwischen den gesellschaftlichen Erwartungen und der Realität der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung zu erreichen. Einbezogen in das Projekt sind die Rinderhaltung, die Schweinehaltung und die Geflügelhaltung. Inhaltliche Schwerpunkte für den Soester Fachbereich Agrarwirtschaft bilden

Methodisch kommen Gruppendiskussionen, leitfadengestützte Experten- und Einzelinterviews, standardisierte Befragungen, eine quantitative Medieninhaltsanalyse sowie eine qualitative Diskursanalyse zum Einsatz. Das Projekt ist aus dem Cluster „Gesellschaft“ der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) heraus entstanden und wird in Kooperation mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Agrarbereich durchgeführt. Die Gesamtkoordination hat das Thünen-Institut in Braunschweig übernommen.